• Elia Messina… und plötzlich standen...!!

    13.–15. maj, Grækenland ⋅ ☀️ 18 °C

    Elia Messina… und plötzlich standen wir frei, zwischen Wald, Meer und einem kleinen bisschen Herzklopfen 🌲🚐🌊

    Es gibt auf Reisen diese Momente, in denen man kurz so tut, als wäre man völlig entspannt, obwohl innerlich alles ruft: Ob das hier wirklich eine gute Idee ist, sehen wir vermutlich in den nächsten zehn Minuten. Genau so fing Elia Messina an. 😄

    Denn jetzt ging es los.
    Das erste Mal freistehen.
    Nicht Campingplatz. Nicht Rezeption. Nicht Schranke, kein Parzellenschild, kein geschniegelt aufgereihter Nachbar mit Satellitenschüssel und Gartenzwerg. Nein. Einfach wir, der Silberpfeil und die große Frage: Wie macht man das eigentlich… freistehen?

    Und da kamen Anja und Henning ins Spiel.
    Diese beiden hatten wir ja kennengelernt und sie sagten irgendwann ganz locker, als wäre das das Natürlichste der Welt:
    „Mensch, wir verstehen uns doch so toll, auf geht’s nach Elia Messina zum Freistehen mit dem Wohnmobil.“

    Gesagt, getan.
    Und plötzlich standen wir in einem kleinen, ziemlich interessanten Wäldchen, irgendwo zwischen Abenteuer, Neugier und der leisen Ahnung, dass Britti jeden Moment fragen würde, ob das hier wirklich alles legal, erlaubt, richtig, vernünftig und kosmisch abgesegnet sei. 😄

    Und genau so war es auch.

    Britti war völlig zwiegespalten.
    Einerseits Abenteuerlust. Andererseits diese innere Stimme, die bei ihr manchmal aussieht wie ein skeptischer Blick und ungefähr sagt:
    „Also wenn hier gleich jemand pfeift oder hupt, fahren wir sofort wieder weg.“

    Aber dann passierte etwas sehr Beruhigendes.
    Wir sahen… andere Camper.
    Viele Camper sogar.
    Und plötzlich wurde aus „Oh Gott, was machen wir hier?“ eher ein:
    „Ach guck, die machen das ja auch alle.“ 😂

    Und damit war die Sache praktisch genehmigt.

    Es war richtig schön dort.
    Kein großes Tamtam, kein Luxus, aber genau dieses Gefühl von Freiheit, das man nicht buchen kann. Bäume, Luft, Meer in der Nähe, Menschen, die alle irgendwie denselben leicht verrückten Entschluss gefasst hatten, heute einfach mal nicht geschniegelt auf einem offiziellen Platz zu stehen.

    Natürlich sind wir dann auch direkt an den Strand gelaufen.
    Und dann wurde es sportlich. Oder besser gesagt… nass.

    Drei von uns sprangen ins Wasser.
    Warum nur drei?
    Na, weil Kai natürlich wieder nicht. 😄

    Ich weiß, ich weiß. Irgendwann wird man vielleicht Bücher über meine komplizierte Beziehung zu Wasser schreiben. Titel etwa: „Zu gefährlich, zu nass, zu schwimmend.“ Aber ich blieb meiner Linie treu. Wasser war nicht mein Element. Ich saß vorne im Sand und tat das, was ein echter Baywatcher eben tun würde. Ich beobachtete alles sehr konzentriert und stellte sicher, dass keiner absoff. Also praktisch Heldentum in Sitzhaltung. 🏖️😎

    Die anderen planschten, lachten, hatten Spaß, und ich saß da und dachte:
    Eigentlich ist das hier schon ziemlich perfekt.
    Nicht weil alles spektakulär war. Sondern weil es sich so leicht anfühlte. So ungezwungen. So, als hätte der Tag selbst beschlossen, heute einfach nett zu uns zu sein.

    Am Abend wurde es dann noch schöner.
    Wir gingen an die Strandbar, setzten uns, schauten aufs Meer und sahen zu, wie die Sonne langsam unterging. Und wenn ich „langsam“ sage, dann meine ich dieses gute, volle Langsam. Dieses Abendlicht, das nichts will außer bleiben. Diese paar Minuten, in denen plötzlich alle stiller werden, weil niemand den Moment kaputtreden will. 🌅❤️

    Wir haben wirklich jede Sekunde davon genossen.
    Dazu ein bisschen Wein.
    Dazu das Meer.
    Dazu dieses Gefühl, dass man gerade genau am richtigen Ort sitzt.
    Und dann wurde es einfach ein ganz toller Abend.

    So viel gelacht hatten wir wirklich lange nicht mehr.
    Nicht dieses höfliche Lachen, das man produziert, wenn jemand eine harmlose Geschichte erzählt. Nein. Dieses richtige Lachen. Das aus dem Bauch. Das, bei dem du merkst, wie gut es tut, gerade mit genau diesen Menschen genau hier zu sein. 🍷😄

    Und dann, irgendwann mit einem Glas Wein in der Hand, passierte einer dieser völlig typischen Abende-Momente, die tagsüber nie entstehen würden.
    Plötzlich stellte sich heraus, dass Anja und Britti beide Sternzeichen Krebs sind.

    Jetzt kann man darüber denken, was man will.
    Aber die beiden schauten sich an, grinsten, lachten… und uns anderen wurde langsam einiges klar. 😂
    Diese Gemeinsamkeiten. Diese ähnliche Art. Dieses sofortige Verstehen an manchen Stellen. Es war auf einmal fast lustiger, als es hätte sein dürfen.

    Und ich sage mal so:
    Alle, die selbst Krebs sind und das hier lesen, die wissen wahrscheinlich sofort ziemlich genau, wovon ich rede.
    Da muss man gar nicht viel erklären. Da reicht oft schon ein Blick.

    Am Ende wurden aus einem ersten Freisteh-Abenteuer gleich zwei richtig schöne Tage. Zwei Tage voller Meer, Lachen, Sonnenuntergang, Gesprächen und diesem seltenen Gefühl, dass man Menschen getroffen hat, mit denen es einfach läuft. Ohne Anstrengung. Ohne Theater. Einfach gut.

    Es war wirklich eine reine Gaudi.
    Und gleichzeitig auch mehr als das.

    Denn manchmal merkst du auf Reisen ganz plötzlich, dass nicht nur Orte hängen bleiben, sondern Menschen. Dass ein Strand schön sein kann, ein Sonnenuntergang auch, aber dass es die Gesellschaft ist, die aus einem schönen Abend einen unvergesslichen macht.

    Und weil wir uns mit Anja und Henning immer besser verstanden, ging es für uns vier neuen Freunde danach direkt weiter.
    Auf zum nächsten Campingplatz.
    Diesmal noch dichter ans Meer.

    Und was ich dort als neue Hauptspeise gegessen habe…
    darauf kommst du im Leben nicht.
    Ich verrate nur so viel:
    Es war Fisch. Und es war verdammt lecker. 😄🐟

    Also bleib dran.

    In der nächsten Geschichte klären wir dann vielleicht auch die wichtigste Frage von allen: Werden wir Macron treffen… oder wenigstens wieder irgendwo falsch abbiegen?
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