• Eiergrog, Nordsee und roterAlarmknopf

    27 dicembre 2025, Germania ⋅ 🌬 7 °C

    Nach einer wirklich ruhigen, kuscheligen Nacht im Wohnmobil werde ich wach.
    Ich schaue aus dem Fenster – und sehe: nichts. Es ist noch dunkel.
    Hier oben an der Küste braucht der Morgen offenbar länger als zu Hause.
    Also koche ich mir erst einmal einen Kaffee, krieche zurück ins Bett und genieße das Faulsein mit meinem Hörbuch. ☕📖
    Langsam erwacht draußen der Stellplatz: Türen klappen, Kassettentoiletten werden Richtung Entsorgung gezogen, die Ersten kommen mit frischen Brötchen aus dem Ort zurück oder marschieren om Bademantel zur Dusche.
    Zeit, auch für mich aufzustehen.
    Großes Frühstück? Heute nicht.
    Ein Glas frischer Orangensaft 🍊 und mein Müsli – das reicht.
    Nur: irgendwie ist es kühl im Wohnmobil, obwohl die Heizung auf 20 Grad steht.
    Was habe ich denn jetzt schon wieder falsch gemacht?
    Ein kurzes Telefonat mit Rolf und Lisa – wir haben das gleiche Wohnmobil – bringt die Lösung:
    Die Temperatur muss höher eingestellt werden, damit der Heizkreislauf richtig startet.
    Gesagt, getan. Und siehe da: Es wird warm.
    Wieder etwas gelernt. ✅
    Das Wetter allerdings zeigt sich zunächst wenig kooperativ: grau in grau, feiner Nieselregen.
    Dabei hieß es gestern noch, heute würde die Sonne scheinen.
    Aber gegen elf Uhr passiert es: Der Himmel reißt auf, dieses typische winterliche Hellblau, das nur am Meer so mystisch ist, erscheint und plötzlich ist alles wieder wunderschön. 🌤️
    Ich treffe mich mit Connie, Horst und Heidi zu einem Spaziergang zum Meer, zur Promenade und in den Ort.
    Der Wind am Strand ist schneidend kalt – mir fallen fast die Ohren ab. 🧣🌬️
    Aber die Sicht ist grandios: Ich kann bis nach Neuwerk schauen.
    Nach so viel Nordwind brauchen wir dringend etwas zum Aufwärmen.
    Wo geht das besser als auf dem Weihnachtsmarkt bei einem Glas Eiergrog? 🎄🥃
    Und weil man bekanntlich nicht nur vom Trinken leben kann, gibt es gleich noch Currywurst mit Pommes dazu.
    Herz und Bauch sind zufrieden.
    Wir bummeln noch durch ein paar kleine Läden, dann ziehen wieder dunkle Wolken auf, leichter Regen setzt ein.
    Also langsam zurück zum Stellplatz.
    Kaum dort angekommen, lacht uns die Sonne wieder aus allen Knopflöchern an – als wolle sie sagen: „Ätsch!“ ☀️
    Ich nutze die Gelegenheit für ein kleines Sonnenbad im Cockpit. und lasse mich zu einem Mittagsschläfchen verführen.
    Später möchte ich eigentlich noch einmal an den Strand.
    Doch dann sehe ich es:
    Die Kontrollleuchte am Panel leuchtet rot. 🔴
    Oh nein – was bedeutet das jetzt wieder?
    Vermutlich ist eine der Gasflaschen leer. Ich wusste ja nicht, wie voll sie bei der Abfahrt waren – und tatsächlich: eine ist leer.
    Hans-Werner besorgt mir eine neue, Horst schließt sie an.
    Aber da war doch noch etwas mit der Duomatik … 🤔
    Ein netter Herr vom Nachbarplatz – ebenfalls Carthago-Fahrer – erklärt uns geduldig den Drehknopf.
    Wir stellen die Entnahme erst einmal auf die noch halbvolle Flasche ein
    Wieder etwas gelernt.
    Der Knopf bleibt trotzdem rot.
    Erst nach ein paar beherzten An-und-Aus-Drück-Versuchen springt er endlich auf Grün. 🟢
    Erleichterung!
    Inzwischen ist es dunkel, aber für einen kleinen Spaziergang reicht es noch.
    Gegen sechs schaue ich noch bei Horst und Connie vorbei.
    Beim Eierlikörchen 🥛 lassen wir den Tag Revue passieren – diese kleinen Gespräche tun einfach gut.
    Abendbrot mache ich mir später alleine. Große Lust habe ich nicht, aber irgendwas braucht der Mensch ja.
    Und dann sehe ich es schon wieder:
    Der Knopf am Panel ist erneut rot.
    Nicht schon wieder …
    Ich fotografiere das komplette Panel und frage die KI.
    Sie weist mich auf ein kleines blinkendes Symbol hin, das ich gar nicht richtig wahrgenommen habe.
    Bedeutung: Die Aufbaubatterie lädt nicht.
    Oh je.
    Es ist inzwischen halb neun, und ich mag niemanden mehr fragen.
    Zum Glück beruhigt mich die KI:
    Nichts Dramatisches.
    12-Volt-Verbraucher reduzieren – also Lampen, Fernsehen, Radio.
    Pumpe möglichst wenig benutzen.
    Morgen in Ruhe nach Ladegerät, Batterie oder einer Sicherung schauen. Vielleicht ist auch nur ein Schalter verrutscht.
    Das beruhigt mich wirklich. 💙
    Und weil ich sowieso Strom sparen will, gehe ich einfach ins Bett.
    Mit dem Handy.
    Und schreibe Tagebuch.
    Morgen wird alles gut.
    Hoffe ich. 🌙✨
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