• Lunga & Staffa

    June 6 in Scotland ⋅ ☁️ 13 °C

    Für heute ist mal wieder ein Ausflug gebucht - mit dem Boot. Wie üblich stelle ich mir vorher immer die Frage, will ich das, wie wirds mir ergehen? Seekrank werden is nicht ganz so lustig, auch wenn es immer auf das Boot und natürlich das Meer ankommt. Mittlerweile bin ich aber mit Tabletten ausgestattet. Und trotzdem, als ich das Ausflugsboot schwankend auf den Hafen zu fahren sei, gehts wieder los: musste es denn die große Tour sein? Naja gebucht is bezahlt, also los...

    "Lustig" wird es schon in der ersten halben Stunde. Irgendeine Gruppe verspätet sich und die Crew wartet. Das heißt aber, den ruhigen Anleger verlassen, da es nur einen gibt. Also drehen wir schwankend Warteschleifen... wie ich das hasse! Pünktlich da sein oder wir fahren scheint ja nicht für alle zu gelten 🤨

    Nachdem die Herrschaften dann alle an Bord sind, geht es zuerst zur Insel Lunga. Sie gehört zu den abgelegenen Treshnish Isles vor der Westküste Schottlands und ist vor allem für ihre spektakuläre Vogelwelt bekannt. Das Wichtigste auf Lunga
    Papageitaucher (Puffins). Lunga zählt zu den besten Orten in Großbritannien, um Papageitaucher aus nächster Nähe zu beobachten. Während der Brutzeit (etwa Mai bis Juli/August) sitzen die Vögel oft direkt neben den Wanderwegen. Weitere Seevögel Neben Papageitauchern leben hier große Kolonien von: Trottellumme, Tordalk, Dreizehenmöwe, Krähenscharbe. Die Landschaft besteht aus dramatischen Basaltklippen, die an einigen Stellen an die Vulkanlandschaften der Hebriden erinnern. Im Frühsommer blühen zahlreiche Wildblumen, darunter Glockenblumen und verschiedene Küstenpflanzen. Und tatsächlich ist es wie beschrieben: sobald man auf den Klippen steht, tummeln sich die kleinen süßen Tierchen keinen Meter weg von den (abgesteckten) Laufwegen. Immer wieder verschwinden sie in ihre Nester in der Erde oder Nahrung wird gebracht. Setzt man sich ruhig zu ihnen und lässt sie ungestört, tummeln sie sich gern vor ihrer "Haustür". Einfach hübsche Tierchen.

    Nach zwei Stunden Aufenthalt geht es weiter zur Insel Staffa. Sie ist eine kleine, unbewohnte Vulkaninsel westlich der Insel Mull, berühmt für ihre außergewöhnlichen Basaltsäulen, die durch das langsame Abkühlen von Lava vor Millionen von Jahren entstanden sind. Die Insel ist nur etwa 1 km lang, zieht aber wegen ihrer einzigartigen Geologie und Vogelwelt viele Besucher an. Bekannt wurde die Insel durch Fingal's Cave, eine natürliche Meereshöhle an der Küste von Staffa. Ihre hohen sechseckigen Basaltsäulen bilden eine kathedralenartige Halle, in die die Atlantikwellen hineinrollen. Die besondere Akustik machte die Höhle weltberühmt. Der Name geht auf den Helden Fingal aus der keltischen Sagenwelt zurück. Die Höhle inspirierte zahlreiche Künstler, darunter Felix Mendelssohn, der nach seinem Besuch die berühmte Konzertouvertüre Die Hebriden komponierte. Über die Säulen kann man relativ bequem zur Höhle laufen, auch wenn es mit den Touristenbooten recht voll werden kann. Jeder zweite braucht dann auch noch ein Selfie 😏

    Auch hier gibt es eine Kolonie von Papageitauchern weiter oben an den Klippen.

    Nach einer Stunde geht es dann wieder zurück, mit Zwischenstopp auf Iona, für die, die noch nicht genug von Sightseeing haben. Am Anleger gibts noch eine kleine Bude mit Fish & Chips, wahlweise auch Scallops, frisch und lecker.
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