• Vom Winde verweht

    August 12 in Spain ⋅ 🌙 28 °C

    Das Meer zeigte sich in dieser Nacht erfreulich friedlich. Kein nennenswertes Schaukeln, kein Hafenlärm, kein nächtliches Manöver fremder Boote.

    Dafür entdeckten die böigen Fallwinde meine Bettdecke als willkommenes Spielzeug.

    In regelmäßigen Abständen hob sie ab, flatterte davon und machte deutlich, dass sie für eine ruhige Nacht offenbar andere Pläne hatte als ich.

    Also verlagerte ich meinen Schlafplatz auf die Sitzbank im hinteren Bereich der Fopadech. Dort fand ich, einigermaßen windgeschützt, endlich einen Platz, an dem sowohl ich als auch die Decke bereit waren, für den Rest der Nacht zusammenzubleiben.

    Diesmal endete die Nacht gegen sechs Uhr durch erste Aktivitäten an Bord. Und tatsächlich: Ich war nicht der Erste, der wach war. Bernd und Roland waren bereits auf den Beinen und dabei, das Schiff für die Weiterfahrt klarzumachen.

    Ein ungewohntes Gefühl. Fast so, als hätte ich meine Schicht als inoffizielle Nachtwache erstmals ordnungsgemäß übergeben.
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