• Lobos

    February 24 in Spain ⋅ ☀️ 20 °C

    Heute besuchten wir zum zweiten Mal die Insel Lobos. Trotz der vielen Touristen, die die Insel an diesem Tag betraten, war es überraschend still und ruhig. Es war, als ob die meisten Menschen die Stille suchten, die diese Insel so besonders macht. Selbst am Badestrand, wo man hätte erwarten können, dass das Lachen und die Gespräche der Besucher die Luft erfüllten, war es eher still. Die sanften Wellen schwappten leise gegen den Strand, und die Atmosphäre war fast meditativer Natur.

    Als ich schließlich ins kristallklare Wasser eintauchte, umhüllte mich eine besondere Energie. Das kühle Wasser erfrischte nicht nur meinen Körper, sondern schien auch meine Seele zu beleben. In diesem Moment fühlte ich mich eins mit der Natur und der Geschichte dieser Insel.

    Vor fünf Jahren, während der stillen Zeit der Corona-Pandemie, hatten wir auch die Fähre zur Insel Lobos genommen. An diesem Tag war die Welt um uns herum in einem Zustand der Unsicherheit, doch hier, auf dieser kleinen Insel, schien die Zeit stillzustehen. Wir waren fast allein, umgeben von der unberührten Schönheit der Natur, und der Stress des Alltags war für einen Moment vergessen.

    Wir begaben uns auf den Weg zum Vulkan, dessen imposante Form sich klar gegen den Himmel abhob. Jeder Schritt auf dem rauen Terrain fühlte sich wie eine Reise in die Vergangenheit an. Ich stellte mir vor, wie die Guanches einst hier lebten, im Einklang mit der Natur und dem Rhythmus der Erde. Der Aufstieg war herausfordernd, aber die Aussicht von oben war atemberaubend. Vom Gipfel aus blickte ich auf die umliegenden Lagunen, die im Sonnenlicht schimmerten und mich mit einer tiefen Faszination erfüllten.

    Die Vorstellung der flachen Lagunen zieht mich auch heute noch an. Ihr kristallklares Wasser und die sanften Wellen, die gegen die Ufer plätscherten, schufen eine Atmosphäre des Friedens. Diese Lagunen schienen wie kleine Oasen der Ruhe, in denen ich die Verbindung zur Natur spüren konnte.

    Ich erinnerte mich daran, wie ich am Rand einer der Lagunen saß, die Füße im Wasser baumelnd, und einfach die Stille genoss. Es war, als ob die Lagunen selbst lebendig waren, ihre eigene Geschichte erzählend und mir die Geheimnisse der Insel anvertrauten.

    Die Lagunen wurden für mich zu einem Ort der Reflexion. Hier, umgeben von der unberührten Natur, fühlte ich mich mit den Geistern der Ureinwohner verbunden, die einst ihre Rituale an diesen friedlichen Orten durchführten. Ich stellte mir vor, wie die Guanches hier saßen, die Schönheit der Natur bewunderten und Dankbarkeit für die Gaben der Erde zeigten.

    Diese Erinnerungen an Lobos sind für mich bis heute lebendig. Sie sind nicht nur ein Teil meiner Reise, sondern auch ein Symbol für die tiefe Verbindung zwischen Mensch und Natur, die ich nie vergessen werde.
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