eBike-Rundreise von Marrakesch in das Atlas-Gebirge, die Sahara, den Antiatlas bis zum Atlantik und zurück.
  • Day7

    Mnizla-Pass

    November 10, 2019 in Morocco ⋅ ☀️ 16 °C

    Mit dem Bus gehts am Vormittag wieder Richtung Berge. Wir schlängeln uns auf engen Kurven durch die beeindruckende Landschaft bis rauf zum Mnizla-Pass. Hier stehen schon unsere E-Bikes bereit, Akku wie jeden Tag 100% geladen - Danke Abdul und Abdul 👍🏼🤣!
    Und nun los: heute ist Bergfahrt angesagt. In ca. vier Kilometern bewältigen wir 400 Höhenmeter, also durchschnittlich 10% Steigung 🙄 - das ist auch mit „E“ schon sportlich. Oben gibts für Jeden ein großes Hallo und dann beginnt die gechillte Radetappe. Wir rollen (fast immer bergab) durch allerschönste Landschaft. Heute ist die Erde und das Gestein rot, dazu die Arganbäume mit und ohne Ziegen, irgendwelche Büsche, im Tal auch mal Palmen und ganz selten mal ein Mini-Bergdorf. Wir können uns nicht sattsehen und machen Fotos ohne Ende.
    Die Straße, heute etwas rupplig, windet sich in zahlreichen und oft recht engen Kurven durch die Berge. Waren gestern schon kaum Autos unterwegs, treiben wir die Anti-Verkehrsdichte heute auf die Spitze: außer zwei Ziegenhirten treffen wir - NICHTS 👍🏼🚲👍🏼🚲👍🏼🚲!
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  • Day6

    Taroudant 2

    November 9, 2019 in Morocco ⋅ ⛅ 17 °C

    Irgendwann ist die Reisegruppe k.o. und wird im Hotel abgesetzt. Nun sind wir mit Roswitha nur noch zu dritt. Wir lassen uns von Karim noch den Souk zeigen - erinnert uns ein bisschen an einen riesigen Polenmarkt, nur mit marokkanischen Waren. Die „drei Jungs“ (auf dem Markt haben wir noch Abdul 1 und Abdul 2 aufgegabelt 😀) füttern uns mit Süßigkeiten und wollen dann noch andere typische Sachen mit uns essen. Das gestaltet sich nicht ganz so einfach, denn es ist fast 20 Uhr und langsam endet hier der Handelseifer. Man packt zusammen. Touristen sieht man hier so gut wie nicht und daher gibt es nicht die touristentypische „Essen-Infrastruktur“. An einem kleinen Ladenstand haben wir aber Glück und bekommen die letzten M‘ssammen, so eine Art marokkanische Pizza und sehr lecker!!! Dazu gibts noch Tee und einen Nachtisch aus Buttermilch und wir sind zufrieden 😃! Nun werden wir im Hotel abgeladen und die jungen Männer ziehen wieder los, sie brauchen unbedingt noch eine Fleischmahlzeit. Wir beenden den Abend gemütlich bei einer Flasche Wein und netten Gesprächen.

    5. Rad-Etappe: 64 km
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  • Day6

    Taroudant 1

    November 9, 2019 in Morocco ⋅ ☀️ 25 °C

    Irgendwann müssen wir ins Auto, denn nun kommt die Hauptstraße in Sicht und auf Verkehr hat Keiner Lust. Wir fahren durch fruchtbares Land, sehen Obstgärten, Felder und Plantagen. Es gibt hier Orangen, Oliven, Karotten, Tomaten, Mandarinen - einfach alles Obst und Gemüse. Man nennt Taroudant die Hauptstadt der Landwirtschaft. Wobei Taroundant (nach der Kolonialisierung „eingefranzösischt“) auf marokkanisch ursprünglich „Kinder weg“ bedeutet: vor mehreren hundert Jahren hat ein Hochwasser den Fluss über die Ufer treten lassen und spielende Kinder wurden weggespült. Ein sehr trauriger Name.
    Aber das ist lange her und soll uns nicht mehr schocken. Die Berberstadt ist trubelig, voller Menschen, Kutschen und auch Autos. sogar Fahrräder gibt es hier! Wir quetschen unseren Minibus durch die Gassen und zwischen den Menschen hindurch bis in die Altstadt, wo wir in einer eher trostlosen Straße vor einer nichtssagenden Tür ausgekippt 😉 werden. Nie hätten wir vermutet, welch wunderschönes und großzügiges Palais sich dahinter verbirgt, alles wieder im marokkanischen Stil und daher wunderbar urig!!
    Heute steht noch eine Stadtführung auf dem Programm, also schnell duschen und umziehen und schon gehts wieder los. Karim zeigt uns zuerst die Stadtmauer mit ihren Toren und dann die Medina (Altstadt). Das Taroundant eine verkehrsreiche Handelsstadt ist, merken wir sofort. Wir haben den Eindruck, der ganze Ort ist ein Markt: Geschäftchen neben Geschäftchen für Fleisch, Haushaltswaren, Eier und Hühner, Eisenwaren, Klamotten, ... etliche kleine Reparaturwerkstätten. Dazwischen und davor Gemüsestände ohne Ende. Dann noch ein sehr großer Souk und der Marktplatz. Alles ist sehr sehr belebt - Menschen stehen und laufen, fahren Fahrrad, Moped, Motorrad, irgendwelche wagenähnlichen Gefährte und oft auch in der Kutsche. Da Samstag Abend ist, haben auch die Frauen Zeit. Es ist also ein buntes und spannendes Gewimmel!
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  • Day6

    Durch den Anti-Atlas 3

    November 9, 2019 in Morocco ⋅ ☀️ 23 °C

    Wir genießen die Fahrt und wollen garnicht wieder ins Auto. So werden aus den geplanten 48 locker 64 Fahrradkilometer. Zwischendurch zeigt Karim auf Mandelbäume, Sanddorn und Oliven. Leider blüht es um diese Jahreszeit nicht, aber trotzdem alles schön anzusehen.
    Vom Arganbaum holt Karim eine Frucht und erklärt uns grob die Ölgewinnung:
    • Äußere Haut abmachen - das ist Tierfutter
    • Harte Schale aufklopfen - das ist gut für Feuer
    • dann kommt ein kleiner weißer Kern (Mandel) zum Vorschein und nur dieser wird dann gepresst.
    5 kg !! Ergeben 1 Liter Arganöl! Frauen machen diese Arbeit für 60 Dirham (ca. 6 €) pro Tag.
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  • Day6

    Durch den Anti-Atlas 2

    November 9, 2019 in Morocco ⋅ ☀️ 15 °C

    Nach ca. 100 km steigen wir aufs Fahrrad um und radeln die obligatorischen 12 Kilometer bis zum Mittagessen, wieder ein ganz typischer marokkanischer Ort, alles sehr sehr einfach und authentisch - das Huhn wird z.B. direkt hinterm Ladentisch geschlachtet. Touristen sieht man hier sicher sehr selten.
    Nach dem Tee schwingen wir uns wieder aufs Rad und fahren auf aalglatter, kurvenreicher und sehr sehr einsamer Straße durch die Berge des Anti-Atlas. Von den wenigen Auto- und Motorradfahrern werden wir - wie immer - freundlich und anerkennend (hoffe ich😄) angehupt, bewinkt und bedaumt 👍🏼👍🏼👍🏼👍🏼😉.
    Heute treffen wir noch nicht mal auf Esel, geschweige denn auf andere Radfahrer. Die Straße gehört uns 🚲🚲🚲🤣!!!
    Die Strecke ist wunderschön. Immer wieder kommen wir durch kleinere Berberdörfer, die plötzlich hinter einer Kurve im Tal oder auf dem Berg auftauchen. Auch hier ist uns wirklich jeder freundlich gesinnt, vor allem wieder die Kinder.
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  • Day6

    Durch den Anti-Atlas 1

    November 9, 2019 in Morocco ⋅ ☀️ 19 °C

    Unsere Fahrt beginnt heute mit dem Bus. Gleich am Anfang sehen wir freilaufende Kamele 🐪 und müssen dafür sogar bremsen. Dann fahren wir Richtung Anti-Atlas-Gebirge durch eine ganz bizarre Felsen-Gesteins-Landschaft immer entlang eines trockenen Flussbettes. Man wartet hier sehnsüchtig auf Regen, denn es ist schon das zweite Jahr ohne Wasser. Daher haben wir bisher zwar schon viele Flüsse, aber kaum Wasser gesehen. Obwohl hier schon der Winter und damit die regenreiche Zeit begonnen hat.Read more

  • Day6

    Hotel Dar Infiana

    November 9, 2019 in Morocco ⋅ ☀️ 13 °C

    Start ist heute erst 10 Uhr. Wir können also in Ruhe ein Frühstück mit Aussicht auf der Dachterrasse genießen und haben noch genug Zeit, das zauberhafte Hotel bei Tageslicht zu erkunden. Alles ist total verwinkelt und Gänge und Treppen verbinden die Zimmer oder einfach nur weitere Gänge oder Stufen. Die Stehhöhe endet schon mal in Schulterhöhe, manchmal auch in der Nähe des Bauches 🙄! Ein System scheint es nicht zu geben - wir finden es einfach nur toll!Read more

  • Day5

    Tata

    November 8, 2019 in Morocco ⋅ ☀️ 22 °C

    Mit dem Minibus gehts dann weiter bis Tata, eine Stadt der Berber. Karim macht mit uns einen kurzen Rundgang durch den Ort und über den Markt und zeigt uns, wie lecker er Schnecken 🐌 findet. Christoph und Dirk machen das nach 😱 und finden es auch nicht übel - na hoffentlich bleibt es dabei!!!
    Unser Hotel für die Nacht ist gebaut im Stile eines Riad bzw. restauriert oder an das alte Gebäude angebaut. Jedenfalls ist es sehr urig und wir verbringen den Restabend hier in gemütlicher Runde.

    4. Rad-Etappe: 50 km
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  • Day5

    Unendliche Weite

    November 8, 2019 in Morocco ⋅ ☀️ 25 °C

    Leckeres Mittagessen gibts im kleinen Berberort Foum Zguid. Wir bekommen wieder gegrillte Hähnchenspieße, zur Abwechslung aber auch eine Eierspeise und Pommes - zwar nicht ganz landestypisch, aber nach einer knappen Woche Essen auf marokkanisch dafür umso leckerer 😋! Zum Nachtisch gönnen wir uns frisch gepressten Orangensaft (ein Saft = sechs Orangen) und sehnen uns danach nach einem Liegestuhl 😃.
    Nein, natürlich nicht!!! Wir steigen wieder aufs Fahrrad, verlassen das Städtchen durch ein großes Tor und fahren weitere 20 Kilometer durch unendliche Weiten. Hier gibt es auch noch Kamelherden der Nomaden. So verlassen wir die letzten Ausläufer der Sahara.
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  • Day5

    Von der Sahara in den Antiatlas

    November 8, 2019 in Morocco ⋅ ☀️ 19 °C

    Kurzer Umstieg in unseren Begleitbus und schon rauschen wir zurück nach Zagora. Dieser Ort war ein zentraler Punkt auf den Handelswegen zwischen Afrika und Europa. Kamelkarawanen gehörten zum typischen Erscheinungsbild der Stadt. An eine Besondere erinnert die Gedenktafel am Rande der Stadt. Hier endete nach 52 Tagen eine Karawane von Timbuktu nach Zagora. Das hat es so nie wieder gegeben. 52 Tage auf dem Kamel 😱, uns haben schon 2 Stunden angestrengt und erschöpft.
    Nun aber wieder auf die Räder und Aufbruch in Richtung Antiatlas. 32 km schnurgerader Straße durch die Ausläufer der Sahara, immer die Berge im Blick. Jetzt merken wir auch die Beanspruchung durch das Kamelreiten von gestern 🥴.
    Für das letzte Stück bis zum Mittagessen nehmen wir wieder den Bus. Die Landschaft wird ganz langsam grüner. Wobei grün bedeutet, wir sehen ein schmales Palmenband in der Ferne, ab und zu eine Akazie, einige Büsche (taugen knapp zum dahinterhocken 😉) und später auch manchmal eine Art Feld. Es gibt ein paar Häuser, die man nicht wirklich Ort nennen kann und auch einige Zelte der Wüstennomaden, die hier mit ihren Kamelherden unterwegs sind.
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