Las Palmas mit Regen und Sturm
18 gennaio, Spagna ⋅ 🌧 18 °C
Tag 3 – Sonntag im Sturm 🌧️🌬️
Regen, Wind und grauer Himmel – der wettermäßig schlechteste Tag unserer Woche. Statt Hektik: ausschlafen, aus dem Fenster schauen und auf Regenpausen warten.
In einer trockenen Phase geht’s zu Fuß zur Mall Las Arenas. Durch die Gassen, vorbei an den Canteras, immer mit Blick aufs wilde Meer. 🌊
Gischt liegt in der Luft, Lippen schmecken salzig, Möwen tanzen im Sturm. Manche trotzen dem Wetter im T-Shirt – Respekt 😄
Kurz vor zu Hause erwischt uns der Regen wieder. Jetzt: Kaffee, Tagebuch & warten auf Sonne.
Am frühen Nachmittag hört der Regen endlich auf. Die Sonne schiebt sich zwischen den Wolken hervor und verleiht allem wieder Farbe. Nur der heftige Sturm bleibt und peitscht das Meer weiter auf. 🌬️🌊
Während ich meine kleine Siesta halte, ist Andreas schon am Strand unterwegs. Danach hat er trotzdem noch Lust auf einen ausgedehnten Spaziergang – und ich bin auch wieder dabei.
Bevor wir losziehen, gönnen wir uns einen Café con Leche beim Bäcker an den Canteras, den uns Petra empfohlen hat. Drinnen ist es voll, draußen ist an Sitzen nicht zu denken – der Wind würde den Kaffee direkt aus der Tasse fegen.
Die Tauben haben sich offenbar an den Sturm angepasst. Weil draußen keine Krümel liegen bleiben, kommen sie kurzerhand herein und übernehmen die Bodenreinigung. Sie trippeln zwischen den Tischen herum, sehr zielstrebig und völlig unbeeindruckt vom Trubel. 😄
Gestärkt ziehen wir die Schuhe aus und laufen direkt am Saum der Wasserlinie entlang. Leider halten sich die Wellen nicht an diese Linie – und so stehe ich wenig später wieder mit nassen Hosen da.
Wie unterschiedlich Menschen Kälte empfinden, zeigt sich hier eindrucksvoll: Bikini trifft Steppjacke, Sonnenbrille trifft Kapuze. Gran Canaria in einer Szene.
Die Sonne gewinnt langsam die Oberhand und nötigt uns zu einem kleinen Sonnenbad am Strand. Geschützt zwischen den kleinen, bunten Fischerbooten der Insel liegen wir im Sand, während über uns der Wind pfeift und vor uns das Meer tobt. Ein seltsamer, aber schöner Kontrast.
Später gehen wir weiter zu verschiedenen Miradors, von denen aus man heute einen ganz besonders beeindruckenden Blick auf das Wasser hat. Die Wellen zeigen, was sie können – weiß schäumend, kraftvoll, laut.
Ein Blick auf meine Uhr verrät: 15.000 Schritte. Andreas spürt seinen Muskelkater noch deutlich und findet, dass es Zeit wird, langsam zurückzugehen – am besten mit einem Stopp gegen den kleinen oder großen Hunger.
Im Stadtteil Santa Catalina stöbern wir durch die Straßen. In fast allen kleinen Bars und Restaurants ist Fußballzeit. Überall hängen Fernseher, es wird gegessen, getrunken, diskutiert und gejubelt.
Auch wir werden fündig und lassen uns Fisch bzw Lahmacun schmecken –
Zurück in der Unterkunft versuchen wir noch, den Fernseher dazu zu überreden, Deutsch zu sprechen, und entspannen bei Videos über die Insel.
Mal sehen, was der Abend noch bringt. Ich hätte Lust auf Karaoke. Andreas ist müde.
Vielleicht raffe ich mich später noch einmal auf und gehe ins Motown – vielleicht auch nicht. Dieser Sonntag war jedenfalls wetterwild und bewegungsreichLeggi altro

















ViaggiatoreHerrlich wie du die Aktivitäten an einem Regentag beschreibst. Die wetterangepassten Tauben finde ich Spitze.🤣