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Abenteuer Philippinen

Un’avventura a tempo indeterminato di Womofriends-on-tour Leggi altro
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    🇵🇭 El Nido, Philippinen

    El Nido

    9–11 mar, Filippine ⋅ ☁️ 28 °C

    🌴 Abschied vom Paradies – Ankunft im trubeligen El Nido

    Leider müssen wir heute Morgen das wunderschöne Anitá Resort verlassen. Sehr gern wären wir auch die letzten zwei Tage unserer Reise hier geblieben. Doch das kleine Resort hat nur noch einen freien Bungalow – und der reicht für uns drei leider nicht.

    Also machen wir aus der Not eine Tugend und ziehen mitten hinein ins Leben von El Nido. Für die nächsten Tage haben wir uns ein Stadthotel in der Nähe von Strand und Hafen gesucht.

    Vor der Abreise genießen wir noch einmal das großartige Frühstück. Frisches Obst, frisch gepresste Säfte und jeden Morgen ein warmes Gericht, das eigentlich schon ein kleines Mittagessen ersetzt. Man sitzt dabei mit Blick auf Pool, Palmen und Meer – schwer, sich von so einem Ort zu verabschieden. Dieses kleine Hotel werde ich auf jeden Fall unten verlinken.

    Der Shuttlebus des Resorts bringt uns nach Downtown El Nido und setzt uns direkt vor unserem neuen Hotel ab. Die Strecke dorthin ist ziemlich steil und kurvig. Die Tuk-Tuks kämpfen sich dort mit ihren Passagieren schon mühsam den Berg hinauf. Mit unserem vielen Gepäck wären sie wahrscheinlich gar nicht erst hochgekommen.

    Unser Hotel liegt direkt neben einem Abendmarkt und Foodcourt, wo man abends essen kann. Jetzt sind die Stände allerdings noch geschlossen. Da wir die Zimmer erst um 14 Uhr beziehen können, wird unser Gepäck erst einmal sicher verwahrt.

    Also machen wir uns zu einem ersten kleinen Erkundungsspaziergang durch die Stadt und am Strand entlang. Schließlich landen wir in einer sehr schönen Strandbar mit Blick aufs Meer. In einer Liege sitzend genieße ich einen Pineapple Shake und schaue aufs Wasser.

    Eigentlich war unsere Liege schon besetzt – beziehungsweise der Platz darunter. Dort lag nämlich ein Hund und suchte Schutz vor der Sonne. Als die Bedienung das entdeckt, kommt sie mit einer Sprühflasche und spritzt den Hund leicht nass. Der trottet empört davon und überlässt uns den Platz.

    Allerdings nur kurz. Wenig später kehrt er zurück und legt sich ganz selbstverständlich wieder unter unsere Liege.

    Heute ist es zunächst sehr bewölkt, deshalb wirkt das Meer nicht ganz so spektakulär wie sonst. Aber warm ist es trotzdem. Als später die Sonne herauskommt, wird es sofort wieder richtig heiß.

    El Nido – eine Stadt zwischen Baustelle und Paradies

    Kurz nach zwei Uhr machen wir uns auf den Rückweg zum Hotel.

    Ein Bretterladen reiht sich an eine Wellblechhütte, dazwischen Büros für Bootstouren, Massagesalons, Nagelstudios, Bars und kleine Bäckereien. Man kann gar nicht so schnell schauen, wie viele Angebote es hier gibt.

    Zwischendurch wird gebaut, was das Zeug hält. Neben einfachen Hütten stehen plötzlich moderne Hotelbauten internationaler Ketten.

    Die Geräuschkulisse ist enorm: Bauarbeiten, Motorengeräusche, vor allem von den typischen Tricycles, dazu Stimmengewirr, Hundegebell und Musik aus Bars. Auf einem freien Platz übt sogar eine kleine Tanzgruppe.

    Nicht nur Augen und Ohren werden hier beschäftigt – auch die Nase hat einiges zu tun. Überall steigen Gerüche aus Restaurants, Garküchen und Suppenkesseln auf. Dazwischen mischt sich der Benzingeruch der knatternden Zweitaktmotoren.

    Überhaupt scheint das Duftempfinden hier in Asien ein anderes zu sein als bei uns. Handtücher in Hotels riechen oft nach Mottenkugeln oder nach diesen Duftbäumchen fürs Auto. Vermutlich ist das ein Mittel gegen Muffigkeit – bei der hohen Luftfeuchtigkeit schimmelt hier ja alles sehr schnell.

    Tourismus im Aufbruch

    Die Philippinen sind auf dem Weg, ein großes Touristenland zu werden. In einigen Jahren wird man vieles hier wahrscheinlich kaum wiedererkennen.

    Wer die Philippinen noch ein wenig ursprünglicher erleben möchte, sollte sich bald auf den Weg machen. Sonst könnte es hier irgendwann so aussehen wie in manchen Regionen Thailands – mit riesigen Hotelanlagen, hohen Preisen und überfüllten Stränden.

    Natürlich schafft der Tourismus auch viele Arbeitsplätze. Gleichzeitig bestimmen aber oft große internationale Hotelketten und Reiseunternehmen die Entwicklung.

    Ob das für das Land am Ende Fluch oder Segen ist – das wird sich wohl erst noch zeigen.

    Ein Land mit Geschichte und Gegensätzen

    Über 400 Jahre standen die Philippinen unter spanischer Herrschaft – von 1570 bis ins frühe 20. Jahrhundert. Ihren Namen verdanken die Inseln übrigens dem spanischen König Philipp II.

    Heute gibt es über 180 verschiedene Dialekte im Land, viele davon mit spanischen Lehnwörtern. Amts- und Bildungssprache ist jedoch Englisch, sodass man als Tourist erstaunlich gut zurechtkommt – auch wenn der philippinische Akzent manchmal etwas gewöhnungsbedürftig ist.

    Obwohl das Bildungssystem eigentlich sechs Jahre Grundschule und anschließend mehrere Jahre Highschool vorsieht, brechen viele Kinder die Schule früh ab, um Geld zu verdienen. Deshalb ist menschliche Arbeitskraft oft günstiger als Maschinen.

    Mir fiel das zum Beispiel an Kreuzungen auf: Statt Ampeln steht dort manchmal einfach jemand mit einer roten und einer grünen Flagge und regelt den Verkehr.

    Auch in Hotels arbeiten sehr viele Menschen – für Reinigung, Gartenpflege, Poolservice oder Gepäcktransport. Jeder versucht, irgendwie vom Tourismus zu profitieren.

    Trotz vieler Händler auf den Straßen, die Schmuck, Hüte oder Taschen verkaufen wollen, sind die Menschen überhaupt nicht aufdringlich. Ein kurzes Kopfschütteln reicht meist.

    Die Filipinos, die wir hier treffen, sind ausgesprochen freundlich und hilfsbereit.

    Moderne Technik trifft fehlende Infrastruktur

    Interessant ist auch der Gegensatz zwischen moderner Technik und teilweise fehlender Infrastruktur.

    So hatte ich gestern mitten auf dem Meer perfekten 5G-Empfang, während die Toilette auf einer Insel nur aus einem Wasserbecken mit Schöpfkelle bestand und das Abwasser einfach irgendwohin lief.

    Vor der Toilette stand immerhin ein Becken mit Wasser, in dem man sich danach wieder die Füße sauber machen konnte.

    Uniformen überall

    Was mir ebenfalls auffällt: Filipinos lieben Uniformen.

    Fast jeder Beruf hat seine eigene Kleidung. Das beginnt bei den Schulkindern, die alle Uniform tragen, und geht weiter über Ordnungskräfte mit blitzblanken Epauletten bis zu Hotelpersonal, Fährmitarbeitern oder Hafenangestellten.

    Alle sehen geschniegelt und geschniegelt aus – und manchmal frage ich mich wirklich, wie sie das unter ihren oft einfachen Wohnbedingungen so perfekt hinbekommen.

    Unser neues Stadthotel

    Unser neues Hotel liegt mitten im Trubel der Stadt. Unser Zimmer befindet sich im dritten Stock – natürlich ohne Aufzug. Aber unser Gepäck wird uns freundlich bis ins Zimmer getragen.

    Der angepriesene Pool entpuppt sich eher als größerer Springbrunnen – ich glaube nicht, dass dort jemand schwimmen möchte. Aber die Zimmer sind sauber, mit Klimaanlage und riesigem Fernseher ausgestattet. Also alles völlig in Ordnung.

    Natürlich merkt man den Unterschied zum Resort mit seinen zwölf kleinen Bungalows und maximal 24 Gästen.

    Ankommen

    Nachdem wir das Zimmer bezogen haben, brauchen wir erst einmal eine kleine Pause.

    Clara hat Lust auf eine Shoppingrunde.
    Jan-Michel möchte sich ein bisschen ausruhen.
    Und ich setze mich hin und schreibe ein wenig Reisetagebuch.

    Später überlege ich noch, ob ich mir vielleicht eine Fußmassage oder Kopfmassage gönne.

    Ich werde berichten. 😊
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  • El Nido

    7 marzo, Filippine ⋅ 🌙 25 °C

    🌴 Unterwegs nach El Nido – Flaggen, Gedanken und ein magischer Sonnenuntergang 🇵🇭

    Für meine Verhältnisse habe ich erstaunlich gut geschlafen. Trotzdem brauche ich morgens einen Moment, um mich zu sortieren – wo bin ich eigentlich gerade? Ach ja … auf den Philippinen.

    Ich beginne zu packen. Dieses Mal schaffe ich es sogar, meine dickeren Reiseklamotten wieder in den Rucksack zu bekommen. Beim nächsten Mal gilt eindeutig: Weniger ist mehr.

    Als ich fertig bin, stelle ich plötzlich fest: Meine Brille ist weg.
    Also alles wieder raus aus dem Rucksack, alles durchsucht – nichts. Wieder alles rein. Und ganz zum Schluss entdecke ich sie … unter meinem Kopfkissen. 🙈

    Inzwischen ist es schon 8:40 Uhr. Um 8:30 wollten wir uns zum Frühstück treffen. Jan Michel ruft bereits an und fragt, wo ich bleibe. Mit wiedergefundener Brille gehe ich also schnell zum Frühstücksraum.

    Und der hat es in sich: ein wirklich exklusives Frühstücksbuffet mit warmen und kalten Speisen, Obst, Gemüse und vielem mehr. Aber irgendwie habe ich gar keinen Hunger – erst einmal brauche ich nur Kaffee und ein Toast mit Marmelade. ☕

    🚐 Aufbruch Richtung El Nido

    Zwischen 9 und 9:30 Uhr soll unser Transport nachEl Nido kommen. Also holen wir vorsichtshalber schon mal unsere Rucksäcke.

    Doch plötzlich steht der Fahrer schon vor der Tür. Nichts mehr mit gemütlich weiter frühstücken – halsüberkopf auschecken und rein in den Transporter.

    Wir sind die Letzten und das Fahrzeug ist wieder bis auf den letzten Platz voll. Dieses Mal habe ich allerdings Glück: Ich sitze vorne auf dem Beifahrersitz mit freier Sicht nach draußen.

    Beim Auschecken wundere ich mich erneut über die Preise. Wir haben am Abend gut gegessen, Getränke gehabt und später noch Cocktails auf der Dachterrasse. Die Rechnung: 36 Euro für uns alle zusammen.

    Die Lebenshaltungskosten auf den Philippinen liegen mehr als 50 % unter denen in Deutschland. Das spürt man als Reisender deutlich.

    🇵🇭 Warum überall Flaggen hängen

    Während der Fahrt fallen mir die vielen philippinischen Flaggen an Häusern und Straßenrändern auf. Sie sind kein Zufall.

    Auf den Philippinen zeigen viele Menschen ihre Flagge aus Stolz und Patriotismus, besonders zwischen 28. Mai (National Flag Day) und 12. Juni (Independence Day) – dem Unabhängigkeitstag des Landes.

    Die Flagge steckt voller Symbolik:

    🔵 Blau steht für Frieden, Wahrheit und Gerechtigkeit

    🔴 Rot für Patriotismus und Tapferkeit

    ⚪ Weißes Dreieck für Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit

    Ein interessantes Detail: Wenn die rote Seite oben hängt, bedeutet das Kriegszustand oder Widerstand.

    💰 Leben und Arbeiten auf den Philippinen
    Während wir durch Dörfer und Landschaften fahren, denke ich auch über das Leben hier nach.
    Das durchschnittliche Monatsgehalt auf den Philippinen liegt bei etwa 20.000 bis 45.000 Peso (ca. 320–750 €).
    Das mittlere Haushaltseinkommen beträgt ungefähr 480 € im Monat.
    Natürlich sind die Lebenshaltungskosten deutlich niedriger als bei uns – trotzdem wird einem unterwegs klar, dass viele Menschen mit sehr wenig auskommen müssen.
    🌴 Eine lange Fahrt durch Palawan
    Vor uns liegen etwa 250 Kilometer Landstraße. Dafür werden 4 bis 5 Stunden veranschlagt.
    Die Strecke führt zunächst direkt durch die Berge von Palawan. Anders als auf Bohol gibt es hier richtige Berglandschaften mit Gipfeln, die in Wolken gehüllt sind.
    Ein Zug- oder Busnetz gibt es nicht.
    Diese Straße ist praktisch die einzige Verbindung quer über die Insel.
    Die Straßen wechseln ständig:
    mal reparaturbedürftige Landstraße
    mal Schlaglöcher und Risse
    dann wieder plötzlich ein fast autobahnähnlicher Abschnitt
    Rechts und links wächst dichter Dschungel aus Bananenpalmen, Bambus und tropischen Pflanzen.
    Viele Orte bestehen nur aus ein paar Wellblechhütten. Fast überall stehen kleine Verkaufsstände – manchmal mit nur drei Bananen und zwei Mangos.
    🌊 Der erste Blick aufs Meer
    Zwischendurch führt die Straße immer wieder hinunter zur Küste.
    Plötzlich tauchen sie auf:
    weiße Strände, türkisfarbenes Wasser, kleine Boote und einsame Buchten. 🌊
    Einmal halten wir etwa auf halber Strecke an einem kleinen Restaurant hoch über dem Meer. Von der Terrasse hat man einen traumhaften Blick auf den Strand – schon dieser Zwischenstopp wirkt wie ein Postkartenmotiv.
    🚐 Kurven, Bambus und kleine Dörfer
    Je weiter wir in die Berge fahren, desto grüner wird die Landschaft – aber auch die Straße schlechter.
    Die Kurven sind eng und wir sitzen ziemlich dicht im Transporter. Meine Sitznachbarin schläft irgendwann ein und landet bei jeder Kurve auf meiner Schulter. 😄
    Die Häuser werden kleiner. Viele bestehen aus Bambus, haben Bambuszäune oder ganze Bambusterrassen.

    Hühner hört man überall – sie gehören hier zu den wichtigsten Nutztieren.
    🌅 Ankunft in El Nido
    Kurz vor El Nido wird die Straße plötzlich richtig gut ausgebaut.
    Die Landschaft verändert sich wieder: runde Hügel tauchen auf, fast wie kleine Verwandte der Choclets Hills
    Dann erreichen wir das Terminal von El Nido.
    Unser Fahrer bietet an, uns direkt zum Hotel zu bringen – ein paar Kilometer außerhalb der Stadt.
    Der Weg dorthin führt über eine schmale, holprige Urwaldstraße. Zwischen Bambushütten und dichtem Grün taucht plötzlich ein neues Gebäude auf – unser Hotel.
    Statt Zimmern bekommen wir kleine Bungalows mit Himmelbett, viel Bambus und asiatischen Details. Rund um den Pool stehen Liegen unter Pergolen – ein perfekter Ort zum Ausruhen nach dieser langen Fahrt.
    Und genau das tun wir:
    Badesachen an und ab in den Pool. 🏝️
    🌴 El Nido – eines der schönsten Ziele der Philippinen
    El Nido liegt im Norden von Palawan und gilt als eines der spektakulärsten Reiseziele des Landes.
    Die Region ist berühmt für:
    dramatische Karstfelsen im Meer
    versteckte Lagunen und Inseln
    türkisfarbenes Wasser
    traumhafte weiße Strände

    Viele Besucher kommen wegen des berühmten Island Hopping – Bootstouren zu kleinen Inseln und Lagunen.

    🌅 Ein magischer Abend am Strand

    Am späten Nachmittag machen wir uns zu Fuß auf den Weg, erkunden die Umgebung und finden sogar ein Ladekabel für Claras Handy.

    Der Hauptort von El Nido ist etwa 4–5 Kilometer entfernt, aber auch hier im Vorort gibt es einen Strand.

    Mit dem TukTuk fahren wir dorthin – und erleben einen magischen Sonnenuntergang. 🌅

    Unter den Palmen haben sich Restaurants angesiedelt. Wir sitzen direkt am Meer, beobachten wie die Sonne langsam im Wasser versinkt und genießen unser Abendessen.

    Was für ein Tag.
    So viele Eindrücke – ich komme mit dem Schreiben kaum hinterher.

    Morgen wartet schon das nächste Abenteuer:
    Island Hopping rund um El Nido. 🚤
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  • Tagesausflug Bohol

    5 marzo, Filippine ⋅ ⛅ 27 °C

    🌴 Bohol – Von den Chocolate Hills zu den Tarsieren und dem Loboc River
    Der Abend gestern endet genauso lebendig, wie der Nachmittag begonnen hat. Noch einmal laufen wir zum Strand – doch jetzt zeigt sich Panglao von seiner ganz eigenen, nächtlichen Seite. 🌙✨
    Der Weg dorthin ist eine einzige Mischung aus Musik, Licht und quirligem Treiben. Überall blinkt und blitzt es in allen Farben – fast wie in einer riesigen Disko. Selbst die TukTuks sind beleuchtet wie kleine Weihnachtsbäume. 🎄🚖
    Leuchtreklamen wohin das Auge schaut, Livemusik aus vielen Restaurants und eine Promenade, auf der kaum noch ein Tisch frei ist. Wir schlendern durch das bunte Angebot an Essen und Getränken und suchen uns schließlich ein gemütliches Plätzchen direkt am Strand. Mit einem Cocktail in der Hand lassen wir den Tag ausklingen. 🍹🌊
    Doch die Nacht bringt noch eine kleine Überraschung: Als ich ins Bett will, entdecke ich zwei ungebetene Mitbewohner – Kakerlaken. Die befördere ich kurzerhand eigenhändig in den Kakerlakenhimmel. 🪳😅
    So richtig entspannt schlafen kann ich danach allerdings nicht mehr. Jetlag und die Angst zu verschlafen sorgen dafür, dass ich erst gegen 3.30 Uhr in einen unruhigen Schlaf falle.
    🌿 Unterwegs im Herzen von Bohol
    Am nächsten Morgen werden wir von einem Kleinbus zur Tagestour abgeholt. Der ist schon ziemlich voll, sodass Clara und ich zunächst auf einer Art Notsitz Platz nehmen müssen. Jede Bodenwelle lässt meine Bandscheiben protestieren.
    Zeit, mal den Seniorenbonus auszuspielen – eigentlich nicht so mein Ding. Aber Jan Michel regelt das charmant noch vor dem ersten Stopp. Kurz darauf sitzen Clara und ich ganz bequem vorne neben dem Fahrer. 😄
    Der erste Halt ist der Man-Made Forest zwischen Loboc und Bilar. Dieser etwa zwei Kilometer lange Abschnitt aus dicht stehenden Mahagonibäumen entstand durch ein großes Wiederaufforstungsprojekt. Die hohen Bäume bilden einen grünen Tunnel über der Straße – kühl, schattig und unglaublich fotogen. 🌳🌳
    Extra abgestellte Ordner stoppen sogar den Verkehr, damit Touristen ihre Fotos machen können. Natürlich nutzen wir die Gelegenheit.
    🍫 Die berühmten Chocolate Hills
    Der nächste große Stopp sind die Chocolate Hills – eines der bekanntesten Naturwunder der Philippinen.
    Schon von weitem sieht man die vielen gleichmäßig geformten Hügel, die sich über die Landschaft verteilen. Insgesamt gibt es über 1.200 dieser Hügel auf der Insel Bohol. In der Regenzeit sind sie sattgrün, doch in der Trockenzeit färbt sich das Gras braun – dann erinnern sie an riesige Schokoladenhügel, daher der Name. 🍫
    Heute ist hier furchtbar viel los. Mit vielen anderen Besuchern steigen wir die Treppen zum Aussichtspunkt hinauf. Ganz schön anstrengend bei der Hitze – aber der Blick über die scheinbar endlose Hügellandschaft ist wirklich beeindruckend.
    Es gibt übrigens viele Legenden über ihre Entstehung. Eine erzählt von zwei Riesen, die so lange Steine aufeinander warfen, bis diese Hügel entstanden. Tatsächlich handelt es sich geologisch um verwitterte Kalksteinformationen, die über Millionen Jahre entstanden sind.
    🐒 Begegnung mit den Tarsieren
    Nach diesem Stopp geht es weiter zu den berühmten Tarsieren, den winzigen „Maki-Äffchen“.
    Diese Tiere gehören zu den kleinsten Primaten der Welt und werden nur etwa 10 bis 15 Zentimeter groß. Besonders auffällig sind ihre riesigen Augen, die ihnen ein fast märchenhaftes Aussehen geben. 👀
    Tarsiere sind nachtaktiv und extrem lichtempfindlich. Deshalb verstecken sie sich tagsüber oft unter Blättern im dichten Grün des Dschungels. Auf schmalen Pfaden schleichen wir vorsichtig durch das Gelände – und entdecken tatsächlich einige der kleinen Wesen, die uns mit ihren großen Augen neugierig mustern.
    🚤 Mittagessen auf dem Loboc River
    Das nächste Highlight wartet am Loboc River.
    Alles ist perfekt organisiert: Es gibt einen Wartebereich, zugewiesene Bootsnummern und feste Sitzplätze. Der Fluss schimmert grün und schlängelt sich durch dichten Urwald – ein wunderschöner Anblick. 🌿🚤
    Sobald alle an Bord sind, begrüßt uns das Personal musikalisch. Dann wird das reichhaltige Buffet eröffnet. Während wir essen, gleitet das Boot langsam über den Fluss.
    Unterwegs legen wir an einer kleinen Plattform an, wo uns eine Folkloregruppe mit Gesang und traditionellen Tänzen begrüßt. Ein wirklich stimmungsvoller Moment.
    ⛪ Eine der ältesten Kirchen der Philippinen
    Zum Abschluss besuchen wir noch die Baclayon Church.
    Die Kirche stammt aus dem 16. Jahrhundert und gehört zu den ältesten Steinkirchen der Philippinen. Sie wurde aus Korallengestein gebaut, das früher direkt aus dem Meer gewonnen wurde. Innen erwartet uns eine beeindruckende, reich verzierte Ausstattung mit alten Altären und religiösen Kunstwerken.
    🌅 Zurück im Hotel
    Nach über einer Stunde Rückfahrt erreichen wir gegen 18 Uhr wieder unser Hotel.
    Erster Programmpunkt: ab in den Pool! 🏊‍♀️ Danach einfach nur entspannen.
    Clara und Jan Michel wollen später noch einmal an den Strand, um eine Kleinigkeit zu essen. Mir reicht es für heute. Ich bleibe am Pool, schreibe Reisetagebuch, trinke ein kleines Bierchen und bin nach der fast schlaflosen Nacht so müde, dass ich bald vorneüber kippe. 😴
    Morgen wartet schon das nächste Abenteuer.
    🌴🐒🍫🌊
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  • Panglao

    4 marzo, Filippine ⋅ ☁️ 27 °C

    🌴 Palmen, Poolglück und pulsierendes Leben – Unser Tag am Alona Beach 🌊
    Tag 6 – Bohol / Panglao
    Heute Morgen wache ich auf – und irgendwie ist klar: Der Funke zwischen uns und diesem Hotel will einfach nicht überspringen. Ich schaue aus dem Fenster auf Palmen und Wellblechdächer. Ein bisschen Karibik, ein bisschen Favela-Feeling.
    Also beginnt der Tag mit Hotelsuche.
    Mit dem TukTuk fahren wir Richtung Strand – dort gibt es einen 7-Eleven mit herrlich kalter Klimaanlage. Mein Frühstück? Eine echte Wundertüte 😅 Ein weiches Schokobrötchen und ein Muffin mit Käse und Zucker. Ungewöhnliche Mischung – aber macht satt!
    Wir sitzen am Strand, schauen auf die Wellen. Weicher, fast blendend weißer Sand, Palmen im warmen Wind, Fischerboote mit ihren typischen Auslegern ankern im türkisfarbenen Wasser. Es ist traumhaft. Nur eine etwas seltsame Badeplattform stört die Postkarten-Idylle minimal.
    Wir machen Fotos, genießen den Moment – und beschließen endgültig: Wir ziehen um.
    🏝️ Neues Hotel – neues Glück
    Jan Michel findet ein neues Hotel am Alona Beach – dem lebhaftesten Strand auf Panglao.
    Das Taxi kommt in Rekordzeit. 15 Minuten später stehen wir vor unserem neuen Domizil – und sind sofort begeistert. Poolanlage mit Sonnenschirmen, Zimmer mit Terrasse zum Pool, alles hell, freundlich, entspannt.
    Preis? 35 Euro für ein Doppelzimmer. Sogar mit Frühstück. Unglaublich. 💦🌴
    Da zeigt sich wieder: Internetbilder und Realität sind manchmal zwei Paar Schuhe. Gut, dass wir nur eine Nacht im ersten Hotel gebucht hatten.
    Clara fällt unterwegs ein, dass ihr Ladegerät noch im alten Hotel steckt. Zum Glück ist es noch da – die Rezeptionistin ruft an – und während ich am Pool entspanne, fahren die beiden zurück, um es zu holen.
    🌊 Leben am Strand – Alona Beach
    Am späten Nachmittag tauchen wir ein ins pralle philippinische Leben.
    Kaum aus der kleinen Seitenstraße heraus, empfängt uns eine Explosion der Sinne:
    Motorroller, Tricycles, Musik, Stimmen, Gerüche von Fisch, Gewürzen, Frittiertem.
    Improvisation, Kreativität, Chaos – und mittendrin wir.
    Bei über 30 Grad und gefühlten 100 % Luftfeuchtigkeit übt eine Tanzgruppe Jazzdance auf einer kleinen Bühne, während ich allein vom Spazierengehen schwitze.
    Am Meer weht endlich Wind. Die Promenade des Alona Beach ist gesäumt von Bars und Restaurants, die ihre Tische bis in den weißen Sand stellen. Fisch liegt auf Eis ausgebreitet – man sucht ihn sich aus und bekommt ihn frisch gegrillt serviert. Ein Mann wedelt pausenlos mit einem Fächer, um die Mücken fernzuhalten.
    Wir werden ständig angesprochen:
    Massagen? Tattoos? Nägel? Bootstouren zu Schildkröten? Walhaien? Zu den berühmten Chocolate Hills?
    Alona ist der touristische Hotspot von Panglao – und man hört erstaunlich viel Deutsch.
    Eine riesige Portion Pommes kostet 2 Euro. Ein Burger mit allem Drum und Dran 5 Euro. Bezahlt wird fast überall bar – philippinische Peso. (1 Euro sind ungefähr 65 Peso.)
    Wir handeln für morgen eine 7-Stunden-Inselrundfahrt aus – inklusive Chocolate Hills, Wasserfall & Co. Für 10 Euro pro Person.
    Der Geldautomat sorgt noch kurz für Nervenkitzel – Jan-Michels Karte steckt fest 😳 Drei hilfsbereite Filipinos retten die Situation. Danach klappt es beim nächsten ATM problemlos.
    🌅 White Beach & Naturidylle
    Neben dem lebhaften Alona gibt es auf Panglao auch ruhigere Strände – etwa den White Beach.
    Er gilt als einer der schönsten Abschnitte der Insel: puderzuckerweißer Sand, türkisfarbenes Wasser, weniger Trubel. Ideal für alle, die es entspannter mögen.
    Panglao selbst gehört zur Insel Bohol, die bekannt ist für ihre einzigartige Hügellandschaft, Tarsier-Äffchen und tropische Wasserfälle.
    Die Philippinen bestehen aus über 7.000 Inseln – tropisch, katholisch geprägt, unglaublich gastfreundlich – und manchmal herrlich chaotisch. Genau dieser Mix macht es aus.
    🌙 Später Abend
    Clara geht es nicht ganz so gut, wir kehren zurück ins Hotel. Ich springe noch einmal in den Pool. Bewundere den Sonnenuntergang. L
    Das Zimmer ist erst zu warm – bis ich herausfinde, wie man die Klimaanlage richtig bedient. Danach wird es angenehm kühl.
    Morgen früh um 8 Uhr startet unsere Insel-Tour. Also wieder früh aufstehen.
    Ob es heute noch einen Sundowner am Strand gibt?
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  • Ein Tag voller Wunder

    2 marzo, Singapore ⋅ ☁️ 29 °C

    🌇 Singapur – Zwischen Dachpool, Tropenhitze und Kulturenmix
    Es tut zur Abwechslung richtig gut, wieder ein Bett unterm Hintern zu haben – und dann noch so ein tolles. Ich schlafe wie in Abrahams Schoß und bin erstaunlich schnell eingeschlafen. Dabei ist es in unserer Zeitrechnung – also in Löhne – gerade mal fünf Uhr morgens.
    Hier in Singapur ist es halb sieben. In Löhne 1:30 Uhr. Und ich bin wach.
    Also koche ich mir erst einmal einen Kaffee. In meiner kleinen Küche entdecke ich zwei Wasserhähne – einer davon extra gefiltertes Trinkwasser. Alles hier ist durchdacht. Der Wasserkocher will zunächst nicht, bis ich merke: Nicht nur die Lampen, auch die Steckdosen werden hier über separate Schalter aktiviert. Und sie sind mit kleinen Plastikdeckeln gegen Spritzwasser geschützt. Strom und Wasser – hier geht man kein Risiko ein. Im luxuriösen Bad gibt es deshalb auch keine Steckdose. Föhnen heißt: zurück ins Zimmer.Gut, dass ich mir Adapter besorgt habe.
    Nach dem Kaffee nutze ich den Luxus eines Dachpools. Eine Runde Schwimmen über den Dächern von Singapur – besser kann ein Tag kaum beginnen.
    Leider konnte ich gestern keine Bilder hochladen – ich bin aus dem WLAN geflogen und finde das Passwort nicht mehr. Das muss ich heute nachholen.
    Gegen neun Uhr ist auch der Rest der Familie wach. Für uns drei reicht ein Kaffee to go und ein Croissant. Clara und Jan Michel decken sich im kleinen 7-Eleven mit Bananenbrot, Onigiri, Schokomilch und Eiskaffee ein. Eine Bank unterwegs wird zum Frühstückstisch.
    Wir machen uns auf den Weg Richtung Arabisches Viertel. Unterwegs bestaunen wir die ausgefallenen Hochhäuser mit horizontaler Begrünung. Überhaupt: Singapur ist grün. Sehr grün.
    Mit dem „Green Plan 2030“ will die Stadt zur „City in Nature“ werden – eine Million neue Bäume, begrünte Fassaden und Dächer, neue Parkflächen. Man spürt: Hier wird Zukunft gestaltet.
    Wir überqueren die Elgin Bridge über den Singapore River. Von hier starten auch die traditionellen Bumboat-Fahrten in kleinen Holzbooten. Dafür reicht unsere Zeit leider nicht.
    In der Ferne sehen wir das Wahrzeichen der Stadt: den Merlion – Löwenkopf, Fischkörper, 8,60 Meter hoch. Dahinter die Skyline mit dem berühmten Marina Bay Sands – drei Türme, gekrönt von einem schiffsförmigen Dach.
    Auf der anderen Seite leuchtet weiß die St Andrew's Cathedral. Vor der City Hall stehen Sicherheitskräfte.
    Es ist schwül. 32 Grad. Die Luftfeuchtigkeit klebt auf der Haut. Wir sind klitschnass geschwitzt. Der Vorteil: Man kann trinken, so viel man will – und braucht keine Keramikabteilung
    Im nächsten Einkaufszentrum kühlen wir uns erst einmal herunter.
    🕌 Arabisches Viertel
    Bunte Häuser, orientalische Läden, Restaurants mit schimmernden Laternen. Doch mittags haben viele Geschäfte noch geschlossen. Ich glaube, abends ist es hier viel lebendiger.
    Wir suchen lange nach einem kühlen Plätzchen. Schließlich landen wir in einem kleinen Restaurant. Gebratene Hähnchen hängen dekorativ im Fenster. Wir sind die einzigen Gäste. Die Klimaanlage läuft auf Hochleistung – ein eiskalter Luftstrom trifft auf unsere verschwitzten Körper. Kein angenehmer Wechsel. Wir rutschen in eine Ecke, wo es weniger zieht.
    Dieses ständige Hin und Her zwischen tropischer Hitze draußen und eisiger Klimaanlage drinnen ist anstrengend.
    🇮🇳 Little India
    Nur ein kurzer Fußweg – und wir stehen in Little India. Gewürzdüfte, bunte Stoffe, kleine Läden. Auch hier haben einige Geschäfte noch geschlossen, doch das Flair ist sofort da. Man fühlt sich versetzt – jede Ecke erzählt von Einflüssen und Geschichte.
    Singapur ist ein Mosaik aus Kulturen: Chinatown, Arabisches Viertel, Little India, Holländer Viertel.Und alles liegt nah beieinander.
    🚇 Metro statt Ticket
    Von Little India fahren wir mit der MRT zurück Richtung Chinatown. Wir probieren das Metro-System zum ersten Mal aus. Kein Ticketkauf – einfach Handy an den Scanner halten, Schranke öffnet sich, Betrag wird automatisch von der Kreditkarte abgebucht.
    So unkompliziert. So modern. Da kann sich Deutschland wirklich etwas abschauen.
    Eine nette asiatische Frau spricht uns auf der Rolltreppe an, fragt, woher wir kommen, und gibt uns Restauranttipps. Sie zeigt Clara sogar einen Süßigkeitenstand mit Fruchtspießen.
    So freundlich sind die Menschen hier...
    Zurück im Hotel sind wir platt. Erst einmal in den Pool. Abkühlen. Durchatmen.
    Eigentlich wollen wir am Nachmittag noch etwas unternehmen, doch es gibt erst einmal ein Gewitter. Also nutzt jeder die Zeit anders: Poolpause, Massage gegen den verspannten Rücken, Tagebuch schreiben, Bilder sortieren.
    Gegen Abend hat sich das mit Gewitter und Regen erledigt. Die Luft ist frisch gewaschen, warm bleibt sie trotzdem. Also laufen wir noch einmal los – Richtung Chinatown.
    Und natürlich landen wir wieder dort, wo das Leben tobt: in einem Hawker Centre. Diese riesigen Hallen sind mehr als nur Foodcourts. Hier pulsiert Singapur. Unzählige Stände bieten chinesisches, indisches, malaiisches, koreanisches Essen an. Dazu Getränke, frische Säfte, Eis, Obst – alles, was das Herz begehrt. Und die Preise? Sehr viel freundlicher als in manchem Touristenrestaurant in Chinatown.
    Hier essen Einheimische. Familien, Geschäftsleute, junge Leute – alle durcheinander. Wir ergattern endlich einen Tisch. Dann schwärmt jeder los und holt sich, was ihn anlacht. Ein kleines kulinarisches Abenteuer. Als wir wieder zusammen sitzen, wird probiert, getauscht, gelacht. Ausgesprochen lecker. Und wir? Mehr als satt. 😊
    So gesättigt lassen wir die U-Bahn links liegen und laufen zu Fuß Richtung Marina Bay. Und dann dieser Anblick: Die funkelnden Hochhäuser spiegeln sich in der Wasserfläche. Es glitzert, es leuchtet, es wirkt fast unwirklich. Traumhaft.
    Aber das ist noch nicht der Höhepunkt.
    Wir gehen weiter zu den Gardens by the Bay. Schon tagsüber beeindruckt diese 2012 eröffnete Parkanlage, die auf gewonnenem Land an der Marina Bay entstanden ist. Über 100 Hektar Zukunftsvision: Nachhaltigkeit, Botanik und Architektur verschmelzen hier miteinander. Die gekühlten Gewächshäuser – Flower Dome und Cloud Forest – gehören zu den größten Glasgewächshäusern der Welt.
    Doch jetzt zieht es uns zu den ikonischen Supertrees.
    Im Supertree Grove stehen 18 dieser künstlichen Baumriesen – zwischen 25 und 50 Meter hoch. Zwölf davon erleben wir aus nächster Nähe. Tagsüber spenden sie Schatten, sammeln Regenwasser und erzeugen sogar Solarenergie. Vertikale Gärten, bepflanzt mit Farnen, Orchideen und tropischen Kletterpflanzen. Natur neu interpretiert – architektonische Meisterwerke.
    Und dann beginnt die Licht- und Musikshow.
    Es ist kaum zu beschreiben. Musik erfüllt die Luft, Farben wechseln, die Supertrees verwandeln sich im Takt der Klänge in immer neue Kunstwerke. Wir setzen uns – wie viele andere – einfach auf den Boden, schauen nach oben und genießen. Für einen Moment ist alles still in uns.
    Über unseren Köpfen verläuft der OCBC Skyway, eine schmale Brücke zwischen den Baumkronen. Dafür fehlt uns heute die Zeit – morgen klingelt der Wecker gnadenlos früh.
    Nach der Show gehen wir noch zum Flower Dome und zum Cloud Forest – beide sind heute geschlossen. Also bringt uns die MRT zurück nach Chinatown, von dort laufen wir zum Hotel.
    Koffer packen. 22000 Schritte heute.
    Morgen heißt es: spätestens 4.30 Uhr aufstehen. Um 8.20 Uhr geht unser Flug nach Cebu. Und von dort wollen wir versuchen, eine Fähre nach Bohol zu bekommen. Dort haben wir heute ein Zimmer reserviert.
    Singapur verabschiedet sich mit Licht, Klang und ganz viel Staunen.
    Was für ein vierter Tag. ✨🌴
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  • Flug und Ankunft in Singapur

    1 marzo, Singapore ⋅ ☁️ 30 °C

    Tag 2 und 3

    Der Kurzflug nach Zürich wird begleitet von einem kleinen schreienden Energiebündel hinter uns, das bereits beim Boarding seine Eltern ins Schwitzen bringt. Während des Fluges konzentriert sich seine Wut dann auf unsere Rückenlehnen. Fußtritte im Sekundentakt. Aber es sind ja nur 90 Minuten. Schweizer Schokolade und kostenloses Wasser, das verteilt wird stimmen uns versöhnlich und voller Mitgefühl für die Eltern. In Zürich landen wir leicht verspätet, haben aber genug Puffer. Die automatische Passkontrolle funktioniert – natürlich – bei Clara, weil minderjährig nicht. Also Schalter. Wiederfinden. Och war ja scjon durch. Terminalwechsel mit dem Zug. Ein kleiner Snack bei Starbucks mit großem Preis.
    Und dann stehe ich vor meinem ersten Langstreckenflug.
    Fast zwölf Stunden liegem vor mir.
    Beim Einsteigen sehen wir durch die Fenster die Passagiere der First- und Businessclass beim Aperitif sitzen. Sehr stilvoll. Wir marschieren weiter Richtung Economy. Immerhin: etwas großzügigere Sitze als im Kurzstreckenflieger und ein Entertainment-System in der Rückenlehne.
    Doch auf keinen Film kann ich mich konzentrieren. Viel spannender sind die Fluginformationen. Die Route. Die Zeit. Die Distanz.
    Um 22:45 Uhr hebt dieser riesige Vogel mit lautem Poltern unter den Rädern ab. Zürich liegt golden glitzernd unter uns.
    Und plötzlich ist aus Planung Realität geworden.
    Asien, wir kommen.

    🌴 Ankunft in den Tropen
    (Flug & Ankunft in Singapur)

    Der Langstreckenflug beginnt mit einer vielversprechenden Menükarte, die in der Realität etwas weniger bombastisch wirkt, sobald alles in Plastik verpackt vor einem steht. Trotzdem: Es schmeckt. Und ich bekomme sogar einen Piccolo. Ich stoße leise mit Michael an, der diese Reise in unseren Herzen mitmacht.
    Gegen ein Uhr wird es ruhiger im Flieger. Nachtbeleuchtung. Gedimmte Monitore. Decke, Kissen, zwickende Kompressionsstrumpfhose – die Suche nach einer halbwegs ergonomischen Schlafposition beginnt.
    Und tatsächlich: Ich schlafe. Mit Unterbrechungen, weil ich die Sitzposition regelmäßig verändern muss. Aber ich schlafe bis etwa 8:30 Uhr. Das meiste ist geschafft.
    Um 9:30 Uhr gibt es Frühstück. Spinat, Bratkartoffeln und Rührei. Ich habe noch nie so gefrühstückt – aber erstaunlicherweise schmeckt es. Ich frage mich nur, wie es die Stewardessen schaffen, nach einer durchgearbeiteten Nacht so frisch auszusehen. Ich selbst fühle mich eher wie aua dem Altkleidersack gezogen
    Dann beginnt der Sinkflug auf Singapur. Doch ein Gewitter verzögert die Landung. Wir kreisen. Noch eine Runde. Und noch eine.
    18:30 Uhr Ortszeit setzen wir schließlich auf. Zu Hause ist es gerade einmal kurz nach 11:30 Uhr.
    Direkt nach der Landung suche ich eine Umkleidekabine – ja, die gibt es hier tatsächlich am Flughafen – und befreie mich endlich von der Kompressionsstrumpfhose. Ein kleines Freiheitsgefühl.
    Unsere Rucksäcke drehen bereits ihre Runden auf dem Gepäckband. Ein Trolley wird beladen, dann brauchen wir erst einmal Bargeld. Meine Kreditkarte streikt nach dreimal falscher PIN-Eingabe. Mist. Zuhause brauche ich den Pin nie. Hoffentlich krieg ich die wieder zum Arbeiten animiert.Hab nur die Eine mit Erstmal übernimmt Michel.
    Wir bestellen ein Taxi über die Grab-App, die wir für diese Fälle installiert haben. Während wir warten, installieren wir die zweite E-SIM-Karte für Singapur und die Philippinen, die als Aüp schon auf dem Handy ist und laden Datenvolumen auf. Digital gut vorbereitet in die Tropen.
    Und dann trifft sie uns.
    Diese feuchtwarme Wand aus 32 Grad Abendluft. Wie im Hallenbad fühlt es sich an. Innerhalb von Sekunden fühlt sich Europa sehr weit weg an.
    Die Fahrt ins Hotel gleicht einer Filmszene. Links die Skyline im rot glühenden Sonnenuntergang. Palmen als dunkle Scherenschnitte. Hochhäuser, die beleuchtet in den Himmel wachsen. Auf dem Meer gleiten erleuchtete Schiffe. Neonreklame, Glasfassaden, Tropenbäume.
    Wir kommen aus dem Staunen nicht heraus.
    Im Hotel checken wir ein.Sehr stylistisch das Ganze – und das Erste, was wir tun, ist zum Pool auf dem Dach zu gehen. Schwimmen im warmen Wasser, während rundherum die Hochhäuser leuchten. Unter uns die Stadt. Über uns der tropische Himmel.
    Später laufen wir nach Chinatown. Lichter, Farben, Musik, Stimmengewirr. Garküchen, die um Gäste werben. Gewürze, süße Düfte, aber auch Gerüche, die man nicht näher definieren möchte. Es ist intensiv. Lebendig. Überwältigend und extrem sauber.
    Wir kaufen Wasser – bei dieser Hitze absolut notwendig – und essen in einem kleinen Restaurant.
    Sieben Stunden Zeitunterschied. Für unseren Körper ist es eigentlich früher Nachmittag, als wir beschließen schlafen zu gehen.
    Jetzt, im Bett, merke ich die Müdigkeit. Aber auch dieses tiefe Gefühl von: Wir sind wirklich da.
    Singapur hat uns schon am ersten Abend verzaubert.
    Und morgen beginnt das Entdecken. 🌏✨
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  • Mit Kompressionsstrumpfhose RichtungWelt

    28 febbraio, Germania ⋅ ☁️ 14 °C

    🌏 Tag 2

    Heute beginnt der Tag überraschend entspannt. Ich schlafe seit langer Zeit endlich mal wieder richtig durch. Offenbar muss ich einfach nur verreisen, damit mein Körper kapiert: Jetzt ist Urlaub.
    Nach dem gemeinsamen Frühstück packen Clara und Jan Michel ihre Sachen. Am Ende liegen drei stattliche, vollgepackte Rucksäcke im Flur – bereit für die große Reise. Ich sortiere noch ein bisschen um, stopfe hier, drücke dort – und dann kommt der Moment, vor dem ich mich insgeheim gefürchtet habe: die Kompressionsstrumpfhose.
    Ein kleiner Kampf. Ein mittelgroßer Kampf.
    Ob ich die jemals wieder ausbekomme? Und darin soll ich nun mindestens 20 Stunden verbringen?
    Ich stelle mir kurz vor, wie ich mit abgestorbrnen Beinen in Singapur ankomme. Aber: Safety first. Eine Thrombose braucht schließlich niemand.
    Zwischendurch checken wir immer wieder die Verkehrslage. Busse und Bahnen streiken, Ferienbeginn in Hamburg – eigentlich perfekte Voraussetzungen für Chaos. Doch es bleibt erstaunlich ruhig.
    Ein paar Einreiseformulare für Singapur und die Philippinen drucken wir sicherheitshalber noch aus. Man weiß ja nie, welches Eigenleben so ein Handy plötzlich entwickelt.
    Gegen 15.30 Uhr bringt Annika uns zum Flughafen Hamburg. Weniger Betrieb als erwartet – wir geben unsere Rucksäcke als Sperrgepäck auf und sind schneller durch als gedacht.
    Die nächste angenehme Überraschung beim Sicherheitsscheck: Flüssigkeiten bleiben einfach im Rucksack. Halleluja!
    Nun heißt es warten aufs Boarding. In Zürich haben wir noch einmal 1,5 Stunden Aufenthalt, bevor es weiter nach Singapur geht.
    Das Abenteuer nimmt Fahrt auf. 🌍
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  • Marmeladenmassaker und Vollsperrung

    26 febbraio, Germania ⋅ ☁️ 15 °C

    🌏
    Philippinen – wir üben schon mal Chaos

    So.
    Jetzt wird es ernst.
    Philippinen 2026, unsere 3 Generationen Backpackertour startet morgen ab Hamburg.

    Noch stehen wir nicht am Flughafen. Noch riecht nichts nach Meer, Mangos oder Motorboot. Noch sitze ich ganz bodenständig in Norddeutschland. Aber wenn man die vergangenen Stunden als Maßstab nimmt, dann bin ich bereits mitten im Abenteuer.!
    Und das ganz ohne Jetlag.

    🥖 Abschied mit Nebenwirkung
    Gestern Abend kommen Lena, Tristan und Paul noch vorbei. Ein letzter gemeinsamer Abend, gemeinsames Essen Gespräche, Vorfreude.

    Bis Paul plötzlich immer stiller wird.
    Kein Hunger mehr.
    Kein Quatsch mehr.
    Nur noch dieses „Mir-ist-nicht-gut“-Gesicht.
    Und dann: Mageninfekt.

    Während Lena die Spur vom Wohnzimmer bis zur Gästetoilette beseitigt (Mütter können alles), fährt Tristan mit Paul nach Hause.
    Lena immer wieder zu mir: „Bitte halt dich möglichst weit weg, dass du dich nicht noch ansteckst

    Sehr beruhigend, wenn man in 24 Stunden in einen Langstreckenflieger steigt. 🤢✈️

    Da sitzt man dann später auf dem Sofa und denkt:
    War das jetzt ein Abschied oder ein biologischer Angriff?

    💥 Nächtliches Klirren
    In der Nacht höre ich es scheppern.
    So ein Geräusch, bei dem man im Halbschlaf denkt:
    „Ach, bestimmt wieder ein Bild von der Wand gefallen.“
    Falsch gedacht.
    Morgens – noch im Schlafanzug – gehe ich in den Hauswirtschaftsraum, um die letzte Wäsche aus dem Trockner zu holen.
    Und bleibe stehen.

    Mein Schwerlastregal.
    Mit ALLEN eingekochten Schätzen.
    Marmeladen. Säfte. Flaschen. Sirup.
    Alles.
    Zusammengebrochen.
    Ein Schlachtfeld aus Scherben.
    Erdbeere trifft Johannisbeere.
    Klebrig. Rot. Duftend. Katastrophal.
    Warum das Regal nachgibt? Keine Ahnung.
    War es Überlastung?
    War es ein Zeichen?
    War es beleidigt, weil ich weg fahre?
    Ich wische. Ich sortiere. Ich fluche leise.
    Eine Stunde später ist der Hauswirtschaftsraum wieder begehbar – und ich offiziell reisereif.
    Urlaubsvorbereitung à la Rosi
    Erst Chaos, dann Kaffee.

    🚗 A7 – Das Warm-up für Südostasien
    Gegen 11 Uhr drehe ich endlich den Haustürschlüssel um.
    Noch schnell Brötchen holen. Tanken. Und los nach Hamburg.
    Ich will bloß nicht in den Freitagnachmittagverkehr geraten.
    A2 und A7 sind ja bekanntlich keine Wellness-Oasen, was Autofahren betrifft.

    Doch die A7 begrüßt mich mit:
    Vollsperrung bei Mellendorf.
    Umleitung.
    Und plötzlich befinde ich mich nicht mehr auf einer Autobahn, sondern auf einer Mischung aus Heide-Romantik und Militärmanöver.
    Schmale Straßen.
    Wald.
    Panzerstraße.
    Gegenverkehr, bei dem man kurz überlegt, ob man jetzt diplomatisch verhandeln muss, wer zurücksetzt.
    Und als Krönung: Sackgasse.
    Irgendwie finde ich zurück zur A7 – nur um direkt in einen 20-minütigen Stau zu rollen.
    Danach noch zwei kleinere hinterher.
    Ich beschließe: Pause. Durchatmen. Kaffee

    🏙️ Hamburg – endlich angekommen

    Am späten Nachmittag rolle ich in Hamburg ein.
    Klingele. Natürlich ist noch niemand da, sind ja alle noch am Arbeiten. Dazu in der ganzen Stadt Streik bei Bus und Bahn.

    Fünf Minuten später kommen Michel und Clara.
    Michel muss noch mal ins Meeting.
    Clara packt für ihr heutiges Fussballtraning – heute muss alles mit dem Auto erledigt werden und so sehen die Straßen auch aus....voll ohne Ende. Gepackt wird später.
    Später unternehme ich noch einen schönen Spaziergang entlang der in der Nähe vorbei fließenden Kollau.
    Und ja...bringe Clara zum Fussball-Training ins 7 Km entfernte Stadion. Ist ganz einfach, sagt Michel. Aber mitten durch die Stadt bei dem Verkehr, einsetzender Dunkelheit und einnem Enkelkind auf dem Beifahrersitz, das sich plötzlich nicht mehr aus krnnt, ist der krönende Abschluss eines erlebnisreichen Tages.
    Jeder hat seine eigene Art der Reisevorbereitung.
    Meine bestand aus:
    Mageninfekt-Abschied
    Marmeladen-GAU
    Heide-Expedition
    Dreifach-Stau.
    Einer kopflosen Stadtfahrt
    ....und einem erholsamen Spaziergang

    Jetzt sitze ich hier.
    Ruhig.
    Ein bisschen müde.
    Ein bisschen stolz.

    Etappe eins ist geschafft.

    Wenn der Start schon so turbulent ist, dann kann die Reise eigentlich nur großartig werden.

    Philippinen – wir kommen.
    Und ich bin jetzt offiziell bereit für alles. 🌴✈️

    Und morgen?
    Morgen wird es ernst.
    Flughafen. Sicherheitskontrolle. Langstrecke. Singapur.
    Nach Magenvirus-Abschied, Marmeladenmassaker und militärischer Heide-Umfahrung fühle ich mich jetzt ehrlich gesagt auf alles vorbereitet.
    Handgepäck? Gepackt.
    Reisepass? Dreimal kontrolliert.
    Elektronisches Visa? Auf dem Handy
    ESimApp? Runtergeladen.
    Boardkarten? Im Wallet
    Nerven? Leicht angeschlagen, aber stabil.
    Bleibt nur die spannende Frage:
    Was passiert morgen?
    Verliert jemand einen Koffer?
    Piept die Sicherheitskontrolle bei mir?
    Wir werden es sehen.
    Eins ist sicher:
    Langweilig wird diese Reise nicht.
    Fortsetzung folgt … 🌏✈️🌴
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    Inizio del viaggio
    27 febbraio 2026