Es geht los....
26 dicembre 2025, Germania ⋅ ☀️ 2 °C
BOARDING PASS – WOMO EDITION
🚐 Reiseziel: Cuxhaven
📅 Reisezeit: Zwischen den Jahren & über Neujahr
🧭 Route: Erinnerung → Mut → Freiheit
👩✈️ Fahrerin: Rosi
🧳 Gepäck: Vertrauen, Wissen von Freunden, viele Erinnerungen
💛 Unsichtbarer Begleiter: Michael
🌊 Erwartung: Meerluft, Begegnungen, Zuversicht
✨ Status: Angekommen – und unterwegs zugleich
Heute Morgen geht es los.
Zum ersten Mal ganz allein mit dem Wohnmobil auf Tour. Ich habe Angst vor meiner eigenen Courage.30 Jahre war ich mehr oder weniger nur Beifahrerin. Erst seit Michaels Krebserkrankung habe angefangen auch zu fahren.
Eine Reise, die ich mir gleich nach Michaels Tod vorgenommen habe: zwischen den Jahren und über Neujahr nach Cuxhaven.
Im letzten Jahr bin ich diese Strecke noch an Michaels Seite gefahren. Heute fahre ich allein – aber nicht ohne Halt.
Hier oben sind liebe Freunde. Menschen, die da sind, wenn etwas hakt.
Denn Wohnmobilfahren ist das eine – die ganze Technik im und um das Mobil zu beherrschen, ist eine andere Welt.
Bislang kenne ich vor allem Gas- und Bremspedal. In den letzten Tagen erklären mir Freunde geduldig,
wie Gasflaschen gewechselt werden, wie die Heizung funktioniert
und dass es diesen genialen Wärmetauscher gibt, der das große Fahrzeug während der Fahrt mit Motorwärme heizt.
Und trotzdem: Viele kleine Unbekannte fahren mit mir mit.
Dinge, für die Michael immer zuständig war – und die mich ganz sicher noch fordern werden.
Im ersten Teil der Fahrt sitzt Jan-Michel neben mir.
Ich setze ihn am Parkplatz Ahlhorn ab – er muss zur Familienfeier nach Garrel.
Ein vertrauter Anfang, der gut tut.
Für das tolle Winterwetter habe ich anfangs kaum ein Auge.
Meine Konzentration liegt fest auf der Straße.
Doch mit jedem Kilometer werde ich lockerer.
Plötzlich nehme ich die Landschaft wahr, wie sie im Sonnenlicht glitzert.
Die Navis dagegen sind sich alles andere als einig. Meine Schuld. Irgendwie hat das mit den Zwischenzielen wohl nicht ganz funktioniert.
Wenn Google Maps „rechts“ sagt, will das Garmin unbedingt „links“.
Ich folge keinem von beiden blind – und komme trotzdem an.
Oder gerade deshalb.
Und das ist doch, was zählt.
Die nächste Überraschung wartet sofort nach der Ankunft:
Ich will mir die Hände waschen – doch trotz eingeschalteter Pumpe kein Wasser.
Kurz denke ich ernsthaft darüber nach, die nächsten Tage mit einer Gießkanne auszukommen.
Dann gluckern die Hähne, und plötzlich fließt Wasser.
Erst zögerlich, dann kräftig.
Viel Luft in der Leitung. Problem gelöst. Erleichterung pur.
Lange bleibe ich nicht allein.
Schon sitze ich bei Connie und Horst am Kaffeetisch.
Und wenig später laden Barbara und Dirk, die Betreiber des Stellplatzes,
zu Kaffee, Kuchen und Sekt ein.
In dieser fröhlichen Runde sehe ich zu, wie die Sonne langsam hinter dem Stellplatz verschwindet.
Das Meer schaffe ich heute nicht mehr zu besuchen.
Aber morgen ist auch noch ein Tag.
Und das Wetter soll wieder wunderbar werden.
Jetzt kuschle ich mich in mein warmes Wohnmobil,
mache es mir gemütlich
und denke:
Michael wäre ganz schön stolz auf mich.Leggi altro






ViaggiatoreDu machst das gut! Und man sagt so schön: man wächst an seinen Aufgaben…
ViaggiatoreDas finde ich super, das du los fährst. Ich wünsche dir eine wunderschöne Reise mit vielen Eindrücken.
Womofriends-on-tourDanke🙏😊