• Abenteuerliche Straßen Richtung Buzău

    18 мая, Румыния ⋅ ⛅ 22 °C

    Die hellen Flutlichtstrahler machen die vergangene Nacht fast zum Tage. Zum Glück haben wir sämtliche Rollos im Wohnmobil geschlossen und kommen trotzdem zu einem recht erholsamen Schlaf.

    Am Morgen starten wir zur Karpatendurchquerung mit dem Ziel der Schlammvulkane bei Buzău. Der erste Teil der Strecke verläuft zunächst unspektakulär. Ein Stück fahren wir dieselbe Route zurück, die wir bereits auf dem Weg zum Schloss Bran genommen haben.

    In Brașov wollen wir uns eigentlich noch die Stadt ansehen. Unser erstes Ziel soll die berühmte „schmale Gasse“ sein – ein Durchgang, der nur etwas mehr als einen Meter breit sein soll. Schon die Anfahrt entwickelt sich allerdings zum kleinen Abenteuer. Die Straßen werden immer enger, beidseitig wird geparkt und an einen geeigneten Parkplatz für unser Wohnmobil ist nicht zu denken. In solchen Momenten bin ich froh, dass die Fahrräder nicht hinten am Fahrzeug hängen. So kommen wir wenigstens ohne Schaden, wenn auch leicht genervt, wieder aus der Situation heraus.

    Wir beschließen daher, die Stadtbesichtigung abzubrechen und direkt Richtung Karpaten weiterzufahren.

    Der Zustand der Straßen wechselt ständig. Teilweise wird das Fahrzeug kräftig durchgeschüttelt. Dazu kommt ein Fahrstil der Einheimischen, der uns einiges an Konzentration abverlangt. Überholt wird gerne im Überholverbot, vor Kuppen oder mitten in Ortschaften. Große Lkw ziehen mit hoher Geschwindigkeit an uns vorbei. Mein Blick geht deshalb nicht nur nach vorne, sondern ständig auch in die Spiegel. Die Fahrt strengt entsprechend an.

    Umso erfreuter sind wir, als das Navi einige Kilometer vor dem Ziel eine vermeintliche Abkürzung über eine Bergstraße entlang der Höhenlinien anbietet. Anfangs wirkt die Strecke noch harmlos, doch die Straße wird zunehmend schmaler, bis nur noch ein einspuriger Weg übrig bleibt. Dazu kommen starke Steigungen und Gefälle.

    Als der Asphalt schließlich in Kies und Geröll übergeht, ziehen wir sprichwörtlich die Notbremse und drehen um.

    Also zurück zur Hauptstraße und wieder auf die offiziell vorgesehene Route. Über teils holprige, aber immerhin ausreichend breite Straßen erreichen wir schließlich den Parkplatz vor den Schlammvulkanen, auf dem wir die Nacht verbringen wollen.
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