• Über den Bayerischen Wald nach Norden

    September 21 in Germany ⋅ ☁️ 22 °C

    Am nächsten Tag führt der Weg in langen, geraden Straßen entlang der Donau. Es ist Sonntag. Da sind die Straßen in Bayern tatsächlich fast noch autofrei. Bezahlt wird wie immer in leckerem Eis oder Pflaumenkuchen. Hmm…ich weiß doch was es am Radreisen Gutes für sich hat. Ich kann richtig gut Kilometer machen bis ich an die Isarmündung gelange. Der Fluss der meinem Gepäckträger neulich den Rest gegeben hat. Hier hat er in einem Vogelschutzgebiet ein jähes Ende. Ein Spaziergang durch die Aue ist ein Muss für jeden der Vögel mag! Und dass zu jeder Jahreszeit. Mir begegnen heute z.B. Familie Rebhuhn.

    Als ich es satt habe nur stur geradeaus zu fahren habe ich eine spontane Planänderung. Da ich es an dem Tag ohnehin nicht mehr bis nach Regensburg schaffen würde bevor der Regen einsetzt schlage ich mir meinen Weg in die Vorausläufer des Bayerischen Waldes im Norden der Donau. Das wird eindeutig nochmal ein Kraftakt. Die Beine wollen auch mal wieder ohne Gepäck radeln. „Irgendwann wird er schon zur Vernunft kommen und aufhören“ denken sie sich schon seit einigen Tagen. Was bleibt ist jeden Abend die Genugtuung heute wieder soviel Neues entdeckt zu haben wo ich sonst vielleicht nie freiwillig angehalten hätte.

    So auch in Bogen, der Heimat des bayerischen Staatswappens. Oder Cham, der letzten großen Stadt am Regen bevor es hinauf ins Mittelgebirge geht. Ein wenig bin ich müde von den letzten Tagen. Womöglich hat mir auch die ständige Sonne zugesetzt. Doch ich freue mich so langsam auf zu Hause, aufs Ankommen. Da trifft es sich gut dass sowieso die Arbeit ruft. - Einmal mehr quer durchs Land.
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