• Duart Castle

    June 7 in Scotland ⋅ 🌧 14 °C

    Den zweiten Tag auf Mull möchte ich etwas über die Insel fahren. Zugegeben, so viele Straßen gibt es hier nicht. Die meisten sind single tracks (einspurige Straßen, auf denen alle paar Meter sogen. Passing places angelegt sind, um dem entgegen kommenden Verkehr oder auch schnelleren Autos Platz machen zu können), so viele Leute wie hier in Schottland hab ich dann noch nie gegrüßt (Zeichen des Dankes für gegenseitiges Platz machen). Der Eindruck von Mull ist ansonsten "grün". Grüne Hügel, grüne Weiden, unzählige Ströme an Wasser die Hügel runter, Schafe an und auf der Straße (wie eigentlich überall in den Highlands), manchmal dann auch ne Kuhherde... cattle grids... und immer wieder der Blick aufs Wasser.

    Eine Sehenswürdigkeiten auf Mull ist das Duart Castle, welches man schon bei der Fährfahrt passiert. Duart Castle ist eine der bekanntesten Burgen Schottlands und liegt spektakulär auf einer Felsklippe an der Ostküste der Insel Isle of Mull. Die Burg stammt ursprünglich aus dem 13. Jahrhundert und ist seit dem späten 14. Jahrhundert der Stammsitz des Clan MacLean. Die ersten Befestigungen entstanden vermutlich im 13. Jahrhundert. Durch die Heirat von Lachlan MacLean mit Mary Macdonald gelangte die Burg in den Besitz der MacLeans und wurde zum Zentrum ihrer Macht auf Mull. Über Jahrhunderte kontrollierte Duart Castle wichtige Seewege zwischen den Hebriden und dem schottischen Festland. Nach Konflikten mit rivalisierenden Clans und der Krone verfiel die Burg im 18. Jahrhundert zur Ruine. 1911 wurde sie von Sir Fitzroy MacLean zurückgekauft und aufwendig restauriert. Seitdem ist sie wieder der Sitz des Clan MacLean. Besucher können die historischen Räume, Waffen und Familienporträts besichtigen. Auch als Filmkulisse diente die Burg bereits.

    Nach einer kurzen Regenpause im Tea room gehts noch ein Stück nach Norden zum Ort Tobermory. Die Straße dahin ist fast durchgängig gut, nur am Ende kommt es wieder zur bekannten single track. Ich bin froh, dass ich doch gefahren bin. Bei der Burg sah es noch nach strömendem Regen aus, aber hier wieder strahlender Sonnenschein. So ist das in Schottland eben. Der Ort ist ganz süß und klein, hat aber wieder bunte Häuschen im Hafen stehen. Hier genieße ich dann auch das erste Mal Langusten, selbst geknackt... lecker!
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