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Neuseeland

Een 32-daags avontuur van Lassunsirgendwohingehen Meer informatie
  • Oops we did it again 🦈😎

    8 januari 2025, Nieuw-Zeeland ⋅ 🌬 15 °C

    Der Wecker klingelte viel zu früh, um ausgeschlafen in den Tag zu starten.. 05.40h, was für eine gottlose Zeit.

    Wir tranken kurz einen Kaffee und fuhren dann los zum Shark Diving-Treffpunkt. Diesmal waren wir etwas knapp dran, aber es reichte dennoch.

    Die heutige Gruppe war wesentlich grösser, als die letzte. Es waren aber zum Glück zwei Personen nur fürs Zuschauen angemeldet. Kurz nach unserem Eintreffen ging es schon los mit dem Schiff. Das Meer war bereits auf dem Hinweg wesentlich unruhiger als beim letzten Mal und es dauerte nicht lange, bis einzelne Gäste seekrank wurden.

    Wir hatten uns am Tag zuvor neue Ingwer-Tabletten besorgt und waren zudem mit Ingwergetränk bewaffnet. Wir schafften es, die Stunde bis zum Ankerpunkt zu überstehen.

    Glücklicherweise gingen wir heute bereits als «experienced» durch und so schaffte es die Gruppe, kurz nach dem Eintreffen des ersten Hais bereit zum Tauchen zu sein. Heute bekam ich sogar ordentlich Luft. Der Trick ist offenbar, sich den Regulator richtig tief in den Mund zu stecken.

    Ich filmte fröhlich drauflos mit meiner Mietkamera, Simi war noch oben und musste warten, bis ein Platz frei wurde. Mir gelang es, den wohl einzigen «Angriff» des Hais auf den Köder zu filmen 🥳

    Irgendwann kam Simi auch nach unten und blieb es auch für eine lange Zeit. Er war selbst noch im Käfig, als ich bereits das zweite Mal ins Wasser tauchte. Um uns herum schwammen hunderte Fische, die den Haien den Köder streitig machten. Die Haie haben an den Fischen leider kein Interesse, weil viel zu wenig Fleisch an ihnen ist. Wenn, dann würden sie sich eine Robbe schnappen, so die Information unseres Kapitäns.

    Die Haie schwammen heute viele Male direkt auf uns zu, was eindrücklicher aussah, als die Umrundungen beim letzten Mal. Dennoch waren die Haie diesmal weniger interessiert und man wartete oftmals sehr lange, bis es wieder zu einer kurzen Begegnung kam.

    Simi und ich waren insgesamt wohl fast zwei Stunden im Wasser. Der Käfig schaukelte die ganze Zeit über mit den Wellen mit, was es schwierig machte, am Boden zu bleiben und nicht an die Wasseroberfläche zu sausen.

    Beim dritten langen Tauchgang gab ich irgendwann auf. Ich war ziemlich erschöpft, weil das Wasser recht kühl war und es anstrengend war, sich am Boden zu halten. Ich hatte völlig dicke, blaue Lippen, wie Simi mir sagte und mir war nur noch eiskalt. Die meisten hatten lange vor uns aufgegeben, wodurch wir sehr viel Tauchzeit hatten.

    Als wir alle wieder halbwegs aufgewärmt waren, gab es wieder den feinen Snack vom letzten Mal und dann ging die Fahrt zurück los.

    Zwei Mädchen waren von der Hinreise noch immer schneeweiss im Gesicht, weil ihnen so übel war. Gut, dass sie nicht wussten, was noch auf sie zukommen würde. Wir warfen uns vor der Rückfahrt sicherheitshalber nochmals zwei Ingwertabletten ein. Das war wohl keine schlechte Idee, wie sich rausstellte.

    Selbst der wirklich seit 07.00h UNUNTERBROCHEN quatschende Typ wurde nach wenigen Minuten mucksmäuschenstill und verzog das Gesicht. Die halbe «Mannschaft» stand draussen mit Kotztüte in der Hand und die meisten haben sie wohl auch fleissig genutzt.

    Ich war todmüde und hatte irgendwann keinen Blick mehr nach draussen auf den Horizont, was hätte heikel werden können. Glücklicherweise fielen mir irgendwann sowieso die Augen zu und als ich wieder aufwachte, waren wir schon fast zurück im Hafen. Puh, wir hatten beide nochmals Glück gehabt und die wirklich sehr schauklige Fahrt unbeschadet überstanden.

    Nach der Ankunft speicherten wir kurz unsere Fotos ab und fuhren dann zu einem Wasserfall, wo wir uns die Füsse vor dem Abendessen vertreten wollten. Die Wanderung war kurz und der Wasserfall leider nicht sehr fotogen. Es war viel zu hell und irgendwas spannendes fehlte, um ein gutes Foto zu schiessen. Schade.

    Wir fuhren zum Campground, wo uns der unebenste Platz aller Zeiten zugeteilt wurde. Glücklicherweise waren unsere Nachbarn nett und wir konnten nahe an ihr Fahrzeug parken, sodass wir schlussendlich doch noch geradestanden.

    Wir machten einen Spaziergang zu einem Aussichtspunkt, wo man Pinguine sehen könnte, aber leider waren sie nirgendwo zu sehen. Bevor es zurück zu unserem Platz ging, wollte ich noch rasch beim anderen Strand schauen, ob wenigstens Delfine zu sehen sind. Yes 😊 Erneut sahen wir vom Strand aus, wie sie in den Wellen surften🥰😍

    Da wir beide hungrig waren, blieben wir nicht lange und gingen dann zurück zum Camper, wo wir unsere Vorspeise in den Ofen legten und es uns draussen gemütlich machten. Ein Apero mit Blick auf das rauschende Meer. Herrlich!

    Es wurde mit der Zeit kühler und so gingen wir in den Camper, wo wir uns die Fischreste abduschten und dann assen. Eigentlich wollten wir anschliessend nochmals eine Serienfolge schauen, aber ich war zu müde und schlief wenige Minuten später selig mit dem Rauschen der tosenden Wellen und dem durch den Wind leicht schaukelnden Camper ein.
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  • Stairway to hell 🥵

    9 januari 2025, Nieuw-Zeeland ⋅ 🌙 9 °C

    Obwohl die Nacht schön ruhig war und der Wind nicht störte, konnte nicht lange schlafen, denn ich wollte am Morgen nochmals Ausschau nach den Delfinen halten.

    Ich zog mich an und packte alles zusammen und spazierte freudig zum Strand. Es war immer noch Ebbe und in der Ferne war lediglich ein Delfin zu erspähen. Nach einer Weile ging ich weiter, denn sein Verhalten deprimierte mich irgendwie.

    Ich zottelte den Campground entlang auf einen Hügel, wo man eine wunderbare Aussicht auf den weiten Ozean hatte. Der Wellengang war teilweise recht stark. Es war spektakulär mitanzusehen, wie das Wasser mit solch grossen Kräften an die Felsen krachte und bis in grosse Höhen gegen alle Himmelsrichtungen spritzte.

    Ich sass eine Weile da und schaute den Wellen und den Vögeln zu, gedanklich war ich irgendwo im Nirwana unterwegs..

    Irgendwann ging ich zurück zum Camper, da es bis zur Check Out-Zeit nicht mehr lange dauerte. Als ich ankam, war das Seniorenpaar bereits verschwunden. Keine Ahnung, wie sie es geschafft haben, sich durch die enge Lücke zu quetschen mit ihrem riesigen Gefährt.

    Simi war auch endlich wach und so kochte ich uns Spiegeleier und bestand darauf, diese, mit Blick auf das Meer, draussen zu verspeisen. Ich weiss nicht wieso, aber der Anblick und das Rauschen des Meeres haben etwas Beruhigendes auf mich.

    Gegen 10.00h verliessen wir den Campingplatz und machten uns auf die wiederum längere Reise gen Norden nach Mount Cook. Unterwegs hielten wir und holten uns bei einem Chinesen ein Mittagessen. Mister Wong kann sich in Sachen Portionengrösse noch eine Scheibe abschneiden. Für ca. CHF 15.00 haben wir zwei riesige Portionen in einem sehr hochwertigen Take Away-Plastikgeschirr erhalten. Geschmacklich war es ebenfalls nicht schlecht. Ich schaffte knapp die Hälfte der Portion.

    Wir kauften für den Abend noch rasch ein paar Kleinigkeiten ein und fuhren weiter, bis wir irgendwo «Coffee» angeschrieben sahen und einen Vollstop machten. Wie immer hatten die Nudeln zur Wirkung, dass wir müde wurden.

    Glücklicherweise wirkte der Kaffee zumindest bei mir gut und so fuhr ich ab irgendwo den restlichen Weg bis Mount Cook. Simi schlief, ich nutzte die Gelegenheit, um das Musikprogramm zu wechseln, damit ich etwas Sing-Spass auf der Fahrt haben konnte.

    Es war bereits früher Abend, als wir endlich mit fast leerem Tank ankamen. Jep, vor lauter «oh Gott, ich darf ja nicht zu fest links, aber auch nicht zu fest an der Mittellinie entlang fahren» hatte ich wohl einen Blick zu wenig auf die Tankanzeige gemacht. Hier hinten gibt es nun natürlich keine Tankstelle mehr. Sofern die restliche Reichweite von ca. 165km stimmt, sollte es dennoch reichen, um auf dem Rückweg in Twizel zu tanken. Erstaunlicherweise gab es noch jede Menge Platz, um zu campen.

    Wir hatten vor, vor dem Abendessen noch eine Wanderung zu machen, damit wir den Sonnenuntergang fotografieren können. Also liessen wir uns viel Zeit, bevor wir losgingen. Simi musste ohnehin noch den Pizzateig vorbereiten.

    Kurz nach 18.00h liefen wir schlussendlich los. Wir hatten grundsätzlich beide keine Lust auf die Wanderung. Ich wusste vom letzten Mal, dass es sehr abfällig und anstrengend werden würde. Simi hatte die rosa Brille auf, bis er irgendwann einen viel zu hohen Puls hatte und wir kurz rasten mussten.

    Die Wanderung geht 2'200 Treppenstufen steil nach oben. Teilweise wirklich fast senkrecht. Gleichzeitig geht es neben den Treppen ebenfalls steil nach unten und ein Fehltritt wäre fatal. Uns wurde alleine beim Gedanken, dass wir diesen Weg auch wieder runter müssen mulmig.

    Irgendwann waren wir einfach plötzlich oben. Gemäss unserer Uhr wären es noch weitere 100hm gewesen, aber da stand ganz klar «Sealy Tarns». Ich machte innerlich Freudensprünge.

    Die Aussicht von oben ist echt grandios. Man sieht Berge, einen Gletschersee und deren Fluss sowie eine Art Tal. Leider ist es eher was fürs Auge als für ein Foto, aber schön war es trotzdem.

    Die Keas waren um diese Uhrzeit schon in ihren Nestern zurück. Normalerweise hat es dort oben immer einige dieser frechen Papageien und man muss höllisch aufpassen, dass sie einem nicht den Rucksack plündern. Die Kerle wissen ganz genau, wie man einen Reissverschluss öffnet und dass man in einem Rucksack in der Regel was zu futtern findet. Das haben wir beim letzten Mal live gesehen.

    Irgendwann war Simi fertig mit fotografieren und wir machten uns auf den Rückweg. Es ging anfangs etwas langsam voran, da wir beide Angst hatten, demnächst in den sicheren Tod zu stürzen. Schlussendlich schafften wir die gesamte Wanderung in ca. 2.5h, was gar nicht mal so schlecht ist. Bestzeit ist 2h und wir haben in den 2.5h ein paar Fotostops gemacht, u.a. Als uns ein Opossum entgegenkam und wir nicht wussten, ob es freundlich ist oder uns anknabbern will. Es kam recht selbstbewusst und neugierig auf uns zu. Possums mögen hier eine Plage sein, aber die kleinen Dickerchen sind dennoch süss🥰

    Gegen 22.00h waren wir zurück beim Camper, wo ich umgehend unsere Pizzen vorbereitete und in den Ofen schub. Es dauerte zwar ewig, bis sie genussbereit waren, aber lecker waren sie definitiv. Wir schafften sogar, alles zu essen, obwohl es ziemlich viel war.

    Gegen 00.30h war endlich alles abgewaschen und wir gingen schlafen. Eigentlich war geplant, am kommenden Morgen den Sonnenaufgang zu fotografieren, aber da hätten wir uns etwas früher in die Federn legen müssen.

    Alles in allem hatten wir heute einen guten Tag, trotz der langen Fahrt.
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  • Kein Sonnenuntergang für Simi

    10 januari 2025, Nieuw-Zeeland ⋅ ⛅ 12 °C

    Wie erwartet schafften wir es nicht, frühmorgens aufzustehen, als der Wecker klingelte. Simi schaltete ihn kommentarlos aus und ich tat so, als hätte ich nichts bemerkt. Gegen 8.00h wachte ich erneut auf, schaute aus dem Fenster und dachte, Gottseidank sind wir nicht aufgestanden. Um uns herum war nichts als eine fette Nebelsuppe.

    Wir mussten noch Eier verbrauch und so nutzte ich die Gelegenheit, um nochmals Crêpes zu machen. Eine Banane musste ich ohnehin auch noch essen. Pur wäre sie eher ungeniessbar gewesen, aber auf dem Crêpe mit Schokolade war sie immer noch lecker.

    Nach dem Frühstück verzog sich der Nebel und es wurde richtig schön sonnig. Wir machten einen kurzen Spaziergang zum Kea Point, wo wir etwas verweilten und „Länder raten“ spielten. Simi konnte sogar Koreaner dem richtigen Land zuordnen. Wir haben natürlich nicht gefragt, aber wir hatten vor langer Zeit mal eine Fahrt lange versucht, koreanisch zu lernen mit Spotify und davon ist ein Wort hängengeblieben, welches die Touristen erwähnten.

    Der Himmel begann sich mit der Zeit zu verdunkeln. Von allen Seiten her strömten Wolken her und so beschlossen wir, wieder zum Parkplatz zurückzukehren.

    Da für den Nachmittag heftiger Regen vorhergesehen war, wollten wir keine Wanderung machen. Simi hoffte auf einen tollen, letzten Sonnenuntergang. Also verbrachten wir den Tag mit herumsitzen und essen. Zu Mittag gab es Nudelreste.

    Mit der Zeit kam tatsächlich ein heftiger Regen, der sich jedoch nach und nach wieder verzog. Kurz vor 20.00h beschlossen wir, schon mal zum Tasman Glacier Parkplatz zu fahren und die Gegend dort zu erkundigen, damit wir für den Sonnenuntergang gewappnet sein würden.

    Wir kamen an und spazierten los, aber die Wolken-/Nebeldecke wurde dicker und dicker und so richtig tief, sodass man so wirklich gar nichts sah. Schlussendlich gaben wir vorzeitig auf und fuhren zuerst nach Twizel, um zu tanken und dann in der Finsternis auf einen nahegelegenen „Campingplatz“, wo wir als letztes Abendessen im Camper Spare Ribs machten. Leider waren sie für den letzten Abend echt unwürdig, denn zuerst waren sie noch zu kalt und dann hatte es mir so abgelöscht, dass ich die zweite, nochmals aufgewärmte Portion kaum mehr runterbekam..
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  • Christchurch - we love you

    11 januari 2025, Nieuw-Zeeland ⋅ ☀️ 16 °C

    Der Wecker klingelte recht früh, schliesslich mussten wir ja noch packen und das Auto einigermassen auf Vordermann bringen. Ich machte kurz Kaffee und Eier und dann ging das Packen los.

    Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, aber irgendwann hatten wir irgendwie alles in unserem Gepäck verstauen können. Ich war mehr als froh, dass wir am Vorabend schon getankt hatten und wir wenigstens diese Zeit nicht mehr investieren mussten.

    Die Fahrt dauerte um die drei Stunden. Kurz vor der Rückgabestelle mussten wir nochmals tanken und auch das Auto nochmals kurz rauswischen. Wenig später kamen wir in Christchurch an und gaben den Camper zurück. Es war glücklicherweise niemand anderes dort und so ging das Ganze schnell vonstatten.

    Die Dame von der Vermietungsstation teilte uns erstaunt mit, dass wir 1’371km gefahren seien - in 6 Tagen! Wir schauten uns grinsend an. Wenn man es genau nimmt, hatten wir diese Strecke nämlich nicht in 6 sondern maximal 4 Tagen zurückgelegt. Und mit dem vorherigen Fahrzeug waren wir noch wesentlich weiter gefahren.

    Ich wurde doch ziemlich wehmütig, als wir fertig waren und auf den Uber-Fahrer warteten. Neben uns stand unser Camper, mit dem wir gerne noch so vieles erlebt hätten.

    Der Uber-Fahrer kam superschnell an und glücklicherweise hatte er genügend Platz für all unsere vielen Sachen. Er fuhr uns in die Innenstadt und plauderte munter drauflos. So eine halbe Stunde später hielt er vor unserem Hotel, welches von aussen wesentlich besser aussah, als dass es zu uns passen würde.

    Das Zimmer war dann halt einfach ein Hotelzimmer, aber völlig ok. Wir wollten ja nicht mehr als kurz duschen, in die Stadt gehen und dann schlafen.

    Nach einer ausgiebigen Dusche (das erste Mal ohne Durchzug, was für ein Luxusgefühl!), zottelten wir los in die Stadt. Wir hörten von irgendwoher Gitarrenklänge und Gesang und endeten schlussendlich in einem Restaurant, wo wir gemütlich was tranken und Foccaccia assen, währenddem neben uns Musik vor sich hin plätscherte. Der Sänger war gar nicht schlecht und seine Liederwahl gefiel uns auch gut.

    Danach ging die Stadterkundung weiter. Wir fanden sehr schnell das angesagte Viertel „Riverside“, in welches wir uns umgehend verliebten. Es bestand aus kleinen Gässchen mit kleinen Läden und überall gab es die verschiedensten Essens- und Trinkmöglichkeiten.

    Da es recht kühl war, suchten wir jedoch einen windgeschützten Ort und fanden ein riesiges Gebäude, welches dutzende Essensstände, Brauereien, Delikatessenshops usw. beinhaltete. Wow! Es sah super aus, roch überall nach leckerem Essen und man wusste gar nicht, wo man hingehen sollte. Wir lachten, als wir herausfanden, dass sich auch das Restaurant, wo wir für den Abend reserviert hatten, in diesem Gebäude befand. Wir wurden wohl intuitiv dorthin gezogen. Zumindest von aussen her sah es superherzig aus mit seinen paar Tischchen.

    Es war jedoch noch nicht Essenszeit und so gingen wir in eine Bar und tranken noch was. Irgendwann wurden wir rausgeworfen, weil der Tisch, an dem wir sassen, reserviert war. Wir waren zwar etwas früh dran, aber wir versuchten unser Glück dann, nach einer Runde um den Block, frühzeitig bei „unserem“ Restaurant.

    Dem Tisch nebenan wurde soeben eine irrsinnig lecker aussehende Fleischplatte geliefert und uns lief das Wasser im Munde zusammen. Genau das wollten wir auch haben.

    Wenig später erhielten wir unsere Vorspeise: leckere Empanadas und ein grottenschlechter Mojito.
    Ich weiss echt nicht, wie man den so dermassen versauen kann. Das ist nun also wirklich überhaupt kein schwieriger Cocktail.. aber ja.. die Restaurants schaffen es immer wieder..

    Egal, schon bald kam unsere Fleischplatte, die wir genüsslich zu einer Flasche Malbec (yeah, endlich ein Wein mit einem Zapfen!) verspeisten. Ich war nach dem Essen in zweier Hinsicht recht voll, aber wir waren lustig drauf und beschlossen, einen Verdauungsspaziergang zu machen. Simi hatte noch Gelüste und so holte er sich nach all dem Essen doch tatsächlich noch ein Happy Meal!

    Genüsslich ass er dieses, währenddem wir zurück ins Hotel spazierten.

    Christchurch gefällt uns soweit echt gut. Es erinnert einen, wie mir neulich jemand gesagt hat, tatsächlich an Melbourne. Zwar ist es eine sehr grosse Stadt, aber dennoch fühlt es sich angenehm klein an. Hier könnte ich wohnen.
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  • Von Christchurch nach LA

    12 januari 2025, Nieuw-Zeeland ⋅ ☁️ 21 °C

    Wir liessen uns Zeit, um aus dem Hotel auszuchecken. Der Flug sollte erst nach dem Mittag starten und wir hatten so viel Gepäck, dass wir es auch nicht in die Stadt hätten nehmen können.

    Gegen 11.00h bestellten wir ein Uber, welches uns nach der Sichtung unseres Gepäcks gleich eine Abfuhr erteilte und uns auf Storno-Gebühren sitzen liess. Super.. Ich fragte den Herrn an der Rezeption, ob er eine Taxinummer habe, wo man ein grosses Auto bestellen kann. Er meinte dann, in Christchurch gäbe es kaum grosse Autos, aber er könne uns ein Taxi bestellen, es koste allerdings viel. Ich war verzweifelt, aber fragte nach, wie viel es denn in etwa koste: Um die CHF 25.00! Oh mann.. die Schweiz ist echt ein Abzockerland.. Die Fahrt dauert mind. 30min und er kommt mir mit CHF 25.00.. Hier muss ich hinzufügen, wir hatten gestern gegoogelt, was die Neuseeländer denn so verdienen. Es war ein trauriger Anblick, unsere Auswanderung nach Neuseeland wird nun doch abgesagt.. Kein Wunder ist hier alles (ausser Camper!!) so günstig.

    Jedenfalls, ich sagte natürlich zu und 2min später stand ein Taxi da. Simi und ich schauten uns an: Nie im Leben hat in dem kleinen Auto unser Gepäck Platz! Doch der Fahrer packte unsere vier fetten Gepäcks rein und bestand darauf, sogar noch unsere Rucksäcke in den Kofferraum zu packen. Wie um alles in der Welt kann in diesem Auto so viel Platz sein?!?

    Am Flughafen angekommen gingen wir zum Checkin und fragten, ob es allenfalls auch einen früheren Flug gebe. Wenig später flogen wir bereits los. Neben mir ein Kleinkind, welches 1.5h lange mit seinen Füssen gegen mich trampelte, hinter mir auch irgendjemand, der sich nicht stillhalten konnte. Ich war dankbar, als wir in Auckland landeten.

    Hier wurden wir erneut wehmütig, so ein schöner Tag und wir müssen heim :-( Wir schleppten unser Gepäck zuerst vom Domestic zum International Terminal. Gottseidank hatten wir uns für zwei Gepäckwagen entschieden! Die Wanderung dauerte sicher 15min! Beim International Terminal gingen wir dann durch das ominöse Premium-CheckIn-Portal (Bitte lieber Gott, lass mich nie mehr unseren bzw. Simis Status verlieren) und konnten viele Stunden vor Abflug unser Gepäck abgeben.

    Wir wussten nicht, was wir noch hätten tun können und so gingen wir bald einmal durch die Sicherheitskontrolle. Simi gönnte sich, statt seine Salami zu essen, eine Pizza, ich ass währenddessen genüsslich meinen geliebten Lachs. Den werde ich echt vermissen!

    Anschliessend gingen wir in die Lounge, wo wir ein paar Stunden einfach so dasassen und nicht wussten, was wir noch tun sollten. Eigentlich wollte ich noch ein paar Cider für zuhause mitgehen lassen, aber liess es dann doch bleiben, als sich herausstellte, dass es nicht gut genug war für einen „Diebstahl“.

    Nach der Lounge gingen wir in eine Bar etwas trinken und bestellten dazu eine Portion Calamari. Man sollte die Bar für die Täuschung verklagen. Auf dem Werbevideo sahen sie echt göttlich aus, geschmacklich habe ich jedoch selten etwas ungewürzteres gegessen.

    Nach ca. 5h war es endlich Zeit, um einzusteigen. Diesmal funktionierten sogar meine Kopfhörer :-) Das Essen war einfach nur köstlich. Ich war etwas überrascht, dass die Vorspeise eine Suppe war (man stellt immer wieder fest, dass einem unglaublich viele Englische Begriffe im Wortschatz fehlen), aber sie war super. Zur Hauptspeise hatte ich irgendwas kaltes, mit gebratenem Lachs. Das Dessert war auch toll.

    Gut gefüttert schliefen wir dann beide bald einmal ein und wachten wohl erst kurz vor der Landung in LA wieder auf.
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  • von LA in die Winterkälte

    12 januari 2025, Verenigde Staten ⋅ ☀️ 15 °C

    Nach vielen Stunden Rumpelflugs kamen wir nach LA. Wir waren dankbar, dass die Stadt nicht so aussah, wie man es anhand der Medienberichte meinen könnte. Vom Flugzeug aus war nicht eine Rauchwolke zu sehen. Unten angekommen: strahlend blauer Himmel und Sonnenschein! Ok..

    Merkwürdig, wie einige Kilometer daneben die Hölle los zu sein scheint und hier heile Welt ist.. Das hätten wir nicht gedacht. Ich hatte mir schon Gedanken gemacht, wie das Flugzeug durch dichten Rauch fliegen und dann landen muss. Ich war echt erleichtert.

    Nach dem Aussteigen mussten wir als erstes eine ewig lange Warteschlange durchstehen. Rund um uns herum mehrere A380-Flüge voller Gäste aus China und Korea. Ein Grossteil davon am Rumhusten und Niesen. Irgendeine Person sah echt superkrank aus.. Na toll und wir 1h daneben..

    Kurz vor dem Officer gingen wir nochmals gedanklich durch, was wir alles für Esswaren im Gepäck haben. Simi kam zum Glück noch in den Sinn, dass ich auch noch die Salami im Rucksack hatte. Wir kamen dran und ich beichtete dem Officer, was ich dabei habe, damit wir keine Probleme bekommen. Wenig später wurden wir in einen separaten Bereich geführt. Was uns nun wohl erwarten würde?

    Eine Chinesin war auch dort, völlig verängstigt, weil man ihr nicht gesagt hatte, weshalb sie dort Platz nehmen musste. Ich versuchte, an irgendwelche Infos von ihr zu kommen, um ihr eine Idee zu geben, was das Problem sein könnte. Vermutlich weil sie für irgendwelche Studentenarbeiten da war. Ich versuchte, sie irgendwie zu beruhigen.

    Es kamen laufend mehr Leute.. einer schuldbewusst mit einer Banane in der Hand. Wenigstens dieser Fall war klar.

    Leider wurde mir die Salami weggenommen, obwohl die Verpackung zu war und die Herkunft Italien war. Ich machte Simi Vorwürfe, dass er eine Pizza verdrückt hatte und nicht wie geplant die arme Salami. Naja, wir kamen wenigstens problemlos aus dem separaten Bereich raus, ich hoffe, die Chinesin durfte ebenfalls einreisen.

    Nachdem wir so lange gewartet hatten, war nun wenigstens unser Gepäck schon da, als wir ankamen. Wir gaben es gleich wieder auf und gingen dann kurz an die frische Luft. Es war soooo toll sonnig und warm. Wir wären sooo gerne noch eine Weile in Amerika geblieben.

    Etwas traurig beschlossen wir, dass keine Zeit blieb, um etwas zu unternehmen und wir nunmal in den sauren Apfel beissen und durch die Sicherheitskontrolle gehen mussten. Auch diese dauerte ziemlich lange, aber wir hatten ja Zeit.

    Nach der Kontrolle suchten wir uns einen Ort, wo wir zur Feier unseres 8h Amerika-Aufenthalts wenigstens Chicken Wings essen konnten. Nach einiger Suchzeit fanden wir einen geeigneten Ort und wir wurden nicht enttäuscht. Die besten (und teuersten) Chicken Wings seit langem!

    Nach dem Essen gingen wir in die Lounge, wo wir gleich weitermachten mit unseren Essgelüsten. Wir hatten nichts Besseres zu tun. Nach einiger Zeit wurde es uns zu blöd und so liefen wir den gesamten LAX ab. Wir wissen nun, der neue Film „Carry-On“ nicht im internationalen Bereich gedreht wurde. Nirgends gibt es neben der Sicherheitskontrolle eine Bar, ihr Lügner! 😝

    Nach vielen Stunden des Essens und Wartens konnten wir endlich einsteigen und.. weiteressen. Auch dieses Essen war sensationell. Nach dem Essen nickte ich kurz ein, wurde aber umgehend geweckt und blieb dann wach.. fast den ganzen Flug lang. Vielen Dank auch.

    Irgendwann kamen wir endlich in Zürich an, wo uns die kalte Winterluft empfing und wir uns umgehend nach Neuseeland oder LA zurückwünschten.

    Die Ferien war toll. Haben wir viel zu viel Geld ausgegeben? Ja.. War es das wert? Ja! Würden wir es wieder tun? Definitiv, immer wieder!
    Die Welt ist völlig irre und die Menschen erst recht. Man sollte es geniessen, solange man kann.
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    Het einde van de reis
    13 januari 2025