• Strand, Kontemplation & Reise

    28 мая, Румыния ⋅ ☁️ 17 °C

    Den Mittwoch verbringen wir noch einmal ganz entspannt auf dem Campingplatz. Juliane zieht es erneut mit unseren Nachbarn ins Schwarze Meer, während ich den Tag deutlich ruhiger angehe. Zwischen ein paar YouTube-Videos, einer Tasse Kaffee und dem Blick aufs Wasser lasse ich die Eindrücke der vergangenen Wochen Revue passieren. Wenn man lange unterwegs ist, sammelt sich erstaunlich viel Stoff zum Nachdenken an. Am frühen Abend sitzen wir noch mit Bettina und Gerold zusammen. Wir plaudern über Reisen, Wohnmobile und alles Mögliche dazwischen, bevor der Tag in angenehmer Atmosphäre ausklingt.

    Am nächsten Morgen heißt es Abschied nehmen. Wir starten recht früh in Richtung Norden. Ursprünglich hatten wir überlegt, auch Constanța zu besuchen, entscheiden uns aber dagegen. Stattdessen möchten wir lieber mehr Zeit in den Gebirgsregionen verbringen, die noch vor uns liegen.

    So verbringen wir den gesamten Tag auf der Straße. Das Fahren in Rumänien verlangt deutlich mehr Aufmerksamkeit, als wir es von zu Hause gewohnt sind. Die teilweise schlechten Straßenverhältnisse setzen der Geschwindigkeit natürliche Grenzen. Gleichzeitig scheint es für manche Einheimische nur zwei Fahrzustände zu geben: Vollgas oder Überholen. Wer vorsichtig fährt, wird regelmäßig überholt – oft auf schmalen Straßen und bei dichtem Gegenverkehr. Das sorgt gelegentlich für Momente, in denen man lieber nicht zu genau in den Rückspiegel schaut.

    Am Abend erreichen wir die Gegend von Ploiești. Die Suche nach einem geeigneten Übernachtungsplatz gestaltet sich unerwartet schwierig. Mehrere Möglichkeiten erweisen sich als ungeeignet oder bereits belegt. Nach einiger Fahrerei und mehreren Wendemanövern finden wir schließlich einen ruhigen Parkplatz an einer Grillhütte. Nicht gerade ein Ort, der in Reiseführern hervorgehoben wird, aber für die Nacht erfüllt er seinen Zweck. Nach dem anstrengenden Fahrtag sind wir ohnehin froh, die Zündung ausschalten und die Beine hochlegen zu können. Manchmal sind die unscheinbaren Übernachtungsplätze genau die, die man am meisten zu schätzen weiß.
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