• Oh Gott, das Wohnmobil voller Schaum!

    18–19 Mei, Greece ⋅ ☀️ 22 °C

    Gythio, der Süden der Peloponnes 🇬🇷☀️🌊
    Und manchmal merkst du an einem einzigen Tag wieder, warum dieses Leben auf Rädern so verdammt schön ist.

    Nach dem Abschied von unseren neu gewonnenen Freunden ging es für uns weiter Richtung Süden. Tiefer hinein in die Peloponnes. Richtung Gythio. Und wie das auf Reisen eben so ist, fährst du los mit einer groben Idee, ein bisschen Hoffnung und der sehr menschlichen Sehnsucht nach einem Platz, an dem du einfach mal kurz deine Ruhe hast 😄🚐

    Aber nicht bevor die kleine Britti das ganze Wohnmobil mit Schaum versehen hat! Schau dir dringend dazu dieses tolle Video an, in den Bildern.

    Gesagt, getan.
    Teilweise über mautpflichtige Straßen, ein bisschen rollen, ein bisschen gucken, ein bisschen warten, bis der Süden endlich wirklich nach Süden aussieht… und dann kamen wir an.

    Und jetzt kommt Punkt eins:
    Der erste Campingplatz hat uns überhaupt nicht gepasst.

    Dabei hatte er sich bei Park4Night noch so schön gelesen. Fast schon zu schön. So schön, dass man unterwegs denkt: Na also, das wird heute einfach. Ja… denkste. Wir fuhren über den Platz, alles war ziemlich voll, ganz am Ende fanden wir tatsächlich noch einen freien Platz, ich parkte schon ein, alles sah für zwei Sekunden ganz ordentlich aus… und dann fiel unser Blick nach nebenan.

    Sechs Kinder. Im Wohnmobil.
    Am Spielen.
    Mit Energie für ungefähr drei Kleinstädte zusammen 😂

    Und in genau diesem Moment wussten wir beide wortlos:
    Nein. Das tun wir uns jetzt nicht an.

    Nicht weil Kinder schlimm wären. Um Himmels willen. Aber wir wollten einfach mal ein, zwei Tage Ruhe. Kein Dauergequietsche, kein Bällechaos, kein Gefühl von Familienfreizeitpark neben dem Silberpfeil. Also wieder raus da. Und dann fuhren wir diesen gesamten Campingplatz wieder zurück. Gefühlt 500 bis 600 Meter durch Olivenbäume, gefühlt in Schrittgeschwindigkeit, gefühlt innerlich schon wieder kurz vor „Na toll, und jetzt?“ 😄

    Und dann sagte Britti diesen berühmten Satz, aus dem oft entweder großes Glück oder kompletter Unsinn entsteht:
    „Komm, wir nehmen wenigstens noch den nächsten Campingplatz und schauen uns den an.“

    Gesagt, getan.
    Und was soll ich sagen…
    Der war eine Wucht.

    Schon die Zufahrt hatte was. Eine lange Straße runter Richtung Meer, und allein das fühlte sich schon an, als würde jetzt gleich etwas Gutes kommen. Und dann kam sie auch schon, die Campingchefin. Eine ganz tolle, herzliche Frau, sprach deutsch, schaute unseren Silberpfeil an und sagte als Erstes:
    „Wow… ist das neu?“ 😄

    Und ich hätte am liebsten direkt gesagt:
    Nein, nein, das ist nicht neu.
    Das ist Britti-gewaschen.
    Handmade.
    Mit Schaum.
    Mit sehr viel Schaum.
    Mit vermutlich mehr Schaum, als jemals ein Wohnmobil in seinem ganzen Leben gesehen hat 😂🧽

    Wer also auf den Bildern Britti entdeckt, wie sie unseren Silberpfeil einschäumt, als wolle sie ihn für die Oscarverleihung vorbereiten, der weiß: So sieht echte Hingabe aus.

    Dann kam Punkt zwei:
    Wo haben wir richtig schön Mittag gegessen?

    In einem kleinen, süßen Hafenörtchen, so griechisch, dass es fast schon wirkte, als hätte jemand extra ein Bilderbuch aufgeklappt. Wir hatten plötzlich Lust auf Mittagessen, aber nicht irgendwie. Sondern so, wie man es sich in Griechenland wünscht. In einer echten Taverne. Direkt am Hafen. Mit Blick aufs Wasser. Mit diesem Licht. Mit diesen netten Menschen. Mit dieser Ruhe, die einem sofort durch den Körper geht. 🍽️⚓❤️

    Wir saßen da, grinsten uns wie so oft an und wussten beide wieder ganz genau:
    Ja. Das ist es.
    Das ist genau dieses Leben, das wir lieben.
    Mit dem Roller los. Irgendwo einkehren. Nicht geschniegelt, nicht geplant bis ins Letzte, sondern einfach eintauchen.

    Und genau das tun wir mit dem Roller ja ständig. Wir fahren nicht nur von A nach B. Wir fahren im Zickzack durch Orte, durch Gassen, durch kleine Straßen, immer dahin, wo es interessant aussieht. Einfach rein ins griechische Leben. Rein in diese freundliche, ruhige, manchmal leicht mystische Art, die die Menschen dort ausstrahlen. Und ganz ehrlich, lieber Leser, genau das wünsche ich dir auch. Nicht nur Griechenland sehen. Sondern eintauchen.

    Dann kam Punkt drei:
    Kai hat seinen Lieblingsfisch wiedergefunden. 🐟😄

    Und das war fast schon ein kleiner Glücksmoment. Denn es gibt auf Reisen ja diese Gerichte, bei denen du schon beim ersten Bissen weißt: Da bist du wieder. Da ist es wieder, dieses Essen, das sofort ein gutes Gefühl macht. Und genau so war das. Kai glücklich, Britti grinsend daneben, Meerblick dazu… mehr braucht es manchmal wirklich nicht.

    Später, leicht außer Atem vom vielen Rollerfahren, haben wir uns dann wieder direkt am Hafen auf einen Kaffee gesetzt. Ich habe Britti dabei ein paar Fotos gemacht, weil sie in diesem Sonnenlicht einfach wunderschön aussah. So ein Licht, das nichts übertreibt und trotzdem alles besser macht ☕📸☀️

    Und in solchen Momenten denke ich es jedes Mal wieder:
    Permanentreisen macht glücklich.
    Nicht auf diese laute, künstliche Art. Sondern still. Echt. Tief drin.

    Und jetzt geht es weiter.
    Auf zum Kanal von Korinth.

    Und ich kann dir jetzt schon sagen:
    Was wir dort für einen Campingplatz erwischt haben…
    das ist schon wieder fast ein Witz 😄

    Bleib dran. Die nächste Geschichte wartet schon.
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