• 21a Besuch im Gandan Kloster

    10. Juli in Mongolei ⋅ 🌧 18 °C

    Wir besuchen das Gandan Kloster, eines der wichtigsten buddhistischen Heiligtümer der Mongolei. Gleich zu Beginn können wir an der alltäglichen Gebetszeremonie der Mönche teilhaben. Zu den rezitierten Gebeten ertönt immer wieder das meditative Mantra "Om mani padme hum". Eindrücklich und berührend!

    Das 1727 gegründete Kloster prägte bis in die 1930er Jahre das ganze Land.Nach dem Einmarsch der Roten Armee wurde 1937 die Klosteranlage durch den stalinistischen Terror schwer zerstört und im Laife der Zeit wieder aufgebaut. Seit der Demokratisierung der Mongolei in den 1990er Jahren sind wieder viele Klöster im ganzen Land errichtet worden. Tuka selber ist dem Buddhismus sehr zugetan, glaubt jedoch an den Schamanismus und Ahnenkult. Das Eine schliesst das Andere nicht aus!

    Tuka erzählt weiter:
    Ungefähr 800 Mönche kommen zum Beten in die Klosteranlage und zur Verrichtung der verschiedenen Arbeiten. Sie werden durch das Kloster unterhalten, welches sich durch Spenden der Gläubigen finanziert. Etliche Mönche gehen nach ihren Gebeten nach Hause, sind verheiratet und haben Kinder, posten Selfies in Zivilkleidung auf Facebook, führen also ein ziviles Leben. Das Mönchsein sei ihr Beruf! Diese Lebensform der Mönche gäbe es im Buddhismus ausschliesslich in der Mongolei. Der Grund liegt hauptsächlich in der brutalen Unterdrückung der Religion und der Verfolgung der Mönche durch die Russen ab 1924. Fast alle Klöster der Mongolei wurden vernichtet und tausende Mönche ermordet. Der Buddhismus zog sich in den Untergrund zurück und überlebte im Versteckten! Wieder was gelernt...
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