January - April 2020
  • Day84

    ...in 80 Stunden nach Hause

    March 31 in Peru ⋅ ☁️ 25 °C

    Am 16.3.20 sind wir mehr als erleichtert, als wir bei Franziska und ihrer Familie ankommen und wir uns somit während der Quarantäne an einem sicheren Ort befinden. Trotzdem tragen wir uns in eine Liste des EDAs und der Schweizer Botschaft ein, um in naher Zukunft von einer Rückholaktion zu erfahren und hoffentlich auch zu profitieren. Nachdem wir das gemacht haben ist unsere Geduld gefragt. Leider hören wir lange nichts vom EDA und haben uns überlegt auf eigene Faust ein Flug zu buchen. Nachschauen kostet ja nichts, denkt sich Thomas: Air France ab Lima nach Paris am 31.3.2020: EUR 25'000 für zwei Personen... OK, aber immerhin Business, denkt er sich. Wie wäre es am 4.4.2020: EUR 15'000 für zwei Personen? ...OK, Laptop zu, "Ramona, ich glaube wir bleiben noch ein bisschen!!"
    Nebst den enorm hohen Preisen, war es zudem unsicher, ob die angebotenen Flüge auch effektiv fliegen würden. Zudem ist es aufgrund der Quarantäne unmöglich auf eigene Faust irgendwie nach Lima zu gelangen, ausser man wäre ein Hund, denn nur diese können sich aktuell ohne Einschränkungen weiterhin bewegen.

    Ein paar Tage später sollte es dann klappen. Laut dem EDA bekommen wir einen Platz im Flieger am Mittwoch dem 25.3.2020. Das heisst, dass wir am 24.3.2020 in Juliaca in ein von der Botschaft organisiertes Taxi steigen sollen um so nach Cusco zu gelangen. Nach einer Nacht in Cusco in einem Hotel, würden wir am nächsten Tag, 25.3.2020 mit einem gecharteten Inlandflug nach Lima fliegen um von dort am späteren Nachmittag mit der Edelweiss nach Hause zu kommen. Alles ist anscheinend organisiert und geplant, unsere Rucksäcke gepackt als wir am 24.3.2020 morgens die Nachricht erhalten, dass wir heute doch nicht reisen können. Der Inlandflug von Cusco nach Lima wurde von der peruanischen Regierung nicht bewilligt. Wir sollen bis auf weitere Anweisung der Konsularin und des EDAs dort bleiben wo wir sind, so heisst es. Tja, bleibt uns ja nämlich nichts anderes übrig...

    Für den zweiten organisierten Flug vom 31.3.2020 sollte es dann endlich klappen, so im E-Mail des EDAs. Die Reise nach Lima soll aber anders ablaufen als wie im ersten Anlauf geplant. Da das EDA und die Schweizer Botschaft in Lima keine Chance haben, einen Inlandflug nach und von Cusco zu organisieren, wird auf den Landweg ausgewichen. Bedeutet, dass am 29.3.2020 in einem Konvoi die meisten in Cusco und Umgebung steckengebliebenen Schweizer Reisende mit mehreren Bussen von Cusco nach Lima gefahren werden. So müsste uns wiederum ein Taxi von Juliaca nach Cusco bringen, sodass wir mit diesen Bussen nach Lima gelangen. Dafür bekommen wir Hilfe vom Konsulat in Cusco, in Person eine Frau Dätwyler. Sie ist sozusagen die lange Hand der Botschaft in Lima. Unsere erste Etappe ist in geheimer Mission, wir dürfen niemandem etwas weitersagen, da vor allem die Medien in der Schweiz "keine grosse Hilfe seien", wenn sie bereits Wind davon bekommen und die Leute spekulieren und falsche Hoffnungen walten lassen.

    Und dann sollen sie also beginnen, die 4-Tage-lange Reise nach Hause...

    Am Sonntag, 29.3.2020, 7.00 Uhr werden wir auf dem Plaza Bolognesi in Juliaca erwartet. Edgar und Antony begleiten uns glücklicherweise mit dem Fahrrad und befördern unsere schweren Rucksäcke. Alle ausgestattet mit Mundschutz, was für die Reise obligatorisch ist. Falls man keinen Mundschutz kaufen könne, muss man sich eine basteln, wird uns mitgeteilt.
    Manuel, ein von Frau Dätwyler organisierter Taxifahrer, soll uns in ca. 6 Stunden mit einem weiteren Schweizer Paar, aus Puno kommend, nach Cusco fahren. Dass er es in weniger als 5 Stunden schaffen wird, ist uns in diesem Moment auch egal - wir sagen euch; Er ist gefahren wie Sau!! Anyway. Als ehemaliger Tourguide, hält er das eine oder andere Mal sogar an und fordert uns auf von den schönen Alpacas und Lamas oder einer alten Inkaruine ein Foto zu schiessen. Er hat einen cheiben Spass und so schafft er es bei uns die etwas angespannte Stimmung immerhin es bitzli aufzuheitern.
    Nach unzähligen Polizeistopps und -kontrollen (ein Polizist kurz vor Cusco ist trotz vorhandenen Botschaftsdokumente ziemlich hartnäckig und lässt uns lange 5 Minuten warten um uns schliesslich nach einem unnötigen Telefongespräch lässig durchzuwinken). Merci!! Wir versuchen ihm unsere Stimmung mit einem grimmigen Gesichtsausdruck zu zeigen, aber das klappt mit einer Gesichtsmaske im Gesicht leider nur bedingt.
    In Cusco werden wir von einem Mitarbeiter der Frau Dätwyler im Schweizerischen Konsulatsgebäude erwartet. Er kocht uns ein leckeres Mittagessen, sodass wir gestärkt um 17.00 Uhr auf den Bus nach Lima fahren können. Manuel, unser Taxifahrer, meint es gut mit uns und fährt uns bis zu diesem Treffpunkt, wo wir nicht die Ersten sind. Nach einer kurzen Registration bei Frau Dätwyler, können wir auf das von der Polizei bewachte Busareal vorschreiten, wo wir nacheiander, im Abstand von 1.5 Metern stehen bleiben und wieder warten müssen. An dieser Stelle stehen wir dann anderthalb Stunden, bis alle ca.120 angemeldeten Personen hier in einer Reihe stehen, die ganze Zeit bewacht von mehreren Dutzend Polizisten. Während der Wartezeit dürfen wir uns auf einer weiteren Liste eintragen und müssen sicher stellen, dass wir die Einverständniserklärung für die Rückbringung in die Schweiz ausgefüllt und dabei haben.
    Als es dann endlich weiter geht, laufen wir gestaffelt zum nächsten Checkpoint um dort unsere Körpertemperatur messen zu lassen. Nach dieser Kontrolle dürfen wir erneut warten. Zumindest können wir von hier aus die Busse schon sehen. Nach einer weiteren halben Stunde, mittlerweile ist es am eindunkeln, schaffen wir den letzten Schritt, den Schritt in einer der Busse, der uns hoffentlich nach Lima bringen wird. Die Personen hinter den zwei provisorisch aufgebauten Pulten vor den Bussen bitten erneut nach dem Pass und vergleichen unsere Daten ein weiteres Mal mit einer Liste.
    Schliesslich werden wir der Busnummer 1 zugewiesen. Sehr höflich und hilfsbereit werden wir beim Verladen unserer Rucksäcke unterstützt bevors dann in den Bus geht. Die Plätze dürfen wir selber auswählen. Auf jedem der Bussitze befinden sich eine Tüte mit Snacks, Getränke, eine WC-Rolle und einen Müllsack. Mit all diesen Sachen und mit dem selber mitgebrachten Proviant sollten wir die nächsten 20 Stunden Busfahrt sehr gut klarkommen. Mit einer Stunde Abfahrtsverspätung geht es am Abend des 29. März endlich los. Unser Konvoi stellt sich auf in: Polizeiauto, Minivan mit Botschaftsmitarbeitern, 4 Reisebusse und wieder ein Polizeiauto (beide mit Rotlicht). Während der Fahrt wird der Konvoi immer wieder von Polizeikontrollen angehalten. Geschlafen wird nicht wirklich viel. Man ist mehr damit beschäftigt eine angenehme Sitzposition zu finden.
    Am Morgen, es ist draussen schon hell, erwachen wir in einem stehenden Bus. Ist ja nichts aussergewöhnliches denken wir uns. Aber trotzdem sind die nachfolgenden Busse nicht hinter uns. Nach ein paar Minuten weist uns ein "Mitreisender" darauf hin, dass angeblich Bus Nr. 3 einen Unfall hatte. Erschrecken und Ungewissheit macht sich breit... Einige schreiben Whatsapp mit den Personen die im Unfallbus sitzen, andere lesen die Nachrichten vom EDA oder andere Medien, die schon fast zeitgleich in der Schweiz berichten. So tauchen schon bald Bilder des Unfallbusses auf. Es gibt keine Verletzten, dann heisst es wieder Schwerverletzte, aber 'nur' der Buschauffeur usw. Wir sehen wieder einmal wie unseriöser Journalismus funktioniert und dies zu Verwirrung und zu noch mehr Panik unter den Leuten führt.
    Nach drei Stunden warten, verarzten, organisieren, werden die Personen aus dem Unfallbus auf die Busse 2 und 4 verladen, sodass die Reise fortgeführt werden kann. Eine "offizielle" Information über den Vorfall erfahren wir zu diesem Zeitpunkt nicht. Jetzt heisst es aber sputen. Mehrmals wurde gesagt, dass wir vor der totalen Ausgangssperre, also vor 20.00 Uhr in Lima sein müssen, da wir sonst aufgehalten werden und die Nacht im Bus verbringen müssen. Der Adrenalinspiegel steigt ein weiteres Mal.
    Die weitere Fahrt nach Lima verläuft glücklicherweise ohne weiteren Vorfälle. Kurz nach 20.00 Uhr fahren wir in Lima ein. Die Autobahnen sind leer, keine Menschen auf der Strasse und wir werden sogar von der Polizei durchgelassen und gelotst, dank Vermittlung der Schweizer Botschaft. Endlich bleibt der Konvoi vor einem grossen Hotelgebäude stehen. Es heisst für uns nach 26 Stunden Busfahrt: Rucksäcke fassen, einchecken, Zimmer beziehen, im 21.Stock Abendessen, zurück ins Zimmer um zu Duschen und endlich zu Schlafen. Nächster Treffpunkt 9.15 Uhr vor dem Hotel.

    Nach einer erholsamen Nacht stehen wir mit unserem Gepäck um 9.15 Uhr vor acht aufgereihten Bussen, die uns zum militärischen Flugplatz in Lima bringen. Erneut in einem Konvoi fahren wir eine Stunde quer durch die Stadt. Am militärischen Flugplatz angekommen, werden wir gebeten die Busse zu verlassen und uns mit unserem Gepäck unter die grossen, weissen Zelte zu begeben. Dort stehen in mehreren Reihen im Abstand von 2m Stühle, wo wir Platz nehmen müssen. Wir erhalten den Ausreisestempel und werden auf einer Liste eingetragen. Unser Gepäck wird in der Mitte der Stuhlreihen ausgelegt, von den Drogenspürhunden beschnuppert und schliesslich in Gepäckanhänger verladen. Anschliessend steigen wir wieder in die Busse um ein paar Minuten zum Flugzeug zu fahren. Vor dem Flieger bleiben die Busse stehen. Wir beobachten wie der Flieger für den Abflug bereitgemacht, die Edelweiss-Crew vorgefahren wird und kurze Zeit später das Flugzeug betritt. (Thomas fragt sich noch, wer wohl den Schlüssel für den Vogel hat!?) Nach wieder einer Stunde warten können die ersten Personen den Flieger betreten. Die Mitarbeiter/innen der Schweizer Botschaft verabschieden sich winkend von uns und ein Augenblick später werden wir an Board mit einem lächelndem Grüezi begrüsst. Gegen 16.30 Uhr fliegt das Flugzeug mit uns und vielen anderen von Lima in Richtung Zürich, ab nach Hause.

    Kein Scherz, wir landen am Mittwochmittag, 1. April wohl behalten nach 12.5 Stunden Flug in Zürich und stehen wenig später Zuhause ein bisschen "näb de Schuäh" in unserer Wohnung.

    Eine bis anhin unglaublich schöne Reise mit einem noch unglaublicherem Ende. Mit den (knapp) 80 Stunden (auf der Flucht?) beenden wir viel früher als geplant unsere Reise. Das doch sehr abrupte Abbrechen unserer halbjährigen Reise fällt uns schwer, sind aber gleichzeitig froh zumindest in der Nähe unserer Liebsten zu sein. Es ist komisch und wir sind verwirrt. Immer noch, trotz einer langen Heimreise. Zutiefst dankbar sind wir aber für die vielen unvergesslich schönen Momente in Südamerika, die uns positiv nach Vorne schauen lassen.

    Heute heisst es Tag für Tag zu nehmen und gesund zu bleiben. Daher grüssen wir euch aus der Selbstisolation (diesmal von Zuhause) und drücken euch digital, aber hoffentlich schon bald wieder so richtig richtig!

    Ob wir irgendwann und irgendwo weiterreisen werden? Bestimmt! :)
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  • Day80

    Juliaca in Quarantäne

    March 27 in Peru ⋅ ⛅ 24 °C

    Wir grüssen euch aus der Quarantäne!
    Wir landeten eine Punktlandung. Am Montag 16. März sind wir mit einer gewissen Unsicherheit von Puno nach Juliaca gereist. Gilt nun bereits die Quarantäne oder noch nicht!? Die Fahrt dorthin war ein kurliges Erlebnis. Mit einem in die Jahren gekommenen, überfüllten Bus (Thomas hatte die Ehre mit acht Einheimischen in der Fahrerkabine zu sitzen) fahren wir also in die 2-Millionen-Stadt Juliaca ein. Von Quarantäne ist hier nichts zu spühren. Eine völlig überfüllte Stadt; unzählige Menschen auf den Strassen, riesige Kolonnen vor den Supermärkten und Banken, Autos und Busse verstopfen die Strassen und wir mittendrin. Als wir bereits mitten in der Stadt sind, kommt plötzlich Ramona von der hintersten Sitzreihe zu Thomas, dem Beinahebus-Chauffeur und schlägt mal vor auszusteigen. Thomas hat zwar keine Ahnung wo wir sind und wohin wir müssen, aber ja, aussteigen findet er gut. So sind wir mit unseren Rucksäcken unterwegs zu der, auf uns wartenden Familie Schilliger Almonte. Wir versuchen ein Taxi oder ein hier bekanntes Mototaxi (=Dreirad in gross) zu erhaschen, aber es sieht leider so aus als möchte niemand so hellheutig-europäischaussehende-Achtung-grosse-Chance-dass-die-infiziert-sind-Touristen herumchauffieren. So bleibt uns nichts anderes übrig als die paar Kilometer zu laufen.

    Sehr herzlich werden wir bei Schilliger Almontes mit einem leckerem Mittagessen empfangen. Ab diesem Montagabend, 24.00 Uhr, heisst es dann offiziell: "Cuarentena!". Bis Ende März darf nur noch jeweils eine Person pro Haushalt einkaufen gehen oder Medikamente besorgen. Die übrige Zeit muss Zuhause verbracht werden. Nach ein paar Tagen wird die Quarantäne-Regelung noch strikter, sodass ein totales Ausgehverbot zwischen 22.00 und 5.00 Uhr Morgens herrscht. Ok, kümmert uns nicht - da schlafen wir ja. Wir haben das Glück, dass die Tage relativ kurz sind, unter anderem auch weil wir in guter Gesellschaft sind. Wir arbeiten im Garten, kochen und backen (also vor allem Franziska;)), Essen sehr viel und lecker und peruanisch, machen "Spieli", schauen Filme oder Telenovelas, plagen die Katze "Tiger" und spielen mit ihr, chillen, lesen, hören Musik und schlafen sehr viel.

    Und so soll unsere Reise sehr seeeeeeehr leider ein verfrühtes Ende nehmen. Die Quarantäne, welche sogar nun bis Ostern verlängert wird und die unsichere Lage rund um das (sch¦@#°§°§¬@°§#°§ss!!!!!!!) Virus zwingt uns die Heimreise anzutreten.
    Schweren Herzens registrieren wir uns bei der Schweizer Botschaft und beim EDA um uns für einen Rückholflug anzumelden, da wir selbständig keinen Flug mehr organisieren können. Ohne Bewilligung von der Botschaft, können wir uns im Land keinen Meter mehr bewegen, denn es drohen 3-5 Jahre Gefängnis und das wäre uns, trotz aller Liebe für dieses Land, dann doch zu lange. Für den ersten organisierten Flug ab Lima soll es dann trotz Zusage seitens Konsulat und gepackten Rucksäcken nicht klappen. Die Inlandreise von Juliaca nach Lima macht anscheinend mehr Probleme als der Flug von Lima nach Zürich, da wirklich das ganze Land still steht.

    Nach zwei Wochen Isolation soll es aber doch noch klappen. Morgen machen wir uns über den Landweg von Juliaca über Cusco auf den Weg Richtung Lima. Ca. 36 Stunden soll die Busfahrt dauern, da von allen entlegenen Orten gestrandete Schweizer StaatsbürgerInnen eingesammelt werden. Freude herrscht. Am Dienstag geht dann der Flug. Haltet die Daumen für uns gedrückt!

    Also bis dahin, bleibt gesund liebe Mitreisenden...!

    PS: Vielen herzlichen DANK für die zwei isolierten aber dank euch schönen Wochen lieber Edgar, liebe Franziska, lieber Antony, lieber Fernando und lieber Kater Tiger!!
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  • Day68

    Puno und die schwimmenden Inseln

    March 15 in Peru ⋅ ☁️ 14 °C

    Juhui, wir sind in Peru. Nach einer Körpertemperatur-Messung bei der Ausreise aus Bolivien und einer 3-stündigen Busfahrt, stoppen wir in einer kleinen Stadt namens Puno. Puno liegt übrigens immer noch am Titicacasee. Das alleine zeigt, wie gross dieser See ist.
    Puno ist ein Abstecher wert, da es in der Nähe die sogenannten schwimmenden Inseln, die "Uros" gibt. Die Leute leben auf diesen, aus Schilf gebauten Inseln nach traditioneller Art. Mit Fischen und Jagen von Vögeln ernähren sie sich wie in früheren Zeiten. Das ist sehenswert denken wir uns und buchen einen Tagesausflug auf die Inseln. Wie an einem Lagerfeuer im Kreis sitzend, ist es interessant zu hören, wie der (wir sagen ihm mal) "Stammeshäuptling" uns erklärt wie die Bewohner auf der Insel leben, wo der Kindergarten ist, wie sie die Insel bauen und sich nachhaltig von der Jägerei ernähren. Schliesslich dürfen wir in die ebenfalls aus Schilf gebauten Hütten einen Blick werfen und uns so noch näher an dieser Lebensweise fühlen. In das aus ( -Überraschung-) Schilf gebaute und gemachte Bett dürfen wir nicht liegen. Das wäre dann doch etwas zu privat:) Mit einem Lächeln und mit einem Stempel "LAGO TITICACA" im Pass kehren wir nach Puno zurück.

    Und jetzt kommts, liebe Mitreisenden, das Beste immer zum Schluss.!! Richtig? ALL FAKE NEWS. Die leben gar nich wirklich so, wie wir zu einem späteren Zeitpunkt erfahren müssen. Die fahren doch tatsächlich jeden Morgen auf die Insel, spielen dort ein traditionelles Leben vor und fahren am Abend mit dem Schiff wieder zurück ans Festland. All diesen Aufwand nur für uns Touristen!? Mir sägid eych: Sache gids!!

    Leider bekommen wir auch in Peru immer mehr das Corona-Virus zu spüren. Wir lauschen anderen Touristen in den Restaurants welche über "Fluchtrouten" über Mexiko und Costa Rica diskutieren, da dort angeblich das Virus nocht nicht so fortgeschritten sei und man vorallem noch ein- und ausreisen könne. Und dank dem Internet bekommen wir sehr genau mit, was so auf der Welt bezüglich Corona-Virus läuft.
    Schliesslich, und das zieht uns für einen Moment den Boden unter unseren Füssen weg: Der Peruanische Präsident erteilt am selben Tag ein sofortiges Ein- und Ausreiseverbot und eine 15-tägige Quarantäne für alle Einheimischen und Touristen in Peru... So sehr haben wir gehofft, dass wir nach Peru einreisen können, und jetzt wo wir in Peru sind, sollen wir aufgrund einer Quarantäne nicht mehr in das, nur eine Stunde entfernte Juliaca (wo Franziska mit ihrer Familie auf uns wartet) kommen können. Horrorvorstellung für 15 Tage in ein und demselben Hotelzimmer in Puno verbringen zu müssen?
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  • Day63

    Copacabana & Isla del Sol

    March 10 in Bolivia ⋅ ⛅ 11 °C

    Von La Paz, der Gondeli-Stadt, reisen wir weiter an den Titicacasee. Wir steigen also vom Gondeli um auf den Bus, vom Bus auf das Boot und wieder zurück auf den Bus. Übrigens auch der Bus durfte eine kurze Bootstour geniessen. Nach dieser 4-stündigen Bus- und Boots-Tour stehen wir schliesslich am Titicacasee, sozusagen am Vierwaldstättersee in gross. In seehr gross um genau zu sein. 72 mal so gross und um einiges verschmutzter als unser heimischer See. Die Verschmutzung des Sees kommt zu stande, weil kaum eines der umliegenden Dörfer über eine Kläranlage verfügt und die zuführende Flüsse und Bäche all die Schwermetalle der nahegelegenen Bergminen mitführen. Wir verbringen die nächsten Tage in Copacabana, ein kleines Dorf am Titicacasee. Unsere dortigen Highlights: Der Hausberg mit einer schönen Aussicht über das Dorf und den See. Und unsere Unterkunft: Eine Ecolodge bestehend aus mehreren Lehmhütten in Form von Muscheln, Zipfelmützen und anderen lustigen Formen. Die Aussicht über den See, die Hängematten zum Entspannen und unsere Mitbewohner, die hauseigenen Lamas, die rund um die kleinen Hobbit-Häuschen grasen, sind ein einmaliges Erlebnis.

    Mit einem möchtegern Speedboot fahren wir nach drei Tagen auf die Insel "Isla del Sol", welche sich auf dem Titicacasee befindet. Der Sonnengott Inti soll hier seine Kinder, den ersten Inka Manco Cápac und seine Frau Mama Ocllo, auf einem Felsen der Isla del Sol zur Erde gelassen haben. Aus diesem Grund spielt die Isla del Sol in der Mythologie der Inka eine sehr große Rolle. Weder vom Sonnengott, noch von Inkas werden wir auf der Insel empfangen. "Diez Bolivianos" sind die begrüssenden Worte einer sympathischen, gutgenährten Dame in traditionellem bolivianischen Gewand. Nachdem wir also 20 Bolivianos ärmer sind und die Insel betreten dürfen, stehen wir, mit unseren gut befüllten Rucksäcken, vor dem nächsten Highlight. Diesmal nur ein Höhepunkt im Sinne einer hoch-hinaufführender Treppe, welche zu unserem Hotel führt. Kein Problem, denken wir uns und bestellen uns auf der Autofreien Insel ein Taxi in Form eines Esels. Pünktlich, wie wir es uns gewohnt sind, "galoppiert" nach 5 min ein Esel und dessen Besitzer vor. Schnell sind unsere Rucksäcke auf dem Rücken des Esels und schon geht es los mit dem "Highlight"... Streng atmend versuchen wir dem Esel hinterher zu kommen und sind froh um jedes Ausbügsen des kleinen Rebellen. So haben wir ein bisschen Zeit um unser Rückstand aufzuholen und unser Sauerstoffgehalt im Blut zu normalisieren. Nur der arme "Eseltreiber" bekommt keine Zeit zum durchatmen. Denn unser Eseltaxibesitzer muss dem ausgebügsten Esel immer wieder und wieder hinterher eilen und ihn auf den richtigen Weg lotsen.

    Auf der Sonnen-Insel kann man gut Wandern. Was wir auch ein bisschen machen. :) Aber hauptsächlich versuchen wir warm zu bleiben. Die kalten Nächte überstehen wir im Gästehaus mit fünf Decken. Eine mobile Heizung gibt es erst nach der ersten Nacht und auf Anfrage. Wir regen uns aber nicht auf, da Diese sowieso nicht viel bewirkt. Wir raffen uns auf, für einen kleinen Spaziergang auf der Insel. Ein kleines, authentisches Dörfchen mit wunderschöner Lage hoch über dem Titicacasee. Aufmuntern und aufwärmen lassen wir uns durch eine leckere, warme Quinoa-Suppe bevors wieder unter die fünf Decken zu Bett geht. Ab dem zweiten Tag auf der Insel, sorgen wir uns allmählich über unsere Weiterreise vom jetzigen Land Bolivien nach Peru. Aufmerksame, virtuelle Reisebegleiter (liäbi Griäss a Peter, Leandra und Manuel) schicken uns immer wieder Infos zu, unter anderem auch, dass wohl die Grenzen Perus bald geschlossen werden. Auch in Südamerika macht das cheibe Coronavirus keinen Halt. Für uns ist es wichtig, dass wir auf alle Fälle nach Peru kommen. Nur so können wir die peruanische Familie, bei der Ramona im 2011 für zwei Monate war, besuchen und dort gegebenenfalls eine Zeit bleiben. Dass der Grenzübertritt nach Peru schliesslich unser kleinstes Problem sein wird, wissen wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht...
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  • Day57

    Gondeli fahren in der Andenstadt LA PAZ

    March 4 in Bolivia ⋅ ☀️ 13 °C

    Mit einer Höhe von 3200 bis 4100 müm ist La Paz der weltweit höchstgelegene Regierungssitz. Der Regierungssitz Boliviens nämlich! Wir verweilen in dieser eindrücklichen Höhe rund 6 Nächte und lieben es die Stadt aus einer anderen Perspektive zu erkunden als gewöhnlich. Aus der Sicht von oben etwa. Aufgrund der fast 1000 Höhenmetern zwischen der Stadt La Paz und der auf der Hochebene westlich von La Paz entstandenen Stadt El Alto kann man sich schwierig ein funtkionierendes ÖV-System mit Tram, U-Bahn oder Busse vorstellen. Es hat zwar viele Busse in kleinerer und grösserer Ausführung, aber die kommen nicht wirklich gut voran in mitten der vielen Autos. Deshalb hat die bovilianische Regierung 2012 ein paar Gondeli aus der Schweiz und Österreich bestellt, um ein Seilbahn-Netz namens "Mi Teleférico" zu erbauen. Heute ist es nicht nur für die Einwohner ein praktisches Verkehrsmittel, sondern für die Touristen wie Ramona und Thomas ein super, mit Heimatgefühlen verbundenes Erlebnis.

    So führen uns die Gondeli die ganze Woche im Stile eines Schweizer Produkts völlig sicher, pünktlich (obwohl Zeit hätten wir hier genug) und absolut zuverlässig von Ort zu Ort. Am ersten Tag einmal rund um die Stadt. Man stelle sich vor; Ein Tal, in der Grösse unseres heimischen Engelbergertals, voll aus roten Backstein bebauten Häusern und Hütten und im Zentrum ein paar Wolkenkratzer, die hier in dieser Höhe wortwörtlich die Wolken kratzen. Ach ja, und da war noch der Markt, welcher vor lauter Panorama fast unterging. Obwohl das unmöglich ist bei dieser Grösse und Vielfalt. Der flächenmässig grösste Markt Südamerikas ist eine art Fundgrube wo man wirklich ALLES zu sehen bekommt und kaufen könnte! Von Rattengift, Unterhosen, Zahnbürsten, Mäusefallen, frittierte Poulet-Brüstli auf Plastiktellern zum "Geniessen" bis hin zu Fruchtsäften die in kleinen Plastiksäcken abgefüllt sind. Quasi ein Open-Air-Bau+Hobby mit Karosserieteilen oder Schraubensortimente und ins Alter gekommene Sportausrüstungen wie Ski und Skischuhe... Mittendrin wird auch noch Blutdruck gemessen und Orangensaft gepresst. Vor lauter Eindrücken sind wir zwei herrlich überfordert.

    In den Tagen zwei und drei geniessen wir die Innenstadt von La Paz mit dem "Plaza Murillo" welcher neben dem Regierungsgebäude liegt und den vielen Ständen wo man die wunderschönen, typisch bunten Souvenirs kaufen kann. Der Hexenmarkt ist eine Touristenattraktion und befindet sich ebenfalls im Zentrum der Stadt. Da kriegt man, nebst den normalen bunten Souvenirs, viele kurlige Sachen zu Gesicht; zum Beispiel kann man Talismane, Heilkräuter und Lamaföten kaufen, welche als Opfergabe an die Pachamama (Mutter Erde), Glück und Segen bringen sollen. Ein solcher Lamafötus reist nun in Ramonas Tagesrucksack mit und soll uns Glück und Segen bringen. ;) ...niicht!

    Am Tag vier besuchen wir ausserhalb der Stadt "El Valle de las Ánimas". Ein abgelegenes, ruhiges Tal mit schönen Gesteinsformationen, welche aufgrund von jahrelanger Erosionen so aussehen, wie sie aussehen. Fast das Beste daran: es gibt weit und breit keine Touristen. Es ist nämlich ein Geheimtipp unseres Gastgebers.

    Am nächsten Tag beobachten wir aus den Gondeln, wie die Einheimischen in 4000 müm ohne Atemnot Fussball spielen und ein weiteres mal das Panorama der Stadt. Nur diesmal bei Dunkelheit.

    Apropos Dunkelheit: Am letzten Tag in La Paz, geht es für uns kurz vor 6 Uhr los in Richtung Norden von La Paz. Wir Verrückten wagen uns auf die Death Road. In Begleitung von Tourguide Gustavo, einer professionellen Veloausrüstung am Körper und einem vollgefedertem Bike unter dem Füdli, fahren wir ca. 60 Kilometer den Berg hinunter. (ca. 3000 Höhenmeter). Die Schotterstrasse ist bei trockenen Verhältnissen für uns Velofahrer sehr gut befahrbar. Trotzdem darf man sich bei vielen Stellen keinen Fehler erlauben, da man sonst mehrere hundert Meter ins Leere hinunterstürzen würde. Bei nassen Verhältnissen und beim Kreuzen zweier Autos oder gar LKW's ist sich dieses Manöver kaum vorzustellen. Zum Glück gibt es seit einigen Jahren eine sicherere Umfahrungsstrasse, sodass die Todesfälle auf dieser Strasse von 200-300 auf knapp 10-20 Jährlich gesunken sind.
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  • Day51

    Sucre, du Schönheit!

    February 27 in Bolivia ⋅ ⛅ 16 °C

    Mit Wasserbomben und lauter "Guggenmusik" werden wir am Busterminal in Sucre empfangen. Die Stadt ist für die Tage im Ausnahmezustand - EL CARNEVAL - wo das Auge hinreicht. In diesen Tagen ist man vor keiner Wasserbombe (sei dies ein Wasserballon, ein Wasserkübel oder Wasserpistole) sicher. In verschiedenen Kleingruppen laufen die Musiker (ähnlich wie unsere Guggenmusik, aber nur mit einem gleichfarbigen T-Shirt) in der Stadt umher und werden von tanzenden und wasserspritzenden Leuten begleitet. Auf unsere Frage, wieso so viel Wasser, da Bolivien kein Wasserschloss ist, lautet die Antwort: es ist Tradition.

    Wir beginnen unseren Aufenthalt in Sucre mit einem kurzen Marsch auf den Aussichtspunkt "La Recoleta", von wo wir einen herrlichen Blick über die weisse, hügelige Stadt bekommen.
    Obwohl auf 2800 müm. hat Sucre ein angenehmes Klima. Die Innenstadt besteht aus vielen schönen Bauwerken aus der spanischen Kolonialzeit, was sie vielleicht deshalb zu einer der schönsten Städte Südamerikas macht. Uns gefällt sie sehr gut. In Sucre wurde 1825 die Unabhängigkeit von ihrer Kolonialmacht Spanien ausgerufen.

    Sucre hat viele interessante Museen zu bieten. Wir besuchen das Haus der Freiheit sowie das Museum für indigenes Webe-Handwerk. Dort werden Frauen (und mittlerweile auch Männer) gefördert, eine uralte Technik des Webens zu erlernen und vor allem weiterzuführen und so am Leben zu erhalten.

    Auch unternehmen wir einen tollen Tagesausflug in den Maragua-Krater. Dies ist ein riesengrosser Krater, worin heute ein kleines Dorf steht und Mais, Quinoa angepflanzt und Schafe gehalten werden. Laut unserem Guide gibt es 5 verschiedene Theorien wie dieser Krater entstand und man sich aussuchen darf, welche Entstehungsart einem am besten zusagt...

    Sucre und Umgebung ist auch sehr bekannt für seine Millionenjahre alten Dinosaurier-Fussabdrücke, welche in Felswänden - meistens durch Zufall- entdeckt wurden. Nebst den Spuren im Dino-Museum in Sucre bestaunen wir auf unserem Tagesausflug im Maragua-Krater 68 Mio. alte Dino-Spuren.

    Abends in Sucre gehen wir sehr lecker Essen. Es gibt viele kleine Cafés mit gutem Kaffee und Dessert. Der Hauptplatz mit seinen hohen Bäumen lässt uns immer wieder ein Päuschen machen.
    Sucre können wir von Herzen weiterempfehlen.

    Nun sind wir gespannt auf den höchstgelegenen Regierungssitz der Welt: La Paz.
    12 Stunden Nacht-Busfahrt ahoi!
    Übrigens: Mittlerweile haben wir bereits dreieinhalb Tage im Bus verbracht ;-)
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  • Day46

    Salar de Uyuni

    February 22 in Bolivia ⋅ ☁️ 14 °C

    Nach einer holprigen und nassen 8-stündigen Fahrt von San Pedro nach Uyuni, fallen wir abends um 23.00 Uhr ins Bett.
    Am nächsten Tag buchen wir eine Tour in die Salar de Uyuni, der grösste Salzsee auf Erden. Mit seinen 10000 km2 Grösse, ist es eines der Highlights in Bolivien und auf der ganzen Welt bekannt.
    Die Salzkruste, welche in der Regenzeit (Nov.-April) mit mehreren Zentimetern Wasser bedeckt ist, wurde vor 10000 Jahren gebildet. Die Salzschicht ist bis zu 30m dick, weshalb man ohne Probleme mit schweren Fahrzeugen über die Salar fahren kann.
    Faszinierend ist die Salar deshalb, weil sie in der Regenzeit durch das Wasser den Himmel und die Wolken bis in den Horizont spiegelt und man in der Trockenzeit eine unendlich scheinende schneeweisse Ebene vor sich hat und lustige Perspektivaufnahmen schiessen kann.

    Natürlich wollen wir euch diese Fotos nicht vorenthalten;-)
    Unsere Gruppe besteht aus 3 Chilenen und einer Kolumbianerin und dem Einheimischen Guide. Wir haben einen sehr lustigen Tag in der Salzwüste verbracht und werden uns noch lange an diese faszinierende Ebene erinnern.
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  • Day42

    Chile: Atacama-Wüste

    February 18 in Chile ⋅ ☀️ 22 °C

    Schon einige interessante Berichte haben wir von der Atacama-Wüste im Norden Chiles gehört (Danke Leandra&Manu;-)) und gelesen. Wir sind also gespannt, was uns erwartet.

    Nachdem der Grenzübergang Argentinien-Chile mit 2einhalb Stunden gut über die Bühne gegangen ist, kommen wir im verregneten San Pedro de Atacama an. Das Dorf ist der Ausgangspunkt für all die Aktivitäten in der Atacama-Wüste.
    San Pedro hat uns nicht wirklich gefallen, das Dorf lebt vom Tourismus, Hostel an Hostel, Touranbieter und Restaurant aneinandergereiht. Aber es geht ja schliesslich um's Drumherum:)
    Wir mieten uns für 4 Tage ein Auto und möchten auf eigene Faust die vielen Attrakationen besuchen.

    An den ersten beiden Tagen besuchen wir die Lagunen im Altiplano. Die Laguna Salar de Talar liegt auf 4000.M.ü.M., nur schon die Anfahrt von 160 km mit der gigantischer Landschaft ist eindrücklich.
    Mehrere Kilometer entfernt, aber auf gleicher Höhe, liegen die beiden Süsswasserlagunen Miscanti und Miñiques. Auch hier ist die Landschaft wieder so schön, dass man alle paar Meter ein Foto schiessen könnte.
    Eine kleine Salzwasserlagune besuchen wir ebenfalls. Und die hat's in sich. Die Laguna Cejar hat einen so hohen Salzgehalt, dass man gar nicht untergehen kann. Man schwebt auf dem Wasser, was ein ziemlich lustiges Erlebnis ist.
    Am dritten Tag besuchen wir zwei Täler. Das Valle de la Muerte (Todestal) besteht aus kargen roten Felsen. Es ist ein unvergessliches Erlebnis nach der halbstündigen Wanderung durch eine Sanddüne auf einem Aussichtspunkt in dieses schöne Tal zu schauen.
    Das andere Tal, Valle de la Luna (Mondtal), ist wirklich eine Landschaft wie man sie sich auf dem Mond vorstellt. Mit verschiedenen skurrilen Steinformationen entzückt das Tal uns als Besucher.
    Abends besuchen wir Aussichtspunkte von denen man den Sonnenuntergang so richtig kitschig erleben kann. Es ist ein Träumli.
    Am letzten Tag brechen wir bereits um 4.30h auf, denn wir haben eine 3h-Fahrt vor uns. Wir besuchen das drittgrösste und höchste Geysirfeld (4300 müm.) der Welt. Am frühen Morgen sind die Geysire am aktivsten und durch die ersten Sonnenstrahlen sehen wir die teilweise mehrere Meter hohen Wasserdampfwolken im schönsten Licht.
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  • Day38

    Toller Start in Argentinien - ein Fazit

    February 14 in Argentina ⋅ ☁️ 17 °C

    Während 5 Wochen haben wir vor allem den Norden Argentiniens kennengelernt. Argentinien ist ein empfehlenswertes erstes Land um eine Reise in Südamerika zu starten.
    Begeistert sind wir von der Vielfalt der Natur. Die tropischen sowie sumpfigen Gebiete aber auch das Andengebirge mit den vielen farbigen Gesteinen fasziniert uns.

    Die Menschen sind sehr freundlich, obwohl sehr wenige (auch in Buenos Aires) englisch sprechen. Es erleichtert das Reisen und Eintauchen in die Kultur sehr, wenn man einige Worte Spanisch spricht. So haben wir viele einzigartige Gespräche und Begegnungen mit Einheimischen erlebt.

    Ein Negativpunkt ist, dass die argentinischen Geldautomaten eine Unsumme an Gebühren für Touristen verlangen, was zusammen mit der "Heimatgebühr" fast 1/3 des abgehobenen Geldbetrages ausmacht. Glücklicherweise haben wir genug Dollar und Euro mitgenommen, so konnten wir an diversen Ecken in den Städten Dollar gegen argentinische Pesos tauschen. Dieser "Cambio" ist offiziell verboten, jedoch toleriert die Polizei diesen Tausch. Mit der Zeit wurden wir richtige Profis, da war es nebensächlich, mitten auf der Strasse ein paar Tausende Pesos zu tauschen (siehe Video).

    Mucho gusto Argentina!
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