• Phnom Kulen - Preah Ang Thom

    1 marzo 2017, Cambogia ⋅ ☀️ 28 °C

    Nächste Etappe ist der Gipfel des Berges, auf dem wir das buddhistische Kloster Pagode Preah Ang Thom mit dem hochverehrten liegenden Buddha erklettern. Das Besondere daran ist, der Buddha ist tatsächlich die Felsspitze des Berges und wurde im 16. Jahrhundert direkt aus dieser herausgemeißelt. Außerdem ist er mit 17 m Länge der größte liegende Buddha des Landes. Wir erfahren auch, dass es im Reich der Khmer drei Formen von Tempeln gibt: Natürlichen Ursprungs im Berg (Höhlen, Felsen), künstlich im Berg angelegt und Tempelbauten im Flachland. Hier sind wir im Gelände der ersten Kategorie. Noch immer sind die Felsenhöhlen oder -unterstände Meditationsplätze der hier und in der Umgebung lebenden Mönche und Pilgerort für Gläubige. Wir schauen uns um und lernen wieder Neues über Hinduismus und Buddhismus.
    Auch über das kambodschanische Schulsystem werden wir erfahrener. Unser Guide erklärt uns, dass die hier im Wald bzw. der Countryside lebenden Familien hauptsächlich die Jungen zur Schule schicken. Mädchen werden früh und arrangiert verheiratet. Die Schule dauert in der Grundschule auch nur von 7.30 Uhr bis 11.30 Uhr und aufgrund der langen Anreisewege startet sie oft nicht vor 8.30 Uhr. Nicht viel Zeit für eine gute Ausbildung, allein für die eigene Sprache. Viel übler ist ein anderes Kapitel, nämlich das Kambodscha die Hochburg des Kinderhandels und der Zwangsprostitution ist. Bei mehr als 10 Kindern in der Familie und keinem Einkommen, ist der Verkauf der Kinder eine nicht zu unterschätzende Einkunftsquelle.
    Marcus hat sich darüber eine Biografie einer ehemalig Zwangsverheirateten und Sexsklavin gekauft, die heute eine Hilfsorganisation führt. Das Buch wird zwischen uns noch die Runde machen.
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