• Abschied mit Blick aufs Meer

    23 gennaio, Germania ⋅ ☁️ 0 °C

    – Gran Canaria, wir sehen uns wieder
    Der letzte Tag unseres Gran-Canaria-Aufenthalts ist angebrochen.
    Bis 12.00 Uhr müssen wir auschecken, ab 15.00 Uhr sollten wir am Flughafen sein, um 17.00 Uhr geht der Flieger. Viel unternehmen lässt sich heute also nicht mehr.
    Wir schlafen länger, frühstücken in Ruhe und versorgen uns gleich mit Reiseproviant. Dann heißt es Tasche packen. Eigentlich schnell erledigt – denke ich.
    Aber ich habe die Rechnung ohne eine Hose, eine Jacke und ein T-Shirt gemacht, die wegen des etwas kühleren Wetters noch dazugekommen sind.
    Was soll ich sagen: Eine alte Hose bleibt zurück und ich stopfe ordentlich, damit der Reißverschluss überhaupt noch zugeht 🙈
    Es ist warm, teilweise sonnig, und so gehen wir noch ein wenig über die Playa de las Canteras. Wir trinken etwas, schauen aufs Meer, lassen die Woche Revue passieren.
    Um 12.00 Uhr holt Andreas das Gepäck aus der Wohnung, und wir genießen noch eine letzte Stunde Meer und Wärme, bevor es zur Bushaltestelle geht.
    Wir fahren bis kurz vor San Telmo, dort bringt uns wenig später die Linie 91 zum Flughafen.
    Sehr praktisch: Mit Reisegepäck öffnet der Busfahrer automatisch die seitlichen Klappen, und die Trolleys verschwinden unten im Bauch des Busses.
    Von Petra weiß ich, dass alle Rentner über 65 hier kostenlos Bus fahren können – das dürfte man in Deutschland gern übernehmen 😉
    Überhaupt hat das Busfahren auf Gran Canaria hervorragend funktioniert.
    Das Netz ist super ausgebaut: vom Stadtverkehr bis in kleine Bergdörfer und Wanderregionen. Die Straßen sind top, die Busse modern und gepflegt.
    Google Maps war eine große Hilfe bei der Planung und beim Mitfahren. Die Preise sind moderat – insgesamt haben wir etwa 50 Euro fürs Busfahren ausgegeben und den Bus fast täglich genutzt.
    Mit der Bono-Karte wäre es sogar noch rund ein Drittel günstiger gewesen.
    Mit dem Bus dauert es manchmal etwas länger, aber dafür kann man die Landschaft genießen – keiner muss fahren, und irgendwie ist jede Fahrt ein kleines Abenteuer.
    Zur Orientierung: Gelbe Busse fahren innerstädtisch, blaue Busse über Land.
    Am Flughafen sind wir natürlich viel zu früh. Ich nutze die Zeit zum Schreiben und Bilder sichten.
    Der Sicherheitscheck ist auf der einen Seite etwas entspannter als in Deutschland – Andreas nimmt seine volle Wasserflasche mit – andererseits genauer: Ich muss sogar meinen Pullover ausziehen, weil er eine Kapuze hat.
    Die Handgepäckregeln sollte man unbedingt einhalten, sonst wird es teuer.
    Nur mit Priority darf der Trolley mit in die Kabine. Ansonsten muss alles unter den Sitz passen.
    Dass Rucksack und Handtasche ohne Priority nicht erlaubt sind, erfährt eine junge Frau schmerzhaft – inklusive panischem Umpacken.
    Auch meine kleine Bauchtasche muss noch in den Rucksack.
    Unsere bewährte Sitzplatztaktik geht wieder auf: Den mittleren Sitz nicht buchen.
    Er bleibt frei – mehr Platz, mehr Luft, mehr Urlaubsgefühl ✈️
    Jetzt im Flugzeug habe ich Zeit für einen kleinen Rückblick:
    Die Anreise mit Auto und Flugzeug klappt reibungslos.
    Hin- und Rückflug mit Priority (22 € pro Flug und Person, inklusive 2.Handgepäck/Trolly und Sitzplatzwahl) kosten 150 Euro pro Person –ohne hätten wir nur einen kleinen Rucksack oder Handtasche mitnehmen dürfen, gebucht über Booking.com, günstiger als direkt bei Ryanair.
    Unsere Unterkunft – ebenfalls über Booking – ist einfach, aber für eine Woche völlig ausreichend.
    Die Lage ist unschlagbar: 50 Meter zur Playa de las Canteras, Supermarkt und Bushaltestelle um die Ecke, mitten in Guanarteme / Santa Catalina mit Kneipen, Restaurants und kleinen Läden.
    Nicht vorhandene Teller, Tassen und Abstellflächen werden durch Lage und Leben wettgemacht.
    280 Euro pro Person und Woche in der Hauptsaison – das passt.
    Einen Kaffeebecher kauft Andreas mir gleich am ersten Tag. Als Erinnerung. Und weil ich so gejammert habe ☕❤️
    Der Süden der Insel ist meist wärmer, im Winter aber stark vom Massentourismus geprägt – ideal für klassischen Badeurlaub.
    Der Norden ist etwas kühler, urbaner und authentischer. Am Playa de Alcaravaneras trifft man überwiegend Einheimische.
    Lebensmittel, Essen und Trinken sind etwas günstiger als in Deutschland,
    Dienstleistungen wie Taxi oder Friseur sogar deutlich.
    Spannend finde ich auch das Thema Wohnmobil auf Gran Canaria:
    Es gibt ein paar ausgewiesene Campingplätze sowie einfache Stellplätze bei Maspalomas und Puerto de Mogán.
    Mit größeren Mobilen bleibt man besser an der Küste – breite Straßen, aber viel Verkehr.
    Die Berge sind eher etwas für Vans oder kleinere Mobile oder für Wohnmobilfahrer mit Lust auf Nervenkitzel.
    Radfahren ist gut möglich, die Radwege teils hervorragend – aber: Vulkaninsel. Es wird schnell steil. Ohne E-Bike geht da wenig, es sei denn, man ist Rennradfahrer mit masochistischer Veranlagung 😅
    E-Bikes kann man leihen, allerdings nicht ganz günstig.
    Sehr interessant ist auch das Überwintern als Langzeitmieter:
    Schon ab vier Wochen gibt es schöne, bezahlbare Angebote – teilweise direkt am Meer.
    Die Woche war gut gefüllt.
    Ich bin froh, nicht allein geflogen zu sein. Eigentlich wollte ich viel Zeit mit Petra verbringen, aber ihre schwere Erkrankung ließ nur ein kurzes Treffen zu.
    Mit Andreas hat unsere kleine Urlaubs-WG wunderbar funktioniert.
    Und mein Michael war sowieso immer bei mir.
    Ich stelle mir vor, wie er auf seiner Wolke sitzt und sich freut, dass er es bequem hat – und nicht mit mir täglich bis zu 20.000 Schritte durch die Gegend laufen muss 🤍
    Gran Canaria ist schön. Ich werde sicher wiederkommen.
    Vielleicht ist das Wetter dann etwas besser – dieser Winter ist ungewöhnlich nass und kühl für diese Jahreszeit.
    Aber selbst so hat die Insel mich berührt
    Nachtrag.: Um 22.50Uhr in Köln gelandet, Shuttle zum Auto pünktlich, um ein Uhr dreißig zu Hause. Um zwei Uhr dreißig im Bett. Alles gut geklappt. Jetzt erst mal ausschlafen.
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