• Abendlicher Überfall auf Camper

    26 мая, Румыния ⋅ ☀️ 25 °C

    Am Dienstag lassen wir es ruhig angehen. Frühstück direkt vor dem Wohnmobil, Blick aufs Schwarze Meer – besser kann ein Tag eigentlich kaum starten. Danach passiert erstmal genau das, was man sich hier wünscht: nichts Eiliges.

    Juliane geht mit unseren Nachbarn zum Schwimmen ins Meer. Mir ist das Salzwasser eher wenig sympathisch, daher bleibe ich oben auf der Klippe und übernehme die Rolle des „strategischen Beobachtungspostens“ mit guter Aussicht. Der Nachmittag vergeht in entspannter Runde mit den Nachbarn. Viel reden, viel schauen, wenig planen – genau richtig für so einen Platz. Auch das Abendessen findet wieder draußen vor dem Wohnmobil statt, mit Meerblick und einer angenehmen Mischung aus Wind, Sonne und Urlaubstempo.

    Am späteren Abend steht noch eine Webkonferenz mit Funkamateuren aus der Heimat an. Eigentlich eine ruhige, angenehme Sache – bis sich die lokale Fraktion kleiner Vampire einschaltet. In der Dämmerung tauchen die Plagegeister in einer Anzahl auf, die man nur noch als „vollständige Anwesenheitspflicht“ bezeichnen kann. Trotz Anti-Brumm und optimistischem Auftreten bleiben die ersten Stiche nicht aus. Mit zunehmender Dauer wird klar: Die Mücken haben heute deutlich mehr Ausdauer als ich Konzentration. Aus der geplanten lockeren Teilnahme wird ein permanentes Abwehrmanöver. Nach einer Weile gebe ich auf, verabschiede mich aus der Runde und ziehe mich ins Wohnmobil zurück – nicht ganz freiwillig, aber eindeutig überlegen ist hier gerade jemand anderes.
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