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  • Day15

    Sea-to-Sky-Highway nach Whistler

    September 25 in Canada ⋅ ⛅ 13 °C

    Die letzte Etappe, bevor es auf die Insel geht, ist heute Whistler. Der vor allem für Wintersport bekannte Ort zieht jährlich wohl 2 Mio Besucher an, ist für mich aber nur ein Zwischenstopp. Die Fahrt vom Bridge Lake dauert mehr als 4.5 Stunden bei etwa 340 Kilometer. Der Grund dafür ist der sogenannte Sea-to-Sky-Highway (Hwy 99). Aufgrund seiner unrühmlichen Geschichte als sehr gefährliche Strecke hat dieser Straßenabschnitt von den lokalen Medien auch gelegentlich den Namen "Killer Highway" verpasst bekommen. Eine einfach herrliche Strecke zutreffend durch die Berge und eine in den Hang geschlagene Straße. Ist man unten angekommen, fährt man kilometerlang entlang eines wundervollen Flusses.

    In Whistler angekommen, bin ich doch relativ platt. Die Strecke hat geschlaucht. Ich fahre noch zum nicht weit entfernten Brandywine Falls Provincial Park, ein weiterer Wasserfall wartet. Die "Essenssuche" gestaltet sich schwierig, okay es ist Samstag, aber trotzdem krass wie ein Restaurant nach dem anderen zu finden ist und alle voll. Das wird ja lustig.
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  • Day14

    XX Mile House Highway

    September 24 in Canada ⋅ ☁️ 14 °C

    Wenn man westlich von Lone Butte den Hwy 97 entlang fährt, kommt man durch eine Menge eigenartig gleich benannter Orte, die alle xxx Mile House heißen. Die geht zurück auf die erste Besiedelung um 1860 während des Goldrausches und zählt die Meile startend von Lillooet mit Mile 0.

    Ich fahre heute durch einiger dieser Orte, als nicht besonders groß. Reizvoll und idyllisch ist dagegen das umliegende Ranchlands & Rivers. Auch die vielen Seen umher sind herzlich, obwohl man schon neidisch werden kann, wenn man die ganzen Seegrundstück-Besitzer hier so sieht.

    Am Abend noch ein kleiner Spaziergang über den Beaver Trail der Bridge Lake Ice Caves.
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  • Day13

    Wells Gray Provincial Park

    September 23 in Canada ⋅ ☁️ 10 °C

    Von dem Idyll am Bridge Lake startend geht's heute in den Wells Gray Provincial Park, mal wieder... Wasserfälle gucken😉 natürlich könnte der eingeschworene Wanderer auch Tageswanderungen unternehmen, aber ich bevorzuge da die kleinen Hikes entlang von Wasserläufen oder eben zu Wasserfällen.

    Der erste ist das Spahats Falls, von dem ich immer noch nicht weiß, wie man ihn ausspricht. Es ist jedenfalls das Wort der Ureinwohner für Bär (nicht dass sich hier welche zeigen würden). Der Spahats Falls ist 73 Meter hoch und 9 Meter breit.

    Der nächste Stopp ist der Dawson Falls. Der Murtle River fällt hier über einen über 200.000 Jahre alten Lawastrom mit einer Breite von 107 Meter in 18 Meter Tiefe hinab. Vom Parkplatz aus geht es ein Stück durch den Wald, zu zwei verschiedenen Aussichtpunkten. Der zweite befindet sich eigentlich direkt neben dem Fall, einen Schritt und man ist drin. Das Rauschen ist imposant.

    Vom dritten Wasserfall kann ich sagen, dass das einer der beeindruckendsten Wasserfälle ist, den ich je gesehen hab (und es gab schon einige). Mit 141 Metern ist er der vierthöchste Kanadas. Der Schutz des Falls war einer der Gründe zur Schaffung des Wells Gray Provincial Park. Im Winter bildet der Wasserfall bizarre Eisformationen, wie ich von den Informationatafeln und auch einer freundlichen Kanadierin auf der Aussichtsplattform erfahre. Es ist irgendwie immer noch gewöhnungsbedürftig, wie einfach man von den Leuten angesprochen wird, eigentlich praktisch überall an so Punkten bekommt man mal eine Frage oder Aussage entgegen geworfen 🙃

    Nach einer Kaffeepause an einem dieser herrlichen Rast/Picknickplätze am Fluss geht's zurück zum Bridge Lake.
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  • Day12

    Bridge Lake

    September 22 in Canada ⋅ ⛅ 6 °C

    Heute gilt es wieder viele Kilometer zu fahren, erst westwärts und dann etwas Richtung Norden in die Nähe des Wells Gray Provincial Park. Der Weg ist lang und startet auch unschön mit Regen, aber je weiter ich nach Kamloops komme, desto besser wird es. Wir erreichen mal wieder die 18 °C Marke. Hier ist nicht mehr viel von den Rockies zu sehen, dafür allerdings eine Spur Indian Summer. Ein See reiht sich an den anderen, es ist die pure Idylle (solange man nicht im Winter hier festsetzt wahrscheinlich 🙃).

    Durch Kamloops fahre ich zwar nur durch, aber auch hier lässt es sich bestimmt gut leben, mal abgesehen davon, dass die Preise echt hoch sind. Auch wenn man in Deutschland wohl nur von solchen Benzinpreis träumen kann, ist eine deutliche Erhöhung um gut 0.20 Ct gegenüber Calgary zum Beispiel zu sehen. Aber wie gesagt, teuer heißt hier dann so 1 EUR der Liter.

    Viel mehr gibt es heute nicht zu erzählen. Meine Unterkunft für die nächsten drei Nächte muss aber noch erwähnt werden. Das B&B Little Black Bear Lodge am Bridge Lake ist ein kleiner Diamant. Geführt von Schweizer Auswanderern ist es zum einen wunderbar gelegen, zum anderen ist die Gastlichkeit einfach herrlich. Ich könnte mir die Auswahl zum Frühstück gar nicht merken. Und auch von reichlich tierischem Besuch wird erzählt, aber naja bei meinem Glück werden es wohl nur die Chipmunks werden.
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  • Day11

    Revelstoke

    September 21 in Canada ⋅ ⛅ 11 °C

    Heute geht es auf einen Zwischenstopp nach Revelstoke. Der Highway ist offen, bis auf ein paar Baustellen, die hier irgendwie anders geregelt werden als bei uns. Ich nenn sie gern die Winkemännchen, was heißen soll, der Verkehr wird beidseitig von Menschen geregelt. Auf dem Weg nach Jasper sind mir zwei der witzigen Sorte begegnet, einer mit Roboterbewegungen und ein Girlie, die für jeden Vorbeifahrer einen kleinen Tanz aufgeführt hat. Naja irgendwie muss man sich ja warmhalten🙃

    Auf dem Weg dahin kommt man durch den Glacier National Park. Hier sind auch sehr viele Day hikes möglich, aber auch ein paar kurze Broadwalks, welche beim Überqueren der Holzplanken auch noch ein wenig Wissen vermitteln. Einer erzählt zum Beispiel von flying squirrels... was süß, aber leider eher nachtaktiv, also wohl geringe Möglichkeit welche zu sehen.
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  • Day10

    Golden

    September 20 in Canada ⋅ ⛅ 9 °C

    Golden, eine Ortschaft umringt von Nationalparks. Man könnte meinen, mit seinen 4. 000 Einwohnern kommt der Ort etwas verschlafen daher. Natürlich ausgerichtet auf den Tourismus sind heute aber auch die Einwohner auf den Beinen. Es ist der letzte Wahltag, der Premier Trudeau hatte zu vorzeitigen Wahlen aufgerufen, um in Kanada mit absoluter Mehrheit regieren zu können und seine Covid-Politik zu bestätigen. Obs gelingt? Zur Urne gegangen sind offensichtlich viele, wie auch hier Schlangen vor den Lokalen bestätigen.

    Was gibt es hier also sonst zu tun? Einen Punkt von der Bucket list streichen zum Beispiel: seit Mai gibt es in Golden die höchste und zweithöchste Hängebrücke Kanadas zu überqueren. Die Golden Skybridges liegt in einem kleinen Park mit ein paar Attraktionen, angelegt als Rundweg. Über die Upper Skybridge in 130 Meter Höhe und mit einer Länge von 150 Metern geht es zu einem kleinen Klettergarten und dem Ausgangspunkt für die Zipline. Wer nicht über die Schlucht schweben will, nimmt die Lower Skybridge mit einer Höhe von 80 Metern und einer Länge von 140 Metern zurück . Geplant ist hier auch nicht ein "Canyon Swing" für zwei. Am Klettergarten muss ich übrigens kurz stoppen. Hier hat wohl ein Vater seine Tochter "gezwungen", den Baumpfad zu erklimmen... So zumindest lauten die wütenden Worte der jungen Damen oben zwischen den Seilen, während ihr Vater halb motivierend halb lachend von unten Fotos schießt.

    Eigentlich wollte ich heute auch noch etwas in den Yoho National Park und nochmal zum Emerald Lake, ohne Regen. Aber schöner Mist, der Highway wird wegen Bauarbeiten komplett gesperrt und so würde mich der Weg dahin min. 3 Stunden kosten, da Straßen hier etwas rar sind. Das ist ganz klar zu viel. Ich fahre also ein wenig den verbliebenen Highway 95 unterhalb des Kootenay National Park entlang und mache ein paar kurze Stopps. Morgen gehts dann weiter nach Revelstoke.
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  • Day9

    Jasper National Park

    September 19 in Canada ⋅ ⛅ 3 °C

    Heute heißt es bye bye Alberta und willkommen in British Columbia... Aber nicht ohne den Icefields Parkway noch einmal entlang gefahren zu sein und ausreichend Fotostopps eingelegt zu haben.

    Am Columbia Icefield wird nochmal angehalten, dieses Mal bei besserer Sicht aber wieder mit leichten Schneerieseln.

    British Columbia begrüßt mich indes mit Regenschauern. Und trotzdem mache ich auf dem Weg zum Hotel noch einen Abstecher zum bekannten Emerald Lake, den größten der über 60 Seen im Yoho National Park.
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  • Day8

    Maligne Canyon & Lake

    September 18 in Canada ⋅ ⛅ 3 °C

    Um Jasper herum, wie im ganzen Jasper National Park lässt sich einiges in der Natur unternehmen. Viele Wanderwege, auch zu Wasser, gibt es zu erkunden. Ich fahre heute zum Maligne Canyon. Der Slot-Canyon ist mehr als 50 Meter tief. Entlang der Schlucht führt ein Rundweg über mehrere Brücken, je nach dem wie weit man in den Canyon eindringen möchte.

    Weiter geht es zum 40 Kilometer entfernten Maligne Lake. Hier gilt schon fast, der Weg ist das Ziel. Wunderschöne Bergformationen auf der einen Seite und der Maligne River auf der anderen Seite. Am Ende erwartet mich der See in einer Höhe von 1.670 Meter. Er wird vom Maligne River, einem Nebenfluss des Athabasca River, mit Gletscherwasser gespeist und seine Temperatur steigt nie über 4 °C. Im See liegt mit der Insel Spirit Island eines der Wahrzeichen der kanadischen Rocky Mountain. Im Sommer finden sich hier Bären, Rentiere, Wölfe, Elche, Schneeziegen und Dickhornschafe ein. Eine kleine Kostprobe, wenn auch nicht von der gefährlichen Art, zeigt sich dann auf dem Weg zurück nach Jasper.
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  • Day7

    Jasper National Park

    September 17 in Canada ⋅ ❄️ 0 °C

    Entlang des bekannten Icefields Parkway geht es heute zum nördlichsten Punkt der Kanada Reise, nach Jasper. 230 Kilometer verbinden die zwei Nationalparks Banff and Jasper. Entlang der Strecke begegnen einem über 100 uralte Gletscher, Wasserfälle, die sich über dramatische Felsen ergießen, und weite Täler mit türkisfarbenen Seen.

    Ein Stopp bildet der Athabasca Falls. Über mehrere Stufen stürzt das Wasser hier durch enge Felsspalten insgesamt 23 Meter in die Tiefe. Am Ende der Athabasca Falls mündet das Wasser in den türkis schimmernden Athabasca River.

    Auch das Columbia Icefields ist ein bekannter Touristenmagnet. Hier hört man dann auch mal "lucky you it starts snowing"... Naja was daran lucky ist, muss ich noch herausfinden🤭 es ist kalt und windig. Mit einer Fläche von 230 Quadratkilometern ist es das größte Eisfeld in den Kanadischen Rocky Mountains und bis zu 365 Meter dick und 28 Kilometer lang. Es erstreckt sich quer über die Kontinentale Wasserscheide auf einer Hochebene entlang der Grenze zwischen Alberta und British Columbia. Hier fallen pro Jahr durchschnittlich sieben Meter Schnee. Und natürlich kann man hier auch touristisch unterwegs sein, sei es mit einem Spaziergang über das Eis oder einen Blick vom 6 Kilometer entfernen Skywalk. Die Aussichtsplattform mit Glasboden ragt in 280 Metern Höhe über das Sunwapta Valley hinaus und ermöglicht imposante Erkenntnisse über die gewaltige Macht der Gletscher.
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  • Day6

    Banff

    September 16 in Canada ⋅ 🌙 5 °C

    Heute gibt's ein wenig rund um die Kleinstadt Banff zu besichtigen. Die Stadt liegt in einer Höhe von gut 1.400 Metern am Osthang der Rocky Mountains, ca. 140 Kilometer westlich von Calgary entfernt. Schon das Hotel mutet irgendwie genau so an, wie ich mir die Gegend hier vorgestellt hab. Man tritt vor die Tür und wird von Bergen begrüßt - und dem zugehörigen kühlen Wetter. Auch die Stadt ist ganz so wie gedacht, hübsche Fußgängerzonen, schicke holzverzierte Häuser (aber nicht dieses Alpenzeugs 🤭), alles ist gepflegt und das Panorama ist allgegenwärtig.

    Eigentlich wollte ich die Banff Gondola zum Sulphur Mountain nehmen, aber schon vor dem Parkplatz stoße ich auf das Problem, dass man nur online Tickets bekommt. Der Check gibt fast 70 CAD an, was etwa 47 EUR sind. Also liebe Leute, das sind mal stolze Preise für 2x 8 Minuten Fahrt. Ich glaub das spar ich mir, da gibt's noch ein paar wichtigere Punkte auf der Liste. Also schau ich mir etwas in der Gegend an. Da wären der Bow Falls zu Fuße des Banff Springs Hotels, welches mit seinen 757 Zimmer hier mächtig in die Höhe ragt. Aber auch das is irgendwie passend...

    Weiter geht's entlang der Tunnel Mountain Road, welche auch herrliche Aussichten und einen kleinen Trail mit Blick auf ein paar Hoodoos bietet. Und ein paar Seen stehen noch auf dem Programm, so der Johnston Lake, der Lake Minnewanka und auch der Vermillion Lakes Drive.

    Zum Abendessen wird es dann mal die Sportsbar der anderen Art, also nix mit nem großen runden Ball (obwohl mein erstes Hotel doch tatsächlich German Soccer im Programm hatte, aber das Spiel wollte doch keiner sehen🤣), nein es läuft Football und Baseball. Das soll aber mal das Essen nicht schmälern, der Fisch war wirklich lecker.
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