• Tag 26, Einkaufen und sprachbegabte Verkäuferin.

    October 5 in Portugal ☁️ 24 °C

    Nach einer ruhigen Nacht genießen wir das Frühstück – wie meist auf dieser Reise – im Freien. Danach beschließen wir, im nahegelegenen Supermarkt ein paar Besorgungen zu machen. Als ich das Fahrrad aus der Wohnmobilgarage hole, meint Tine: „Dein Vorderreifen sieht platt aus.“

    Und tatsächlich: Das Rad ist im Handumdrehen auf den Kopf gestellt und der Schlauch dank Schnellspanner ganz ohne Werkzeug ausgebaut. Auch der Mantel lässt sich mit bloßen Händen von der Felge ziehen. Der Übeltäter ist schnell ausgemacht – ein winziger Kaktusstachel steckt noch im Gummi. Ein Flicken ist rasch aufgeklebt, alles wieder zusammengesteckt, und keine 15 Minuten später steht das Rad startbereit vor dem Wohnmobil.

    Der kleine Laden im Ort bietet alles Notwendige, doch das absolute Highlight ist die überaus freundliche und sprachbegabte Verkäuferin. Wir unterhalten uns zunächst auf Englisch, wechseln dann zu Deutsch, und als sie erwähnt, dass sie gerade Italienisch lernt, antworte ich: „Parlo solo un po' di italiano.“ Daraufhin sprudeln einige italienische Sätze aus ihr heraus, die sie mir jedoch sofort charmant ins Deutsche übersetzt. Nebenbei schreibt sie uns die Namen bekannter italienischer Künstler auf und rät uns, in deren Lieder reinzuhören, um ein Gefühl für die Sprache zu bekommen.

    Draußen vor der Tür beladen wir gerade unsere Fahrräder mit den Einkäufen, als wir hören, wie sie sich fließend mit anderen Kunden auf Französisch unterhält. Tine schmunzelt und schüttelt den Kopf: „Französisch spricht sie also auch noch!“

    Zurück am Wohnmobil verstauen wir die Einkäufe und machen uns auf den Weg zur Praia da Falésia. Ursprünglich wollten wir oberhalb des Strandes auf den Klippenpfaden spazieren, verwerfen den Plan angesichts der hohen Temperaturen jedoch schnell. Also geht es stattdessen hinunter an den Strand, heute in die entgegengesetzte Richtung. Wir genießen es, barfuß durch den Sand und die sanften Wellen zu laufen. Nach einem längeren, sehr netten Plausch mit einem anderen Wohnmobil-Ehepaar sind wir gut drei Stunden unterwegs.

    Den Abend lassen wir gemütlich ausklingen: Zum Abendessen gibt es – wie könnte es anders sein – Pizza aus dem Ninja-Multikocher, gefolgt von entspannten Stunden erst vor und später im Wohnmobil.
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