• 15 Ein Bach mit Tücken!

    4. Juli in Mongolei ⋅ ☁️ 19 °C

    Nach dem langen gestrigen Tag, steht heute eine kürzere Wanderung auf dem Programm. Gleich am Anfang queren wir in einem angenehmen Anstieg den Ereesen Pass 2934 m und gelangen anschliessend mit vielen Serpentinen ins Tal Yamaat runter. Wir sehen bereits von oben das Ziel unserer heutigen Wanderung bei einem Wald am Yamaat-Fluss. Wiederum müssen Bäche überquert werden, einmal per Pferd und kurz vor dem Camp einmal zu Fuss. Die Anderen ziehen ihre Schuhe aus und ich will von Stein zu Stein "hüpfen". Es klappte nicht ganz nach meinen Vorstellungen.🤣 Das Resultat sind nasse Schuhe und Hosen ... und ein leicht verstauchtes Handgelenk. Tja, shit happens! Kurz darauf erreichen wir nach gut 6 Stunden unser Zeltlager auf 2350 m, wo wir zwei Nächte bleiben werden. Morgen ist Ruhetag, also Zeit um meine Bergschuhe trocken zu kriegen!😉

    Unterwegs erzählt uns Tuka, wie in der Mongolei die Menschen beerdigt werden. Die grosse Mehrheit der Mongolen gehören dem Buddhismus an, glauben also an die Wiedergeburt. Es gibt vier verschiedene Arten von Beerdigungen. Die Erd- und Urnenbestattung, wie wir es auch bei uns kennen. Dann die Mumifizierung: Hochangesehene Mönche sterben scheinbar sitzend beim Meditieren und werden danach von vorbestimmten Schülern mumifiziert und weiter verehrt. Die Vierte ist die Aussetzung. Der nackte Leichnam wird auf einen Berggipfel getragen und der Natur übergeben. Ein Schamane bestimmt, in welche Richtung er hingelegt wird Die Mongolen sagen, je schneller der Leichnam von Tieren gefressen wird, umso reiner sei der Mensch zu Lebzeiten gewesen. Spannend, sich dies bei uns vorzustellen.
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