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Las Palmas – 7 Tage Auszeit

Nach dem Tod von Michael nehme ich gern das Angebot meiner Freundin Petra an, sie auf Gran Canaria zu besuchen. Als Reisebegleiter hat Andreas, der Lebensgefährte meiner Schwester, Lust mitzukommen, um die Insel zu entdecken. Dann wurde Petra krank.. Leggi altro
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    🇩🇪 Löhne, Deutschland

    Abschied mit Blick aufs Meer

    23 gennaio, Germania ⋅ ☁️ 0 °C

    – Gran Canaria, wir sehen uns wieder
    Der letzte Tag unseres Gran-Canaria-Aufenthalts ist angebrochen.
    Bis 12.00 Uhr müssen wir auschecken, ab 15.00 Uhr sollten wir am Flughafen sein, um 17.00 Uhr geht der Flieger. Viel unternehmen lässt sich heute also nicht mehr.
    Wir schlafen länger, frühstücken in Ruhe und versorgen uns gleich mit Reiseproviant. Dann heißt es Tasche packen. Eigentlich schnell erledigt – denke ich.
    Aber ich habe die Rechnung ohne eine Hose, eine Jacke und ein T-Shirt gemacht, die wegen des etwas kühleren Wetters noch dazugekommen sind.
    Was soll ich sagen: Eine alte Hose bleibt zurück und ich stopfe ordentlich, damit der Reißverschluss überhaupt noch zugeht 🙈
    Es ist warm, teilweise sonnig, und so gehen wir noch ein wenig über die Playa de las Canteras. Wir trinken etwas, schauen aufs Meer, lassen die Woche Revue passieren.
    Um 12.00 Uhr holt Andreas das Gepäck aus der Wohnung, und wir genießen noch eine letzte Stunde Meer und Wärme, bevor es zur Bushaltestelle geht.
    Wir fahren bis kurz vor San Telmo, dort bringt uns wenig später die Linie 91 zum Flughafen.
    Sehr praktisch: Mit Reisegepäck öffnet der Busfahrer automatisch die seitlichen Klappen, und die Trolleys verschwinden unten im Bauch des Busses.
    Von Petra weiß ich, dass alle Rentner über 65 hier kostenlos Bus fahren können – das dürfte man in Deutschland gern übernehmen 😉
    Überhaupt hat das Busfahren auf Gran Canaria hervorragend funktioniert.
    Das Netz ist super ausgebaut: vom Stadtverkehr bis in kleine Bergdörfer und Wanderregionen. Die Straßen sind top, die Busse modern und gepflegt.
    Google Maps war eine große Hilfe bei der Planung und beim Mitfahren. Die Preise sind moderat – insgesamt haben wir etwa 50 Euro fürs Busfahren ausgegeben und den Bus fast täglich genutzt.
    Mit der Bono-Karte wäre es sogar noch rund ein Drittel günstiger gewesen.
    Mit dem Bus dauert es manchmal etwas länger, aber dafür kann man die Landschaft genießen – keiner muss fahren, und irgendwie ist jede Fahrt ein kleines Abenteuer.
    Zur Orientierung: Gelbe Busse fahren innerstädtisch, blaue Busse über Land.
    Am Flughafen sind wir natürlich viel zu früh. Ich nutze die Zeit zum Schreiben und Bilder sichten.
    Der Sicherheitscheck ist auf der einen Seite etwas entspannter als in Deutschland – Andreas nimmt seine volle Wasserflasche mit – andererseits genauer: Ich muss sogar meinen Pullover ausziehen, weil er eine Kapuze hat.
    Die Handgepäckregeln sollte man unbedingt einhalten, sonst wird es teuer.
    Nur mit Priority darf der Trolley mit in die Kabine. Ansonsten muss alles unter den Sitz passen.
    Dass Rucksack und Handtasche ohne Priority nicht erlaubt sind, erfährt eine junge Frau schmerzhaft – inklusive panischem Umpacken.
    Auch meine kleine Bauchtasche muss noch in den Rucksack.
    Unsere bewährte Sitzplatztaktik geht wieder auf: Den mittleren Sitz nicht buchen.
    Er bleibt frei – mehr Platz, mehr Luft, mehr Urlaubsgefühl ✈️
    Jetzt im Flugzeug habe ich Zeit für einen kleinen Rückblick:
    Die Anreise mit Auto und Flugzeug klappt reibungslos.
    Hin- und Rückflug mit Priority (22 € pro Flug und Person, inklusive 2.Handgepäck/Trolly und Sitzplatzwahl) kosten 150 Euro pro Person –ohne hätten wir nur einen kleinen Rucksack oder Handtasche mitnehmen dürfen, gebucht über Booking.com, günstiger als direkt bei Ryanair.
    Unsere Unterkunft – ebenfalls über Booking – ist einfach, aber für eine Woche völlig ausreichend.
    Die Lage ist unschlagbar: 50 Meter zur Playa de las Canteras, Supermarkt und Bushaltestelle um die Ecke, mitten in Guanarteme / Santa Catalina mit Kneipen, Restaurants und kleinen Läden.
    Nicht vorhandene Teller, Tassen und Abstellflächen werden durch Lage und Leben wettgemacht.
    280 Euro pro Person und Woche in der Hauptsaison – das passt.
    Einen Kaffeebecher kauft Andreas mir gleich am ersten Tag. Als Erinnerung. Und weil ich so gejammert habe ☕❤️
    Der Süden der Insel ist meist wärmer, im Winter aber stark vom Massentourismus geprägt – ideal für klassischen Badeurlaub.
    Der Norden ist etwas kühler, urbaner und authentischer. Am Playa de Alcaravaneras trifft man überwiegend Einheimische.
    Lebensmittel, Essen und Trinken sind etwas günstiger als in Deutschland,
    Dienstleistungen wie Taxi oder Friseur sogar deutlich.
    Spannend finde ich auch das Thema Wohnmobil auf Gran Canaria:
    Es gibt ein paar ausgewiesene Campingplätze sowie einfache Stellplätze bei Maspalomas und Puerto de Mogán.
    Mit größeren Mobilen bleibt man besser an der Küste – breite Straßen, aber viel Verkehr.
    Die Berge sind eher etwas für Vans oder kleinere Mobile oder für Wohnmobilfahrer mit Lust auf Nervenkitzel.
    Radfahren ist gut möglich, die Radwege teils hervorragend – aber: Vulkaninsel. Es wird schnell steil. Ohne E-Bike geht da wenig, es sei denn, man ist Rennradfahrer mit masochistischer Veranlagung 😅
    E-Bikes kann man leihen, allerdings nicht ganz günstig.
    Sehr interessant ist auch das Überwintern als Langzeitmieter:
    Schon ab vier Wochen gibt es schöne, bezahlbare Angebote – teilweise direkt am Meer.
    Die Woche war gut gefüllt.
    Ich bin froh, nicht allein geflogen zu sein. Eigentlich wollte ich viel Zeit mit Petra verbringen, aber ihre schwere Erkrankung ließ nur ein kurzes Treffen zu.
    Mit Andreas hat unsere kleine Urlaubs-WG wunderbar funktioniert.
    Und mein Michael war sowieso immer bei mir.
    Ich stelle mir vor, wie er auf seiner Wolke sitzt und sich freut, dass er es bequem hat – und nicht mit mir täglich bis zu 20.000 Schritte durch die Gegend laufen muss 🤍
    Gran Canaria ist schön. Ich werde sicher wiederkommen.
    Vielleicht ist das Wetter dann etwas besser – dieser Winter ist ungewöhnlich nass und kühl für diese Jahreszeit.
    Aber selbst so hat die Insel mich berührt
    Nachtrag.: Um 22.50Uhr in Köln gelandet, Shuttle zum Auto pünktlich, um ein Uhr dreißig zu Hause. Um zwei Uhr dreißig im Bett. Alles gut geklappt. Jetzt erst mal ausschlafen.
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  • Großstadt, Meeresluft und Hafenfreeling

    21 gennaio, Spagna ⋅ ⛅ 17 °C

    Heute gehen wir es ganz ruhig an.
    Von Andreas habe ich seit dem späten gestrigen Nachmittag nichts mehr gehört und gesehen – aber es ging ihm wirklich nicht gut. Also mache ich mich auf den Weg zum Bäcker. Kaum draußen, umgibt mich das quirlige Leben dieser Großstadt. Ich genieße es für den Moment, weil es so anders ist als das gewohnte Leben.
    Auf dem Rückweg noch ein Abstecher zum Meer, dahinter die von der Sonne angestrahlten Berge, darüber rosafarbene Wölkchen – fast kitschig schön. Der Wind kommt immer noch stark und kalt vom Atlantik. Das hält einige Jogger nicht davon ab, in kurzer Hose und T-Shirt am Strand entlangzulaufen. Im Moment erkennt man sehr gut, wer Tourist ist und wer Local: Die Touristen kommen in Sommerkleidung, während die Einheimischen bei 18 bis 19 Grad mit Mütze, Schal und dicker Jacke unterwegs sind. Ein bisschen übertrieben – aber auch irgendwie verständlich
    Las Palmas de Gran Canaria ist eine Stadt der Gegensätze: historisch und modern, laut und entspannt zugleich. Die Stadt lebt zwischen Atlantik, Hafen und Altstadt, zwischen kolonialem Erbe in Vegueta und urbanem Leben rund um den Strand von Las Canteras – einem der schönsten Stadtstrände Europas.
    Als ich zurückkomme, ist Andreas aufgestanden. Hurra – er lebt noch. Wir frühstücken, daddeln ein wenig herum, ich hänge mit den Reiseberichten hinterher, wir schauen Nachrichten, und auf YouTube spricht der Fernseher sogar mal Deutsch mit uns. Doch die Sonne zieht uns nach draußen. Windgeschützt sitzen wir in der Sonne, und die frische Luft scheint Andreas gutzutun. Er ist sogar bereit für einen kleinen Spaziergang.
    Weit kommen wir nicht, denn der kleine Hunger lässt mich nicht tatenlos an den leckeren Pinchos vorbeigehen. Danach sind wir alle zufrieden: der kleine Hunger, Andreas, der diese Köstlichkeiten noch nicht kannte – und ich sowieso.
    Am Nachmittag habe ich mich mit Petra verabredet. Andreas interessiert das Bootsleben zwar auch, aber er ist angeschlagen und möchte seine Keime nicht dort verteilen, wo Petra sich gerade von Lungenentzündung und Gürtelrose erholt. Also hält er einen ausgedehnten Gesundheitsschlaf – und ich marschiere allein los.
    Der Weg führt quer über die Inselseite vom Playa de Las Canteras zur Playa de Las Alcaravaneras – ein Fußmarsch von knapp einer halben Stunde. Zwei Strände, die kaum unterschiedlicher sein könnten:
    Las Canteras, offen zum Atlantik, lebendig, mit Brandung und Promenade.
    Las Alcaravaneras dagegen ruhig, geschützt in der Bucht, mit Blick auf den Hafen – fast schon mediterran. Ein Strand, den diw Einheimischen lieben.
    Ohne Memberkarte kein Zugang zum Jachthafen, also holt mich Petra am Eingang des Muelle Deportivo ab. Es geht ihr etwas besser, für ein, zwei Stündchen reicht es. Sie zeigt mir den Segelclub mit Restaurant, Gym, Pool und Sauna – ein echtes kleines Freizeitparadies. Dann geht es zum Steg und auf ihr Boot.
    Hier gibt es reichlich Platz für alles, was man zum Leben braucht – mehr als im Wohnmobil. Man kennt die Nachbarn rechts und links, ist eine kleine Gemeinschaft, die im sonnigen Süden das Leben genießt. Die meisten haben ihre Weltumsegelungen und großen Törns hinter sich und genießen jetzt die Ruhe des Hafens, das sanfte Schaukeln und die Nähe zur Stadt.
    Ein bisschen Schiff angucken, ein bisschen Kaffee trinken unter der Persenning – dann muss Petra zurück ins Bett. Ich mache mich auf den Rückweg und finde den nächsten Kranken im Bett vor. Aber auch er steht später wieder auf und kommt sogar noch mit zum Spaziergang Richtung Fährhafen. Kreuzfahrtschiffe gucken, das Viertel Santa Catalina bei Nacht erleben, mit seinen urigen Kneipen, kleinen Bars und diesem besonderen Hafenflair.
    Ich glaube, danach ist Andreas froh, als wir wieder zurück sind und das Bett in greifbare Nähe rückt. Ich mache es mir mit einem Glas Wein gemütlich und wundere mich, wie ich heute schon wieder auf über 18.000 Schritte komme, während ich diesen Reisebericht schreibe.
    Von „ruhig machen“ kann also keine Rede sein.
    Morgen geht es zurück ins kühle Deutschland. Um 12 Uhr auschecken, um 17:00 Uhr Abflug, gegen 23 Uhr in Köln und – mit etwas Glück – gegen 2 Uhr nachts zu Hause.
    Das wird wieder spannend.
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  • Eine Inselüberquerung mit Bus

    20 gennaio, Spagna ⋅ ⛅ 13 °C

    Über den Wolken nach Tejeda – eine Inselquerung voller Staunen mit dem Linienbus

    Ich bin vor dem Wecker wach. Um 7:00 Uhr soll er klingeln, aber ich bin längst bereit. Heute habe ich ihn vorsichtshalber gestellt – wir müssen pünktlich an der Bushaltestelle sein, um den 100er nach Sant Telmo zu erwischen, dem Busbahnhof in der Altstadt von Las Palmas. Von hier aus gehen die Überlandbusse hinauf in die Berge.
    Gut, dass wir etwas früher losgehen, denn so richtig erschließt sich uns nicht, wo der 100er eigentlich hält. Also nehmen wir den vertrauten 17er, der ebenfalls nach Sant Telmo fährt – allerdings nicht direkt in den Busbahnhof. Keine Durchsagen, keine Anzeigen. Aber wozu hat man einen Mund? Eine junge Frau hilft uns und sagt Bescheid, wann wir aussteigen müssen.
    Erste Hürde genommen.
    Im Busbahnhof bleiben uns noch 15 Minuten, um den Anschlussbus nach Vega de San Mateo zu erreichen. Wir sind die Ersten – das bedeutet: Platz neben dem Fahrer, beste Aussicht für die rund 1½-stündige Fahrt. Wenig später schrauben wir uns langsam, aber stetig durch die Vororte hinauf in die Berge. Eine Serpentine reiht sich an die nächste. In den kleinen Orten wird es schmal, sehr schmal. Ich denke nur: Mit dem Wohnmobil möchtest du hier wirklich nicht landen.
    Dann: Natur pur. Vereinzelte Gehöfte kleben an den Hängen oder liegen tief in den Tälern. Immer wieder öffnet sich der Blick – bis hinunter zum Meer. Die Vegetation ist üppig. Das feuchte Klima im Norden Gran Canarias lässt alles wachsen und blühen: Bougainvilleen, Oleander, Kakteen und andere mediterrane Pflanzen säumen die Straße. Vorne zu sitzen ist ein echtes Erlebnis, vor allem in den Kurven. Die Fahrer haben ordentlich zu tun – der Bus hat zum Glück Automatik.
    Nach gut einer Stunde erreichen wir Vega de San Mateo, und tatsächlich: Der 305er nach Tejeda steht schon bereit. Diesmal warten viele Wanderer. Trotzdem bleibt die Fahrt spektakulär. Noch mehr Kurven, noch engere Straßen. Wir erreichen die Wolkengrenze, es wird neblig, die Sicht eingeschränkt. Am Cruz de Tejeda, auf etwa 1.500 Metern Höhe, steigen viele Wanderer aus. Von hier führen unzählige Wege durch die Bergwelt.
    Wir fahren weiter – und plötzlich sind die Wolken weg.
    Der Blick öffnet sich und gibt eine atemberaubende Berglandschaft frei. Vor uns erhebt sich der Roque Nublo, das Wahrzeichen Gran Canarias: ein mächtiger, rötlicher Basaltfelsen, rund 80 Meter hoch, entstanden aus vulkanischem Gestein. Für die Ureinwohner, die Guanchen, war er ein heiliger Ort. Heute wirkt er fast unwirklich – wie ein Wächter über der Insel, scharf gezeichnet vor tiefblauem Himmel.
    Kurz darauf erreichen wir Tejeda, eines der schönsten Bergdörfer der Insel, mehrfach ausgezeichnet. Doch warm ist es hier oben nicht: 7 bis 8 Grad empfangen uns. Gut, dass ich den Wetterbericht gelesen und einen dicken Pullover eingepackt habe.
    Wir schlendern entlang der kleinen Aussichtspromenade und genießen den Blick auf die Bergwelt rund um den Pico de las Nieves, mit 1.949 Metern der höchste Punkt Gran Canarias. Zwischen den Bergen spannt sich ein Regenbogen – fast kitschig schön.
    Andreas geht es leider gar nicht gut. Er friert, möchte nur ins Warme. Es ist noch früh, viele Läden bereiten sich erst auf die Touristen vor, die später mit der Linie 18 aus Maspalomas heraufkommen. Wir finden ein kleines, uriges Lokal. Endlich Wärme. Endlich eine Toilette. Und für mich: das erste Mandelplätzchen.
    Tejeda wird nicht umsonst das Mandeldorf genannt. Hier dreht sich vieles um Mandeln: Marzipan, Mandelgebäck, dazu lokaler Käse und Wein. Traditionen, die bis heute gepflegt werden.
    Knapp zwei Stunden Aufenthalt haben wir, bevor wir auf der anderen Seite der Insel wieder hinunterfahren – diesmal mit der Linie 18 Richtung Maspalomas. Damit überqueren wir Gran Canaria einmal komplett: vom grünen Norden durch das Hochland bis in den trockenen Süden.
    Während Andreas sich aufwärmt, nutze ich die Zeit für einen kleinen Rundgang, besuche die Kirche Nuestra Señora del Socorro, kaufe Kuchen, Mandelplätzchen und Marzipan. Um 12:45 Uhr bin ich zurück am Bus, Andreas wartet schon. Um 13:00 Uhr geht es los. Wieder sichern wir uns die Plätze mit Panoramablick – auch wenn ich diesmal manchmal lieber nicht hinschauen möchte.
    Die Fahrt ist noch spektakulärer als zuvor. Die Landschaft ändert sich komplett: karge Felsen, Kiefernwälder, trockene Täler. Die Straßen sind extrem schmal, die Kurven eng. Besonders aufregend wird es, wenn uns ein LKW entgegenkommt. Oft müssen mehrere Autos zurücksetzen, damit der Bus überhaupt um die Kurve kommt. Rennradfahrer erschweren das Ganze zusätzlich – manche zeigen Einsicht, andere leider nicht.
    Manchmal fährt der Bus so nah an der Kante, dass ich das Gefühl habe, über dem Abgrund zu schweben. Höhenangst sollte man hier wirklich nicht haben. Aber: Es ist ein unglaubliches Erlebnis, diese Landschaft auf diese Weise zu durchqueren.
    In Maspalomas steigen wir um. Eine Viertelstunde später bringt uns die Linie 30 zurück nach Las Palmas, Santa Catalina. Die Strecke kennen wir inzwischen. Ich nutze die Zeit und schreibe den Reisebericht von gestern.
    Zurück an der Wohnung machen wir noch einen kurzen Spaziergang. Andreas geht schnurstracks ins Bett – und bleibt dort. Es muss ihm wirklich schlecht gehen.
    Da die Sonne noch scheint, nehme ich meine Sachen und gehe allein an der Promenade der Playa de las Canteras spazieren. Ich finde einen geschützten Platz und beobachte den Sonnenuntergang über den Bergen.
    Eigentlich wollte ich die Reste von gestern essen. Aber die Pinchos locken, das kleine Lokal ist zu einladend. Um 21:00 Uhr bin ich zurück. Von Andreas ist nichts zu sehen oder zu hören. Ich schreibe noch ein wenig, dann falle auch ich nach einem wunderschönen, aber sehr anstrengenden Tag ins Bett.
    Morgen lassen wir es ruhiger angehen. Und ich werde versuchen, Petra zu besuchen, für die ich eigentlich hierhergekommen bin.
    Aber wir haben diese Zeit auch so eindrucksvoll genießen können.
    Am Donnerstag geht es wieder nach Hause.
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  • Wind, Dünen und Meer 🌬️

    19 gennaio, Spagna ⋅ 🌬 18 °C

    🌊 Zwischen Dünen, Wind und Wehmut – ein Strandtag in Maspalomas
    Eigentlich wollen wir heute in die Berge fahren. Aber das Wetter ist noch nicht so recht aussichtstauglich. Also schwanken wir zwischen einer Wanderung im Naturschutzgebiet El Confital – ganz an der Spitze der Insel – oder einem Strandtag im Süden, wo das Wetter deutlich besser sein soll.
    Andreas sehnt sich nach Sonne und Schwimmen, mich reizt die Dünenwanderung mit anschließendem Strandleben. 🌞🏖️
    So laufen wir morgens zum Busbahnhof Santa Catalina und nehmen die Linie 50 zum Faro de Maspalomas. In Santa Catalina gibt es gefühlt mindestens 30 Bussteige – aber alles ist gut ausgeschildert, mit Nummern und Zielen. Bezahlt wird beim Fahrer, am einfachsten mit Kreditkarte. Man kann sich auch eine Bonokarte besorgen und aufladen, dann wird es etwas günstiger, sie muss allerdings personalisiert werden.
    Wir fahren mit Kreditkarte – und die Preise sind ohnehin erstaunlich günstig: Für die 53 Kilometer nach Maspalomas zahlen wir keine vier Euro, im Stadtverkehr 1,40 €, egal wohin. 🚍💳
    In Maspalomas steuern wir direkt den Strand an. Die Temperatur liegt bei angenehmen 25 Grad, aber es ist windig. Während Andreas sofort Kontakt mit den Wellen aufnimmt 🌊, bleibe ich erst einmal Zuschauerin. Doch der Reiz ist zu groß – auch ohne Badeanzug gehe ich wenigstens mit den Füßen ins Wasser.
    Zwischendurch wollen sie uns immer wieder Strandtücher verkaufen – schließlich liegen wir nur auf einem kleinen Handtuch. Afrika ist eben nicht weit. 🌍
    Das Meer glitzert in der Sonne, um uns pulsiert das Strandleben. Für mich ist das der Moment, dem Trubel den Rücken zu kehren und eine Dünenwanderung zu machen. Ich laufe ein ganzes Stück, bis es ruhiger wird. Dann ziehe ich die Sandalen aus und spüre den feinen Sand der Dünen unter meinen Füßen. 👣
    Die Wege sind zwar markiert, aber man darf die Dünen erklimmen, um immer wieder neue Perspektiven zu entdecken – wie eine kleine Wüste. Im Hintergrund zeichnen sich klar die Berge ab und bilden einen wunderschönen Kontrast.
    Mein Ziel ist der Mirador Dunas Santa Mónica. Der Weg dorthin hat es in sich: Die Sonne brennt auf Kopf und Nase, der Wind weht kräftig. Er malt nicht nur faszinierende Muster in den Sand, sondern meint es gut mit mir – ein leichtes Sand-Peeling inklusive. Am Abend finde ich den Beweis dafür im Duschbecken. 😄
    Nachdem ich mein Ziel erreicht habe, gehe ich am Meer zurück. Die nächste Strandbar gehört mir. Ein kaltes Cerveza, ein Schälchen Oliven, der Blick aufs Meer – und mich einmal ordentlich vom Wind durchpusten lassen. 🍺🫒🌊
    Zurück am Strand laufe ich am Wasser entlang, die Wellen spielen mit meinen Füßen. Es ist so schön – und gleichzeitig macht es mich traurig, dass Michael all das nicht mehr erleben kann. 💔
    Andreas hat derweil ausgiebig gebadet und geschlafen. Er brütet wohl eine Erkältung aus. Auch ich gönne mir ein kleines Nickerchen und blende die Bässe der Breakdance-Gruppe vor den Strandbars einfach aus.
    Als ich wieder wach werde, holt Andreas etwas zu trinken an den Strand.
    Gegen 17 Uhr wird der Wind deutlich stärker und frischer. Wir machen uns auf den Weg zurück zum Busbahnhof – eine Idee, die viele haben. Trotzdem ergattern wir einen Platz in der Linie 30 bis Santa Catalina und gehen den Rest über die Strandpromenade zu Fuß.
    Obwohl der Hunger inzwischen groß ist, wollen wir erst Sand und Salz abduschen, bevor wir uns gegen 20 Uhr in einem kleinen Lokal in der Nähe eine ordentliche Pizza gönnen. 🍕
    Zurück zuhause bin ich so müde, dass ich weder Tagebuch schreibe noch Fotos sortiere. Ich falle direkt ins Bett.
    Morgen wird es anstrengend – denn dann geht es definitiv in die Berge, nach Tejeda. ⛰️✨
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  • Las Palmas mit Regen und Sturm

    18 gennaio, Spagna ⋅ 🌧 18 °C

    Tag 3 – Sonntag im Sturm 🌧️🌬️
    Regen, Wind und grauer Himmel – der wettermäßig schlechteste Tag unserer Woche. Statt Hektik: ausschlafen, aus dem Fenster schauen und auf Regenpausen warten.
    In einer trockenen Phase geht’s zu Fuß zur Mall Las Arenas. Durch die Gassen, vorbei an den Canteras, immer mit Blick aufs wilde Meer. 🌊
    Gischt liegt in der Luft, Lippen schmecken salzig, Möwen tanzen im Sturm. Manche trotzen dem Wetter im T-Shirt – Respekt 😄
    Kurz vor zu Hause erwischt uns der Regen wieder. Jetzt: Kaffee, Tagebuch & warten auf Sonne.

    Am frühen Nachmittag hört der Regen endlich auf. Die Sonne schiebt sich zwischen den Wolken hervor und verleiht allem wieder Farbe. Nur der heftige Sturm bleibt und peitscht das Meer weiter auf. 🌬️🌊
    Während ich meine kleine Siesta halte, ist Andreas schon am Strand unterwegs. Danach hat er trotzdem noch Lust auf einen ausgedehnten Spaziergang – und ich bin auch wieder dabei.
    Bevor wir losziehen, gönnen wir uns einen Café con Leche beim Bäcker an den Canteras, den uns Petra empfohlen hat. Drinnen ist es voll, draußen ist an Sitzen nicht zu denken – der Wind würde den Kaffee direkt aus der Tasse fegen.
    Die Tauben haben sich offenbar an den Sturm angepasst. Weil draußen keine Krümel liegen bleiben, kommen sie kurzerhand herein und übernehmen die Bodenreinigung. Sie trippeln zwischen den Tischen herum, sehr zielstrebig und völlig unbeeindruckt vom Trubel. 😄
    Gestärkt ziehen wir die Schuhe aus und laufen direkt am Saum der Wasserlinie entlang. Leider halten sich die Wellen nicht an diese Linie – und so stehe ich wenig später wieder mit nassen Hosen da.
    Wie unterschiedlich Menschen Kälte empfinden, zeigt sich hier eindrucksvoll: Bikini trifft Steppjacke, Sonnenbrille trifft Kapuze. Gran Canaria in einer Szene.
    Die Sonne gewinnt langsam die Oberhand und nötigt uns zu einem kleinen Sonnenbad am Strand. Geschützt zwischen den kleinen, bunten Fischerbooten der Insel liegen wir im Sand, während über uns der Wind pfeift und vor uns das Meer tobt. Ein seltsamer, aber schöner Kontrast.
    Später gehen wir weiter zu verschiedenen Miradors, von denen aus man heute einen ganz besonders beeindruckenden Blick auf das Wasser hat. Die Wellen zeigen, was sie können – weiß schäumend, kraftvoll, laut.
    Ein Blick auf meine Uhr verrät: 15.000 Schritte. Andreas spürt seinen Muskelkater noch deutlich und findet, dass es Zeit wird, langsam zurückzugehen – am besten mit einem Stopp gegen den kleinen oder großen Hunger.
    Im Stadtteil Santa Catalina stöbern wir durch die Straßen. In fast allen kleinen Bars und Restaurants ist Fußballzeit. Überall hängen Fernseher, es wird gegessen, getrunken, diskutiert und gejubelt.
    Auch wir werden fündig und lassen uns Fisch bzw Lahmacun schmecken –
    Zurück in der Unterkunft versuchen wir noch, den Fernseher dazu zu überreden, Deutsch zu sprechen, und entspannen bei Videos über die Insel.
    Mal sehen, was der Abend noch bringt. Ich hätte Lust auf Karaoke. Andreas ist müde.
    Vielleicht raffe ich mich später noch einmal auf und gehe ins Motown – vielleicht auch nicht. Dieser Sonntag war jedenfalls wetterwild und bewegungsreich
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  • Fahrt in den Inselsüden

    17 gennaio, Spagna ⋅ ⛅ 17 °C

    Tag 2 –
    Vom kühlen Norden in den sonnigen Süden

    Heute Morgen nehmen wir kurz nach zehn den Bus, um zum Busbahnhof für die Überlandbusse zu fahren. Er liegt ganz in der Nähe der Altstadt von Las Palmas und ist gut organisiert. Kaum angekommen, finden wir auch schon den richtigen Bussteig. Wir gehören zu den Ersten, die einsteigen – und sichern uns den besten Platz überhaupt: direkt neben dem Fahrer, mit freier Sicht nach vorne. Besser geht’s nicht. 👀🚌
    Unser Ziel heute: Maspalomas im Süden der Insel. Die Fahrt ist etwa 60 Kilometer lang und kostet rund fünf Euro – günstig und komfortabel. Die Busse auf Gran Canaria sind modern, sauber und die Fahrer fahren souverän, manchmal auch recht flott. Zunächst geht es über die Autobahn, vorbei an karger Vulkanlandschaft, die typisch für die Insel ist. Doch diese Wochen haben ungewöhnlich viel Regen gebracht, und plötzlich zeigt sich Gran Canaria von einer ganz anderen Seite: Überall wird es grün.
    Palmen säumen die Straßen – sie sind hier ohnehin allgegenwärtig und stehen wie kaum etwas anderes für das milde Klima der Insel. Immer wieder öffnet sich der Blick auf den Atlantik, der ruhig und tiefblau neben uns liegt. Diese Busfahrt ist mehr als nur ein Transfer – sie ist eine kleine Inselrundfahrt und zeigt, wie vielseitig Gran Canaria ist.
    Und dann spüren wir es ganz deutlich: Wir lassen den eher kühlen, windigen Norden hinter uns. Während es in Las Palmas heute wolkig ist, mit Wind und gerade einmal 18 Grad, empfängt uns Maspalomas mit Sonnenschein und angenehmen 22 Grad. 🌞
    Willkommen im Süden – auf geht’s, Maspalomas entdecken!

    Menschenmengen, Dünen, Meer & ein langer Aben

    In Maspalomas laufen wir vom Busbahnhof direkt zum nahegelegenen Leuchtturm – und stehen damit auch sofort am Strand. Ich traue meinen Augen kaum: so viele Menschen auf einem Haufen! 😳
    Das haben wir weder bei uns im Viertel , noch an den Canteras erlebt. Überall stehen, liegen und sitzen Menschen, Strandbars sind voll, die Stimmung ist lebendig und laut. Wahrscheinlich ist am Wochenende der halbe Norden der Insel in den wärmeren Süden geflohen.
    Wir gehen weiter in die Dünen von Maspalomas – sechs Kilometer Sandlandschaft, eigentlich endlos. Und trotzdem: auch hier wimmelt es von Menschen. Durch einen Palmenhain laufen wir schließlich zurück Richtung Busbahnhof, denn wir wollen weiter in ein kleines Bergdorf fahren.
    Doch wir haben die Rechnung ohne das Wochenende gemacht: Linie 18 – entfällt. Einfach so.
    Also Plan B.
    Wir fahren weiter nach Puerto de Mogán, dem „kleinen Venedig Gran Canarias“. Ein wunderschöner Küstenort – das wissen offenbar nicht nur wir. Die Busse fahren am Wochenende nur stündlich, und die Warteschlange ist beachtlich. Der erste Bus fährt uns buchstäblich vor der Nase weg. 😬
    Also warten. Drei Viertelstunde. Ich tröste mich mit einem Eis 🍦 – hilft immer ein bisschen.
    Dann klappt es.
    Und die Fahrt ist einfach atemberaubend: Serpentinen durch schroffe Felsen, tief unter uns das Meer, immer neue Ausblicke auf die Küste. Ehrlich – besser kann eine Inselrundfahrt kaum sein, und wir sitzen einfach im Linienbus. 🚍🌊
    In Puerto de Mogán angekommen, schauen wir sofort nach der Rückfahrt. Der Expressbus zurück nach Las Palmas fährt direkt, ohne Umsteigen in Maspalomas. Perfekt. In gut zwei Stunden geht er – Zeit genug, den Ort zu erkunden.
    Wir schlendern durch die schmalen Gassen, schauen in den Hafen, genießen das Licht. Dann entdecken wir den Aufgang zum Mirador. Natürlich wollen wir da hoch – ohne zu wissen, wie steil und wie viele Stufen das sind. 😅
    Aber: angefangen ist mitgegangen. Und oben werden wir mit einer grandiosen Aussicht auf das Meer und den Ort belohnt. 🌊🏞️
    Zurück im Ort suchen wir uns noch etwas zu essen.
    Ich entscheide mich für ein spanisches Omelett mit Papas fritas, Andreas nimmt Pizza. Beides schmeckt richtig gut und gibt neue Energie für den Rückweg.
    Viel zu früh gehen wir Richtung Busbahnhof – der ist ja keine fünf Minuten entfernt. Und wieder trauen wir unseren Augen nicht: eine endlose Schlange. Alle wollen mit der Linie 18 zurück nach Las Palmas.
    Aber wieder haben wir Glück 🍀 – wir bekommen noch Plätze. Es ist kurz nach fünf, als der Bus plötzlich losfährt, obwohl offiziell noch Zeit bis zur Abfahrt wäre. Gut, dass wir früh da waren.
    Die Rückfahrt ist erneut wunderschön. Diesmal sitzen wir auf der anderen Seite und haben einen noch besseren Blick aufs Meer. Zwischendurch gibt es sogar ein kleines Nickerchen. Nach fast anderthalb Stunden und 93 km sind wir zurück in Las Palmas. Der Preis 9 Euro pro Person.
    Wettertechnisch ist dieser Tag einfach verrückt:
    Gerade noch 25 Grad, Sonne und Sommerfeeling in Puerto de Mogán – und nun 18 Grad, Wolken, Nieselregen in Las Palmas. Alles auf einer einzigen Insel, kaum 100 Kilometer entfernt. 🌦️
    Am Santa-Catalina-Park steigen wir aus, ich mache noch einen kurzen Abstecher in die Keramikabteilung eines Einkaufszentrums, dann geht es zu Fuß durchs Viertel, an den Canteras entlang, nach Hause. Es ist trocken, aber extrem windig, die Wellen tragen hohe weiße Schaumkronen und platschen laut ans Ufer. 🌬️🌊
    Eigentlich sind wir fertig für den Tag – doch wir haben ja noch den Tipp von Petra: Samstagabend Live-Musik ganz in der Nähe. Also raffen wir uns gegen 20 Uhr noch einmal auf.
    Und es lohnt sich.
    Das Publikum ist bunt gemischt, überwiegend Spanier. Gegen halb elf spielt eine spanische Band – nicht ganz unsere Musikrichtung, aber die Stimmung ist großartig. Es wird getanzt, geklatscht, gelacht. Richtig authentisch. 💃🎶
    Nebenbei lernen wir ein schwedisches Paar kennen. Wir unterhalten uns auf Englisch – bei der Lautstärke und mit begrenztem Wortschatz ziemlich anstrengend, aber sehr nett. 😄
    Gegen elf Uhr sind wir endgültig platt, gehen zurück und fallen todmüde, aber glücklich, ins Bett.
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  • Vegueta, Meerzeit und ein Treffen

    16 gennaio, Spagna ⋅ ☁️ 16 °C

    Tag 1 – Las Palmas 🌞
    Durch die Zeitumstellung bin ich heute Morgen richtig früh wach – Deutschland ist ja eine Stunde voraus. Nach unserem Frühstück wollen wir die Altstadt von Las Palmas erkunden und machen uns auf den Weg. Wohl wissend, dass wir dafür erst einmal gute 6–7 Kilometer laufen müssen. Aber: Der Weg ist das Ziel.
    Und der lohnt sich. Wir kommen durch tolle Viertel, sehen wunderschöne Häuser und stattliche Anwesen, aber auch Wohntürme und Hochhäuser – nichts, was ich mir zum Wohnen wünschen würde. Auffällig ist der super ausgebaute Radweg bis hinein in die Innenstadt und Richtung Altstadt.
    Immer wieder laden kleine, gepflegte Parks zum Innehalten ein – mit Springbrunnen, Spielplätzen und schattigen Bänken. Die Häuser mit Türmchen, Giebeln und bemalten Balkonen erinnern ein wenig an maurische Architektur. Dazu gesellen sich wunderschöne Jugendstilgebäude aus dem frühen 20. Jahrhundert, die der Stadt mit ihren Farben und Formen einen ganz besonderen Charme verleihen.
    Alles wirkt gepflegt und farbenfroh. Die üppige Flora tut ihr Übriges: Oleander, Zitronenbäume, Bougainvillea, Bananenpalmen – Las Palmas zeigt sich von seiner besten Seite. 🌺🌴Unser Vormittag in Vegueta ☀️
    Start gegen 9 Uhr Richtung Vegueta, der Altstadt von Las Palmas. Bummel durch enge Gassen über Kopfsteinpflaster, vorbei an alten Häusern mit wunderschönen Balkonen – wir lassen uns einfach treiben.
    Am Plaza de Santa Ana, dem Wahrzeichen der Stadt, bewundern wir die berühmten Hunde-Statuen. Ein perfekter Fotospot 📸.
    An der Kathedrale Santa Ana versuchen wir, uns unauffällig einer Kreuzfahrtgruppe anzuschließen – leider erfolglos. Die Gruppe wird gezählt, und auf die Warteschlangeam offiziellen Eingang haben wir keine Lust.
    Weiter geht’s zum Casa de Colón, danach in ein kleines Café in einer Seitenstraße.
    Der Mercado de Vegueta darf natürlich nicht fehlen: kleine Snacks, Tapas, frische Säfte – schauen, probieren, genießen.
    Am Ende stehen gut 15.000 Schritte auf der Uhr. Wir fahren mit dem Bus vom Theater zurück nach Las Canteras und ruhen uns erst mal aus 😌.Aber schon bald zieht uns der herrliche Sonnenschein an den Strand. Was für ein Unterschied zum gestrigen Abend mit dunklen Wolken – heute ist der Himmel blitzblau, das Meer leuchtet uns entgegen und die Wellen rollen mit weißen Schaumkronen an Land.
    Zeit, die Wassertemperatur zu testen. Andreas macht allerdings die Rechnung ohne die Brandung – und steht kurze Zeit später mit nasser Hose da. Mir geht es kaum besser, als ich vorne in den Wellen stehe. 😄
    Wir setzen uns auf eine Bank am Strand, lassen unsere nassen Beine trocknen, schauen aufs Meer und freuen uns einfach über diesen wunderbaren Tag.
    Am Abend sind wir mit den Seglern in der Kneipe im Hafen verabredet. Bis auf Rainer kennen wir niemanden – und trotzdem wird es ein lustiger, unterhaltsamer Abend. Als wir später zurück zu unserer Ferienwohnung gehen, zeigt meine Uhr 25.000 Schritte an.
    Das nenne ich mal einen richtig aktiven Tag. 🌊☀️🚶‍♀️
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  • Ankunft im Stadtviertel Guanarteme

    15 gennaio, Spagna ⋅ ⛅ 17 °C

    Pünktlich landen wir in Las Palmas.
    Eigentlich will Petra uns gemeinsam mit einem Bekannten abholen. Doch gleich nach der Ankunft erfahren wir: Sie ist krank. Stattdessen schickt sie einen Fahrer.
    Klingt einfach – ist es aber nicht.
    Er weiß nicht, wie wir aussehen. Wir wissen nicht, wie er aussieht. Die Kommunikation hakt, wir warten, suchen, schreiben, schauen. Eine ganze Weile. Am Ende stellt sich heraus: Er wartet am völlig anderen Ende des Flughafens.
    Dann endlich taucht er auf. 😊
    Und bringt uns sicher durch das dichte Verkehrsgewühl auf der Autobahn, hinein nach Las Palmas, vorbei am Hafen, bis in unser Viertel am Rand des Canteras-Strandes. Die kleine Straße, in der unsere Wohnung liegt, ist so eng, dass man sie mit dem Auto kaum befahren kann.
    Aber: Wir sind da.
    Fast.
    Jetzt fehlt nur noch der Schlüssel – irgendwo hinterlegt, mit Code, in einer Box. Auch das ist erst einmal ein kleines Rätsel. Zum Glück sind die Mitbewohner freundlich und hilfsbereit. Gemeinsam lösen wir das letzte Problem.
    Und dann heißt es endlich:
    Ankommen. Tür auf. Durchatmen. 🌴🏠
    :
    Nach der Besichtigung unserer doch recht übersichtlichen Wohnung laufen wir die paar Meter hinunter zum Strand. Gleich um die Ecke entdecken wir einen Supermarkt – perfekt, um uns schnell mit den nötigsten Sachen für heute und morgen einzudecken. Wasser, ein bisschen Obst, Kleinigkeiten. Reicht erst mal.
    Dann geht es auf die Promenade am Canteras Strand. Wir setzen uns auf eine Bank, schauen aufs Meer und trinken erst mal ein Bier. Ankommen. Durchatmen. Sonne, Salz in der Luft, Stimmen um uns herum – genau richtig nach der Reise.
    Lang hält das Sitzen nicht, denn wir haben beide ordentlich Hunger. Restaurants gibt es hier wirklich wie Sand am Meer, und die Auswahl macht es nicht leichter. Schließlich entscheiden wir uns für ein kleines, spannend aussehendes Restaurant in einer Nebenstraße. Vielversprechende Karte, gemütliche Atmosphäre.
    Der Teller, der kommt, ist dann allerdings sehr übersichtlich. Nett dekoriert, ja – aber eher etwas für den hohlen Zahn. Gut, dass es Brot dazu gibt. Nach dem wirklich leckeren, aber doch recht kleinen Gericht ist der schlimmste Hunger immerhin besänftigt.
    Danach bummeln wir noch durch die engen Straßen dieses Viertels. Überall sitzen Menschen draußen in Bars und Kneipen, lachen, reden, trinken. Es ist richtig was los. Diese Lebenslust, dieses gemeinsame Draußensein – eine ganz andere Mentalität als bei uns. Hier wird das Leben gefeiert, einfach so, an einem ganz normalen Abend.
    Irgendwann sind wir dann wirklich müde und ziemlich geschafft. Also geht es zurück nach Hause und direkt ins Bett. Für morgen nehmen wir uns Las Palmas vor – die Altstadt, die Sehenswürdigkeiten. Aber jetzt erst mal ausruhen. Ankommen. Schlafen.
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  • Start im Morgengrauen

    15 gennaio, Spagna ⋅ 🌬 18 °C

    .Aufbruch nach Gran Canaria ✈️🌴
    Ich kann nicht sagen, dass ich besonders gut geschlafen habe. Zu groß ist die Angst, zu verschlafen. Um 6:00 Uhr will ich spätestens aufstehen, um gegen 7:45 Uhr das Haus vernünftig verlassen zu können – Müll raus, Blumen versorgt, Kühlschrank gecheckt. Alles erledigt, bevor es losgeht.
    Der Flug nach Gran Canaria startet um 12:50 Uhr ab Köln/Bonn. Wenn wir gegen 8:00 Uhr losfahren, sollte das gut zu schaffen sein. Sollte. Denn die A2 ist ja bekanntlich eine echte Wundertüte, wenn es ums Zeitmanagement geht. 🚗💭
    Wenn ich „wir“ sage, heißt das: Ich fliege nicht allein. Nachdem ich Freundinnen, Schwestern, Familie und Bekannte gefragt habe, ob jemand Lust auf einen Kurztrip nach Gran Canaria hat – und leider niemand Zeit findet – reise ich nun mit Andreas. Er ist der Freund meiner Schwester, die wegen einer Fuß-OP verhindert ist. Andreas war noch nie auf der Insel, ist neugierig und hat Lust, mein Reisebegleiter und Mitbewohner der Ferienwohnung zu sein. Perfekt. 😊
    Warum gerade Gran Canaria? Ich folge der Einladung meiner Freundin Petra. Sie hatte schon Michael und mich eingeladen, sie und ihren Lebensgefährten auf dem Boot zu besuchen, auf dem sie im Hafen von Las Palmas leben. Nach Michaels Tod rückt dieses Ziel – gleich nach Cuxhaven – ganz weit nach oben auf meiner Wunschliste. Und ich freue mich sehr darauf, das nasse, kalte Löhne für eine Woche gegen die Wärme der Kanaren zu tauschen. 🌞🌊
    Der Flug ist ein echtes Schnäppchen, die Ferienwohnung liegt direkt am Canteras-Strand in Las Palmas. In Flug und Wohnung bin ich bereits eingecheckt, also starten wir noch vor acht Uhr Richtung Köln.
    Mein „Eselchen“ – so heißt mein neues Auto wegen seiner grauen Farbe – bekommt heute seine erste richtige Autobahnfahrt und sammelt die ersten Kilometer auf dem Tacho. 🫏🚙
    Das Angebot von Andreas zu fahren nehme ich bei dem Sauwetter, der Dunkelheit und dem dichten Verkehr dankbar an.
    Google Maps meldet bereits zwei Staus. Ein bisschen nervös macht mich das schon – meine ganz persönliche Angst vor dem Zuspätkommen. Dabei haben wir reichlich Puffer eingeplant. Und tatsächlich: Wir kommen just in time auf dem Parkplatz nahe des Flughafens an.
    Gleich bei der Einfahrt muss das Gepäck raus. Dumm nur, dass wir mitten in einer riesigen Pfütze stehen. Meine Jacke und Andreas’ Rucksack gönnen sich eine unfreiwillige Erfrischung. 💦
    Nachdem das Auto abgestellt ist, bringt uns ein uralter Transporter zum Terminal. Auf den Sitzen könnte man anhand der Flecken vermutlich eine kleine Weltkarte erkennen. Für die Rückfahrt bekommen wir einen Infozettel in die Hand gedrückt – sehr vertrauenerweckend. 😉
    Im Flughafen ist wenig los, ruckzuck sind wir durch die Sicherheitskontrolle. Wer – so wie wir – nur mit Handgepäck reist, weiß: Da muss einiges ausgepackt und in die bereitgestellten Boxen sortiert werden. Aber wir sind gut vorbereitet, alles läuft reibungslos, ganz ohne panische Kramerei.
    Jetzt heißt es erst mal: entspannen. Wir haben noch anderthalb Stunden bis zum Abflug. Ein kleiner Snack, die geleerten Wasserflaschen werden aufgefüllt – und schon vergeht die Zeit wie im Flug. 🕒
    Dank Priority-Boarding gehören wir zu den Ersten, die an Bord dürfen. Die Taktik, keinen Platz in der Mitte zu buchen, sondern Fenster- und Gangplatz, geht auf. Niemand will dazwischen sitzen – der Platz bleibt frei. Mehr Raum, mehr Komfort. 👍
    Beim Abheben klebe ich am Fenster. Die Erde unter mir wird immer kleiner. Ein erhebendes Gefühl. Dann sind wir über den Wolken, die wie ein weicher Teppich unter uns liegen, und fliegen durch das Himmelsblau der Sonne entgegen. ✨☁️
    Vier Stunden und 45 Minuten Flugzeit sind eine ordentliche Zeit des Still­sitzens. Entsprechend lebendig wird es bald im Flieger: Menschen stehen im Gang, gehen zur Toilette, kramen in den Gepäckfächern. Jeder versucht, sich die Zeit auf seine Weise zu vertreiben.
    Und irgendwo dort oben beginnt sie – meine kleine Auszeit auf Gran Canaria. 🌴✈️Auch die 4½ Stunden Flugzeit gehen irgendwann zu Ende.
    Die Uhr wird eine Stunde zurückgedreht – und gefühlt beginnt eine andere Zeitrechnung.
    Dank des schönen Wetters kann ich den Anflug auf die Insel aus dem Fenster beobachten: Küste, Licht, Meer … ein großartiges erstes Insel-Erlebnis.
    Genau dieser Moment, in dem man weiß: Ich bin angekommen. ☀️🌊
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    Inizio del viaggio
    15 gennaio 2026