• Uhhh... Kuschelcamper wir flüchten...!

    26.–30. Mai in Griechenland ⋅ ⛅ 29 °C

    Auf und weg… denn Athen hatten wir erstmal gründlich hinter uns gelassen 🌊🚐😄

    Nach Athen war bei uns wirklich der Punkt erreicht, an dem man sich nicht mehr nach Kultur, Geschichte oder noch einer weiteren Sehenswürdigkeit sehnt, sondern einfach nur nach Ruhe. Nicht nach „ein bisschen weniger los“. Nein. Nach richtiger Ruhe. Nach Meer. Nach Stuhl. Nach Nichts. 😄

    Also hieß es:
    Auf und weg.
    Und genau das war hier die Devise.

    Wir wollten einfach weiter.
    Raus aus der Stadt.
    Raus aus dem Lärm.
    Raus aus diesem Staub, diesem Verkehr, diesem ganzen Gewusel.
    Athen war großartig, aber auch anstrengend. Wir hatten alles angeschaut, was wir anschauen wollten, unsere Füße, Nerven und Rollerbremsen hatten genug erlebt, und jetzt war klar: Der nächste Campingplatz muss uns wieder runterholen.

    Und das tat er erstmal auch.
    Und wie. ❤️

    Wir landeten an einem Platz, der wirklich fast direkt am Meer lag. Keine Übertreibung. 20 Meter zum Wasser.
    Zwanzig.
    Das ist so nah, dass man fast schon überlegen könnte, ob man morgens nicht einfach im Schlafsack ins Meer rollt 🌊😂

    Wir hatten eine tolle Aussicht, einen richtig schönen Platz, stellten unsere Stühle hin und machten erstmal das, was wir beide eigentlich gar nicht gut können:
    Geduld haben.

    Ja, wirklich.
    Wir setzten uns einfach hin.
    Ans Meer.
    Auf unsere Stühle.
    Und versuchten nichts zu tun.

    Das klingt für normale Menschen vermutlich nicht besonders spektakulär. Für uns war es fast schon eine Extremsportart 😄
    Denn Britti und ich können vieles. Planlos irgendwo hinfahren, Städte im Zickzack durchqueren, auf Rollerabenteuern halbe Inseln umrunden, irgendwo spontan Kaffee trinken… aber still sitzen und einfach nur geduldig sein? Das ist eher nicht unser olympisches Fachgebiet.

    Aber Britti hat es tapfer versucht.
    Sie lag ganz geduldig in der Sonne, als wolle sie sich selbst beweisen, dass sie nicht alle drei Minuten irgendwo hin hüpfen muss ☀️
    Und das war hier tatsächlich gar nicht so einfach. Denn weit und breit war nichts. Nichts zum Gucken, nichts zum Hüpfen, keine süße Stadt, keine Gassen, kein Hafen, keine Treppen, keine spontane Entdeckung. Hier war einfach… Campingplatz. Meer. Fertig.

    Und das war am Anfang auch völlig okay.

    Ein bisschen Dauercamper-Atmosphäre lag natürlich in der Luft. Diese ganz eigene Campingplatzwelt, in der Leute ihre Parzelle so eingerichtet haben, als würden sie im Zweifel noch die nächsten 17 Sommer dort verbringen wollen. Ein bisschen Gartenzwergenergie, ein bisschen „das Vorzelt steht hier seit der Wiedervereinigung“, aber gut. Man kommt ja klar. 😄

    Nur dann passierte das, was auf Campingplätzen zuverlässig immer dann passiert, wenn du glaubst, jetzt wird’s endlich ruhig.

    Die Leute stellten sich direkt neben uns.

    Warum?
    Keine Ahnung.

    Du hast gefühlt das halbe Gelände zur Auswahl, freie Sicht, freie Plätze, überall Möglichkeiten… und trotzdem kommt jemand und denkt sich offenbar:
    Ach, die beiden da. Direkt daneben. Das fühlt sich richtig an. 😂

    Nach vier Tagen Dauergeduld war es dann auch bei uns langsam vorbei.

    Links neben uns, etwa einen Meter entfernt, zwei Zelter.
    Vorne direkt ein älteres Ehepaar.
    Und dazu… ein Papagei.

    Ja.
    Ein Papagei. 🦜😵‍💫

    Ein Papagei, der offenbar den festen Auftrag hatte, den ganzen Platz akustisch zu begleiten. Unverständlich, laut, durchgehend irgendwas vor sich hin plappernd, als würde er heimlich einen Podcast aufnehmen, den wirklich niemand abonniert hat. Es war nicht mal charmant verrückt. Es war einfach… anstrengend. Sehr anstrengend. 😄

    Und da saßen wir nun.
    Meerblick, ja.
    Schöner Platz, ja.
    Aber links Zeltleben, vorne Papageienprogramm, ringsum mehr Campingplatzsozialkontakt als gewünscht.

    Nichtsdestotrotz hatte das Ganze auch etwas Gutes.
    Es machte uns eines sehr klar:

    Der nächste Campingplatz wird noch besser.
    Ganz sicher.
    Das redeten wir uns zumindest mit einer Entschlossenheit ein, die fast schon religiös war 😂

    Und eins kann ich dir schon sagen, liebe Leser und Leserin, wenn du hier noch mitliest:

    Im nächsten Abschnitt wirst du lesen vom
    schlimmsten Campingplatz seit über zwei Jahren.

    Ja, richtig gelesen.
    Wir dachten, es geht jetzt nur noch schöner weiter.
    Das Leben dachte sich offenbar:
    Ach, wirklich? Na, wartet mal ab.

    Jetzt geht’s also weiter.
    Auf zum nächsten Platz.
    Und ich verspreche dir, das wird kein stilles Idyll.

    Es wird hässlich. Es wird katastrophal. Und natürlich wird es wieder eine Geschichte. 😄🚐
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