• Marmeladenmassaker und Vollsperrung

    February 26 in Germany ⋅ ☁️ 15 °C

    🌏
    Philippinen – wir üben schon mal Chaos

    So.
    Jetzt wird es ernst.
    Philippinen 2026, unsere 3 Generationen Backpackertour startet morgen ab Hamburg.

    Noch stehen wir nicht am Flughafen. Noch riecht nichts nach Meer, Mangos oder Motorboot. Noch sitze ich ganz bodenständig in Norddeutschland. Aber wenn man die vergangenen Stunden als Maßstab nimmt, dann bin ich bereits mitten im Abenteuer.!
    Und das ganz ohne Jetlag.

    🥖 Abschied mit Nebenwirkung
    Gestern Abend kommen Lena, Tristan und Paul noch vorbei. Ein letzter gemeinsamer Abend, gemeinsames Essen Gespräche, Vorfreude.

    Bis Paul plötzlich immer stiller wird.
    Kein Hunger mehr.
    Kein Quatsch mehr.
    Nur noch dieses „Mir-ist-nicht-gut“-Gesicht.
    Und dann: Mageninfekt.

    Während Lena die Spur vom Wohnzimmer bis zur Gästetoilette beseitigt (Mütter können alles), fährt Tristan mit Paul nach Hause.
    Lena immer wieder zu mir: „Bitte halt dich möglichst weit weg, dass du dich nicht noch ansteckst

    Sehr beruhigend, wenn man in 24 Stunden in einen Langstreckenflieger steigt. 🤢✈️

    Da sitzt man dann später auf dem Sofa und denkt:
    War das jetzt ein Abschied oder ein biologischer Angriff?

    💥 Nächtliches Klirren
    In der Nacht höre ich es scheppern.
    So ein Geräusch, bei dem man im Halbschlaf denkt:
    „Ach, bestimmt wieder ein Bild von der Wand gefallen.“
    Falsch gedacht.
    Morgens – noch im Schlafanzug – gehe ich in den Hauswirtschaftsraum, um die letzte Wäsche aus dem Trockner zu holen.
    Und bleibe stehen.

    Mein Schwerlastregal.
    Mit ALLEN eingekochten Schätzen.
    Marmeladen. Säfte. Flaschen. Sirup.
    Alles.
    Zusammengebrochen.
    Ein Schlachtfeld aus Scherben.
    Erdbeere trifft Johannisbeere.
    Klebrig. Rot. Duftend. Katastrophal.
    Warum das Regal nachgibt? Keine Ahnung.
    War es Überlastung?
    War es ein Zeichen?
    War es beleidigt, weil ich weg fahre?
    Ich wische. Ich sortiere. Ich fluche leise.
    Eine Stunde später ist der Hauswirtschaftsraum wieder begehbar – und ich offiziell reisereif.
    Urlaubsvorbereitung à la Rosi
    Erst Chaos, dann Kaffee.

    🚗 A7 – Das Warm-up für Südostasien
    Gegen 11 Uhr drehe ich endlich den Haustürschlüssel um.
    Noch schnell Brötchen holen. Tanken. Und los nach Hamburg.
    Ich will bloß nicht in den Freitagnachmittagverkehr geraten.
    A2 und A7 sind ja bekanntlich keine Wellness-Oasen, was Autofahren betrifft.

    Doch die A7 begrüßt mich mit:
    Vollsperrung bei Mellendorf.
    Umleitung.
    Und plötzlich befinde ich mich nicht mehr auf einer Autobahn, sondern auf einer Mischung aus Heide-Romantik und Militärmanöver.
    Schmale Straßen.
    Wald.
    Panzerstraße.
    Gegenverkehr, bei dem man kurz überlegt, ob man jetzt diplomatisch verhandeln muss, wer zurücksetzt.
    Und als Krönung: Sackgasse.
    Irgendwie finde ich zurück zur A7 – nur um direkt in einen 20-minütigen Stau zu rollen.
    Danach noch zwei kleinere hinterher.
    Ich beschließe: Pause. Durchatmen. Kaffee

    🏙️ Hamburg – endlich angekommen

    Am späten Nachmittag rolle ich in Hamburg ein.
    Klingele. Natürlich ist noch niemand da, sind ja alle noch am Arbeiten. Dazu in der ganzen Stadt Streik bei Bus und Bahn.

    Fünf Minuten später kommen Michel und Clara.
    Michel muss noch mal ins Meeting.
    Clara packt für ihr heutiges Fussballtraning – heute muss alles mit dem Auto erledigt werden und so sehen die Straßen auch aus....voll ohne Ende. Gepackt wird später.
    Später unternehme ich noch einen schönen Spaziergang entlang der in der Nähe vorbei fließenden Kollau.
    Und ja...bringe Clara zum Fussball-Training ins 7 Km entfernte Stadion. Ist ganz einfach, sagt Michel. Aber mitten durch die Stadt bei dem Verkehr, einsetzender Dunkelheit und einnem Enkelkind auf dem Beifahrersitz, das sich plötzlich nicht mehr aus krnnt, ist der krönende Abschluss eines erlebnisreichen Tages.
    Jeder hat seine eigene Art der Reisevorbereitung.
    Meine bestand aus:
    Mageninfekt-Abschied
    Marmeladen-GAU
    Heide-Expedition
    Dreifach-Stau.
    Einer kopflosen Stadtfahrt
    ....und einem erholsamen Spaziergang

    Jetzt sitze ich hier.
    Ruhig.
    Ein bisschen müde.
    Ein bisschen stolz.

    Etappe eins ist geschafft.

    Wenn der Start schon so turbulent ist, dann kann die Reise eigentlich nur großartig werden.

    Philippinen – wir kommen.
    Und ich bin jetzt offiziell bereit für alles. 🌴✈️

    Und morgen?
    Morgen wird es ernst.
    Flughafen. Sicherheitskontrolle. Langstrecke. Singapur.
    Nach Magenvirus-Abschied, Marmeladenmassaker und militärischer Heide-Umfahrung fühle ich mich jetzt ehrlich gesagt auf alles vorbereitet.
    Handgepäck? Gepackt.
    Reisepass? Dreimal kontrolliert.
    Elektronisches Visa? Auf dem Handy
    ESimApp? Runtergeladen.
    Boardkarten? Im Wallet
    Nerven? Leicht angeschlagen, aber stabil.
    Bleibt nur die spannende Frage:
    Was passiert morgen?
    Verliert jemand einen Koffer?
    Piept die Sicherheitskontrolle bei mir?
    Wir werden es sehen.
    Eins ist sicher:
    Langweilig wird diese Reise nicht.
    Fortsetzung folgt … 🌏✈️🌴
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