• Durch Regen und Nebel nach Kärnten

    June 10 in Austria ⋅ 🌧 16 °C

    Die letzten Tage sind mit dem, was Camper unter Erholung verstehen, angenehm dahingeflossen. Ausschlafen, gemütlich frühstücken, den Alltag bewusst langsam angehen lassen.

    Heute, am Mittwoch, werden wir jedoch von heftigem Regen geweckt, der bereits während der Nacht auf das Dach des Wohnmobils trommelte. Da wir ohnehin die Weiterreise geplant haben, starten wir früh in Richtung Kärnten. Unser Weg führt zunächst über den rund 1.350 Meter hohen Soboth Pass, der die Grenze zwischen der Steiermark und Kärnten markiert, und anschließend hinab ins Drautal nach Lavamünd.

    Die Fahrt verläuft streckenweise durch dichten Nebel. Besonders beeindruckend ist der Blick ins Drautal, wo sich eine geschlossene Wolkendecke über die Landschaft gelegt hat. Immer wieder werden die Berggipfel von vorbeiziehenden Wolkenfetzen umspielt, während aus den Seitentälern einzelne Nebelschwaden hervorkriechen. Auf den von den sonnigen Tagen zuvor erwärmten Wiesen steigt Bodennebel auf und bildet stellenweise eine Meter hohe, weißgraue Schicht. Die Landschaft wirkt dadurch beinahe unwirklich. Dazu kommen immer wieder kräftige Regenschauer, die gegen die Windschutzscheibe peitschen und die Sicht erschweren. Das Wetter zeigt heute eindrucksvoll, wie schnell sich die Alpen von ihrer freundlichen in ihre raue Seite verwandeln können.

    Unsere Route folgt zunächst der Grenze zu Slowenien und später über weite Strecken der italienischen Grenze in westlicher Richtung. Die Berge begleiten uns dabei ständig,Erst bei Gailbergpass wenden wir uns nach Norden und fahren über den fast 1000m hohen Gailbergpass zurück ins Drautal. Dort, am Abstieg ins Tal, erreichen wir schließlich unseren Campingplatz. Hier wollen wir bis zum kommenden Sonntag bleiben. Nun hoffen wir, dass sich das Wetter in den nächsten Tagen wieder von seiner freundlicheren Seite zeigt und wir Kärnten bei Sonnenschein genießen können.
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