• SILVESTER-Jahresrückblick 2025 –

    31 dicembre 2025, Germania ⋅ 🌬 7 °C

    Zwischen Abschied und Aufbruch

    Mein Jahr beginnt in Cuxhaven.
    Und es endet hier auch.
    Damals, zu Jahresbeginn, ist Michael noch an meiner Seite. Schon schwer gezeichnet von seiner Krankheit. Wir wissen beide, dass sich etwas Unumkehrbares anbahnt, auch wenn wir es nicht aussprechen. Heute bin ich wieder hier – allein. Und doch fühlt sich dieser Kreis wichtig an.
    2025 ist eines der schwersten Jahre meines Lebens.
    Einen geliebten Menschen gehen zu lassen. Zusehen zu müssen. Nichts tun zu können. Diese Ohnmacht hinterlässt Spuren, die bleiben.
    Und trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – hat dieses Jahr auch lichte Momente. Unser fünfzigster Hochzeitstag. Unsere goldene Hochzeit. Alle Freunde und Wegbegleiter kommen noch einmal zusammen. Wir feiern, lachen, umarmen uns. Tief in meinem Herzen weiß ich: Für mich ist es auch ein Abschied. Aber ein schöner. Einer voller Dankbarkeit.
    Wir schafften es im Sommer sogar noch zu zwei kleinen Wohnmobiltouren. Kostbare Tage, die ich fest in mir bewahre. Erinnerungen, die bleiben.
    2025 zeigt mir auch ganz deutlich, wie wichtig Familie ist. Meine Kinder, meine Familie – sie sind da. Immer. Wachsam, sorgend, tragend. Dafür bin ich unendlich dankbar.
    Mein Blick geht nach vorn.
    Die Fahrt mit dem großen Wohnmobil allein nach Cuxhaven ist eine meiner ersten Herausforderungen. Nicht alles läuft so reibungslos wie früher mit Michael an meiner Seite. Und doch fühlt es sich mit jedem Tag ein bisschen entspannter an, denn hier sind liebe Freunde, die mich unterstützen. Es ist ein Test. Für mich. Für dieses Leben. Für die Frage, ob ich diesen Weg weitergehe.
    In vierzehn Tagen steht schon die nächste Reise an – diesmal mit dem Flugzeug. Ich besuche eine Freundin auf Gran Canaria.
    Ende Februar folgt ein Generationentrip , Backpacker auf die Philippinen: mein Sohn Jan-Michel, meine Enkelin Clara und ich. Zwei Tage Singapur und dann Inselhopping, ein Abenteuer, ein großer Schritt. Mein erster Langstreckenflug. Ich bin neugierig. Respektvoll. Und voller Vorfreude.
    Für April hat mein Bruder angefragt– zu einer mehrtägigen Radtour, entlang der Weser nach Hamburg, die ich eigentlich schon vor zwei Jahren machen wollte. Damals hat mich Corona gestoppt. Jetzt bekommt die Tour vielleicht ihren Platz.
    Das sind schon viele gute Punkte für das neue Jahr. Daneben gibt es allerdings noch vieles zu regeln, zu klären, zu ordnen. Es ist nicht wenig. Aber auch das werde ich schaffen. Schritt für Schritt.
    Ich gehe positiv und entschlossen ins neue Jahr.
    Mit allem, was war.
    Mit dem, was fehlt.
    Und mit der Hoffnung, dass es ein gutes Jahr wird.
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