• Eigentlich...

    September 4 in Bolivia ⋅ ☀️ 20 °C

    Und wieder kommt alles anders … 😂

    Eigentlich war der Plan ziemlich einfach:

    Bolivien entdecken. 🇧🇴
    La Paz nur kurz anschauen, ein paar Kleinigkeiten am Auto reparieren lassen und dann weiter.

    Vielleicht Uyuni, Sucre, anschließend Richtung Brasilien und ins Pantanal.

    Tja.

    War ein schöner Plan. 😂

    Denn wie so oft auf dieser Reise hat unser Ducato beschlossen, bei der weiteren Routenplanung ein gewichtiges Wörtchen mitzureden. 😉

    Die benötigten Ersatzteile bekommen wir in La Paz nicht. Also müssen wir das Auto woanders reparieren lassen.

    Gleichzeitig haben wir inzwischen eine weitere ziemlich große Entscheidung getroffen:

    Wir kaufen uns ein neues Auto! 😳

    Unser Ducato steht bereits zum Verkauf und möglicherweise geht das jetzt sogar schneller als gedacht. Es kann sein, dass wir ihn schon nächsten Monat verkaufen können. Dafür müssen wir allerdings nach Chile.

    Also Planänderung Nummer 1.

    Neue Idee:

    Von La Paz über Uyuni Richtung Chile fahren.

    Eigentlich eine ziemlich coole Route.

    Dann kam allerdings die Werkstatt und meinte sinngemäß:

    Mit eurem Auto in seinem jetzigen Zustand? Lieber nicht.

    Die Strecke, die wir nehmen wollten, ist teilweise ziemlich schlecht und solange das Auto nicht vernünftig repariert ist, sollen wir ihm das besser nicht antun.

    Okay.

    Planänderung Nummer 2. 😂

    Also fahren wir jetzt nicht weiter durch Bolivien, sondern tatsächlich wieder zurück nach Peru.

    Unser nächstes Ziel heißt:

    🇵🇪 Arequipa – zum zweiten Mal!

    Dort hoffen wir, endlich die benötigten Teile zu bekommen und den Ducato vernünftig reparieren zu lassen. Danach soll es weiter nach Chile gehen, wo wir ihn dann wahrscheinlich verkaufen werden.

    Und anschließend heißt es warten, bis unser neues Reisefahrzeug fertig ist.

    Zumindest ist das der aktuelle Plan.

    Fragt uns nächste Woche noch mal. 😂

    Aber ganz ehrlich: Genau das ist eben auch Langzeitreisen.

    Man kann monatelang planen, Routen auf Karten einzeichnen und sich überlegen, was man alles sehen möchte.

    Und dann kommt das echte Leben.

    Ein Ersatzteil fehlt. Eine Straße ist zu schlecht. Ein Auto soll plötzlich verkauft werden. Eine neue Idee entsteht.

    Und schon sieht die Route komplett anders aus.

    Deshalb haben wir uns heute gedacht:

    Egal. Wir machen uns trotzdem einen richtig schönen letzten Tag in La Paz.

    Und genau das haben wir gemacht.

    Wir waren auf dem Friedhof von La Paz (Cementerio General de La Paz), der völlig anders ist als die Friedhöfe, die wir aus Deutschland kennen, und überraschend spannend war.

    Danach ging es kreuz und quer durch kleine Märkte, enge Gassen und dieses herrliche Durcheinander, das La Paz inzwischen für uns ausmacht.

    Natürlich mussten wir auch noch einmal zum Hexenmarkt. Kräuter, getrocknete Pflanzen, traditionelle Heilmittel, Opfergaben und jede Menge Dinge, bei denen wir teilweise lieber gar nicht so genau wissen wollten, wofür sie gedacht sind. 😄

    Und dazwischen?

    Teleférico. Ganz viel Teleférico. 🚡

    Wir haben heute noch einmal ordentlich Kilometer mit den Seilbahnen zurückgelegt und diese unglaublichen Ausblicke über La Paz genossen.

    Die Stadt ist laut, chaotisch, eng, steil, manchmal vollkommen verrückt – aber gleichzeitig unglaublich faszinierend.

    Und deshalb war es trotz des ganzen Hin und Her mit unserem Auto ein richtig schöner letzter Tag in La Paz.

    Morgen heißt es Abschied nehmen.

    Nicht Richtung Uyuni.
    Nicht Richtung Sucre.
    Nicht Richtung Pantanal.

    Sondern wieder zurück nach Peru und nach Arequipa.

    So war das definitiv nicht geplant.

    Aber inzwischen wissen wir:

    Die besten Geschichten auf dieser Reise sind sowieso meistens die, die vorher in keinem Reiseplan standen. ❤️

    Also schauen wir mal, was als Nächstes kommt.

    Arequipa, wir kommen wieder! 🇵🇪🚐
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