• 18 Titlis - The Peak to Be

    September 19 in Switzerland ⋅ ☁️ 7 °C

    Heute ist ein traumhafter Herbsttag! Für eine grössere Bergwanderung sind wir jedoch zu spät aufgestanden. Also Plan B!

    Schon länger wollen wir die Grossbaustelle auf dem Titlis besichtigen. Bis 2029 wird auf dem 3020 m hohen Hausberg von Engelberg eine neue Bergstation gebaut. Zusätzlich wurde der ehemalige Swisscom-Sendeturm bereits im Mai 2026 in seinem neuen Outfit eröffnet. Der Titlis Tower, wie er heute heisst, beherbergt nun eine Rolex-Boutique, das Joseph's Restaurant und zuoberst die Aussichtsplattform. Das gesamte Projekt wurde vom renommierten Architekturbüro Herzog & de Meuron entworfen und soll "schlappe" 150 Mio Schweizer Franken kosten! Viel Geld, jedoch eine Investition in die Zukunft des Tourismusort Engelberg. Der Titlis "The Peak to Be" ist aktuell eine der höchstgelegenen Baustellen in Europa, inmitten von Schnee, Fels und Gletscher ... und "ein Meilenstein moderner Baukunst unter extremen Bedingungen". Weitere Infos unter: https://www.titlis.ch

    Wir waren ja schon zig-Mal auf dem Titlis, vorallem im Winter beim Skifahren. Es ist eindrücklich zu sehen, wie der laufende Betrieb mit über 3000 Gästen pro Tag und die Bauarbeiten parallel organisiert sind. Das ist eine logistische Meisterleistung! Die Baustelle auf 3000 m Höhe beeindruckt mich sehr. Irgendwie ein spannendes Zusammenspiel zwischen Natur und Technik!

    Und doch schmerzen beim Blick über die Anlage die sichtbaren "offenen Wunden" am Berg. Im Winter wird durch den Schnee ja alles zugedeckt. Doch hoffe ich generell auf ein stimmiges Resultat für Mensch und Berg! Ein kleiner Teil des Gletschers ist mit Vlies abgedeckt, um die begehbare Gletscherhöhle zu schützen. Fotos von 2012 belegen, wie drastisch der Titlis-Gletscher geschmolzen ist. In einem Zeitungsbericht prognostizieren Glaziologen noch eine Lebensdauer von gut 20 Jahren! Umso wichtiger, dass sich Engelberg mit der aktuellen Modernisierung auf dem Titlis unabhängig vom Fortbestand des Gletschers als attraktive Tourismusdestination positioniert.
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