• Von 2’145 Metern direkt ins Bachbett 🚐🏔️💦

    August 17 in Romania ⋅ ☀️ 28 °C

    Der Morgen beginnt wie fast immer bei uns: Frühstück draussen. ☕🥐 Heute allerdings mit langen Hosen, denn die Sonne hat es noch nicht über den Berg geschafft. Sie muss sich wohl erst noch darüber hinwegpressen. 😄

    Um 9.00 Uhr starten wir am Oașa-Stausee. Sprinti zeigt 83’673 km und vor uns liegt das heutige Highlight: die Transalpina, DN67C. Wir sind gespannt, was uns erwartet.

    Schon bald geht es Kurve um Kurve höher. Zuerst durch Wald, dann wird die Landschaft immer offener und plötzlich befinden wir uns mitten in einer gewaltigen Bergwelt. Die Aussicht wird mit jedem Höhenmeter schöner – und wir wissen teilweise gar nicht mehr, wohin wir zuerst schauen sollen. 🏔️😍

    Die Transalpina gilt als höchstgelegene durchgehend asphaltierte Strasse Rumäniens und führt über den Urdele-Pass auf 2’145 Meter. Teile der heutigen Route gehen auf einen alten Weg über die Karpaten zurück; im 20. Jahrhundert wurde die Strecke ausgebaut. Heute ist sie vor allem eines: ein Traum für alle, die Kurven und Berge lieben. 🚐

    Und wir sind hier oben definitiv nicht allein. 🐄🐑🐐 Kühe stehen völlig entspannt neben und manchmal auch auf der Strasse, Schafherden ziehen über die Hänge und dazu begegnen uns Ziegen und Esel. Hirten begleiten ihre Tiere zusammen mit ihren eindrücklichen Hunden. Hier oben bestimmt eindeutig die Tierwelt das Tempo – Sprinti hat sich anzupassen. 😂

    Auf der Passhöhe legen wir eine Pause ein. An den kleinen Ständen kaufen wir Würste und zusammen mit Käse, Chips und unserem selbstgebackenen Brot wird daraus ein richtig feines Z’nüni. 🌭🧀🥖

    Das Brot verdient übrigens eine kleine Erwähnung. Den Teig hatte ich am Vorabend angerührt und wir haben ihn noch am selben Abend im Omnia gebacken. Meine Mehlmischung hatte ich bereits zu Hause vorbereitet: verschiedene Mehlsorten, Haferflocken und Chiasamen, dazu Trockenhefe. Den Teig mache ich etwas flüssiger, damit ich ihn nicht kneten muss – kräftig rühren reicht völlig. Und siehe da: herrlich frisches Brot aus dem Sprinti. 🍞😋

    Nach unserem Z’nüni geht es wieder hinunter.

    Ziel? Unbekannt. 😄

    Die Aussicht während der Abfahrt ist einfach … da fehlen uns tatsächlich die Worte. Ein Panorama folgt dem nächsten und natürlich läuft die Kamera praktisch im Dauerbetrieb. 📸 Viel schneller als erwartet sind wir wieder unten im Tal.

    Nun kommt Park4night zum Einsatz. Eine Vorgabe haben wir: Am Wasser soll es sein. 💦 Und tatsächlich werde ich fündig.

    Die Zufahrt beschert Noldi dann endlich etwas, worauf er offenbar schon lange wartet: eine Flussdurchfahrt! 🚐💦

    Na ja … „Fluss“ ist vielleicht etwas übertrieben. Aber Bachdurchfahrt klingt einfach nicht halb so abenteuerlich. 😂 Also nennen wir es Fluss und alle sind glücklich.

    Schon bald stehen wir irgendwo im Nirgendwo bei Baia de Fier. Um etwa 15.09 Uhr zeigt Sprinti 83’796 km. Damit sind wir heute gerade einmal 123 Kilometer gefahren – aber was für welche!

    Heute wollen wir einfach einmal sitzen und geniessen. Fotomaterial habe ich inzwischen sowieso genug für mehrere Regentage. 😄 Rund um das Bachbett wimmelt es allerdings von Bienen und Wespen. 🐝 Noldi zündet das Highfire an und lässt es etwas vor sich hinmotten. Holz gibt es hier kaum, aber vielleicht verstehen die kleinen Flieger ja den Wink mit dem Rauch. 😂🔥

    Dann kommt unsere Akkupumpe zum Einsatz. Erst sorgt das Bachwasser für eine herrliche Abkühlung, danach starten wir einen Versuch: Schafft diese günstige kleine Pumpe tatsächlich Sprintis Wassertank?

    Und tatsächlich: Innerhalb weniger Minuten ist Sprinti gefüllt! 💦🚐 Wir sind ziemlich erstaunt. Manchmal sind es eben genau die billigen kleinen Helfer, die unterwegs plötzlich Karriere machen.

    Kaum ist die Wasserversorgung gesichert, folgt der nächste Notfall: Die Aperogetränke sind leer! 😱🍷 Und mir fehlt auch noch eine Gurke. 🥒

    Noldi packt kurzerhand sein E-Trotti aus und düst los, um irgendwo ein Dorf aufzutreiben. Drei Kilometer pro Weg – für das Trotti ein Klacks. Und tatsächlich kehrt unser mobiler Einkaufsdienst schon bald mit den gewünschten Artikeln zurück. Mission erfolgreich. 🛴😂

    Während Noldi unterwegs ist, bekommt Droni Ausgang. 🚁 Zuerst mache ich zwei Luftaufnahmen von Sprinti. Von oben sieht man erst richtig, wie herrlich einsam wir hier stehen.

    Danach starte ich einen Mastershot.

    Der läuft wunderbar – bis genau in der Mitte plötzlich die Meldung kommt: Hindernis im Weg.

    Ähm … welches Hindernis? 😳

    Eigentlich bin ich hoch genug in der Luft, damit die Bäume kein Problem sein sollten. Trotzdem bricht Droni den Mastershot ab und mein Puls macht dafür munter weiter. 😂

    Zum Glück gibt es die Come-Home-Taste. Ich drücke sie – und Droni macht genau das, was sie soll: Sie kommt brav zurück. 😅🚁

    Also alles richtig gemacht.

    Und nach diesem kleinen Schreck bin ich jetzt definitiv froh um ein Glas Weisswein. 🍷 Schliesslich muss man so einen Drohnenmoment auch irgendwie verarbeiten.

    So, und jetzt halten wir uns kurz – Entschuldigung, dass wir eure Lesenerven heute schon so deftig beansprucht haben. 😂

    Zum Znacht gibt’s Kartoffeln, Spareribs und Tomaten-Gurken-Feta-Salat. 😋 Danach geniessen wir einfach noch unseren Abend am Wasser. 🍷

    Danke für eure Herzchen und Kommentare ❤️ – und wenn heute sonst noch etwas passiert, bleibt es unser Geheimnis. 😂

    Gute Nacht aus dem Sprinti! 🚐🌙
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