• Zugfahrt durch die Karpaten

    January 6 in Romania ⋅ ☁️ 2 °C

    Am späten Nachmittag lassen wir Bukarest hinter uns: Wohnblöcke, Lagerhallen und Vorstädte gleiten am Fenster vorbei, dahinter die flache Walachei mit Feldern, kahlen Bäumen und kleinen Dörfern im Winterlicht
    Je weiter der Zug nach Norden rollt, desto deutlicher zeichnet sich der dunkle Kamm der Karpaten am Horizont ab; die Ebene geht über in die Hügel des Karpatenvorlandes, der Fluss Prahova begleitet uns als silbriges Band in der Dämmerung. Im Prahova‑Tal rücken Bahn, Straße und Fluss eng zusammen, der Zug schmiegt sich zwischen bewaldete Hänge und erste Felswände, während in Orten wie Sinaia, Bușteni, Azuga und Predeal Hotellichter und einzelne Bergsilhouetten durchschimmern.

    Hinter dem Pass öffnet sich Siebenbürgen: In der Dunkelheit tauchen die ersten Vororte und Lichterketten von Brașov auf, bevor wir kurz darauf in die Karpatenstadt einfahren. Die ersten drei Stunden waren eine gute Einstimmung auf das, was uns in den nächsten 15 Stunden auf dem Weg nach Wien erwartet...
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