• Tag 25, Traumstrand und lädierter Zeh.

    October 4 in Portugal ☁️ 25 °C

    Früh am Morgen setzen wir unsere Reise fort. Mit einer Fahrzeit von knapp über einer Stunde haben wir ein überschaubares Ziel vor Augen, möchten aber sichergehen, auf dem ausgesuchten Wohnmobilstellplatz noch einen freien Platz zu ergattern. Während des Frühstücks zeigt die App noch 16 freie Plätze an – doch wie die Erfahrung lehrt, kann sich das rasant ändern.

    Als wir kurz nach Mittag eintreffen, sind tatsächlich nur noch wenige Parzellen verfügbar. Nach der unkomplizierten Anmeldung erledigen wir die üblichen Handgriffe, die beim Ankommen dazugehören. Sobald alles verstaut ist und der obligatorische Ankunftskaffee genossen wurde, machen wir uns auf den Weg zum gerade einmal 700 Meter entfernten Strand.

    Dort angekommen, ist Tine hellauf begeistert: Sie kürt den Küstenabschnitt sofort zu einem der schönsten Strände, die sie je gesehen hat. Dass diese Einschätzung nicht von ungefähr kommt, beweist ein Blick auf Wikipedia: Im Jahr 2023 wurde der Strand von TripAdvisor im Rahmen der „Travelers Choice Awards“ zum sechstbesten Strand der Welt gewählt.

    Ausgiebig genießen wir das herrliche Wetter bei einem Spaziergang entlang des 5,5 Kilometer langen Küstenstreifens. Umrahmt wird der Strand von malerischen, kräftig leuchtenden Klippen in roten und weißlichen Tönen, die einen reizvollen Kontrast zu den hoch aufragenden grünen Schirmkiefern bilden.

    Als ich immer wieder meine Füße ins kühle Atlantikwasser halte, erkundigt sich Tine besorgt, ob mein Zeh noch sehr schmerzt. Zur Vorgeschichte: Diesen hatte ich mir erst gestern beim Aufräumen im Wohnmobil heftig angestoßen. Als ehemaliger Kampfsportler ist man zwar hart im Nehmen, aber das Laufen im weichen Sand drückt dann doch ein wenig – was ich jedoch geflissentlich ignoriere.

    Zum Abendessen wird heute in zwei „Küchen“ gekocht: Während Tine im Wohnmobil frische Pasta mit Soße zubereitet, grille ich in der Wohnmobilgarage zwei Paprikasteaks in meinem heiß geliebten Ninja-Multikocher. Damit sich der Grillduft nicht in der Garage staut, leitet ein installierter Lüfter den Duft nach draußen.

    Das sorgt bei einem Nachbarn für sichtliche Verwirrung. Er schleicht zweimal um unser Wohnmobil, bevor er mich schließlich anspricht: Es dufte hier zwar fantastisch nach Grill, aber weit und breit sei keiner zu sehen. Als ich ihm meinen Ninja zeige, blickt er bewundernd und meint anerkennend: „Und wir sind schon froh, einen Omnia dabei zu haben!“

    Nachdem der Wissensdurst des Nachbarn gestillt ist, sitzen Tine und ich noch eine Weile gemütlich vor dem Wohnmobil und genießen die laue Abendluft, während die Temperaturen langsam etwas sinken. Ein weiterer rundum gelungener Tag findet damit seinen perfekten Ausklang.
    Read more