• Großer Deltaspaziergang

    5 maggio 2017, Botswana ⋅ 🌙 12 °C

    Unser kleines Zeltlager erwacht schon vor Sonnenaufgang, denn vor der großen Mittagshitze wollen wir auf einer ausgedehnten Wanderung Landschaft und Tierwelt des Deltas bewundern. Nach minimalistischer Morgentoilette und kurzem Cornflakes Frühstück steigen wir in unsere Mokolos und fahren zur Hauptinsel. Dort angekommen teilen wir uns in zwei Gruppen und unser Guide frischt unsere Sicherheitsregeln von gestern auf. Ich werde als Übersetzer in unserer Gruppe bestimmt und los gehts. Immer schön in einer Reihe und eng beieinander, so dass wir von den Raubtieren als ein großes, für sie zu großes (Beute)Tier gesehen werden. Heute ist mein 55. Geburtstag und den wollen wir abends noch ein bisschen feiern. Überleben wäre jetzt schon ganz nett 😜. Als hätte Petrus es gewusst, hat er schonmal klares und sonniges Wetter geschickt. Es ist noch nicht so heiss, alle sind guter Laune und so dauert es nicht lange und wir sehen in einiger Entfernung Lichi-Antilopen. Aber es kommt noch viel besser, denn unmittelbar vor uns taucht eine kleine Herde von Steppenzebras auf: https://1drv.ms/v/s!AiUv8teodO-roRTuIST4ivL1cX5c
    Die sind erstaunlich ruhig und friedlich. Von unserem Guide erfahren wir, dass sie keine Erfahrung mit Jägern haben und so vor Menschen keine Angst haben. Das Jagen oder Töten vin Wildtieren ist in Botswana verboten. Und so haben unser Begleiter auch keine Waffen. Wir haben unterschrieben, dass wir diese Tour auf eigenen Gefahr unternehmen und wenn wir zur Verteidigung ein Tier töten würden, der Wilderei angeklagt werden können. Na dann wandern wir einfach mal weiter, um nicht doch ein einfaches Ziel abzugeben. Aber die Löwen sind weit weg bei den Büffeln und wahrscheinlich schon zu faul, und die möglichen Bäume der Leoparden haben die Guides fest im Blick. Bei Hitze jagen sie beide auch nicht so gern 😁.
    Und als wollte Afrika uns für unseren Mut belohnen, bekommen wir eine Herde von Gnus zu Gesicht. Gemeinsam mit ihren besten Freunden, den Zebras, stehen sie 100 m vor uns. Wir erfahren, dass sie sich sehr gut ergänzen. Sie sind keine Nahrungskonkurrenten, Zebras fressen das weiche und Gnus das harte Gras, und sie teilen sich die Wachsamkeit vor ihren Jägern. Zebras können sehr gut sehen und schauen beim Fressen un unterschiedliche Richtungen. Gnus haben einen sehr guten Geruchssinn und können Raubtieren oder Unbekanntes auf weite Entfernung riechen. Sie sind die ersten, die uns bemerken und alle Köpfe gehen in unsere Richtung. Wir könnten ewig so weiter zugucken, aber wir müssen zurück. Wir sehen noch die Höhle der Erdferkel (Ameisenbär), Vögel und weitere Antilopen. Ein einsamer Elefant 🐘 versteckt sich, bevor wir ihn alle im Fernglas sehen können, und natürlich sehen wir noch weitere Antilopenarten. Die meisten sind zu weit weg für ein gutes Foto, also machen wir 'innere' Bilder 🤓. Inzwischen wirkt auch die Steppenheizung gut, also geht es zurück und wir freuen uns auf den Brunch im Schatten unseres Camps.
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