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Roadtrip nach Mallorca

Mit dem WoMo von Schweppenhausen über Lyon nach Barcelona, per Fähre nach Mallorca und zurück durch Frankreich. Maut, Meer, Dieselduft, Sonnenaufgänge, kleine Pannen und große Freiheit – unser erster langer Roadtrip auf vier Rädern. Read more
  • Trip start
    May 23, 2026

    Beginn des Abenteuers

    May 23 in Germany ⋅ ☀️ 22 °C

    Los geht’s. Der Sprinter ist gepackt, das Rudel sortiert, die Route zeigt nach Süden.

    Vor uns liegen Frankreich, Barcelona, eine Nacht auf der Fähre und am Ende Mallorca mit der Casa Ramona. Noch riecht alles nach Aufbruch: nach Diesel, Kaffee, Reiseproviant und diesem kleinen Chaos, das immer entsteht, wenn man wirklich unterwegs ist.

    Der erste lange Roadtrip mit dem WoMo beginnt. Nicht perfekt geplant, aber mit genug Sehnsucht im Tank.
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  • Boxenstopp in Frankreich

    May 23 in France ⋅ ☀️ 27 °C

    Erster Stopp in Frankreich.

    Irgendwo zwischen Grenze, Autobahn und dem großen Versprechen Süden taucht plötzlich dieser Rastplatz auf, als hätte ihn jemand extra für eine kleine Reisepause gemalt. Kein großes Ziel, kein Programmpunkt, kein Haken auf der Liste – einfach nur anhalten, aussteigen, durchatmen.

    Der Sprinter steht still, der Kaffee schmeckt nach Weiterfahrt und die Beine erinnern sich daran, dass Reisen nicht nur aus Kilometern besteht. Manchmal beginnt das Abenteuer genau dort, wo man eigentlich nur kurz Pause machen wollte.
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  • 1. Etappe geschafft - Ankunft am Campingplatz Lyon

    May 23–24 in France ⋅ ☀️ 29 °C

    Lyon empfängt uns mit französischem Charme, gebrochenem Englisch und dieser wunderbaren Mischung aus „wir verstehen uns schon irgendwie“ und „Hauptsache, der Stellplatz passt“.

    Genau der richtige Platz für eine Nacht: ankommen, einparken, ausrichten, durchatmen. Der Stellplatz ist schnell gefunden, dann beginnt der Moment, in dem auf Campingplätzen plötzlich alle scheinbar zufällig sehr interessiert in unsere Richtung schauen. Ich parke den Sprinter 1a ein, die Mondwölfin hilft beim perfekten Ausrichten – und unter den kritischen Blicken der anderen Camper bleibt am Ende leider gar nichts zum Lästern übrig.

    Das Rudel ist angekommen. Tisch raus, Stühle hin, Teutonengrill an. Am Morgen gibt es Baguette und Croissant zum Frühstück – knusprig, schlicht, perfekt.

    Während ringsum Campingstühle klappen, Markisen rascheln und irgendwo Besteck auf Melamin klappert, sind wir mittendrin im schönsten Unterwegs-Theater.

    Camping galore. Oder wie der Franzose vielleicht sagen würde: le Grill ist heiß.
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  • Picknick am Highway

    May 24 in France ⋅ ☀️ 29 °C

    Weiter Richtung Barcelona.

    Je weiter wir nach Süden rollen, desto heißer wird die Sonne. Frankreich zieht am Fenster vorbei, der Asphalt flimmert leise vor sich hin und der Sprinter sammelt Kilometer wie andere Leute Bonuspunkte.

    Irgendwann ist klar: Das Rudel braucht Pause. Also runter von der Bahn, rein in einen dieser Rastplätze, die nicht unbedingt mit Schönheit prahlen, aber immerhin mit einem Baum. Und manchmal reicht genau das.

    Wir finden ein schattiges Plätzchen darunter, klappen aus, was sich ausklappen lässt, und machen Picknick mit sehr ehrlichem Rastplatz-Charme. Kein Postkartenmotiv, kein Bilderbuchmoment – eher „kein schöner Land“-Romantik mit Autobahnrauschen im Hintergrund.

    Aber genau da liegt der Zauber: Brot, Schatten, ein bisschen Wind, ein kurzer Stillstand auf dem Weg ans Meer. Nicht schön im klassischen Sinne. Aber unterwegs. Und damit irgendwie doch perfekt.
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  • Ankunft in Barcelona – Zielgerade zur Fähre.

    May 24–25 in Spain ⋅ ☀️ 23 °C

    Natürlich schenkt uns die Stadtautobahn kurz vor Schluss noch einmal Stau. So als wollte Barcelona sagen: „Ganz so leicht lasse ich euch nicht ans Meer.“ Aber wir sind früh genug dran, rollen entspannt Richtung Hafen und plötzlich wird alles angenehm ruhig: Check-in ohne Hektik, Boarding ohne Stress, kein Gedrängel, kein großes Drama.

    Jeder bekommt seinen Platz. Der Sprinter seinen Parkplatz tief im Bauch der Fähre. Wir unsere Kabine ein paar Decks weiter oben. Kleiner Luxus auf See: nicht im Auto schlafen, sondern Tür zu, Bett da, Insel voraus.

    Als die Sonne langsam untergeht, legt die Fähre ab. Barcelona bleibt zurück, das Mittelmeer öffnet sich vor uns – und selbst das WoMo meldet sich noch einmal zum Abschied. Die Alarmanlage erkennt Bewegung, versteht das Konzept „Schiff“ offenbar nur bedingt und schreit kurz empört in die Nacht. Unser Sprinter, der alte Wachwolf, will eben auch mitreden.

    Dann wird es stiller. Das Meer trägt uns durch die Dunkelheit, während wir schlafen und reisen zugleich. Im Traum schon halb auf Mallorca, in der Kabine irgendwo zwischen Festland-Abschied und Inselmodus.

    Und als wir am nächsten Morgen erwachen, liegt Palma vor uns.

    Mallorca begrüßt uns im ersten Licht.
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  • Mallorca erwacht

    May 25 in Spain ⋅ ⛅ 16 °C

    Die Insel ist noch leise. Die Sonne steht schon bereit, aber der Morgen hängt noch weich über den Straßen. Auf der letzten Etappe zur Casa Ramona begleiten uns Nebelbänke, die neben und über der Autobahn schweben, als hätte jemand dünne Schleier über die Landschaft gelegt.

    Und dann steigen sie auf: ein ganzes Rudel Heißluftballone. Langsam, still, fast unwirklich. Als würden sie extra für uns den Himmel markieren und sagen: Da entlang. Noch ein Stück. Gleich seid ihr da.

    Nach all den Kilometern, Rastplätzen, Mautstationen, Autobahnen, dem Hafen von Barcelona und der Nacht auf See wird die Zielgerade plötzlich magisch.

    Mallorca erwacht. Wir rollen weiter. Und irgendwo hinter der nächsten Kurve wartet die Casa Ramona.
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  • Casa Ramona

    May 25–Jun 5 in Spain ⋅ ☀️ 18 °C

    Casa Ramona.

    Elf Tage und Nächte im großen Rudel. Mit der Mondwölfin, Kindern und Enkeln. Mit Sonne auf der Haut, Sand zwischen den Zehen und diesem besonderen Gefühl, wenn ein Haus nicht nur bewohnt wird, sondern wieder atmet.

    Die alten Mauern bekommen Stimmen. Kleine Füße laufen über die Terrasse, Lachen zieht durch die Zimmer, Türen gehen auf und zu, irgendwo tropft Poolwasser auf warme Fliesen. Am Beckenrand wird erst vorsichtig gezögert und dann doch gesprungen. Aus Sand werden Burgen, aus Steinen Schätze und aus dem Meer eine große salzige Überraschung: Ja, das Wasser schmeckt wirklich nach Meer.

    Es gibt Paella und Pommes. Sangria und Apfelsaft. Große Gläser für die Großen, kleine Abenteuer für die Kleinen. Höhlen, Dinosaurier und Safari. Classic-Konzert und Beachmusik. Tage, die nach Sonnencreme riechen, nach Chlor, Salz, Grill, Leben und Urlaub.

    Und während das Rudel schläft, sucht sich jeder seinen ganz eigenen Frieden. Der Wanderwolf liegt auf der Dachterrasse, schaut in den mallorquinischen Himmel und heult leise vor Freude den Mond an. Die Mondwölfin dagegen ist klüger, praktischer und vermutlich näher an der Wahrheit des Hochsommers: Sie legt sich leise unter die Klimaanlage.

    So vergehen elf Tage. Nicht perfekt, nicht still, nicht immer ordentlich – aber voller Leben. Genau so, wie es sein soll.

    Casa Ramona war nie nur ein Haus. In diesen Tagen war sie Rudelplatz, Spielhöhle, Sonneninsel, Rückzugsort und Familiennest.

    Und die Enkel haben Leben in die alten Mauern gebracht.
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  • Der Wanderwolf unterm Sternenzelt

    May 29 in Spain ⋅ 🌙 19 °C

    Mallorca lacht von seiner schönsten Seite und strahlt mit der Sonne um die Wette. Tagsüber klettert das Thermometer immer höher und lädt die kleinen und großen Abenteurer sehr nachdrücklich dazu ein, sich entweder in den Pool oder direkt ins Meer zu stürzen.

    Die Mondwölfin allerdings betrachtet diese Temperaturen mit nordischer Skepsis. Während andere sich über Sonne, Strand und Sommerhitze freuen, zieht sie sich lieber in ihre klimatisierte Höhle zurück. Tief in ihrem Inneren ist sie vermutlich ein Polarwolf. Einer mit sehr klaren Vorstellungen davon, ab wann Wärme nicht mehr romantisch, sondern eine Zumutung ist.

    Den Wanderwolf dagegen zieht es nachts hinaus.

    Wenn das Haus langsam still wird, die Stimmen leiser werden und über der Casa Ramona der mallorquinische Himmel aufzieht, steigt er hinauf auf die Dachterrasse. Dort wartet sein Nachtlager unter freiem Himmel. Ein Himmelbett über den Dächern, mit Sternenzelt, Mondlicht und warmer Nachtluft.

    Während unten die Klimaanlage summt und die Mondwölfin friedlich in ihrer kühlen Höhle ruht, liegt der Wanderwolf draußen und schaut in die Sterne. Kein Dach über dem Kopf, nur der Himmel. Kein Zimmer, nur die Nacht. Manchmal heult er nicht einmal. Manchmal reicht es, still dazuliegen und zu spüren, dass genau dieser Moment bleibt.

    Am Morgen weckt ihn die aufgehende Sonne. Langsam schiebt sie ihr Licht über die Dächer, malt die Terrasse golden an und erinnert sanft daran, dass ein neuer Urlaubstag beginnt.

    Und manchmal steht dann sogar ein duftender Espresso neben seinem Nachtlager. Liebevoll serviert von der Mondwölfin, die zwar die Hitze meidet, aber offenbar genau weiß, wie man einen Wanderwolf standesgemäß in den Tag schickt.

    So lebt jeder sein Mallorca auf eigene Weise.

    Die Mondwölfin unter der Klimaanlage.
    Der Wanderwolf unter den Sternen.
    Und beide irgendwie genau richtig.
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  • Auf breiten Reifen durchs Revier

    June 3 in Spain ⋅ ☀️ 23 °C

    Der Wanderwolf reist gerne. Und wenn er reist, dann bitte nicht nur irgendwie, sondern möglichst komfortabel, neugierig und mit ausreichend Spielraum für spontane Reviererweiterungen.

    Deshalb hatte er sich für Mallorca ein neues Fortbewegungsmittel mitgebracht: ein E-Mountainbike. Kein zarter Drahtesel mit dünnen Rennradreifen, der bei jedem Steinchen nervös wird, sondern ein ordentliches Rudelgefährt auf breiten 29-Zoll-Rädern. Stabil, kraftvoll und bereit für mallorquinische Wege, die nicht immer so glatt sind, wie Reiseführer das gerne behaupten.

    Der starke Motor machte aus jeder Steigung eine freundliche Einladung und aus jeder Abzweigung eine ernstzunehmende Möglichkeit. Plötzlich wurde das Revier größer. Viel größer. Und der Wanderwolf bekam diesen besonderen Blick, den Wölfe bekommen, wenn sie merken: Da vorne geht noch was.

    Also musste während dieses Trips unbedingt die erste Fahrt stattfinden. Nur kurz. Natürlich. Ein bisschen ausprobieren. Ein paar Wege testen. Vielleicht einmal schauen, wie sich das neue Gefährt auf der Insel so macht.

    Aus „nur kurz“ wurde erwartungsgemäß etwas mehr.

    Der Wanderwolf rollte begeistert durch sein neues Revier, vorbei an Küste, Wegen, Sonne, Staub und Meerblicken. Die breiten Reifen trugen ihn sicher dahin, der Motor schob freundlich mit, und mit jedem Kilometer wuchs die Gewissheit: Dieses E-MTB war keine Anschaffung. Es war eine Eintrittskarte in mehr Mallorca.

    Unterwegs entdeckte er sogar ein seltenes Naturschauspiel: eine gestrandete Segelyacht. Still lag sie dort, verlassen und ein wenig unwirklich, als hätte das Meer sie ausgespuckt und dann vergessen, sie wieder mitzunehmen. Keine Piraten in Sicht. Keine Plünderer. Kein dramatisches Gefecht um die Beute. Nur eine Yacht, der offenbar das Wasser abhandengekommen war.

    Der Wanderwolf prüfte die Lage mit angemessener Ernsthaftigkeit, verzichtete auf eine Kaperung und zog weiter. Schließlich wartete noch mehr Revier.

    Am Ende führte ihn nur eines zurück: ein abendlicher Termin mit dem Rudel. Denn so schön breite Reifen, starker Motor und freie Wege auch sind – irgendwann ruft die Höhle, der Tisch oder wenigstens jemand, der fragt, wo man eigentlich so lange geblieben ist.

    Aber eines war nach dieser ersten Fahrt klar:

    Mallorca hatte neue Spuren bekommen.

    Und der Wanderwolf ein neues Lieblingsgefährt.
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  • Abschied von Mallorca

    June 5 in Spain ⋅ ☁️ 19 °C

    Irgendwann kommt dieser Moment, in dem selbst der schönste Rudelurlaub leise die Koffer schließt. Casa Ramona bleibt zurück, die Insel zieht noch einmal an uns vorbei und auf dem Weg zur Fähre winkt die Kathedrale von Palma wie eine alte Dame am Hafen. Würdevoll, sonnig, ein bisschen theatralisch – genau richtig für den Abschied.

    Und doch fährt an diesem Tag noch etwas anderes mit.

    Eine leise Wehmut. Denn eine fehlt. Ramona, die Namensgeberin der Casa Ramona. Heute hätte sie Geburtstag gehabt. Und genau heute vor zehn Jahren ist sie gegangen.

    Vielleicht ist es deshalb kein gewöhnlicher Abschied. Vielleicht liegt in diesen alten Mauern, im Lachen der Enkel, im Licht auf der Terrasse und im Salz auf der Haut auch ein Stück von ihr. Nicht sichtbar. Aber da.

    Dann rollen wir wieder in den Bauch der Fähre. Mallorca verschwindet langsam hinter uns, das Meer übernimmt, und für ein paar Stunden hängen wir irgendwo zwischen Inselglück, Erinnerung und Festlandwirklichkeit. Sieben Stunden später sind wir zurück in Barcelona.

    Dort trennen sich unsere Wege.

    Das restliche Rudel nimmt Kurs Heimat und rast direkt zurück in den Alltag. Die Mondwölfin und ich aber sind noch nicht bereit fürs Ende. Also drehen wir den Sprinter Richtung Costa Brava.

    Noch ein bisschen Meer. Noch ein bisschen Sand. Noch ein bisschen dieses Gefühl, dass eine Reise nicht abrupt enden muss, nur weil die Fähre wieder angelegt hat.
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  • Costa Brava

    Jun 5–6 in Spain ⋅ ☁️ 19 °C

    Nach der Fähre und dem Abschied von Mallorca empfängt uns der Campingplatz Nautic Almata freundlich und unkompliziert. Genau das, was man braucht, wenn die Seele noch irgendwo zwischen Insel, Meer und Erinnerung hinterherläuft.

    Der Platz ist großzügig, weitläufig und angenehm entspannt. Der Sprinter findet seinen Platz, die Mondwölfin und ich finden unseren Rhythmus – und die Mücken finden leider uns. Hungrig sind sie. Wir allerdings auch.

    Also lassen wir den Tag im Restaurant ausklingen. Es gibt leckeren Fisch, gute Sangria und dieses letzte warme Licht, das alles ein wenig weicher macht. Kein großes Programm mehr. Kein Rudeltrubel. Nur wir zwei, ein Campingplatz an der Costa Brava und das Meer ganz in der Nähe.

    Eine letzte Nacht am Meer.

    Manchmal braucht eine Reise keinen lauten Schluss. Manchmal reicht das Rauschen der Wellen, ein Glas Sangria und das Gefühl: Noch sind wir nicht ganz zurück.
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  • Letzte Station unserer Reise: Frankreich

    Jun 6–7 in France ⋅ ⛅ 19 °C

    Wir verlassen die schnellen großen Straßen und nehmen lieber den Weg, der mehr erzählt. Durch schöne Täler, über sanfte Hügel, vorbei an Landschaften, die nicht laut um Aufmerksamkeit bitten, sondern einfach da sind – weit, grün und französisch gelassen.

    Irgendwann geht es runter von der Autobahn. Die Dörfer werden kleiner, die Straßen schmaler, die Welt stiller. Haus um Haus verschwindet das Gefühl von Durchreise. Dann taucht ein Schild auf und weist uns den Weg zu einem schmalen Pfad, der erst einmal nach Nirgendwo aussieht.

    Aber genau dort liegt er: der FKK-Campingplatz Le Gagère.

    Wir kommen spät an. Der Tag hat schon müde Schultern, aber der Wanderwolf und die Mondwölfin funktionieren inzwischen wie ein eingespieltes kleines Rudel. WoMo aufstellen, Tisch raus, Stühle hin, Grill bereit. Kein großes Reden mehr nötig. Die Handgriffe sitzen.

    Dann sitzen wir da oben auf dem Hügel und genießen den letzten Abend. Unter uns sinkt die Sonne langsam ins Tal, als würde sie sich extra Zeit nehmen, diese Reise ordentlich zu verabschieden. Ein letzter Grillabend, ein letzter Blick in die Weite, ein letzter dieser Momente, in denen man spürt: Das hier war mehr als Urlaub.

    Am nächsten Morgen begrüßt uns die aufgehende Sonne vor dem WoMo. Der erste Latte Macchiato dampft in der Hand, die Klamotten bleiben dort, wo sie hingehören: drinnen. Noch einmal Luft auf der Haut, Ruhe im Kopf und dieses kleine freie Lächeln, das nur solche Orte können.

    Wir ziehen noch eine Runde durch den Pool. Kein großes Finale, kein Tusch, kein Vorhang. Nur Wasser, Sonne, ein letzter Atemzug Frankreich.

    Dann zieht das kleine Rudel weiter.

    Heimwärts.
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  • Ende der Reise

    June 7 in Germany ⋅ ☁️ 19 °C

    Irgendwann ist auch der schönste Roadtrip wieder dort, wo er begonnen hat. Der Sprinter rollt nach Hause, ein wenig müder als vorher, ein wenig staubiger, aber voller Geschichten.

    Hinter uns liegen Frankreich, Barcelona, die Nacht auf der Fähre, Mallorca, Casa Ramona, die Costa Brava und dieser letzte stille Hügel in Frankreich. Vor uns wartet wieder der Alltag. Aber er muss sich gedulden. Denn so schnell kommt man innerlich nicht zurück.

    Auf der Scheibe kleben unzählige Insekten wie kleine Beweise dafür, dass wir wirklich unterwegs waren. Am WoMo haftet Staub, der mehr erzählt als jede frisch gewaschene Oberfläche. Staub von Rastplätzen, Campingwegen, Küstenstraßen, Hügeln, Hitze und Heimfahrt.

    Und irgendwo zwischen all dem sitzen die Erinnerungen.

    Das große Rudel. Die Mondwölfin. Die Enkelstimmen in alten Mauern. Das Meer. Der Grill. Die Fähre. Die leise Wehmut. Die Sonne über dem Tal. Der erste Kaffee vor dem WoMo. Und dieses Gefühl, dass Reisen nicht nur Orte verbindet, sondern Zeiten, Menschen und Herzen.

    Jetzt steht der Sprinter wieder still.

    Aber in uns fährt noch etwas weiter.
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    Trip end
    June 7, 2026