• Kulinarische Genüsse und verschmorte Elektrik

    June 11 in Austria ⋅ ☀️ 20 °C

    Die Sonne scheint heute bereits am frühen Morgen und schafft ideale Bedingungen für unsere Außenküche. Schnell sind Tisch, Kochutensilien und der Induktionsherd aufgebaut. Schon bald ziehen die Düfte eines kräftigen Gulaschs über den Campingplatz. Wenig später gesellt sich ein Hühnereintopf dazu, dessen Aroma ebenfalls nicht unbemerkt bleibt. Mehr als einmal beobachten wir, wie Nachbarn neugierige Blicke in unsere Richtung werfen. Zumindest kulinarisch scheint unser Stellplatz heute zu den attraktiveren Adressen des Campingplatzes zu gehören.

    Doch Camping wäre nicht Camping, wenn selbst das Kochen nicht gelegentlich mit einem kleinen Abenteuer verbunden wäre.

    Mitten in den Vorbereitungen ruft mich Juliane ins Wohnmobil. Sie hat einen verdächtigen „elektrischen Geruch“ wahrgenommen. Eine Beobachtung, die man besser ernst nimmt. Die anschließende Fehlersuche fördert die Ursache schnell zutage: Die Steckverbindung, über die der Wechselrichter mit dem Bordnetz verbunden ist, hat offensichtlich unter der Belastung gelitten. Teile der Steckdose sind bereits deutlich verschmort und verkohlt. Offenbar war die Kombination aus zwei gleichzeitig betriebenen Induktionsplatten etwas zu viel des Guten.

    Damit ist klar, dass improvisiert werden muss. Nach einer genaueren Untersuchung bleibt mir nichts anderes übrig, als die Verbindung vorübergehend ohne Stecksystem direkt anzuklemmen. Nicht die eleganteste Lösung, aber zumindest eine sichere Möglichkeit, den Betrieb wiederherzustellen.

    Nachdem die Technik wieder beruhigt ist und kein weiterer Brandgeruch durch das Wohnmobil zieht, können wir uns wieder den angenehmen Dingen des Tages widmen. Trotz des unerfreulichen Zwischenfalls lassen wir uns den Eintopf am Abend schmecken. Schließlich gehört auch das zu einer längeren Reise: Manchmal kocht man Gulasch, manchmal repariert man Elektrik – und gelegentlich macht man beides am selben Tag.
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