Kleiner Pirschgang
4. maj 2017, Botswana ⋅ ☀️ 26 °C
Gegen Abend nimmt uns ein Ranger mit zur Pirsch, um Tiere zu sichten und die Natur besser kennenzulernen. Wieder gibt es eine Einweisung: Immer hintereinander gehen, keine Lücke lassen und Keiner bleibt zurück - wir wirken dann für die Tiere größer und bedrohlicher und sie ziehen ab. Ist ein Löwe o.ä. in Sicht: Aus seiner Windrichtung gehen, stehen bleiben, niemals rennen (der ist immer schneller), nicht unruhig werden und erst dann losrennen, wenn der Ranger selber Panik kriegt und den Befehl zum Losrennen gibt - alles klar 😳!
Wir nehmen uns alles zu Herzen und im Gänsemarsch ziehen wir los.
Um es vorweg zu nehmen - von all den angedrohten Tieren bekommen wir keines zu Gesicht! Wir sehen die Bäume, auf denen die Leoparden liegen könnten und wir sehen die Bäume, aus denen die Mokoros hergestellt wurden (sind innen hohl). Heute nimmt man Fiberglas zum Bau der Boote (Schutz der Palmen). Wir sehen giftige Tomaten und Miniwassermelonen, die natürlich nur so aussehen und ganz anders heißen. Wir sehen kleine Frösche und verschiedene Vögel und die wunderschöne friedliche Natur des Okavango-Deltas bei untergehender Sonne!
Von den großen Tieren sehen wir nur die Haufen, die hinten rausfallen 😉.
Je dunkler es wird, desto genauer schaut unser Ranger sich um und drängt zur Rückkehr, denn er möchte uns ins Camp bringen, bevor die Löwen aktiv werden und wir sind damit sehr einverstanden!
Unsere Helfer haben derweil eine Festtafel für uns gedeckt und ein leckeres afrikanisches Dinner gezaubert: Eine Art Kürbissuppe mit Kokos und Buttermilch und Pap (das ist ein Maisbrei) mit Rindergullasch! - und das hier in der Wildnis!
Gemütlich sitzen wir zusammen, genießen das Essen, die Stimmung und den phantastischen Sternenhimmel und so nach und nach verschwindet einer nach dem anderen im Zelt - nicht, ohne vorher nochmal hinter dem Zelt verschwunden gewesen zu sein 😉!
Die Nacht ist ruhig und friedlich - außer den Reißverschlüssen der Zelte, ist nichts zu hören.Læs mere






