Spain
Camponaraya

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6 travelers at this place:

  • Day21

    And the words of the prophet are written

    September 30, 2017 in Spain

    ... well in Spain, they are written everywhere. On Camino markers, underpasses and traffic signs. I have grown to appreciate the colours and novelty demonstrated by the Spanish graffiti artists and international pilgrims.

  • Day32

    Autumn Arrives

    September 30, 2017 in Spain

    We walked through highlands shrouded in autumn colors today. Grape vines are particularly beautiful as they turn ... wine colored! Trees planted along our path shed Maple-like leaves, but the bitter East wind has yet to gain momentum. The Knights Templar castle in Ponferrada is stunning in size and repair. Nothing fancy, but a spectacle just the same. Day 21, we are 3/4 the way through our Camino.

  • Day23

    Camponaraya, 20.10.2017, 17:20

    October 20, 2017 in Spain

    Die Wolken haben sich ein wenig verzogen, zumindest soweit ich es in der Dämmerung beurteilen kann. Hatte Probleme einzuschlafen und bin daher recht träge heute Morgen. Frühstück wird aber halb 8 serviert und ich hege große Hoffnungen… Und ich werde nicht enttäuscht! Auf so ein Frühstück warte ich seit Beginn meiner Pilgerschaft! Dabei braucht es gar nicht viel, mich glücklich zu machen: Kaffee, vier Toastscheiben, Wurst, Käse, Butter, Marmelade, Müsli mit Milch, Joghurt, Muffin, Orangensaft. Alles da, soviel man runterkriegt, und zwar für 4 Euro. Dieses recht neue Herbergen-Hotel wurde als „wahrscheinlich die beste Herberge auf dem Camino“ beworben, und ich muss sagen, es stimmt! Schon das Pilgermenü gestern Abend war vorzüglich. Am Tisch saß ich mit Anne aus London, einem holländischen Paar und einem Deutschen. Anne war auch mit mir im Schlafraum, wo wir zum Glück nur zu viert waren. Das Paar aus Holland macht den Camino „zum zehnten Mal oder so“, die können echt Geschichten erzählen von 1995… Es ist ein interessantes, kurzes Gespräch.

    Trotz Müdigkeit starte ich also fast schon enthusiastisch meinen Abstieg aus 1.150 Metern um 8:30 Uhr. In der Dämmerung geht es zuerst auf der Straße und dann durch das Nachtigallental. Hinter mir geht die Sonne auf und strahlt die Bergrücken an, wunderschön! Ich wechsele die Straßenseite und gehe durch ein benachbartes Tal, wo der Morgennebel alles noch in absolute Stille einhüllt. Die ersten Menschen sehe ich erst nach 10 Uhr wieder, scheinbar sind alle auf der Straße unterwegs und nur ich gehe den felsigen Weg durchs Tal. Die nächste Zeit bin ich in der Gegend des Bierzos unterwegs, so heißt hier die Landschaft. Wohl eine fruchtbare Gegend, liegt ja auch nicht mehr so hoch, aber ich bekomme heute nicht viel davon zu sehen, da ich entweder im Nebel oder in der Stadt unterwegs bin.

    Die meisten Pilger haben es mittlerweile scheinbar begriffen, dass ein Aufbruch vor 8 Uhr sinnlos und gefährlich ist, man sieht nichts von der Landschaft und auch nicht, wohin man tritt. Zumindest haben die meisten in den letzten Tagen auch so bis kurz nach 7 Uhr geschlafen. An einem Ortseingangsschild lese ich, was jemand in krakeliger Edding-Schrift dazu meint: „Why walk in dark, when it is so beautiful?“
    Ja, warum eigentlich? Ich kann es genauso wenig nachvollziehen. Gleichzeitig leben so viele Menschen in geistlicher Dunkelheit, dass man ihnen nur zurufen möchte: „Warum seid ihr denn im Dunkeln unterwegs, wenn es im Licht so schön sein kann?!“ Und spätestens seit der Kathedrale in León ist ja allen bekannt, dass Jesus das Licht ist…

    Durch den Nebel erreiche ich das kleine Städtchen Molinaseca und kürze den Weg etwas ab, indem ich einfach weiter die Landstraße entlang gehe, bis ich nach Ponferrada komme, die nächste große Stadt. Hier gibt es außer schönen Häusern und Plazas noch eine mittelalterliche Festung des Templer-Ordnes zu bestaunen, die es sich im frühen Mittelalter zur Aufgabe machten, die Pilger zu beschützen und ihre Finanzen während der Pilgerreise zu verwalten. Ich halte mich aber nicht lange in der Stadt auf, da ich ein kleines Schild am Ortseingang gesehen habe: „McDonald’s 5 Minuten“.
    Gut, zu Fuß sind es 40 Minuten und ich verlasse dafür den eigentlichen Jakobsweg, aber das ist es mir wert. Heute also wieder herrlich ungesundes Fastfood zu Mittag, die Spanier haben echt ein paar gute Kombi-Menüs auf Lager. Kulinarisch ist dieser Tag heute also bisher schwer zu toppen.

    Wunderbar gestärkt ziehe ich also weiter durch das Industriegebiet und stoße bald auf die ersten Markierungen des Jakobswegs. Einen Umweg oder eine Abkürzung habe ich wahrscheinlich nicht gemacht. Und nach einigen Kilometern habe ich mein Tagesziel Camponayara bereits erreicht, es ist halb 3. Mehrfach spiele ich mit dem Gedanken, weiter zu laufen, entscheide mich aber dann doch dafür, in einer Herberge einzukehren, da der Abstieg von 1.150 auf 550 Meter Höhe ziemlich auf die Gelenke ging und ich außerdem viel auf Asphalt unterwegs war, was die Fußsohle belastet.
    Bin auch anfangs der erste Gast, es ist ein rustikales Landhaus mit Steinwänden. Hoffe ich knall da nachts nicht mit dem Schädel gegen. An der Tür zu den Duschen kleben auf den Türen die Schilder „Brothers“ und „Sisters“. Interessant. Bin gespannt welche Brüder und Schwestern hier heute noch einziehen.
    Mein Plan für heute: Möglichst viel Zeit in meiner Koje verbringen. Das wäre eigentlich schon alles. Laut Pilgerführer bin ich jetzt schon 600 Kilometer gelaufen…
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Camponaraya

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