• Silvester & Neujahr in Cuxhaven

    31 dicembre 2025, Germania ⋅ 🌬 6 °C

    🌬️🎆 Zwischen Sturm, Berlinern und Hoffnungsschimmern

    Der Silvestermorgen beginnt mit Regen und Sturm. Kein Vergleich zu dem fast frühlingshaften Tag davor.
    Silvester ist ein Tag zum Zurückblicken – und meine Gedanken wandern unweigerlich zum letzten Jahr. Zu ihm.
    Er fehlt. Und mit diesem Fehlen kommt wieder die Erkenntnis, jetzt allein mit vielem klarkommen zu müssen.
    Das Radio meint es nicht gut mit mir. Gefühlvolle Musik, sensible Texte – genau das, was man in so einem Moment nicht braucht.
    Doch dann winken Hans-Werner und Heidi mir zu, als ich gerade den Müll wegbringe. Kurz darauf sitzen wir alle gemeinsam im Wohnmobil und begrüßen Silvester – mit einem kleinen Getränk und viel Spass. Und plötzlich fühlt sich alles ein kleines Stück leichter an.
    Als Conny vorschlägt, noch einen Silvesterspaziergang zu machen, bin ich dabei. Regen und Wind legen tatsächlich eine kurze Pause ein, und wir drehen eine große Runde. Doch kurz bevor wir zurück auf dem Stellplatz sind, öffnet der Himmel wieder alle Schleusen. Der Wind treibt uns eiskalten Regen ins Gesicht – willkommen an der stürmischen Nordsee.

    Am Nachmittag sind wir bei Barbara und Dirk, den Betreibern des Stellplatzes, zum Silvesterkaffee eingeladen. Und was das für einer ist! Berge von Berlinern, Spritzgebäck, Schaumküssen – dazu Lachen, Spass und interessante Gespräche. Danach noch ein Gläschen Sekt, und kurz nach fünf geht es zum Wohnmobil🤷‍♀️zurück, um uns etwas frisch zu machen.
    Um 18 Uhr wartet bereits ein reservierter Tisch beim Chinesen. Eckhart und Anja sind inzwischen auch da, und gemeinsam genießen wir den Trubel eines vollbesetzten Silvesterlokals. Viel los, gutes Essen, gute Stimmung, besonders als Heidi bei der Bestellung eines Tees bei der Aufzählung der Tees statt Kamillentee Krawattentee versteht und näher nachfragt, was das denn für ein Tee ist. Um acht ist der Tisch neu vergeben – Silvester eben.
    Zurück am Stellplatz wartet Barbara schon wieder auf uns: Schnittchen, Sekt, kalte Getränke – alles, was das Herz begehrt. Ich sorge für Musik über den Bluetooth-Lautsprecher, und schon bald raten wir fröhlich Schlager, singen mit und lachen viel.
    Gegen 22 Uhr löst sich die Runde langsam auf. Heidi geht es nicht so gut, Conny und Horst möchten zu ihrem Hund, der das Geböller im Wohnmobil nicht mag. Eckhart und Anja kommen noch mit zu mir ins Wohnmobil
    Um 23:30 gehen wir Richtung Strand. Menschenmassen, Raketen, Böller – obwohl es noch keine zwölf ist. Dann der Countdown, überall „Frohes Neues Jahr“, Umarmungen, Jubel. Am Himmel ein halbstündiges bis dreiviertelstündiges Feuerwerkschaos – wild, laut, beeindruckend.
    Doch Wind und Nieselregen sorgen für den frühzeitigen Heimweg. Gegen 0:30 verabschieden wir uns vom Spektakel. Eckhart und Anja fahren zurück nach Sahlenburg und ich mache es mir gemütlich im Wohnmobilbett – und schlafe ins neue Jahr hinein.
    Der Neujahrsmorgen begrüßt mich mit kräftigem Wind, der das Wohnmobil ordentlich durchschüttelt. Gut, dass ich die Satellitenschüssel nachts noch eingefahren habe. Nach dem Frühstück kommen Heidi und Conny zum Quatschen vorbei und um das neue Jahr zu begrüßen. Wir beschließen, trotz allem einen Spaziergang zur Gosch zu wagen – Fisch geht schließlich immer und steht noch auf meiner Liste für Cuxhaven.
    Der kurze Weg ist bei diesem Wetter schon das Höchste der Gefühle. Wir kommen klatschnass an, der Schirm ist völlig nutzlos gegen den Wind. Ein wirklich schäbiges Neujahrswetter.
    Meine Gasflasche meldet sich inzwischen auch leer. Also wird nach dem Essen noch schnell gewechselt – Hauptsache warm. Der Nachmittag gehört dann der Gemütlichkeit: suf dem Bett liegen, Fotos sortieren, diesen Reisebericht schreiben,
    mal schauen, was das neue Jahr sonst noch bereithält sowie ein kleines Mittsgsschläfchen machen. So höre ich nicht mal das Klopfen von Hans Werner der zum Nachmittagskaffee einlädt.
    In der Küche stehen noch so viele Kuchenteile, die von gestern übergeblieben sind. Am späten Nachmittag verschwindet jeder in seinem Wohnmobil. Der Rest des ersten Tages im neun Jahre kann ich spüren wie der Sturm das Womo rüttelt und die Hagellkörner aufs Dach prasseln. 2026 fängt mit großem Wetterkino an. 🌬️✨
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