Sudan
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7 travelers at this place

  • Nov25

    Nil, Nubian House und Tempel von Soleb

    November 25, 2020 in Sudan ⋅ ☀️ 27 °C

    Heute morgen habe ich aus meinem Zelt den Sonnenaufgang fotografiert. Wie schön ist das, quasi vom „Bett“ in den Sonnenaufgang in einer faszinierenden Landschaft zu schauen!

    Die Fahrt geht weiter Richtung Norden und damit Ägypten. Heute erreichen wir auf der Fahrt das erste Mal wieder eine Asphaltstraße. Hier ist allerdings kaum was los, es sind nur wenige Fahrzeuge unterwegs. Dann zweigen wir ab Richtung Nil. Wow, das erste Mal seit Khartoum wieder fließendes Wasser! Wir besichtigen ein Fort der Ottomanen oberhalb des Nils. Was für eine tolle Lage! Es ist verständlich, dass hier eine Festung gebaut wurde. Der Blick schweift weit über den Nil.

    Am Nilufer befindet sich ein Palmenhain. Hier wird mir sehr deutlich bewusst, dass der Nil tatsächlich die Lebensader für die Bevölkerung hier ist. Das berührt mich sehr! Links und rechts des Nils ist Wüste. Ohne den Nil mit seinen saisonalen Überschwemmungen könnte in dieser Gegend wohl niemand überleben. Unterhalb in Ufernähe sehen wir einen Bauern, der Viehfutter (Alfalfa) mit seiner Axt und Werkzeug in einem Bündel zusammenschnürt. Dafür benutzt er festes Schilfgras. Er lädt uns ein zum Frühstück bzw. Kaffee. Wow, was für eine Gastfreundschaft! Wir sind ja Fremde, dazu noch Ausländer, und er lädt uns einfach ein. Das wäre in Deutschland nicht vorstellbar. Wieder bin ich sehr berührt. Da wir noch eine Fahrt vor uns haben, können wir die freundliche Einladung leider nicht annehmen.

    Wir fahren weiter nach Norden Richtung Ägypten. Hier sind LKW‘s unterwegs. Links und rechts der Asphaltstraße sind immer wieder Goldsucher zu sehen. Davon gibt es viele! Hier im Sudan ist viel Gold im Erdreich zu finden. Da, wo es sich für große Firmen lohnt, werden Bagger und professionelle Ausrüstung eingesetzt. Ansonsten sind viele einzelne Menschen mit Metalldetektoren zu sehen. Meistens leihen sie diese und laufen damit durchs Gelände. Wie wir von Khalid erfahren, wird der Erlös eines Goldfunds in drei Teile geteilt: Ein Drittel für den Finder, ein Drittel für den Vermieter des Metalldetektors und ein Drittel für den Autovermieter. Damit kann sich glücklich schätzen, wer sich selbst ein Auto oder einen Metalldetektor
    leisten kann!

    Am frühen Nachmittag kommen wir an einem nubischen Gasthaus bei Soleb an. Das Gasthaus vermietet Zimmer, heute werden wir hier übernachten. Das erste Mal wieder in einem - wenn auch sehr einfachen - Bett schlafen! Und Haare waschen in einer einfachen „Dusche“. Die „ Dusche“ besteht aus einem großen Wasserfass in einem abgeschlossenen kleinen Räumchen. Das Wasser wird mit einer Schale geschöpft und über den Körper gegossen. Funktioniert ganz prima! Es ist herrlich, sich mal wieder von Kopf bis Fuß mit - wenngleich kaltem - Wasser zu übergießen. Ich fühle mich danach total erfrischt! In der Sonne trocknen die Haare ganz schnell. 😊

    Hinter dem Haus ist der Ziegenstall, ein von trockenem Gestrüpp eingezäuntes Areal im Freien. In der Nähe toben Kinder. Brita bringt ihre mitgebrachten bunten Luftballons. Wir haben großen Spaß zusammen! Dann suche ich mit Khalids Einverständnis den Raum auf, in dem sich die Frauen des Hauses gerade versammelt haben - eine sehr intime Atmosphäre. Eine Frau hat vor kurzem ein Baby bekommen und wechselt gerade die Windeln. Ich komme mir wie ein Eindringling in die Privatsphäre vor, die Frauen freuen sich jedoch und sind offen. Wie ich später erfahre, handelt es sich um die Frau des Eigentümers, die Tochter, Schwiegertöchter, 6-7 Frauen sind hier. Ich habe kleine Cremes und Seifen als Gastgeschenke aus Deutschland mitgebracht, diese verteile ich nun hier an die Frauen.

    Der Eigentümer des Gasthauses, ein alter Mann, gibt mir mit Zeichensprache zu verstehen, dass ich ihm folgen soll. Er führt mich in ein großes Doppelzimmer, dorthin soll ich umziehen. Zuerst hatte ich ein recht kleines Räumchen zugewiesen bekommen. Wow, jetzt habe ich ein großes Zimmer mit viel Platz, wie schön! Alles ist einfach, die Betten bestehen aus Metallgestellen mit Schaumstoffmatratzen, die auf Schnüren liegen. Mir kommt es nach den Zeltnächten recht luxuriös vor. Meine Metalltür lässt sich nicht schließen - egal, hier wird schon niemand nachts reinkommen.

    Zum Sonnenuntergang spazieren wir mit Khalid zum nahegelegenen Tempel von Soleb. Ein erstes archäologisches Highlight! Der Tempel sieht schon aus der Ferne faszinierend aus und erinnert mich an die griechischen Tempel in Agrigento/Sizilien. Bei näherem Hinsehen entdecken wir jedoch Hieroglyphen und ägyptische Symbole. Es ist der Tempel des Amunhoteb III. Er stammt aus der Zeit, als Ägypten Nubien besetzt hatte, ca. 1.350 v.Chr. Damals war Ägypten ein großes Reich mit Ausdehnung weit bis in den heutigen Sudan hinein.

    Khalid zeigt uns drei wichtige königliche Symbole auf den herabgestürzten Steinblöcken: Das Rückgrat als Symbol von Stabilität, ein Zepter als Symbol für Macht und das Symbol für Leben („anch“). Es macht Spaß, in der untergehenden Sonne zwischen den mächtigen Säulen und Steinblöcken der Tempelruine herumzulaufen und zu fotografieren! Wir erfahren, dass hier immer noch Archäologen zu Gange sind, allerdings haben sie ihre Arbeit wegen Corona unterbrochen. Hier gibt es nach wie vor viel zu erforschen und auszugraben, spannend!

    Wir sind aktuell die einzigen Touristen hier in der Gegend, das ist außergewöhnlich und dem Virus geschuldet. Für uns ist es ein Glücksfall! Wir genießen jedenfalls den schönen Sonnenuntergang und das gemütliche Abendessen und die Ruhe im nubischen Haus ohne andere Gäste. 😊
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  • Nov26

    Soleb - Tempel des Amenhoteb III.

    November 26, 2020 in Sudan ⋅ ☀️ 19 °C

    Früh am Morgen brechen wir mit Khalid auf zu einem erneuten Spaziergang zum Tempel, der nur 200m vom nubischen Gästehaus entfernt liegt. In der Morgensonne lassen sich die Hieroglyphen und Symbole auf den Steinen besser erkennen. Die ägyptische Besatzungszeit im Altertum dauerte ungefähr 500 Jahre von ca. 1.500 bis 1.000 v.Chr. Aus dieser Zeit stammt auch der Tempel von Soleb (ca. 1.350 v.Chr.). Der Tempel ist dem Fruchtbarkeitsgott Amun und Amenhoteb III. gewidmet, einem ägyptischen Pharao des neuen Reiches. Es war damals der größte Tempel südlich von Theben und ist damit heutzutage auch die bedeutendste Ruine in Nubien aus der ägyptischen Kolonialzeit. Amenhoteb regierte fast vier Jahrzehnte, seine Regierungszeit war durch weitgehenden Frieden mit den Nachbarländern geprägt, Ägypten befand sich damals in einer Hochphase.

    Viele Teile des Tempels sind im Lauf der Jahrtausende zusammengestürzt und heruntergefallen. Ein Ruinenfeld mit einigen noch aufrecht stehenden (bzw. wieder aufgebauten) hohen Säulen und Toren. Die ganze Anlage beeindruckt mich sehr, überall gibt es an den Säulen und herabgestürzten Steinblöcken Hieroglyphen und altägyptische Symbole zu entdecken. Diese sind - obwohl in weichem Sandstein - in einem erstaunlich guten Zustand und sehr gut zu erkennen. Das trockene Wüstenklima schützt offenbar sehr gut vor Verwitterung. Khalid erklärt uns ausführlich die Hieroglyphen und Symbole. Es ist sehr interessant, leider vergesse ich das Meiste wieder ;)! Es ist wieder mal total faszinierend zu sehen, welche Hochkultur sich hier vor Jahrtausenden entwickelt hatte. Dies hat mich schon als Jugendliche beeindruckt, als ich zum ersten Mal den Grabschatz von Tutanchamun in München gesehen habe.

    Ich lerne, dass die Namen der Könige in einer sog. Kartusche - einer ovalförmigen Umrandung - eingemeißelt sind. Interessant sind auch die Darstellungen von Gott und Pharao. Der Gott kommt als Bewohner des Tempels immer aus diesem heraus, während der König als Gast in diesen hineintritt. Gut erkennbar sind auch die an den Händen gefesselten Gefangenen, die deutlich afrikanische Gesichtszüge tragen mit breiten Lippen und Nasen. Die Säulen stellen Papyrusbündel dar.

    Im Laufe des 19. und 20.Jahrhunderts haben Archäologen aus verschiedenen Ländern hier geforscht, es gab Teams unter französischer, britischer und italienischer Leitung. Am bedeutendsten waren die Ausgrabungsarbeiten unter der Italienerin Giorgini in den 60er und 70er Jahren. Aktuell ist hier ein spanisches Archäologenteam zu Gange, das allerdings wegen Corona seine Arbeiten unterbrochen hat. So bleiben wir die einzigen Besucher in dieser Saison...
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  • Nov28

    Fähre über den Nil

    November 28, 2020 in Sudan ⋅ ☀️ 21 °C

    Heute geht’s an östliche Nilufer! Damit liegt eine Fährfahrt vor uns - darauf freue ich mich! 😊

    Zuvor machen wir Halt in einem quirligen Dorf in der Nähe der Fähranlegestelle. Man merkt, dass es deswegen hier deutlich mehr „Durchgangsverkehr“ gibt. Es gibt einige Läden und offene Marktstände. Viele Menschen, darunter etliche Kinder sind auf der Straße. Vor der „Bäckerei“ wartet bereits eine Schlange. Als das frisch gebackene Brot fertig ist, drängen sich alle mit ihren Scheinen vor die Fensteröffnung. Viele sehe ich danach mit ein oder zwei Tüten gefüllt mit Brot. Auch wir nehmen Proviant mit. Ein Ladenbesitzer zeigt mir seine Bohnen und Gewürze, das duftet!

    Dann fahren wir zur Anlegestelle der Fähre. Hier warten wir, bis die Fähre von der anderen Seite herüberkommt. Nachdem die Fähre entladen ist, dürfen wir drauf - ein tolles Spektakel! Ein paar wenige Autos, Fußgänger und etliche Esel werden eingeladen. Die Esel sind störrisch, die Fähre behagt ihnen anscheinend gar nicht. Es dauert eine Weile, bis ihre Besitzer die Tiere „ an Bord“ gebracht haben. In letzter Minute springt noch ein Mann auf. Ich beobachte alles vom „Oberdeck“ aus. Dies besteht aus zusammengenagelten Brettern und ist über eine Metallleiter zu erreichen. Es macht Spaß, von dort oben zuzuschauen!

    Dann legen wir ab und gleiten sanft über das Wasser. Es fühlt sich toll und irgendwie erhaben an, mitten auf dem Nil zu sein. Auf einem der bedeutendsten Flüsse der Erde. Zwischendurch dürfen Brita und ich auch mal ans Ruder, hihi, das ist witzig! ;)

    Das war ein weiteres schönes Erlebnis! Wir erfahren von Khalid, dass es zum Glück nicht die letzte Begegnung mit dem Nil war, wir werden ihn im Lauf unserer Reise noch öfter kreuzen!
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  • Nov28

    3. Katarakt und Ankunft im Zeltcamp

    November 28, 2020 in Sudan ⋅ ☀️ 25 °C

    Von der Fähre fahren wir zunächst zu einem kleinen „Restaurant“. Dort dürfen wir Tisch und Stühle nutzen und werden wie immer vorzüglich von Barrir bewirtet. Heute gibt es unter anderem Fava-Bohnen, die überall am Nil angebaut werden und als Proteinspender zu den Grundnahrungsmitteln im Sudan gehören. Heute gibt es sogar Coca-Cola für mich! Auch wenn ich dies zu Hause nur selten trinke - nach einer Woche Wasser, Kaffee und Tee ist das eine willkommene Abwechslung! :)

    Danach fahren wir zu einem fantastischen Ausdichtspunkt oberhalb vom Nil mit Blick auf den 3. Katarakt. Die Nilkatarakte sind natürliche Granitbarrieren im Fluss, mit Ausnahme des ersten Katarakts beim Assuan-Staudamm befinden sich alle auf nubischer Seite bzw. sudanesischem Staatsgebiet. Für die Schifffahrt stellen die Katarakte nahezu unüberwindbare Hindernisse dar. Ich habe wohl auch aus diesem Grund während meiner Reise keine kommerzielle Schifffahrt auf dem Nil gesehen. In meinem Dumont-Kulturreiseführer lese ich nach, dass die Nubier früher jedoch findig waren und Segelboote aus besonders hartem Akazienholz nach einer bestimmten Bauweise konstruiert haben. Damit schifften sie z.B. die Dattelernte den Nil hinunter. Heutzutage wird das Meiste wohl auf den Asphaltstraßen mit LKW‘s transportiert.

    Der Ausblick auf den Nil mit den grün bewachsenen Felsen und kleinen Sandbänken ist einfach wunderschön! Ich beobachte ein kleines Fischerboot mit zwei Männern, die vom Ufer bis ungefähr zur Hälfte nahe der Granitfelsen rudern. Wow, das sieht beeindruckend aus, wie sich dieses winzige Boot im großen Fluss vorwärts bewegt!

    In der Nähe unseres Aussichtspunkts befinden sich unwahrscheinlich viele Felsmalereien. Sie sind entstanden in einer Zeit, als es in dieser Gegend noch fruchtbare Savanne gab mit entsprechendem Tierreichtum. Wir erkennen z.B. Giraffen und einen Vogel Strauß. Auch viele Kühe und Antilopen mit enormen Hörnern sind zu sehen. An einer weiteren Felswand sehen wir altägyptische Boote. Die Felsmalereien sind zwischen 6.000 und 10.000 Jahre alt und haben sich hier in der Wüste gut erhalten. Sehr faszinierend! Das Kraxeln zwischen den Felsblöcken macht außerdem viel Spaß! 😃

    Von der lokalen Reiseagentur werden wir heute überraschenderweise in ein vorinstalliertes Zeltcamp eingeladen. Eine Dusche in Aussicht fühlt sich an wie purer Luxus:) Nur für uns drei hat der Camp Manager mit seinem Assistenten die Anlage geöffnet, wow! Das Zeltcamp befindet sich unweit des 3. Kataraktes bei Tumbus. Unsere großzügigen Zelte sind mit richtigen Bettgestellen ausgestattet, vor jedem Zelt steht auf Stelzen eine Waschschüssel. Es gibt einfache Duschen mit aufgehängten Wassersäcken. Diese funktionieren allerdings mehr schlecht als recht. Das Wasserfass im nubischen Haus war deutlich praktischer;)! Außerdem gibt es Toiletten in drei kleinen Einzelzelten für uns. So was habe ich noch nie gesehen! Auf einem Metallgestell ist eine Klobrille befestigt über einem Loch im Sand, davor liegt eine große Schaufel. Ich finde das witzig;)!

    Das Zeltcamp ist wunderschön gelegen in einer Sand-/ Felslandschaft! Ich genieße erneut die Stille der Wüste und den schönen Sonnenuntergang. Abendessen gibts dann im Gemeinschaftszelt. Es ist mal wieder unglaublich, wie wir alles für uns alleine genießen können ohne andere Touristen!
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  • Nov29

    Auf den Spuren der schwarzen Pharaonen

    November 29, 2020 in Sudan ⋅ ☀️ 21 °C

    Heute tauchen wir wieder tief ein in die Geschichte des antiken Nubiens. Ich versuche so gut es geht, den faszinierenden Erklärungen von Khalid zu folgen. Es ist jedoch soviel „input“, dass ich jetzt zu Hause nochmal Einiges nachlese und versuche, es anhand meiner Fotos einzusortieren;).

    Nubien wird auch als „Reich von Kusch“ bezeichnet. Es gilt heute als erwiesen, dass sich schon ab ca. 3.000 v.Chr. unabhängig von Ägypten eine eigenständige Hochkultur in Nubien entwickelt hat mit der sog. „A-Gruppe“. Die Geschichte Ägyptens und Nubiens ist über die Jahrtausende jedoch teilweise eng miteinander verwoben und gegenseitige Einflüsse beider Reiche vielfach zu finden.

    Wir beginnen heute morgen mit einer unvollendeten Statue des nubischen Pharaos Taharqa. Diese liegt in der Nähe des Ortes Tumbus der Länge nach im Sand, als ob sie dort jemand vergessen hätte. Taharqa war einer der bedeutendsten Könige, der ab 690 v.Chr. regierte. Er zählt zu den sog. „schwarzen Pharaonen“, den Pharaonen der 25. Dynastie, die von Nubien aus auch gesamt Ägypten regierte. Taharqa war der Sohn von Pianchi, des ersten schwarzen Pharaos. Diese Phase des unter nubischer Herrschaft vereinten Königreichs dauerte ca. 100 Jahre.

    In der Nähe ist ein großer Granitblock mit unwahrscheinlich vielen und gut erhalten Hieroglyphen. Hier möchte ich gern Ägyptologin sein! ;) Die Inschriften stammen aus der Zeit des ägyptischen Pharaos Tutmosis I. aus dem 15. Jahrhundert v.Chr. Tutmosis I. drang damals weit bis in den heutigen Sudan vor und begründete die ca. 500 Jahre andauernde Kolonialzeit der Ägypter in Nubien.

    Nach dieser “Geschichtsstunde” fahren wir in den Ort Kerma mit vielen Verkaufsständen entlang der Hauptstraße. Unsere Crew frühstückt hier - 10 Uhr ist allgemeine Frühstückszeit, wie wir lernen. Für uns gibt es ein Gläschen sudanesischen Kaffee mit Ingwer, lecker! Dann spazieren wir drei Frauen entlang der Hauptstraße und treffen dabei u.a. auf einen Bettenmacher. Fasziniert schaue ich zu, wie er mit seinen Händen zwischen den Bettpfosten flink die Schnüre spannt, auf die dann später die Matratze gelegt wird. Hier gibt es immer wieder Neues zu entdecken!

    Kerma hat einen klangvollen Namen, da ganz in der Nähe das Zentrum der sog. Kerma-Kultur lag, die um 2.500 v.Chr. entstand. Bedeutendstes Zeugnis aus dieser Zeit ist eine riesige Lehmziegelruine, die sog. „deffufa“. Das schauen wir uns näher an. Es ist bis heute nicht ganz klar, was der Zweck dieses großen Baus war, ein religiöses Zentrum/ein Tempel? Um die deffufa herum befindet sich ein riesiger antiker Friedhof mit Tausenden von Gräbern. Vom „Dach“ der Ruine können wir das Ausmaß der Anlage überblicken, hier haben die Archäologen ein riesiges „Spielfeld“ 😉.

    Wir dürfen das angrenzende Museum besichtigen, extra für uns wird es aufgeschlossen. Darin finden sich viele interessante Erläuterungen der nubischen Geschichte sowie zahlreiche Fundstücke, z.B. Tonschalen. Die Gegend hier ist gut erforscht. Es wurden Überreste menschlicher Zeltcamps von vor einer Million Jahren gefunden. Viel später entstand die Stadt Kerma als politisches Zentrum der gleichnamigen Kultur. Rund 1.000 Jahre hatte diese Kultur Bestand bis sie von Ägypten eingenommen und die Stadt Kerma vollständig zerstört wurde.

    Die herausragendsten Ausstellungsstücke des Museums sind die sieben überlebensgroßen Statuen der schwarzen Pharaonen, darunter auch Taharqa. Sie wurden erst 2003 von einem Schweizer Archäologenteam hier in der Nähe ausgegraben. Man erkennt deutlich die schwarzafrikanischen Gesichtszüge sowie das doppelte Kobrasymbol an der Stirn als Sinnbild für die Herrschaft über Nubien und Ägypten. Eine ganze Weile bleibe ich mit einer gewissen Ehrfurcht vor den Schwarzen Pharaonen sitzen. Tausende Jahre alte Geschichte wird irgendwie lebendig beim Anblick dieser Monumentalstatuen, ich bin fasziniert und dankbar dafür, hier zu sein!
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  • Nov29

    Herzliche Begegnungen im Dorf Um al ogal

    November 29, 2020 in Sudan ⋅ ☀️ 27 °C

    Wir fahren ein ganzes Stück nach Süden weiter und besuchen am Nachmittag das Dorf um al ogal. Hier treffen wir wieder auf unwahrscheinlich viele Kinder und Jugendliche, die uns umringen. Brita sitzt mitten in der „Meute“. Social Distancing ist hier echt nicht möglich! 😃 Die Kinder haben einen Riesen Spaß dabei, sich fotografieren zu lassen. Dabei sind sie die ganze Zeit in Bewegung und drängen sich vor mich. Daher sind meine Fotos eher „Zufallsprodukte”, was jedoch schön die Situation abbildet! Es entstehen so viele Spontanfotos aus der Situation heraus, dass ich einen eigenen Footprint dafür setze😃.

    Entlang bezaubernder Palmenhaine am Nil fahren wir noch ein Stück nach Süden. Schließlich kommen wir in der Abendsonne an unserem schönen Übernachtungsplatz in den Sanddünen von Mulwad an.
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  • Nov30

    Old Dongola - Christentum und Islam

    November 30, 2020 in Sudan ⋅ ☀️ 25 °C

    Nach einem erneut fantastischen Sonnenaufgang fahren wir los Richtung Old Dongola. Nachdem wir uns gestern mit Kerma und den schwarzen Pharaonen beschäftigt haben, machen wir heute einen zeitlichen Sprung nach vorne in der nubischen Geschichte.

    Old Dongola bildete das Zentrum des christlichen Königreichs Makuria. Von ca. 500 bis 1.500 n.Chr. stand Nubien unter christlichem Einfluss. Der Islam kam erst relativ spät ins Land ab dem 14./15. Jahrhundert. Das finde ich sehr erstaunlich! In Old Dongola finden seit den 60er Jahren Ausgrabungen statt, die die christlichen Hinterlassenschaften wie bspw. Kirchengebäude ans Tageslicht bringen.

    Als wir in Old Dongola ankommen, begegnet uns eine Gruppe von Männern, die unterwegs sind zu einer Beerdigung auf dem nahegelegenen Friedhof. Wie wir von Khalid lernen, gehen Frauen und Männer getrennt zur Beerdigung nach der islamischen Tradition. Später werden wir den sehr weitläufigen Friedhof noch besichtigen.

    Unter Kaiser Justinian und seiner Frau fand Ende des 6. Jh. n.Chr. die christliche Missionierung in Nubien statt. Zwischen dem 7. und 11. Jh. n.Chr. gab es in Old Dongola das Kloster der heiligen Dreifaltigkeit. Auf einem Hügel stehen noch die Überreste eines imposanten Gebäudes. Es ist heutzutage nicht mehr klar, welchem Zweck das Gebäude in christlichen Zeiten diente, vielleicht wurde es als Königspalast/Thronsaal genutzt. Später wurde es mit einer Moschee überbaut, die als solche noch bis 1960 genutzt wurde.

    Rund um das Gebäude sind christliche Grabstätten und Kapitelle mit Kreuzen zu sehen. Auf der Rückseite befindet sich ein Raum, in dem alte Fresken zu bewundern sind. Leider können wir nicht rein, dafür jedoch einen Blick durch das Gitterfenster von außen erhaschen. Auch eine Kirche und Basilika mit Säulen wurde nebenan schon teilweise ausgegraben. In islamischen Zeiten war die Kirche durch Häuser überbaut worden. Wow, das beeindruckt mich mal wieder! Ich finde es faszinierend, wieviel alte und so reichhaltige Geschichte hier erlebbar wird!

    Wir laufen zum nahegelegenen islamischen Friedhof. Hier gibt es nicht nur “normale” Gräber im Sand, sondern auch kuppelförmige Lehmziegelbauten im Sufistil. Der ganze Friedhof ist sehr weitläufig und beeindruckt mich enorm! Immer noch werden hier Menschen bestattet. Viele Gräber haben Palmzweige, manche auch eine Schale mit Wasser für die Vögel. Leider habe ich die genaue Bedeutung vergessen. Mit den islamischen Traditionen bzw. dem Sufismus habe ich mich bislang kaum beschäftigt. Und auf der Reise gibt es so viele neue Eindrücke und Erfahrungen, dass ich nicht alles aufnehmen und verarbeiten kann...😌

    Ich erkenne ein Grab mit noch frischen grünen Palmzweigen. Ob dies das Grab ist, an dem die Männergruppe heute morgen war?

    Das war jedenfalls ein wunderbarer Ort der Stille, der zum Nachdenken und -spüren anregt...
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  • Day1

    Flight cancelled

    June 7, 2019 in Sudan ⋅ ☁️ 39 °C

    Nun ja wir hatten schon letztes Jahr einen Flug gebucht, der eine Zwischuebernachtung in Nairobi, Kenia vorsah. Dann wären wir am Samstag direkt von Nairobi nach Ndola in Sambia geflogen. Doch beim online Check-in erfuhren wir, dass der Flug am Samstag einfach so gestrichen wurde.
    That's Africa.
    Wir können nun am Sonntag mit einem kleinen Zwischenstopp in Lumbumbashi, DR Kongo nach Sambia fliegen.
    Reisezeit von Stuttgart nach Ndola damit 57h 25 Minuten.
    Aber alles halb so schlimm. Nairobi soll eine interessante spannende Stadt sein. Und in die Demokratische Republik Kongo kommt man auch nicht alle Tage.
    Wenn dann noch afrikanisches "Flugzeug fliegt erst morgen" mit europäischer Vollkaskomentalität "EU-Fluggastrechteverordnung" zusammen kommen, dann wird uns der Tag in Nairobi noch mit 4*600€ =2.400€ Entschädigung versüßt.

    (Getippt im Flugzeug über Khartoum, wo wir wegen eines anderen Buchungsfehlers die besten Sitzplätze, auf denen man die Beine ausstrecken kann , erhalten haben.
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  • Dec4

    Zurück nach Omdurman und Khartoum

    December 4, 2020 in Sudan ⋅ ☀️ 30 °C

    Jetzt bricht endgültig der letzte Abschnitt einer erlebnisreichen, tief bewegenden und sehr vielfältigen Reise an. Wir machen uns auf in Richtung Khartoum auf der Asphaltstraße.

    An einer sehr schön gestalteten “Raststätte” mit außergewöhnlichen Laternen trinken wir leckeren sudanesischen Kaffee, unsere Crew frühstückt. Ich nehme mir hier auch etwas von dem Ingwerpulver mit, dann kann ich den sudanesischen Kaffee zu Hause mit Espresso « nachbauen ». Wir machen noch schöne Gruppenfotos.

    Der Verkehr nimmt sichtlich zu - viele LKW’s begegnen uns. An einer Stelle liegt ein verlassener LKW komplett auf der Seite am Straßenrand, die Ladung hat sich auf dem Erdboden verteilt. Auch die Anzahl der Moscheen nimmt zu. Die schlanken und sehr farbenprächtigen Türme sind weit zu sehen.

    Wir überqueren den Nil auf einer Brücke. Ein letztes Mittagessen von Barir aus seiner mobilen Küche. Wir sind ja super flexibel und suchen uns einfach mitten in der Stadt ein Straßencafé, von dem wir die Stühle nutzen. Hier ist alles möglich, sowas wäre in einer deutschen Stadt undenkbar!

    Dann fahren wir zum großen Souq von Omdurman. Mit der - durch den Nil getrennten - Hauptstadt Khartoum und einer weiteren Stadt bildet Omdurman eine über Brücken verbundene Dreistadt. Da Omdurman anders als das Geschäftszentrum Khartoum viele Wohnviertel hat, ist es die bevölkerungsreichste Stadt mit einer Einwohnerzahl von knapp 3 Mio.

    Im Souq ziehen wir das erste Mal wieder unsere Masken auf, da hier viele Menschen zwar im Freien, jedoch auf engem Raum sind. Hier herrscht buntes Treiben, man kann alles kaufen von Lebensmitteln bis zu Kleidung, Teppichen oder auch Goldschmuck. Es gibt ganze Gänge, in denen ausschließlich Schuhe verkauft werden. Noch nie habe ich so viele Schuhe auf einmal gesehen - vor allem für Frauen und Kinder, wow! Der Gewürzmarkt ist natürlich auch interessant und sehr farbenprächtig. Auch gibt es jede Menge Datteln verschiedenster “Reifegrade”.

    In einigen Gassen gibt es überwiegend Souvenirshops. Dahin zieht es Brita und mich. Ich erstehe mit ihrer Unterstützung zwei geflochtene Körbchen und zwei handgebastelte/-gemalte Bilder mit schwarzen Frauen und Männern in kräftig roter Kleidung. Diese werden zu Hause gut über mein rotes Sofa passen!

    Wir fahren zu einem religiösen Zentrum an einem großen Friedhof. Der davor liegende Platz ist sehr belebt, hier sollen jeden Freitag zum Sonnenuntergang die Derwische tanzen. Hier ist viel los, Männer machen Musik, tanzen und trommeln auf Tambourins. Ich lasse diese Stimmung auf mich einwirken, die so ganz anders ist als das, was wir während der letzten zwei Wochen in der Wüste und den kleinen Dörfern erlebt haben. Leider tanzen die Derwische heute doch nicht, wie Khalid erfährt, schade! Na ja, dann bleibt es für den nächsten Besuch übrig 😉.

    Zurück am Hotel, in dem Jane und ich die letzten Stunden bis zum Abflug nach Istanbul verbringen (Brita bleibt noch einen ganzen Tag hier), heißt es jetzt Abschied nehmen von unserer tollen Crew. Wir hatten eine super Zeit mit Khalid, Samir, Amir und Barir und wurden jederzeit bestens betreut! Von Khalid haben wir viel gelernt und haben auch viel gelacht und gute Gespräche geführt. Barir mit seiner mobilen Küche würde ich am liebsten mit nach Deutschland nehmen, er hat uns toll versorgt. Und unsere beiden Fahrer haben uns gekonnt und sicher - und ohne ein einziges Mal im Sand steckenzubleiben - durch die Wüste geleitet.

    Der Sudan ist - im Gegensatz zu seinem nördlichen Nachbarn Ägypten - deutschen Touristen kaum bekannt, nur wenige Abenteuerlustige “verirren” sich hierhin. Dies mag mit der in vielen Landesteilen angespannten innenpolitischen Situation, Rebellen und Berichten von Entführungen zusammenhängen. Der Teil, den wir bereist haben, gilt jedoch als sehr sicher, was auch das Auswärtige Amt bestätigt, weswegen diese Region auch von Reiseveranstaltern in vielen Ländern beworben wird. Ich persönlich habe mich zu keinem Zeitpunkt unwohl gefühlt, es gab keine einzige unangenehme oder annähernd gefährliche Situation. Von ITC, die die Reise hier vor Ort durchgeführt haben, habe ich einen sehr guten und professionellen Eindruck.

    Ich nehme unendlich viele neue und bereichernde Erfahrungen und tiefe Eindrücke mit vom Wüstenleben, den wunderbaren Zeltnächten, berührenden Begegnungen mit Nomaden und Dorfbewohnern in karger Umgebung, der reichen Geschichte Nubiens und dem Nil als Lebensader!
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    Thomas Seabird

    Grandiose Reise. Riesen Dank, dass ich ein Stück aufgrund Deiner Reiseberichte “mitfahren” konnte.

    12/18/20Reply
    Petra Hielscher

    Danke Thomas, ich freue mich sehr, dass ich Dich « mitnehmen » konnte!! 😊

    12/18/20Reply
    Rita Bus

    Gigantisch. Hast du ein Paar gefunden?

    12/19/20Reply
    Petra Hielscher

    Nein, ich konnte mich nicht entscheiden, die Auswahl war zu groß! 😂🤣

    12/19/20Reply
    2 more comments
     
  • Dec2

    Fährüberfahrt und Ankunft in Meroe

    December 2, 2020 in Sudan ⋅ ☀️ 30 °C

    Am Nachmittag dürfen wir noch ein letztes Mal mit der Fähre über den Nil übersetzen, juhu! Diesmal weiß ich ja schon, wie’s funktioniert und klettere nach dem „Boarding“ gleich die kleine Treppe hoch aufs Oberdeck zum Kapitän. Es macht wieder total Spaß - den breiten Fluss im Sonnenschein genießen, die Brise und die Aussicht auf beide Uferseiten!

    Als wir am anderen Ufer landen und abgeladen haben, kommen uns zwei Kleinlaster/Geländewagen mit vielen Frauen entgegen. Es gibt ein großes Hallo, die Frauen winken wie wild und freuen sich offenbar uns zu sehen. Khalid meint, es könnte sein, dass sie auf dem Weg zu einer Beerdigung sind. Ach ja, das hatten wir ja vor ein paar Tagen gelernt, dass Frauen und Männer getrennt zu Begräbnissen gehen.

    Dann kommen wir in der Abendsonne in Meroe an, der berühmten nubischen Königstadt mit den unzähligen Pyramiden! Meroe hatte im 4. Jahrhundert v.Chr. Napata als Zentrum des Kusch-Reichs und als Begräbnisstätte für die Könige abgelöst. Es zählt zum Weltkulturerbe der UNESCO. Insgesamt stehen hier rund 40 Pyramiden, aufgeteilt in drei Zonen - den nördlichen, südlichen und westlichen Friedhof. Die mit Abstand meisten Könige und Königinnen wurden auf dem Nordfriedhof begraben, während der westliche Teil ausschließlich Gräber von Adligen enthält.

    Nach einer kurzen Besichtigung der alten Königsstadt halten wir an einem schönen Aussichtspunkt in den Sanddünen mit Blick auf die Pyramiden, dahinter die Abendsonne. Welch ein wunderbarer Ort!

    Ein Mann mit einem Kamel kommt vorbei und fragt mich, ob ich aufsteigen möchte. Zuerst kapiere ich nicht, dass wir ja an einem eigentlich sehr touristischen Ort sind und der Mann mit dem Verkauf solcher Kamelritte Geld verdient. Nachdem wir die letzten 10 Tage fast immer alleine an den touristischen Stätten waren ohne irgendwelche Händler, habe ich völlig vergessen, dass es außer unserer Crew auch noch andere Menschen gibt, die in „normalen“ Zeiten vom Tourismusgeschäft leben. Da ich wirklich Lust auf einen Kamelritt habe, dazu noch an einem solch schönen Ort im Sonnenuntergang und ich dem Mann etwas Gutes tun möchte, willige ich ein.

    Das Aufsteigen ist schon etwas Besonderes, man sollte sich sehr gut festhalten am Kamelsattel! Dafür gibt mir Khalid noch den entscheidenden Hinweis. Als das Kamel aufsteht, werde ich ganz schön nach vorne und hinten geworfen. Es fühlt sich an wie kurz vor einem unfreiwilligen Abstieg kopfüber nach vorne! 😂 Der Kamelführer geleitet mich in Richtung der Pyramiden. Es macht mir großen Spaß! Von der Ferne sehe ich noch Brita, Jane und Khalid auf der Sanddüne stehen.

    Der Kamelführer und ich lachen, als er mir zu verstehen gibt, dass er auf der anderen Seite der Pyramiden lebt, wir könnten ja dorthin reiten 😉. Ja, das habe ich hier manchmal schon festgestellt - die sudanesischen Männer sind teilweise recht direkt und offenherzig in ihrer Ansprache gegenüber einer weißen Touristin. Es bleibt jedoch immer in scherzhaftem unaufdringlichem Rahmen, als unangenehm habe ich es bisher nicht empfunden.

    Nach dem wackligen Abstieg vom Kamel und Abschied von diesem schönen Ort fahren wir zum Meroe Camp. Auch dieses Zeltcamp gehört der italienischen Reiseagentur ITC. Wir drei haben uns entschlossen, diesen „upgrade“ für eine Nacht zu buchen. Das Zeltcamp ist deutlich komfortabler ausgestattet als das einfache Camp vor ein paar Tagen. Es gibt für jedes Zelt ein eigenes Badezimmer mit richtiger Dusche (nach wie vor kaltes Wasser). Außerdem gibt es einen zentralen doppelstöckigen Restaurant- und Aufenthaltsbereich mit Dachterrasse. Alle Zelte haben Aussicht auf die Pyramiden in der Ferne.

    Wir bekommen hier am Abend ein Mehrgängemenue auf der Dachterrasse. Auch hier kühlt es nachts deutlich ab bei einer leichtes Brise, so dass es irgendwann etwas ungemütlich wird. Zum zweiten Mal auf unserer Tour sehen wir andere Touristen - ein paar Italiener sowie eine rund 10köpfige rumänische Reisegruppe.

    Die sudanesische Managerin des Camps ist sehr nett und hilfsbereit, als wir noch ein längeres Hin und Her mit meiner Euro-Bezahlung haben. Ja, das mit dem Geld ist hier so eine Sache. Der Sudan ist eine „Cash-Economy“, Karten werden hier nicht akzeptiert. Ich musste also ausreichend Bargeld für die gesamte Reise und ungeplante Notfälle mitbringen. Zu Beginn der Reise habe ich einige Euro in sudanesische Pfund getauscht. Viele Möglichkeiten zum Geldausgeben gibts ja hier nicht 😉.

    Allerdings gibt es keinen verlässlichen Wechselkurs, die Raten schwanken um mehrere Hundert Prozent, wie ich heute abend lerne. Heute soll ich für 4 Euro 1.000 sudanesische Pfund bezahlen, da ich das Geld für die Übernachtung in Euro nicht passend habe. Getauscht hatte ich die sudanesischen Pfund zu einem Kurs von ca. 1:60! Ich verbuche es schließlich unter “wieder eine Erfahrung und Erkenntnis mehr”...
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    Rita Bus

    Das war gewiss ein tolles Erlebnis

    12/15/20Reply
    Petra Hielscher

    Oh ja, das war es! 😁

    12/15/20Reply
    Rita Bus

    Der Abschluss eines gelungenen und vor allem einzigartigen Urlaubes ✌

    12/15/20Reply
    Petra Hielscher

    Ja, die Reise war einzigartig und sehr bewegend! Abschluss noch nicht ganz, zwei Tage folgen noch... 😉

    12/15/20Reply
     

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Republic of the Sudan, Sudan, Soedan, ሱዳን, Sudán, السودان, Судан, Sudaŋ, সুদান, སུ་དཱན།, Soudan, El Sudan, Súdán, Y Swdan, Sudan nutome, Σουδάν, Sudano, Sudaan, سودان, Sodan, An tSúdáin, સુદાન, סודן, सूडान, Szudán, Սուդան, Súdan, スーダン共和国, სუდანი, Sudani, ស៊ូដង់, ಸೂಡಾನ್, 수단, سوودان, Sudania, Sudaani, Sudá, ຊູດານ, Sudanas, Suda, Sudāna, സുഡാന്‍, सुदान, ဆူဒန်, सुडान, ସୁଦାନ୍, Sudão, Sudäan, සූඩානය, Suudaan, சூடான், సుడాన్, ประเทศซูดาน, Sūteni, سۇدان, سوڈان, Xuđăng (Sudan), Sudän, סודאן, Orílẹ́ède Sudani, 苏丹, i-Sudan