• Fahrt in den Inselsüden

    17 gennaio, Spagna ⋅ ⛅ 17 °C

    Tag 2 –
    Vom kühlen Norden in den sonnigen Süden

    Heute Morgen nehmen wir kurz nach zehn den Bus, um zum Busbahnhof für die Überlandbusse zu fahren. Er liegt ganz in der Nähe der Altstadt von Las Palmas und ist gut organisiert. Kaum angekommen, finden wir auch schon den richtigen Bussteig. Wir gehören zu den Ersten, die einsteigen – und sichern uns den besten Platz überhaupt: direkt neben dem Fahrer, mit freier Sicht nach vorne. Besser geht’s nicht. 👀🚌
    Unser Ziel heute: Maspalomas im Süden der Insel. Die Fahrt ist etwa 60 Kilometer lang und kostet rund fünf Euro – günstig und komfortabel. Die Busse auf Gran Canaria sind modern, sauber und die Fahrer fahren souverän, manchmal auch recht flott. Zunächst geht es über die Autobahn, vorbei an karger Vulkanlandschaft, die typisch für die Insel ist. Doch diese Wochen haben ungewöhnlich viel Regen gebracht, und plötzlich zeigt sich Gran Canaria von einer ganz anderen Seite: Überall wird es grün.
    Palmen säumen die Straßen – sie sind hier ohnehin allgegenwärtig und stehen wie kaum etwas anderes für das milde Klima der Insel. Immer wieder öffnet sich der Blick auf den Atlantik, der ruhig und tiefblau neben uns liegt. Diese Busfahrt ist mehr als nur ein Transfer – sie ist eine kleine Inselrundfahrt und zeigt, wie vielseitig Gran Canaria ist.
    Und dann spüren wir es ganz deutlich: Wir lassen den eher kühlen, windigen Norden hinter uns. Während es in Las Palmas heute wolkig ist, mit Wind und gerade einmal 18 Grad, empfängt uns Maspalomas mit Sonnenschein und angenehmen 22 Grad. 🌞
    Willkommen im Süden – auf geht’s, Maspalomas entdecken!

    Menschenmengen, Dünen, Meer & ein langer Aben

    In Maspalomas laufen wir vom Busbahnhof direkt zum nahegelegenen Leuchtturm – und stehen damit auch sofort am Strand. Ich traue meinen Augen kaum: so viele Menschen auf einem Haufen! 😳
    Das haben wir weder bei uns im Viertel , noch an den Canteras erlebt. Überall stehen, liegen und sitzen Menschen, Strandbars sind voll, die Stimmung ist lebendig und laut. Wahrscheinlich ist am Wochenende der halbe Norden der Insel in den wärmeren Süden geflohen.
    Wir gehen weiter in die Dünen von Maspalomas – sechs Kilometer Sandlandschaft, eigentlich endlos. Und trotzdem: auch hier wimmelt es von Menschen. Durch einen Palmenhain laufen wir schließlich zurück Richtung Busbahnhof, denn wir wollen weiter in ein kleines Bergdorf fahren.
    Doch wir haben die Rechnung ohne das Wochenende gemacht: Linie 18 – entfällt. Einfach so.
    Also Plan B.
    Wir fahren weiter nach Puerto de Mogán, dem „kleinen Venedig Gran Canarias“. Ein wunderschöner Küstenort – das wissen offenbar nicht nur wir. Die Busse fahren am Wochenende nur stündlich, und die Warteschlange ist beachtlich. Der erste Bus fährt uns buchstäblich vor der Nase weg. 😬
    Also warten. Drei Viertelstunde. Ich tröste mich mit einem Eis 🍦 – hilft immer ein bisschen.
    Dann klappt es.
    Und die Fahrt ist einfach atemberaubend: Serpentinen durch schroffe Felsen, tief unter uns das Meer, immer neue Ausblicke auf die Küste. Ehrlich – besser kann eine Inselrundfahrt kaum sein, und wir sitzen einfach im Linienbus. 🚍🌊
    In Puerto de Mogán angekommen, schauen wir sofort nach der Rückfahrt. Der Expressbus zurück nach Las Palmas fährt direkt, ohne Umsteigen in Maspalomas. Perfekt. In gut zwei Stunden geht er – Zeit genug, den Ort zu erkunden.
    Wir schlendern durch die schmalen Gassen, schauen in den Hafen, genießen das Licht. Dann entdecken wir den Aufgang zum Mirador. Natürlich wollen wir da hoch – ohne zu wissen, wie steil und wie viele Stufen das sind. 😅
    Aber: angefangen ist mitgegangen. Und oben werden wir mit einer grandiosen Aussicht auf das Meer und den Ort belohnt. 🌊🏞️
    Zurück im Ort suchen wir uns noch etwas zu essen.
    Ich entscheide mich für ein spanisches Omelett mit Papas fritas, Andreas nimmt Pizza. Beides schmeckt richtig gut und gibt neue Energie für den Rückweg.
    Viel zu früh gehen wir Richtung Busbahnhof – der ist ja keine fünf Minuten entfernt. Und wieder trauen wir unseren Augen nicht: eine endlose Schlange. Alle wollen mit der Linie 18 zurück nach Las Palmas.
    Aber wieder haben wir Glück 🍀 – wir bekommen noch Plätze. Es ist kurz nach fünf, als der Bus plötzlich losfährt, obwohl offiziell noch Zeit bis zur Abfahrt wäre. Gut, dass wir früh da waren.
    Die Rückfahrt ist erneut wunderschön. Diesmal sitzen wir auf der anderen Seite und haben einen noch besseren Blick aufs Meer. Zwischendurch gibt es sogar ein kleines Nickerchen. Nach fast anderthalb Stunden und 93 km sind wir zurück in Las Palmas. Der Preis 9 Euro pro Person.
    Wettertechnisch ist dieser Tag einfach verrückt:
    Gerade noch 25 Grad, Sonne und Sommerfeeling in Puerto de Mogán – und nun 18 Grad, Wolken, Nieselregen in Las Palmas. Alles auf einer einzigen Insel, kaum 100 Kilometer entfernt. 🌦️
    Am Santa-Catalina-Park steigen wir aus, ich mache noch einen kurzen Abstecher in die Keramikabteilung eines Einkaufszentrums, dann geht es zu Fuß durchs Viertel, an den Canteras entlang, nach Hause. Es ist trocken, aber extrem windig, die Wellen tragen hohe weiße Schaumkronen und platschen laut ans Ufer. 🌬️🌊
    Eigentlich sind wir fertig für den Tag – doch wir haben ja noch den Tipp von Petra: Samstagabend Live-Musik ganz in der Nähe. Also raffen wir uns gegen 20 Uhr noch einmal auf.
    Und es lohnt sich.
    Das Publikum ist bunt gemischt, überwiegend Spanier. Gegen halb elf spielt eine spanische Band – nicht ganz unsere Musikrichtung, aber die Stimmung ist großartig. Es wird getanzt, geklatscht, gelacht. Richtig authentisch. 💃🎶
    Nebenbei lernen wir ein schwedisches Paar kennen. Wir unterhalten uns auf Englisch – bei der Lautstärke und mit begrenztem Wortschatz ziemlich anstrengend, aber sehr nett. 😄
    Gegen elf Uhr sind wir endgültig platt, gehen zurück und fallen todmüde, aber glücklich, ins Bett.
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