• ...Campingplatz innerlich zu löschen 😄🚐🌊

    30.–31. maj, Grækenland ⋅ ☀️ 23 °C

    Platamonas… oder wie man in Rekordzeit lernt, einen Hafen zu lieben und einen Campingplatz innerlich zu löschen 😄🚐🌊

    Diesmal wollten wir wirklich Strecke machen.
    Das wussten wir. Kein langes Rumgetüdel, kein großes Entdecken, kein „ach komm, lass uns hier noch drei Tage bleiben“. Platamonas war nur als Zwischenstopp gedacht. Einmal schlafen, weiterfahren, fertig. So jedenfalls der Plan.

    Und trotzdem…
    dieser Hafen.
    Was für eine schöne Hafenanlage das war. Wirklich. So ein Ort, an dem man sofort denkt: Hier könnte man eigentlich richtig schön frei stehen, morgens aufs Wasser gucken, abends noch einmal am Kai entlanglaufen und sich still freuen, dass man genau dort gelandet ist. 🌊⚓❤️

    Aber nein.
    Wir mussten ja wieder vernünftig sein.
    Wir mussten ja wieder denken:
    „Ach komm, wir nehmen lieber einen Campingplatz.“

    Tja.
    Und genau da begann die falsche Abbiegung des Tages 😄

    Denn was dann kam, war für uns ganz klar:
    der schlechteste Campingplatz seit unserem Start.

    Wir nennen natürlich wieder keinen Namen. Man muss ja nicht alles öffentlich abfackeln. Aber ich sage es mal so: Dieser Platz hat bei uns wirklich komplett verschissen. Komplett.
    Nicht, weil die Leute dort unfreundlich gewesen wären. Im Gegenteil. Sie waren nett. Wirklich nett. Aber nett allein macht aus einem Platz noch lange keinen Ort, an dem man bleiben möchte.

    Es war alles voller Dauercamper, überall etwas düster, irgendwie müde, irgendwie runter, irgendwie so, als hätte der Platz seine besten Zeiten schon lange hinter sich und würde jetzt nur noch aus Gewohnheit weitermachen. Wir sind drübergelaufen, auch mal ein Stück abseits… und ganz ehrlich: unterirdisch war noch freundlich formuliert 😬

    So schlimm, dass wir dort weder duschen wollten noch die Toiletten benutzt haben. Und das will bei uns schon was heißen. Das war nicht mal mehr dieses klassische „naja, für eine Nacht geht’s schon“, sondern eher ein stilles inneres „bitte lass die Nacht schnell vorbeigehen“.

    Morgens war es dann sogar so weit, dass wir dort nicht mal gefrühstückt haben.
    So unangenehm war uns das Ganze.
    Wir sind einfach losgefahren. Ohne großes Theater. Ohne Abschiedssehnsucht. Eher mit diesem Gefühl, das man sonst nur hat, wenn man aus einem schlechten Hotelzimmer endlich raus ist und sich wieder wie ein Mensch fühlt 😂

    Gefrühstückt haben wir dann an einer Autoraststätte.
    Und jetzt kommt das Verrückte:
    Das war eine Wohltat.

    Einfach nur auf einem Busparkplatz. Ganz gemütlich. Ganz allein. Heimlich fast schon schön. Da sitzt du zwischen Asphalt, etwas Wind und einem simplen Frühstück und denkst dir plötzlich:
    Ja. Genau das brauchten wir jetzt.
    Wie tief man im Campingplatz-Elend gewesen sein muss, damit ein Rastplatz sich wie Wellness anfühlt, darüber reden wir besser nicht weiter 😄

    Aber dann ging es endlich dahin, wo es eigentlich hingehen sollte.
    Weiter Richtung erster Finger, Richtung Kassandra.
    Durch Thessaloniki, und dann am Ende auf den Campingplatz Ouzouni Beach.

    Und Freunde…
    dieser Campingplatz hat uns komplett erwischt.
    Aber auf die gute Art.

    Ich verspreche euch:
    Der lässt uns nicht mehr los.

    Nicht, weil irgendwas schiefgelaufen wäre. Sondern weil es hier einfach so gut ist, dass wir nicht mehr wegkommen. Und ich meine das wörtlich. Selbst jetzt, wo ich das hier schreibe, hängen wir immer noch dort fest 😄
    Britti war heute Morgen sogar schon wieder los und hat noch ein paar Tage verlängert.

    Warum?

    Ganz einfach:
    Weil wir es können.
    Und weil wir alle Zeit der Welt haben. ❤️

    Und genau das, lieber Leser, wünsche ich dir auch.
    Nicht dieses Gehetze. Nicht dieses ständige Müssen.
    Sondern dieses Gefühl, sagen zu können:
    Hier ist es schön. Also bleiben wir.

    Jetzt hänge ich hier am Strand.
    Dem besten Strand, den wir bisher in Griechenland hatten.
    31 Grad. Die Sonne brennt mir auf den Pelz. Das Meer liegt vor mir, als wollte es mich endgültig davon überzeugen, dass man an manchen Orten einfach nicht weiterfahren sollte. ☀️🌊

    Und ich denke einfach nur:
    Was ist das Leben schön.

    Und genau das wünsche ich dir auch, liebe Leser, wenn du bis hier gelesen hast.

    Aber…
    warum wir hier geblieben sind,
    warum wir nicht mehr weggekommen sind,
    und warum wir hier wieder ganz tolle neue Freunde kennengelernt haben, mit denen wir eine Menge Spaß haben…

    das kommt im nächsten blog! 😄

    Und ich sage dir jetzt schon:
    Da werde ich euch auch ein Foto zeigen von einem riesigen Monster-Wohnmobil, gegen das unser Silberpfeil plötzlich fast wie ein Spielzeug aussieht.

    Also bleib dran. Das nächste Kapitel hängt schon in der Sonne und wartet.
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