• Wie Griechenland langsam leise Tschüss sagte!

    Jun 23–27 in Greece ⋅ ☀️ 31 °C

    Elenas Camping bei Igoumenitsa 🌊🚐🇬🇷
    Oder wie Griechenland langsam leise Tschüss sagte

    Manchmal merkst du erst am Ende einer Reise, wie tief sie eigentlich in dir drinsteckt.

    Wir kamen auf Elenas Camping, irgendwo in der Nähe von Igoumenitsa, und standen dort in zweiter Reihe am Strand. Nicht direkt vorne auf der großen Bühne, aber genau richtig für uns. Ein bisschen heimlich. Ein bisschen geschützt. Ein bisschen so, als hätte dieser Platz gesagt:
    „Kommt her, ihr zwei. Hier könnt ihr noch mal durchatmen, bevor Griechenland euch wieder loslassen muss.“ 🌊❤️

    Und genau so fühlte es sich an.

    Unsere Griechenlandzeit neigte sich langsam dem Ende zu. Acht Wochen waren wir in diesem kleinen, verrückten, wunderschönen Land unterwegs. Acht Wochen voller Orte, die man nicht einfach nur gesehen hat, sondern die irgendwie an einem kleben bleiben.

    Athen.
    Der Kanal von Korinth.
    Olympia.
    Meteora.
    Lefkada.
    Die Peloponnes.
    Die Chalkidiki.
    Und all die kleinen Straßen, Tavernen, Campingplätze, Rollerfahrten, Gespräche, Kaffeepausen und Menschen, die plötzlich Teil unserer Reise wurden 🇬🇷✨

    Und jetzt standen wir also hier. Fast am Ende. Kurz vor der Fähre nach Bari. Italien wartete schon irgendwo da draußen. Aber wir waren noch nicht ganz bereit, Griechenland innerlich loszulassen.

    Der Platz war perfekt für diesen Abschied. Nicht laut. Nicht großartig aufdringlich. Einfach angenehm. Strandnah. Warm. Ruhig genug, um sentimental zu werden, aber nicht so ruhig, dass Britti nicht trotzdem alle fünf Minuten irgendwo hin musste 😄

    Und das Wasser… Freunde, das Wasser war hier richtig gut.

    Jetzt kommt eine historische Meldung:
    Kai war insgesamt sechs Mal baden. 🌊😳

    Ja. Sechs Mal.
    Nicht einmal versehentlich mit dem Fuß reingerutscht. Nein. Richtig baden. Ich weiß selbst nicht, was da mit mir los war. Vielleicht griechische Magie. Vielleicht Abschiedsschmerz. Vielleicht war das Wasser einfach so gut, dass selbst mein innerer Nichtschwimmer kurz sagte:
    „Na gut, aber nur unter Protest.“ 😂

    Britti war natürlich ungefähr dreißig Mal drin. Mindestens. Wahrscheinlich eher mehr. Bei ihr zählt Baden ja nicht als Aktivität, sondern als Grundzustand. Sobald Wasser in der Nähe ist, beginnt bei ihr innerlich irgendein Delfinprogramm 🐬😄

    Dazu bekam sie noch eine neue Luftmatratze. Und damit war endgültig klar: Jetzt wird es sportlich.
    Britti machte Übungen.
    Schmetterling.
    Taucherbrille testen.
    Mich ärgern.
    Sich ziehen lassen.
    Schneller sein.
    Wieder schneller sein.
    Und dann noch mal schneller sein.

    Ich habe sie natürlich auch immer mal gezogen. Also theoretisch. Praktisch war ich grundsätzlich langsamer. Keine Ahnung, warum. Doch, eigentlich weiß ich es schon. Ich bin nicht langsam. Ich bin gelassen. Das ist ein großer Unterschied 😎

    Britti dagegen hüpfte, schwamm, tauchte, lachte und war mir ständig einen halben Wasserkilometer voraus. Es ist wirklich erstaunlich, wie viel Energie in so einem Menschen stecken kann, während ich im Wasser schon nach zehn Minuten aussehe wie ein Mann, der einen Friedensvertrag mit seinem eigenen Kreislauf verhandelt.

    Aber es war herrlich.

    Wir tobten im Wasser. Nicht einmal. Nicht zweimal. Immer wieder. So sehr, dass uns manchmal fast die Luft wegblieb. Dieses richtige Lachen, bei dem man nicht mehr weiß, ob man gerade schwimmt, hustet oder einfach nur glücklich ist 😂❤️

    Und danach gingen wir erschöpft ins Restaurant.
    Kaffee. Kekse. Sitzen. Atmen. Leben.

    Ich versuchte natürlich regelmäßig, Brittis Keks zu klauen. Ganz vorsichtig. Ganz unschuldig. Mit der alten Technik: Ich gucke woanders hin und meine Hand macht zufällig etwas anderes.
    Hat nicht funktioniert.
    Britti bewacht ihre Kekse wie ein griechischer Tempel seine Schätze 🍪😄

    Neben all dieser Wasserfreude lag aber auch etwas anderes in der Luft.
    Vorbereitung. Weiterreise. Fähre. Italien. Bari.

    Und dann kam noch diese Sache, die in der nächsten Geschichte eine größere Rolle spielen wird:
    Der Vorderreifen.

    Ich stellte fest, dass er blank war. Nicht so ein bisschen „ach, beobachten wir mal“. Sondern eher so, dass man als verantwortungsvoller Fahrer sofort denkt:
    „Das wird jetzt ein Thema.“ 😬🚐

    Also wurde geschrieben. Viel geschrieben. Mit Italienern. Auf Italienisch. Und ja, ChatGPT sei Dank, denn ohne Übersetzungshilfe hätte ich vermutlich irgendwo zwischen „Reifen“, „Wohnmobil“ und „bitte nicht sterben“ sprachlich aufgegeben 😂

    Ein neuer Reifen musste her.
    Und tatsächlich wurde einer für uns bestellt.
    Aber dazu mehr in der nächsten Geschichte.

    Denn jetzt kam erstmal der Abend vor Brittis Geburtstag. Und genau da wurde es wieder spannend.

    Was schenkt man einer Frau, wenn man mit dem Wohnmobil durch Griechenland reist, kurz vor der Fähre nach Italien steht, ein Reifen blank ist und der Kopf schon halb bei der Überfahrt hängt?

    Richtig.
    Ein Geburtstagsgeschenk der Sonderklasse 😄🎁

    Was genau das war, verrate ich noch nicht. Nur so viel: Es hatte irgendwie mit unserer Weiterreise zu tun. Vielleicht mit der Fähre. Vielleicht mit dem Reifen. Vielleicht mit beidem. Und vielleicht war es eines dieser Geschenke, bei denen man erst nicht weiß, ob man lachen, staunen oder den Schenkenden für komplett verrückt erklären soll.

    Aber was soll man machen auf so einer Reise?

    Griechenland sagte langsam Tschüss.
    Italien winkte schon von der anderen Seite.
    Und wir saßen da auf Elenas Camping, mit Sand an den Füßen, Salz auf der Haut, einem fast blanken Reifen im Hinterkopf und diesem weichen Gefühl, dass acht Wochen Griechenland nicht einfach vorbei sind.

    Sie bleiben.

    In den Bildern.
    In den Geschichten.
    In den Menschen, die wir getroffen haben.
    In den Momenten, in denen Britti durchs Wasser tobte und ich so tat, als wäre mein Tempo eine bewusste Lebensentscheidung.

    Liebe Leserinnen und Leser, wenn ihr bis hier noch dabei seid, dann bleibt unbedingt dran.

    Denn als Nächstes kommt Brittis Geburtstag.
    Und dieses Geschenk…
    das versteht wahrscheinlich nicht jeder.

    Aber genau deshalb passt es perfekt zu uns 😄🚐🎁
    Read more