• Richtung Arequipa

    September 5 in Bolivia ⋅ ☀️ 18 °C

    Heute hieß es: möglichst früh raus aus La Paz! 😄

    Wir wollten dem schlimmsten Verkehrschaos entkommen und sind deshalb wirklich früh losgefahren.

    Und das war eine sehr gute Entscheidung.

    Natürlich gab es auch morgens schon die üblichen kleinen Staus, Minibusse, Menschen, Märkte und dieses ganz normale La-Paz-Chaos. 😂 Aber insgesamt kamen wir erstaunlich gut durch und waren irgendwann tatsächlich raus aus diesem riesigen Talkessel.

    Unser erstes richtiges Ziel des Tages war dann Tiwanaku.

    Und dieser Ort ist wirklich faszinierend.

    Denn wer bei alten Ruinen in dieser Region sofort an die Inka denkt, liegt hier komplett daneben.

    Tiwanaku ist wesentlich älter als das Inkareich.

    Die Siedlung entwickelte sich bereits viele Jahrhunderte vor den Inka. Ihre größte Bedeutung erreichte die Tiwanaku-Kultur ungefähr zwischen 500 und 1000 n. Chr. Damals war Tiwanaku das Zentrum eines mächtigen Staates, dessen Einfluss sich über große Teile des südlichen Andenraums erstreckte.

    Und das alles auf fast 3.900 Metern Höhe!

    Heute gehört die Anlage zum UNESCO-Welterbe, und wenn man dort herumläuft, bekommt man zumindest eine Ahnung davon, wie bedeutend dieser Ort einmal gewesen sein muss.

    Besonders beeindruckend fanden wir die gewaltigen, teilweise extrem präzise bearbeiteten Steinblöcke, die Überreste der monumentalen Tempelanlagen und natürlich die berühmte Puerta del Sol – das Sonnentor.

    Auch der halb unterirdisch angelegte Tempel mit seinen zahlreichen aus den Mauern herausragenden Steinköpfen ist ziemlich außergewöhnlich.

    Und wieder steht man vor diesen Steinen und fragt sich:

    Wie haben die Menschen das damals gemacht?

    Noch spannender wird es, wenn man bedenkt, dass die Tiwanaku-Kultur bereits Jahrhunderte verschwunden war, bevor die Inka ihr großes Reich aufbauten. Trotzdem beeinflussten ältere Kulturen des Altiplano die religiösen Vorstellungen und Traditionen, die später auch bei den Inka eine Rolle spielten.

    Ein wirklich sehenswerter Zwischenstopp!

    Danach hieß es:

    Kilometer machen.

    Unser Ziel ist schließlich Arequipa – Ersatzteile besorgen und anschließend möglichst bald weiter Richtung Chile.

    Also weiter zur Grenze.

    An der Grenze standen wir zunächst ungefähr eine Stunde bei den LKWs und dachten schon: Das kann ja heiter werden. 😅

    Aber danach lief es überraschend gut.

    Insgesamt haben wir ungefähr zwei Stunden für den kompletten Grenzübergang gebraucht.

    Für diese Grenze war das richtig gut!

    Wie haben dann heute noch Puno am Titicacasee erreicht.

    Morgen wartet die nächste längere Etappe.

    Puno → Arequipa.
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