Erholungstage & unterwegs im Donaudelt
21–24 мая, Румыния ⋅ 🌧 21 °C
Donnerstag und Freitag nutzen wir erstmal zur Erholung vom vielen Fahren. Es tut gut, nicht ständig hinter dem Lenkrad zu sitzen und einfach einmal die Seele baumeln zu lassen. Eigentlich wollen wir bereits am Freitag mit dem Boot ins Donaudelta fahren. Am Morgen ist das Wetter jedoch so trüb und grau, dass wir unseren Gastgeber bitten, die Tour um einen Tag zu verschieben. Im Laufe des Freitags treffen noch drei weitere deutsche Wohnmobile auf dem Campingplatz ein. So sind wir schließlich am Samstag zu acht Personen auf dem Boot – sicher auch zur Freude des Veranstalters. Außerdem lernen wir Bettina und Gerold aus Kaiserslautern kennen. Mit den beiden sitzen wir bis spät am Abend zusammen, trinken Aperol und führen angenehm entspannte Gespräche.
Am Samstagmorgen geht es dann endlich aufs Wasser. Zur für Ruheständler eher untypischen Uhrzeit stehen wir früh auf, damit wir pünktlich um acht Uhr bereit sind. Tatsächlich erscheinen auch die anderen Camper rechtzeitig.Mit d em Boot unseres Gastgebers fahren wir vom Hafen aus über einen der drei Donauarme hinein in das Donaudelta. Schnell befinden wir uns in einem Labyrinth aus natürlichen und künstlich angelegten Kanälen sowie mehreren großen Seen.
Unterwegs passieren wir die ehemalige Sommerresidenz von Nicolae Ceaușescu. Die Anlage auf einer Insel wird offenbar bis heute für hochrangige Politiker und Konferenzen genutzt. Betreten darf sie die normale Bevölkerung nicht, bewacht wird sie ebenfalls weiterhin. Etwas später gleitet links ein Dorf mit auffallend prächtigen Häusern vorbei, das nach einer schweren Jahrhundertflut vollständig neu aufgebaut wurde. Die Fahrt führt durch Kanäle, die teilweise so schmal sind, dass unser Boot gerade noch hindurchpasst. Die Seen wiederum sind stellenweise über hunderte Meter mit gelben und weißen Seerosen bedeckt.
Flora gibt es reichlich zu bestaunen – bei der Tierwelt bleiben unsere touristischen Erwartungen dagegen nur teilweise erfüllt. Während in den Ankündigungen von hunderten Pelikanen die Rede war, bekommen wir nur wenige davon tatsächlich zu Gesicht. Ganz leer gehen wir dennoch nicht aus. Wasserhühner, Enten, Ibisse, Schwäne, Kmorane, Fischreiher und sogar Eisvögel zeigen sich unterwegs immer wieder. Auf den großen Blättern der Seerosen sitzen grüne und braune Frösche, die sich von unserem Boot erstaunlich wenig stören lassen.
Anfangs dachte ich noch, der 150-PS-Außenborder unseres Gastgebers sei eher seinem persönlichen Testosteronspiegel geschuldet. Auf den großen Seen zeigt sich allerdings schnell der eigentliche Grund für die hohe Motorleistung. Wie ein Geländewagen im Schlamm kämpft sich das Boot durch dichte Unterwasserpflanzen, die nur knapp unter der Oberfläche wachsen. Erstaunlich dabei: Die meisten dieser großen Seen sind kaum tiefer als etwas mehr als ein Meter.
Nach den versprochenen vier Stunden bringt uns unser Gastgeber wieder zurück zum Campingplatz. Dort lassen wir das Erlebte noch einmal Revue passieren und die Bilder des Tages langsam im Kopf vorbeiziehen.Читать далее


















Путешественник
Sieht sehr neu aus, der Platz
ПутешественникWar bestimmt ein schöner Ausflug und die Bekanntschaft von netten Menschen lohnt sich immer.