Joined April 2019 Message
  • Day26

    Ende einer wunderschönen Reise

    January 21 in Germany ⋅ ⛅ 0 °C

    Am letzten Tag besuche ich nochmal die Pinguine und bleibe eine ganze Weile dort. Sie sind zu goldig! Viele Weibchen sind grade beim Eier ausbrüten, ein paar flauschige Küken sind auch zu sehen. Auch am Boulders Beach sitze ich noch eine ganze Weile und genieße die Stimmung zwischen den großen Felsblöcken. Es ist echt heiß!

    Ich merke, der Abschied aus Südafrika fällt mir schwer, und ich würde gern noch hier bleiben. Ich habe mich einfach wohl gefühlt. Ich komme auf jeden Fall wieder! Dann verabschiede ich mich von den Mädels im Hotel, sie sind total liebenswert. Schließlich fahre ich los zum Flughafen.

    Nach einem ruhigen Nachtflug lande ich am Freitag morgen um 5.30 Uhr wieder in Frankfurt. Es ist noch tiefe Nacht, die Sonne geht hier erst spät auf. Nachdem es beim Abflug in Kapstadt noch ganz heiß war, begrüßt mich hier eine Temperatur von 1 Grad! Ich ziehe zwei warme Pullis übereinander an. Die Menschen in der S-Bahn tragen Winterjacken, Schals und Mützen. Ich fühle mich noch gewärmt von der südafrikanischen Sonne und wie vom anderen Stern, haha.

    Eine wunderschöne Reise geht zu Ende, auf der ich sehr viele bereichernde Erlebnisse, Erfahrungen und Begegnungen hatte. Ich habe faszinierende Landschaften gesehen - Canyons, Flusslandschaften, hohe Berge, Indischen und Atlantischen Ozean. Die Tierbegegnungen waren fantastisch, ich habe wieder alle Big 5 gesehen und weitere schöne Tiere wie z.B. den Gepard, Elands, Kudus, die größte Eulenart und viele Vogelarten. Dazu hatte ich wegen der geringen Touristenzahl das Privileg, häufig alleine mit dem guide oder nur wenigen anderen Menschen zu sein.

    Ich habe auf meiner Reise viele Südafrikaner kennen gelernt - freundliche, offene , entspannte und herzliche Menschen. Überall in den Unterkünften wurde ich herzlich begrüßt. Ich habe jederzeit Hilfe und Unterstützung bekommen, wenn ich sie gebraucht habe. Mit Anne war ich laufend in Kontakt, das war sehr schön. Corona spielte fast keine Rolle, meine Seele hat aufgeatmet und ich konnte ganz „Ich“ sein. Das Tanzen nach afrikanischen Rhythmen hat mir großen Spaß gemacht, und ich denke auch gern an die Musik an der Waterfront in Kapstadt zurück. Der letzte Tag auf dem Tafelberg war traumhaft und ich bin sehr dankbar, dass ich diesen besonderen Ort bei herrlichem Wetter genießen konnte.

    „Expanding my comfort zone“ hat sich durch meine ganze Reise gezogen. Ich war im Mietwagen alleine unterwegs und daher in vielen unbekannten Situationen auf mich gestellt. Auf offroad-Pisten ohne Mobilfunksignal und kaum anderen Menschen war für mich echtes Abenteuer - mich meiner Angst zu stellen, die jedoch nicht lähmt, sondern kreative Ideen entstehen läßt und das Selbstvertrauen stärkt. Ich habe mich überall alleine zurecht gefunden mit meinen eigenen Mitteln, und da wo es möglich war, Hilfe in Anspruch genommen. Aus jeder Situation ist etwas Gutes entstanden! Das gilt sogar für mein beängstigendstes Ereignis - eine kritische Begegnung mit Elefanten allein auf einer Piste mitten im Reservat. Ich habe meine Grenzen kennengelernt, respektiert und ausgedehnt. Eine Reise für mich, mit und zu mir.

    Ich bin glücklich und dankbar für diese Reise und alle wunderschönen Erfahrungen und Begegnungen!!
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    Anne Sell

    Liebe Petra, das hört sich ganz wunderbar an. Ich freue mich, dass Du so eine tolle und bereichernde Zeit hattest! Ganz liebe Grüße!

    1/22/22Reply
    Petra Hielscher

    Danke Anne, für Deine schönen Worte und Grüße! Liebe Grüße zurück!

    1/22/22Reply
    Anke Rypalla

    ich freue mich so für dich, meine liebe Schwester, dass du so eine tolle Zeit hattest und so viele schöne Momente erleben konntest. Und ich bin wirklich tief beeindruckt, was du alles gemeistert hast.

    1/22/22Reply
    8 more comments
     
  • Day24

    Table Mountain

    January 19 in South Africa ⋅ ☀️ 18 °C

    Heute ist wieder fantastisches Wetter - Zeit für den Tafelberg! Zuerst gehe ich zum Souvenir shoppen an die Waterfront zum Watershed. Hier gibt es hochwertige afrikanische Handarbeit - Töpferwaren, Stoffe, Schnitzereien, Kleidung… Ich erstehe ein paar Sachen - und bin berührt, als eine Verkäuferin sagt: „You made my day.“ Gibt es etwas Schöneres, als mit dem eigenen Handeln andere Menschen zu unterstützen? Für Viele ist das Leben hier seit Corona sehr schwer geworden, die Arbeitslosigkeit hat sich verdoppelt und liegt bei ca. 60%! Es sind nicht besonders viele Besucher im Watershed, da zählt jeder einzelne Kunde, der etwas kauft.

    Gegen 14 Uhr fahre ich Richtung Tafelberg zur Talstation des Cable Cars. Als ich dort ankomme, ist die Lage sehr entspannt - gar keine Schlange und Wartezeit. Wir schweben nach oben in der sich drehenden Gondel - spektakulär! Es ist keine Wolke am Himmel und der Tafelberg hat auch nicht das sog. weiße „Tischtuch“ über sich - eine Wolkendecke bei Südostwind.

    Ich bin geflasht, als ich oben ankomme - ein fantastischer Blick auf Kapstadt, Robben Island, die Küste und das Hinterland. Ich spaziere nach hinten auf dem Tafelbergplateau, es ist heiß und einfach traumhaft! Ich genieße die ruhige Stimmung, die Ausblicke, die schönen Blumen… Eidechsen sind auch unterwegs. Später gönne ich mir Kuchen und ein Glas Sauvignon Blanc im Table Mountain Café. Dieser wunderschöne Nachmittag muss gefeiert werden!!

    Ich bleibe bis zum Abend hier oben - ich habe ja keinen festen Zeitplan und kann es einfach nur genießen an meinem vorletzten Tag in Südafrika!! Ein wirklich schöner Abschluss meiner Reise. ☺️☀️🇿🇦
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    Anke Rypalla

    Oh wie fantastisch. Und wie du die Sonne ☀️ eingefangen hast 🤗

    1/19/22Reply
     
  • Day23

    Kapstadt - Musik an der V&A Waterfront

    January 18 in South Africa ⋅ ⛅ 22 °C

    Heute morgen ist das Wetter trüb und regnerisch. Ich habe vor, nach Kapstadt zu fahren und mich mit Anne zu treffen. Im leichten Sprühregen mit tief hängenden Wolken fahre ich in die Stadt. Von der schönen Kulisse mit Tafelberg ist leider nichts zu erkennen. Anne und ich unterhalten uns ausführlich, das ist echt schön. Ich habe ja kein festes „Programm“, es tut gut, die Zeit einfach fließen zu lassen…

    Im Anschluss fahre ich an die Waterfront. Das Wetter klart zunehmend auf. Ich esse was und spaziere einfach so drauf los. Da sehe ich das Riesenrad - Cape Wheel. Ja, darauf habe ich Lust! Es macht Spaß, alles von oben zu sehen - die ganze Waterfront mit den vielen Ausflugsschiffen und auch den Tafelberg. Die Wolken hängen nicht mehr ganz so tief, so dass ich jetzt die Bergkulisse besser genießen kann.

    Zurück auf dem Boden komme ich an einer Trommel-/Rhythmusgruppe vorbei. Ich tanze mit und genieße die Musik! Als ich ankomme, bin ich fast die einzige Zuschauerin, innerhalb von Minuten werden es immer mehr, und es bildet sich ein Kreis. Es kommt mir fast so vor, als ob ich die anderen Zuschauer angezogen habe, auch stehen zu bleiben.😉 Ja, das Tanzen liebe ich einfach, und es fehlt mir in dieser Corona-Zeit sehr… Ich kaufe der Band eine CD ab.

    Beim Weitergehen sehe ich plötzlich Robben faul auf der Hafenmole liegen, wow! Es sind ziemlich viele. Die meisten liegen einfach nur platt da, ein paar beißen sich spielerisch gegenseitig und „grunzen“ dabei. Ab und zu purzelt einer ins Wasser, sie sind fantastische Schwimmer. Es ist auch lustig zu sehen, wie sie übereinander kullern und quer aufeinander liegen.

    Ein paar Ecken weiter wartet die nächste Musikgruppe. Diesmal ist ein schwarzer Frauenchor. Auch hier bleibe ich stehen und wiege mich mit und klatsche den Rhythmus mit. Haha, wieder bin ich erst alleine und kurze Zeit später stehen viele Zuschauer da. Die Frauen singen nicht nur, sondern es gibt auch tolle Tanzeinlagen. Eine ganze Weile bleibe ich und höre zu. Es macht einfach Spaß. Nach diesem trüben Tagesstart erlebe ich noch was richtig Schönes 💃😃!
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  • Day22

    Fahrt zur whale coast

    January 17 in South Africa ⋅ ☀️ 22 °C

    Heute morgen verabschiede ich mich von Senta und Peer. Die beiden Südafrikaner mit deutschen bzw. russischen Wurzeln habe ich ins Herz geschlossen. Zwei Tage hatten wir eine „Balkongemeinschaft“ hier in der Boulders Beach lodge. Die beiden haben vor zwei Tagen ganz spontan auf einem Parkplatz geheiratet mit vielen Blumen - Flower power pur!🌸🥰. Vor allem mit Senta unterhalte ich mich häufig, auch noch in der Dunkelheit, die Gespräche gehen tief und ich fühle mich sehr mit ihr verbunden. Das berührt mich und ich freue mich, sie kennengelernt zu haben!

    Nach einem sehr gemütlichen Morgen mit Frühstück am Hafen von Simon‘s Town entschließe ich mich, an der Küste entlang zu fahren Richtung Hermanus. Es ist wieder tolles Wetter mit klarblauem Himmel und Sonnenschein.

    Die Straße führt zunächst mitten durch eine Dünenlandschaft. Das ist zwar echt schön, andererseits bedaure ich es auch, weil durch die Straße in diese schöne Landschaft eingegriffen wurde. Dann ändert sich die Stimmung - ich fahre an endlosen Wellblechbaracken vorbei. Hier wird bedrückende Armut deutlich, auch das wieder ein Teil von Südafrika. Ein Mann torkelt betrunken am Straßenrand. Ich stelle fest, dass ich das Bedürfnis habe, meine Fensterscheibe zu schließen. Eigentlich gibt es keinen ersichtlichen Grund dafür - da sind Muster im Gehirn gespeichert. Vor einer Stunde habe ich noch einem armen Mann vor einem Supermarkt etwas zu essen gekauft - viele bewegende Erfahrungen. Ja, hier gibt es krasse Gegensätze - bittere Armut, Resignation, Schönheit und Reichtum dicht beieinander.

    Dann wird die Küstenstraße immer spektakulärer. Sie windet sich entlang an Hügelketten - rechts das Meer und immer wieder herrliche Strände. Diese Ausblicke genieße ich einfach nur bis ich in Pringle Bay ankomme. Dies ist ein kleiner beschaulicher Ort, abgelegen, gefühlt im Nirgendwo. In einem Café bekomme ich leckeren Couscous Salat. Ich merke, dass es mir bis Hermanus zu weit ist und fahre daher um die Halbinsel herum auf die N2 zurück Richtung Kapstadt. Ganz unerwartet öffnet sich beim Sir Lowry’s Pass ein gigantischer Ausblick in die Ebene und die False Bay. Ich kann nicht anhalten, um dies zu fotografieren, die wunderschönen Bilder sind jedoch in meinem Gehirn gespeichert. Später komme ich wieder an den Armenvierteln vorbei und der Dünenlandschaft. Das war eine Fahrt durch eine wunderschöne Landschaft mit bewegenden Eindrücken!
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  • Day21

    Kap Halbinsel

    January 16 in South Africa ⋅ ☀️ 20 °C

    Da ich ja auf der Kap Halbinsel wohne, ist das Kap der Guten Hoffnung nicht weit. Heute nachmittag fahre ich also mit dem Auto los in das Naturschutzgebiet. Eine schöne wilde Landschaft, in der auch ein paar Tiere unterwegs sind. Auf dem Weg zum Kap sehe ich z.B. zwei Straußenpaare. Ein Männchen steht direkt am Straßenrand und rupft Gras.

    Am Kap darf natürlich das obligatorische Foto mit dem Schild „The most south-western point of the African continent“ nicht fehlen! Yeah!! Dann wandere ich nach oben auf dem Pfad, die Aussicht auf das endlos blaue Meer und die Felsen ist toll! Als ich wieder unten bin, genieße ich die Stimmung am Meer, schaue den Kormoranen und Robben zu.

    Kurz vor offizieller Schließung des Gates fahre ich wieder raus aus dem Reservat. Mein Weg führt mich über Scarborough nach Kommetije - eine fantastische Küstenstraße! Unterwegs gibt es wunderschöne Sandstrände, wo ich anhalte. Ich genieße es, im Sonnenuntergang barfuß durch den Sand zu laufen, nur wenige Menschen sind noch unterwegs. Ein schönes Fleckchen Erde!

    Als ich nach dem Abendessen in der Dunkelheit zurückkomme, bildet der Mond eine wunderschöne Lichtstraße auf dem Meer.
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    SigiSea

    Das sind wunderschöne Fotos! Genieße es!

    1/17/22Reply
    Petra Hielscher

    Danke Sigrun, das mache ich!! ☺️☀️

    1/17/22Reply
     
  • Day21

    Schnorcheln mit Markus

    January 16 in South Africa ⋅ ⛅ 19 °C

    Heute morgen bin ich mit Markus zum Schnorcheln verabredet. Ich freue mich, ihn nach langer Zeit wieder zu sehen. Er holt mich um 10 Uhr am Boulders Beach ab und wir fahren zu einer guten Einstiegsstelle. Am Straßenrand schlüpfen wir in unsere Anzüge und laufen barfuß den Hang hinunter. Zum ersten Mal werde ich im kühlen Wasser schnorcheln (bei ca. 18 Grad), da ist ein Ganzkörperanzug wichtig!

    Im Wasser gibt es hohe Pflanzen, wie ein Unterwasserwald. Ich finde das mystisch und echt schön! Teilweise sind zwischen dem „Gemüse“ recht große Fischschwärme zu sehen. Ich stelle fest, dass es hier andere Fische gibt als ich es aus den Tropen kenne. Markus zählt mir die Namen auf, z.B. Hottentot. Das habe ich echt noch nie gehört. Das Wasser ist schön klar, so dass Markus gute Aufnahmen mit seiner Unterwasserkamera machen kann. Ich genieße die schöne Unterwasserwelt und lasse mich einfach treiben.

    Trotz des Anzugs wird es nach einer Weile frisch. Da tut es sehr gut, sich auf dem Gras in der Sonne trocknen zu lassen. Es ist schön, mit Markus hier zu sitzen, die Zeit fließen zu lassen, zu plaudern und zu lachen, einfach im Hier und Jetzt.
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  • Day20

    Find Penguins

    January 15 in South Africa ⋅ ⛅ 20 °C

    Von den Drakensbergen wechsle ich wieder in eine komplett andere Region - Kapstadt! Der Weg ist weit dorthin: Zunächst fahre ich mit dem Auto zum Flughafen Durban. Zwischendurch mache ich einen Abstecher beim Nelson Mandela Capture Site. Hier wird der Lebensweg dieses beeindruckenden Mannes und sein Kampf für die Abschaffung der Apartheid dargestellt. Es gibt dort eine große und sehr interessant gestaltete Skulptur mit seinem Gesicht. Auf dem Weg dorthin werden die Stationen seines Lebens erklärt, was mich sehr bewegt.

    Auf der N3 Richtung Durban gibt es heftige Gewitter mit Starkregen. Das Ausmaß ist echt der Wahnsinn! Der Regen ist so stark, dass ich selbst mit der höchsten Stufe der Scheibenwischer fast blind bin. Alle Autos haben den Warnblinker an und fahren nur noch Schritttempo. Auf der linken Fahrspur schießt das Wasser inzwischen wie ein Fluss den Hang hinunter (wir fahren durch die Berge). Fast erwartbar ereignen sich unter diesen Bedingungen auch ein paar Auffahrunfälle. Wie gut, dass ich mir einen zeitlichen Puffer eingebaut hatte! So komme ich auch noch rechtzeitig am Flughafen an. Pünktlich um 18.20 Uhr landen wir in Kapstadt. Da es bei Europcar recht lang dauert, fahre ich bei Dunkelheit zu meiner Unterkunft.

    Am nächsten Morgen ist fantastisches Wetter - Zeit für die Pinguine. Anne hat für mich ein nettes Guesthouse direkt am bekannten Boulders Beach gebucht, das ist toll! Von hier aus habe ich direkten Zugang zur Pinguinkolonie. Es sind afrikanische Pinguine und sie sehen total goldig aus. Sie stehen hier unter besonderem Schutz, daher ist Eintritt zu zahlen ins Naturreservat. Ich sehe schon einzelne Pinguine im Schatten der Uferböschung sitzen. Am Strand sind es ganz viele, und im Wasser schwimmen auch einige. Es ist total schön, die Pinguine zu beobachten, wie sie hin- und herwatscheln und sich von den Wellen treiben lassen.

    Die Pinguine sind hier wirklich überall zu finden. Es gibt deswegen eigene Verkehrs- und Hinweisschilder. Beispielsweise „Penguin under your car?“ auf dem Parkplatz oder „Penguins in roadway“.
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  • Day18

    Wanderung beim Giant‘s Castle

    January 13 in South Africa ⋅ ⛅ 19 °C

    In der milden Bergluft habe ich super geschlafen und fühle mich fit für die heutige Wanderung. Erstmal frühstücken wir zu dritt. Andrew erklärt mir und Christian den Weg zu Giant‘s Castle, Anfahrt ca. eine Stunde bis zum Wanderweg. Ich finde es schön, nicht ganz allein zu sein auf der Wanderung, und Christian freut sich auf die Abwechslung zu seiner Tätigkeit hier - eine Win-Win-Situation.

    Wir fahren zu zweit mit meinem Auto wieder über „Stock und Stein“. Inzwischen fühle ich mich deutlich sicherer und habe nicht mehr so viele Bedenken wegen des Wagens. An einer Stelle bekommt der Unterboden einen enormen Schlag ab von einem großen Stein - Christian meint entspannt: Dafür ist der Unterboden da, einfach weiterfahren. Hier verschiebt sich für mich Vieles in seiner Wichtigkeit, denke ich. So holpern wir weiter über die Piste, und ich fahre heute auch mit höherer Geschwindigkeit als gestern über die Buckel und Steinhaufen. Dann kommt wieder eine kaputte Asphaltstraße. Ich finde sie für mein Gehirn fast anstrengender als die Buckelpiste mit all den unverhofften Schlaglöchern und aufgeplatztem Asphalt.

    Dann fahren wir durch ein langgestrecktes Dorf - viele Menschen, Kühe, Ziegen, auch Pferde sind zu sehen. Was ich immer wieder erstaunlich und ganz anders als in Deutschland finde: Die Menschen laufen scheinbar in aller Seelenruhe auf der Straße im Vertrauen darauf, dass die Autos gut auf sie achten. Man sieht ja selbst auf der Autobahn mit 120 km/h Leute zu Fuß die Straße überqueren!

    Ab dem Gate zu Giant‘s Castle fahren wir noch 7,5 km bis zum Parkplatz. Die Landschaft wird immer faszinierender. baumlose Hügel, dahinter hohe Felsgipfel, die teilweise in den Wolken sind. Dann steigen wir in den Wanderpfad ein zu „worlds view“. Wir überqueren den Fluss auf einer Holzbrücke. Dann wandern wir einige Kilometer durch die Landschaft, überwiegend auf demselben Höhenniveau. Der Pfad ist gut erkennbar, ich bin ganz überrascht. Unser Ziel ist ein Berg mit einem einzelnen Baum. Ab dem Pakplatz sind es laut Andrew 7 km. Als wir gerade den letzten Anstieg auf den Berg angehen, kommt uns ein Paar entgegen - die einzigen anderen Wanderer heute! Sie haben Elands gesichtet, toll! Tatsächlich steht unterhalb in der Ferne eine Herde Elands - es ist die größte Antilopenart.

    Auf dem Berg angekommen, genießen wir ein 360 Grad-Panorama auf die umliegenden Berge. Wow, sehr beeindruckend! Die obersten Felsgipfel sind zwar in den Wolken, die weite Berglandschaft ist trotzdem faszinierend. Und das mitgebrachte Vesper schmeckt mit dieser Aussicht besonders gut😉.

    Auf dem Rückweg stehen die Elands immer noch an derselben Stelle. Es kommen noch ein paar dazugelaufen. Wir nähern uns den Tieren auf unserem Wanderpfad, es ist inzwischen eine ziemlich große Herde geworden. Zum ersten Mal sehe ich soviel Elands gleichzeitig, das ist wunderschön und sehr bewegend!

    Die Wolken über uns ziehen sich zusammen, es wird dunkler und fängt an zu grummeln. Erste Blitze sind auch schon zu sehen, und es fängt an zu tröpfeln. Ok, jetzt sollten wir zügig zum Auto zurück.

    Zurück am Parkplatz bin ich stolz auf mich, 14 km mit leichtem Höhenprofil in einer guten Zeit. Meine Kondition hatte in den letzten Monaten gelitten, das war heute wieder meine erste längere Wanderung. Und diese wunderschöne Landschaft lädt auf jeden Fall zum Wiederkommen ein!
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  • Day17

    Antbear Eco lodge

    January 12 in South Africa ⋅ 🌧 19 °C

    Heute morgen verabschiede ich mich von dem liebenswerten und sehr hilfsbereiten Colin. Ich habe mich hier sehr wohlgefühlt mit der Familie! Von St. Lucia am Indischen Ozean wechsle ich nun in eine ganz andere Gegend - die Drakensberge.

    Die Fahrt dahin verläuft zunächst unspektakulär über die sehr gut ausgebaute N2 Richtung Durban. Als Durban in Sicht kommt, bin ich echt beeindruckt - über die grünen Hügel dehnt sich ein Häusermeer bis zum Horizont. Die Autobahnen kreuzen sich teilweise auf vier Ebenen übereinander. Wow - vom sehr kleinstädtischen und schnuckeligen Örtchen in die Metropole! Der Verkehr ist entsprechend deutlich dichter. Das ist wieder eine andere Seite von Südafrika. Dann geht’s über die N3 weiter nach Westen. Ich komme gut voran und mache fast keine Pause.

    Irgendwann fahre ich von der Autobahn runter. Ab jetzt wird’s zunehmend abenteuerlich! Zunächst ist die Landstraße noch recht harmlos, dann fange ich an, Slalom zu fahren um Schlaglöcher und aufgeborstenen Asphalt herum. An manchen Stellen ist kaum noch ebene Straße übrig, haha. Ich muss aufpassen, dass mir hochstehende scharfkantige Asphaltbrocken nicht den Unterboden aufschlitzen. Zum Glück kommt selten Gegenverkehr, so dass ich beide Spuren zum Manövrieren nutzen kann!

    Dann wird’s noch abenteuerlicher - die gravel road folgt. Kilometer um Kilometer fahre/schleiche ich im ersten und zweiten Gang über „Stock und Stein“ - tief zerfurchte Erde, größere Steine, Schotter, hohes Gras, große Wasserpfützen… Was so alles mit dem Unterboden meines PKWs in Kontakt kommt, möchte ich lieber nicht wissen! Ich bin hier komplett in der Natur, ohne Funksignal, nur Kühe begegnen mir. Falls mein Wagen hier steckenbleibt, würde es vermutlich dauern, bis Hilfe kommen kann. Das GPS Gerät des Autos lässt mich hier auch im Stich. Wie weit es wirklich noch bis Antbear ist, weiß ich nicht. Also ist höchste Konzentration angesagt, damit der Wagen heil bleibt und ich irgendwann ankomme. Immerhin gibt es ab und zu ein Hinweisschild auf die lodge, da bin ich froh!

    Heute morgen habe ich mit Colin darüber gesprochen, dass ich auf dieser Reise immer wieder meine Komfortzone verlasse und damit ausdehne. Ja, die Fahrt zur Antbear lodge stellt für mich erneut eine Erweiterung meiner Komfortzone dar! Noch nie war ich allein auf so abenteuerlichen Pisten unterwegs „in the middle of nowhere“.

    Irgendwann komme ich an und bin total beeindruckt und überrascht. Ich hätte nicht vermutet, dass so abgelegen plötzlich so ein schönes Öko-Anwesen auftaucht. Andrew begrüßt mich freundlich und zeigt mir das Haupgebäude und mein geräumiges Häuschen. Ich bin der einzige Gast heute! Auf mich wirkt es teilweise so wie bei den Hobbits - strohgedeckte Dächer, runde Häuschen und total verspielte Einrichtung aus Holz. Hier gibt es überall was zu entdecken - allein das aufwändig gestaltete Türschloss aus Holz ist faszinierend. Jeder Holzstuhl ist anders, alle Scharniere aus Holz, mein hölzerner Kleiderschrank ist auch ein Unikat - mit menschlichen Holzfüßen!

    Im Haupthaus geht es so weiter - verschiedene hölzerne Kronleuchter, Lampen, Holzornamente am Fenster, die Fenster selbst mehrfarbig gestaltet… Es erinnert mich auch an die Waldorfschule, vieles ist rund und gebogen - faszinierend!

    Heute abend esse ich mit dem Hausherrn Andrew und seinem Praktikanten Christian aus Stuttgart. Christian und ich werden morgen zusammen wandern gehen bei Giant‘s Castle, darauf freue ich mich! Von Andrew erfahre ich, dass wir hier auf 1.800m Höhe liegen. Das hätte ich nicht gedacht, nachdem ich tatsächlich heute morgen fast auf Meeresniveau gestartet bin.
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    Anke Rypalla

    Ach, sieht das hübsch aus🤗

    1/14/22Reply
    Anke Rypalla

    wow, echt kreativ.

    1/14/22Reply
     
  • Day15

    Am Strand

    January 10 in South Africa ⋅ ⛅ 29 °C

    St. Lucia hat fantastische breite Sandstrände. Unter der Woche sind diese fast menschenleer. Ich spaziere barfuß eine ganze Weile am Wasser entlang, höre die Wellen brechen, spüre die kräftige Meeresbrise in den Haaren und auf der Haut und atme tief ein. Hier fühle ich mich sehr frei und leicht! Die Sonne steht senkrecht, kaum eine Wolke ist am Himmel und es ist richtig heiß - so fühlt sich Sommer pur an!Read more

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