• Womofriends-on-tour
  • Womofriends-on-tour

Abenteuer Philippinen

A 17-day adventure by Womofriends-on-tour Read more
  • Trip start
    February 27, 2026

    Marmeladenmassaker und Vollsperrung

    February 26 in Germany ⋅ ☁️ 15 °C

    🌏
    Philippinen – wir üben schon mal Chaos

    So.
    Jetzt wird es ernst.
    Philippinen 2026, unsere 3 Generationen Backpackertour startet morgen ab Hamburg.

    Noch stehen wir nicht am Flughafen. Noch riecht nichts nach Meer, Mangos oder Motorboot. Noch sitze ich ganz bodenständig in Norddeutschland. Aber wenn man die vergangenen Stunden als Maßstab nimmt, dann bin ich bereits mitten im Abenteuer.!
    Und das ganz ohne Jetlag.

    🥖 Abschied mit Nebenwirkung
    Gestern Abend kommen Lena, Tristan und Paul noch vorbei. Ein letzter gemeinsamer Abend, gemeinsames Essen Gespräche, Vorfreude.

    Bis Paul plötzlich immer stiller wird.
    Kein Hunger mehr.
    Kein Quatsch mehr.
    Nur noch dieses „Mir-ist-nicht-gut“-Gesicht.
    Und dann: Mageninfekt.

    Während Lena die Spur vom Wohnzimmer bis zur Gästetoilette beseitigt (Mütter können alles), fährt Tristan mit Paul nach Hause.
    Lena immer wieder zu mir: „Bitte halt dich möglichst weit weg, dass du dich nicht noch ansteckst

    Sehr beruhigend, wenn man in 24 Stunden in einen Langstreckenflieger steigt. 🤢✈️

    Da sitzt man dann später auf dem Sofa und denkt:
    War das jetzt ein Abschied oder ein biologischer Angriff?

    💥 Nächtliches Klirren
    In der Nacht höre ich es scheppern.
    So ein Geräusch, bei dem man im Halbschlaf denkt:
    „Ach, bestimmt wieder ein Bild von der Wand gefallen.“
    Falsch gedacht.
    Morgens – noch im Schlafanzug – gehe ich in den Hauswirtschaftsraum, um die letzte Wäsche aus dem Trockner zu holen.
    Und bleibe stehen.

    Mein Schwerlastregal.
    Mit ALLEN eingekochten Schätzen.
    Marmeladen. Säfte. Flaschen. Sirup.
    Alles.
    Zusammengebrochen.
    Ein Schlachtfeld aus Scherben.
    Erdbeere trifft Johannisbeere.
    Klebrig. Rot. Duftend. Katastrophal.
    Warum das Regal nachgibt? Keine Ahnung.
    War es Überlastung?
    War es ein Zeichen?
    War es beleidigt, weil ich weg fahre?
    Ich wische. Ich sortiere. Ich fluche leise.
    Eine Stunde später ist der Hauswirtschaftsraum wieder begehbar – und ich offiziell reisereif.
    Urlaubsvorbereitung à la Rosi
    Erst Chaos, dann Kaffee.

    🚗 A7 – Das Warm-up für Südostasien
    Gegen 11 Uhr drehe ich endlich den Haustürschlüssel um.
    Noch schnell Brötchen holen. Tanken. Und los nach Hamburg.
    Ich will bloß nicht in den Freitagnachmittagverkehr geraten.
    A2 und A7 sind ja bekanntlich keine Wellness-Oasen, was Autofahren betrifft.

    Doch die A7 begrüßt mich mit:
    Vollsperrung bei Mellendorf.
    Umleitung.
    Und plötzlich befinde ich mich nicht mehr auf einer Autobahn, sondern auf einer Mischung aus Heide-Romantik und Militärmanöver.
    Schmale Straßen.
    Wald.
    Panzerstraße.
    Gegenverkehr, bei dem man kurz überlegt, ob man jetzt diplomatisch verhandeln muss, wer zurücksetzt.
    Und als Krönung: Sackgasse.
    Irgendwie finde ich zurück zur A7 – nur um direkt in einen 20-minütigen Stau zu rollen.
    Danach noch zwei kleinere hinterher.
    Ich beschließe: Pause. Durchatmen. Kaffee

    🏙️ Hamburg – endlich angekommen

    Am späten Nachmittag rolle ich in Hamburg ein.
    Klingele. Natürlich ist noch niemand da, sind ja alle noch am Arbeiten. Dazu in der ganzen Stadt Streik bei Bus und Bahn.

    Fünf Minuten später kommen Michel und Clara.
    Michel muss noch mal ins Meeting.
    Clara packt für ihr heutiges Fussballtraning – heute muss alles mit dem Auto erledigt werden und so sehen die Straßen auch aus....voll ohne Ende. Gepackt wird später.
    Später unternehme ich noch einen schönen Spaziergang entlang der in der Nähe vorbei fließenden Kollau.
    Und ja...bringe Clara zum Fussball-Training ins 7 Km entfernte Stadion. Ist ganz einfach, sagt Michel. Aber mitten durch die Stadt bei dem Verkehr, einsetzender Dunkelheit und einnem Enkelkind auf dem Beifahrersitz, das sich plötzlich nicht mehr aus krnnt, ist der krönende Abschluss eines erlebnisreichen Tages.
    Jeder hat seine eigene Art der Reisevorbereitung.
    Meine bestand aus:
    Mageninfekt-Abschied
    Marmeladen-GAU
    Heide-Expedition
    Dreifach-Stau.
    Einer kopflosen Stadtfahrt
    ....und einem erholsamen Spaziergang

    Jetzt sitze ich hier.
    Ruhig.
    Ein bisschen müde.
    Ein bisschen stolz.

    Etappe eins ist geschafft.

    Wenn der Start schon so turbulent ist, dann kann die Reise eigentlich nur großartig werden.

    Philippinen – wir kommen.
    Und ich bin jetzt offiziell bereit für alles. 🌴✈️

    Und morgen?
    Morgen wird es ernst.
    Flughafen. Sicherheitskontrolle. Langstrecke. Singapur.
    Nach Magenvirus-Abschied, Marmeladenmassaker und militärischer Heide-Umfahrung fühle ich mich jetzt ehrlich gesagt auf alles vorbereitet.
    Handgepäck? Gepackt.
    Reisepass? Dreimal kontrolliert.
    Elektronisches Visa? Auf dem Handy
    ESimApp? Runtergeladen.
    Boardkarten? Im Wallet
    Nerven? Leicht angeschlagen, aber stabil.
    Bleibt nur die spannende Frage:
    Was passiert morgen?
    Verliert jemand einen Koffer?
    Piept die Sicherheitskontrolle bei mir?
    Wir werden es sehen.
    Eins ist sicher:
    Langweilig wird diese Reise nicht.
    Fortsetzung folgt … 🌏✈️🌴
    Read more

  • Mit Kompressionsstrumpfhose RichtungWelt

    February 28 in Germany ⋅ ☁️ 14 °C

    🌏 Tag 2

    Heute beginnt der Tag überraschend entspannt. Ich schlafe seit langer Zeit endlich mal wieder richtig durch. Offenbar muss ich einfach nur verreisen, damit mein Körper kapiert: Jetzt ist Urlaub.
    Nach dem gemeinsamen Frühstück packen Clara und Jan Michel ihre Sachen. Am Ende liegen drei stattliche, vollgepackte Rucksäcke im Flur – bereit für die große Reise. Ich sortiere noch ein bisschen um, stopfe hier, drücke dort – und dann kommt der Moment, vor dem ich mich insgeheim gefürchtet habe: die Kompressionsstrumpfhose.
    Ein kleiner Kampf. Ein mittelgroßer Kampf.
    Ob ich die jemals wieder ausbekomme? Und darin soll ich nun mindestens 20 Stunden verbringen?
    Ich stelle mir kurz vor, wie ich mit abgestorbrnen Beinen in Singapur ankomme. Aber: Safety first. Eine Thrombose braucht schließlich niemand.
    Zwischendurch checken wir immer wieder die Verkehrslage. Busse und Bahnen streiken, Ferienbeginn in Hamburg – eigentlich perfekte Voraussetzungen für Chaos. Doch es bleibt erstaunlich ruhig.
    Ein paar Einreiseformulare für Singapur und die Philippinen drucken wir sicherheitshalber noch aus. Man weiß ja nie, welches Eigenleben so ein Handy plötzlich entwickelt.
    Gegen 15.30 Uhr bringt Annika uns zum Flughafen Hamburg. Weniger Betrieb als erwartet – wir geben unsere Rucksäcke als Sperrgepäck auf und sind schneller durch als gedacht.
    Die nächste angenehme Überraschung beim Sicherheitsscheck: Flüssigkeiten bleiben einfach im Rucksack. Halleluja!
    Nun heißt es warten aufs Boarding. In Zürich haben wir noch einmal 1,5 Stunden Aufenthalt, bevor es weiter nach Singapur geht.
    Das Abenteuer nimmt Fahrt auf. 🌍
    Read more

  • Flug und Ankunft in Singapur

    March 1 in Singapore ⋅ ☁️ 30 °C

    Tag 2 und 3

    Der Kurzflug nach Zürich wird begleitet von einem kleinen schreienden Energiebündel hinter uns, das bereits beim Boarding seine Eltern ins Schwitzen bringt. Während des Fluges konzentriert sich seine Wut dann auf unsere Rückenlehnen. Fußtritte im Sekundentakt. Aber es sind ja nur 90 Minuten. Schweizer Schokolade und kostenloses Wasser, das verteilt wird stimmen uns versöhnlich und voller Mitgefühl für die Eltern. In Zürich landen wir leicht verspätet, haben aber genug Puffer. Die automatische Passkontrolle funktioniert – natürlich – bei Clara, weil minderjährig nicht. Also Schalter. Wiederfinden. Och war ja scjon durch. Terminalwechsel mit dem Zug. Ein kleiner Snack bei Starbucks mit großem Preis.
    Und dann stehe ich vor meinem ersten Langstreckenflug.
    Fast zwölf Stunden liegem vor mir.
    Beim Einsteigen sehen wir durch die Fenster die Passagiere der First- und Businessclass beim Aperitif sitzen. Sehr stilvoll. Wir marschieren weiter Richtung Economy. Immerhin: etwas großzügigere Sitze als im Kurzstreckenflieger und ein Entertainment-System in der Rückenlehne.
    Doch auf keinen Film kann ich mich konzentrieren. Viel spannender sind die Fluginformationen. Die Route. Die Zeit. Die Distanz.
    Um 22:45 Uhr hebt dieser riesige Vogel mit lautem Poltern unter den Rädern ab. Zürich liegt golden glitzernd unter uns.
    Und plötzlich ist aus Planung Realität geworden.
    Asien, wir kommen.

    🌴 Ankunft in den Tropen
    (Flug & Ankunft in Singapur)

    Der Langstreckenflug beginnt mit einer vielversprechenden Menükarte, die in der Realität etwas weniger bombastisch wirkt, sobald alles in Plastik verpackt vor einem steht. Trotzdem: Es schmeckt. Und ich bekomme sogar einen Piccolo. Ich stoße leise mit Michael an, der diese Reise in unseren Herzen mitmacht.
    Gegen ein Uhr wird es ruhiger im Flieger. Nachtbeleuchtung. Gedimmte Monitore. Decke, Kissen, zwickende Kompressionsstrumpfhose – die Suche nach einer halbwegs ergonomischen Schlafposition beginnt.
    Und tatsächlich: Ich schlafe. Mit Unterbrechungen, weil ich die Sitzposition regelmäßig verändern muss. Aber ich schlafe bis etwa 8:30 Uhr. Das meiste ist geschafft.
    Um 9:30 Uhr gibt es Frühstück. Spinat, Bratkartoffeln und Rührei. Ich habe noch nie so gefrühstückt – aber erstaunlicherweise schmeckt es. Ich frage mich nur, wie es die Stewardessen schaffen, nach einer durchgearbeiteten Nacht so frisch auszusehen. Ich selbst fühle mich eher wie aua dem Altkleidersack gezogen
    Dann beginnt der Sinkflug auf Singapur. Doch ein Gewitter verzögert die Landung. Wir kreisen. Noch eine Runde. Und noch eine.
    18:30 Uhr Ortszeit setzen wir schließlich auf. Zu Hause ist es gerade einmal kurz nach 11:30 Uhr.
    Direkt nach der Landung suche ich eine Umkleidekabine – ja, die gibt es hier tatsächlich am Flughafen – und befreie mich endlich von der Kompressionsstrumpfhose. Ein kleines Freiheitsgefühl.
    Unsere Rucksäcke drehen bereits ihre Runden auf dem Gepäckband. Ein Trolley wird beladen, dann brauchen wir erst einmal Bargeld. Meine Kreditkarte streikt nach dreimal falscher PIN-Eingabe. Mist. Zuhause brauche ich den Pin nie. Hoffentlich krieg ich die wieder zum Arbeiten animiert.Hab nur die Eine mit Erstmal übernimmt Michel.
    Wir bestellen ein Taxi über die Grab-App, die wir für diese Fälle installiert haben. Während wir warten, installieren wir die zweite E-SIM-Karte für Singapur und die Philippinen, die als Aüp schon auf dem Handy ist und laden Datenvolumen auf. Digital gut vorbereitet in die Tropen.
    Und dann trifft sie uns.
    Diese feuchtwarme Wand aus 32 Grad Abendluft. Wie im Hallenbad fühlt es sich an. Innerhalb von Sekunden fühlt sich Europa sehr weit weg an.
    Die Fahrt ins Hotel gleicht einer Filmszene. Links die Skyline im rot glühenden Sonnenuntergang. Palmen als dunkle Scherenschnitte. Hochhäuser, die beleuchtet in den Himmel wachsen. Auf dem Meer gleiten erleuchtete Schiffe. Neonreklame, Glasfassaden, Tropenbäume.
    Wir kommen aus dem Staunen nicht heraus.
    Im Hotel checken wir ein.Sehr stylistisch das Ganze – und das Erste, was wir tun, ist zum Pool auf dem Dach zu gehen. Schwimmen im warmen Wasser, während rundherum die Hochhäuser leuchten. Unter uns die Stadt. Über uns der tropische Himmel.
    Später laufen wir nach Chinatown. Lichter, Farben, Musik, Stimmengewirr. Garküchen, die um Gäste werben. Gewürze, süße Düfte, aber auch Gerüche, die man nicht näher definieren möchte. Es ist intensiv. Lebendig. Überwältigend und extrem sauber.
    Wir kaufen Wasser – bei dieser Hitze absolut notwendig – und essen in einem kleinen Restaurant.
    Sieben Stunden Zeitunterschied. Für unseren Körper ist es eigentlich früher Nachmittag, als wir beschließen schlafen zu gehen.
    Jetzt, im Bett, merke ich die Müdigkeit. Aber auch dieses tiefe Gefühl von: Wir sind wirklich da.
    Singapur hat uns schon am ersten Abend verzaubert.
    Und morgen beginnt das Entdecken. 🌏✨
    Read more

  • Ein Tag voller Wunder

    March 2 in Singapore ⋅ ☁️ 29 °C

    🌇 Singapur – Zwischen Dachpool, Tropenhitze und Kulturenmix
    Es tut zur Abwechslung richtig gut, wieder ein Bett unterm Hintern zu haben – und dann noch so ein tolles. Ich schlafe wie in Abrahams Schoß und bin erstaunlich schnell eingeschlafen. Dabei ist es in unserer Zeitrechnung – also in Löhne – gerade mal fünf Uhr morgens.
    Hier in Singapur ist es halb sieben. In Löhne 1:30 Uhr. Und ich bin wach.
    Also koche ich mir erst einmal einen Kaffee. In meiner kleinen Küche entdecke ich zwei Wasserhähne – einer davon extra gefiltertes Trinkwasser. Alles hier ist durchdacht. Der Wasserkocher will zunächst nicht, bis ich merke: Nicht nur die Lampen, auch die Steckdosen werden hier über separate Schalter aktiviert. Und sie sind mit kleinen Plastikdeckeln gegen Spritzwasser geschützt. Strom und Wasser – hier geht man kein Risiko ein. Im luxuriösen Bad gibt es deshalb auch keine Steckdose. Föhnen heißt: zurück ins Zimmer.Gut, dass ich mir Adapter besorgt habe.
    Nach dem Kaffee nutze ich den Luxus eines Dachpools. Eine Runde Schwimmen über den Dächern von Singapur – besser kann ein Tag kaum beginnen.
    Leider konnte ich gestern keine Bilder hochladen – ich bin aus dem WLAN geflogen und finde das Passwort nicht mehr. Das muss ich heute nachholen.
    Gegen neun Uhr ist auch der Rest der Familie wach. Für uns drei reicht ein Kaffee to go und ein Croissant. Clara und Jan Michel decken sich im kleinen 7-Eleven mit Bananenbrot, Onigiri, Schokomilch und Eiskaffee ein. Eine Bank unterwegs wird zum Frühstückstisch.
    Wir machen uns auf den Weg Richtung Arabisches Viertel. Unterwegs bestaunen wir die ausgefallenen Hochhäuser mit horizontaler Begrünung. Überhaupt: Singapur ist grün. Sehr grün.
    Mit dem „Green Plan 2030“ will die Stadt zur „City in Nature“ werden – eine Million neue Bäume, begrünte Fassaden und Dächer, neue Parkflächen. Man spürt: Hier wird Zukunft gestaltet.
    Wir überqueren die Elgin Bridge über den Singapore River. Von hier starten auch die traditionellen Bumboat-Fahrten in kleinen Holzbooten. Dafür reicht unsere Zeit leider nicht.
    In der Ferne sehen wir das Wahrzeichen der Stadt: den Merlion – Löwenkopf, Fischkörper, 8,60 Meter hoch. Dahinter die Skyline mit dem berühmten Marina Bay Sands – drei Türme, gekrönt von einem schiffsförmigen Dach.
    Auf der anderen Seite leuchtet weiß die St Andrew's Cathedral. Vor der City Hall stehen Sicherheitskräfte.
    Es ist schwül. 32 Grad. Die Luftfeuchtigkeit klebt auf der Haut. Wir sind klitschnass geschwitzt. Der Vorteil: Man kann trinken, so viel man will – und braucht keine Keramikabteilung
    Im nächsten Einkaufszentrum kühlen wir uns erst einmal herunter.
    🕌 Arabisches Viertel
    Bunte Häuser, orientalische Läden, Restaurants mit schimmernden Laternen. Doch mittags haben viele Geschäfte noch geschlossen. Ich glaube, abends ist es hier viel lebendiger.
    Wir suchen lange nach einem kühlen Plätzchen. Schließlich landen wir in einem kleinen Restaurant. Gebratene Hähnchen hängen dekorativ im Fenster. Wir sind die einzigen Gäste. Die Klimaanlage läuft auf Hochleistung – ein eiskalter Luftstrom trifft auf unsere verschwitzten Körper. Kein angenehmer Wechsel. Wir rutschen in eine Ecke, wo es weniger zieht.
    Dieses ständige Hin und Her zwischen tropischer Hitze draußen und eisiger Klimaanlage drinnen ist anstrengend.
    🇮🇳 Little India
    Nur ein kurzer Fußweg – und wir stehen in Little India. Gewürzdüfte, bunte Stoffe, kleine Läden. Auch hier haben einige Geschäfte noch geschlossen, doch das Flair ist sofort da. Man fühlt sich versetzt – jede Ecke erzählt von Einflüssen und Geschichte.
    Singapur ist ein Mosaik aus Kulturen: Chinatown, Arabisches Viertel, Little India, Holländer Viertel.Und alles liegt nah beieinander.
    🚇 Metro statt Ticket
    Von Little India fahren wir mit der MRT zurück Richtung Chinatown. Wir probieren das Metro-System zum ersten Mal aus. Kein Ticketkauf – einfach Handy an den Scanner halten, Schranke öffnet sich, Betrag wird automatisch von der Kreditkarte abgebucht.
    So unkompliziert. So modern. Da kann sich Deutschland wirklich etwas abschauen.
    Eine nette asiatische Frau spricht uns auf der Rolltreppe an, fragt, woher wir kommen, und gibt uns Restauranttipps. Sie zeigt Clara sogar einen Süßigkeitenstand mit Fruchtspießen.
    So freundlich sind die Menschen hier...
    Zurück im Hotel sind wir platt. Erst einmal in den Pool. Abkühlen. Durchatmen.
    Eigentlich wollen wir am Nachmittag noch etwas unternehmen, doch es gibt erst einmal ein Gewitter. Also nutzt jeder die Zeit anders: Poolpause, Massage gegen den verspannten Rücken, Tagebuch schreiben, Bilder sortieren.
    Gegen Abend hat sich das mit Gewitter und Regen erledigt. Die Luft ist frisch gewaschen, warm bleibt sie trotzdem. Also laufen wir noch einmal los – Richtung Chinatown.
    Und natürlich landen wir wieder dort, wo das Leben tobt: in einem Hawker Centre. Diese riesigen Hallen sind mehr als nur Foodcourts. Hier pulsiert Singapur. Unzählige Stände bieten chinesisches, indisches, malaiisches, koreanisches Essen an. Dazu Getränke, frische Säfte, Eis, Obst – alles, was das Herz begehrt. Und die Preise? Sehr viel freundlicher als in manchem Touristenrestaurant in Chinatown.
    Hier essen Einheimische. Familien, Geschäftsleute, junge Leute – alle durcheinander. Wir ergattern endlich einen Tisch. Dann schwärmt jeder los und holt sich, was ihn anlacht. Ein kleines kulinarisches Abenteuer. Als wir wieder zusammen sitzen, wird probiert, getauscht, gelacht. Ausgesprochen lecker. Und wir? Mehr als satt. 😊
    So gesättigt lassen wir die U-Bahn links liegen und laufen zu Fuß Richtung Marina Bay. Und dann dieser Anblick: Die funkelnden Hochhäuser spiegeln sich in der Wasserfläche. Es glitzert, es leuchtet, es wirkt fast unwirklich. Traumhaft.
    Aber das ist noch nicht der Höhepunkt.
    Wir gehen weiter zu den Gardens by the Bay. Schon tagsüber beeindruckt diese 2012 eröffnete Parkanlage, die auf gewonnenem Land an der Marina Bay entstanden ist. Über 100 Hektar Zukunftsvision: Nachhaltigkeit, Botanik und Architektur verschmelzen hier miteinander. Die gekühlten Gewächshäuser – Flower Dome und Cloud Forest – gehören zu den größten Glasgewächshäusern der Welt.
    Doch jetzt zieht es uns zu den ikonischen Supertrees.
    Im Supertree Grove stehen 18 dieser künstlichen Baumriesen – zwischen 25 und 50 Meter hoch. Zwölf davon erleben wir aus nächster Nähe. Tagsüber spenden sie Schatten, sammeln Regenwasser und erzeugen sogar Solarenergie. Vertikale Gärten, bepflanzt mit Farnen, Orchideen und tropischen Kletterpflanzen. Natur neu interpretiert – architektonische Meisterwerke.
    Und dann beginnt die Licht- und Musikshow.
    Es ist kaum zu beschreiben. Musik erfüllt die Luft, Farben wechseln, die Supertrees verwandeln sich im Takt der Klänge in immer neue Kunstwerke. Wir setzen uns – wie viele andere – einfach auf den Boden, schauen nach oben und genießen. Für einen Moment ist alles still in uns.
    Über unseren Köpfen verläuft der OCBC Skyway, eine schmale Brücke zwischen den Baumkronen. Dafür fehlt uns heute die Zeit – morgen klingelt der Wecker gnadenlos früh.
    Nach der Show gehen wir noch zum Flower Dome und zum Cloud Forest – beide sind heute geschlossen. Also bringt uns die MRT zurück nach Chinatown, von dort laufen wir zum Hotel.
    Koffer packen. 22000 Schritte heute.
    Morgen heißt es: spätestens 4.30 Uhr aufstehen. Um 8.20 Uhr geht unser Flug nach Cebu. Und von dort wollen wir versuchen, eine Fähre nach Bohol zu bekommen. Dort haben wir heute ein Zimmer reserviert.
    Singapur verabschiedet sich mit Licht, Klang und ganz viel Staunen.
    Was für ein vierter Tag. ✨🌴
    Read more

  • Von Singapur nach Bohol

    March 3 on the Philippines ⋅ ☁️ 26 °C

    Ankunft auf Bohol – Zwischen Chaos, Kulturschock und ersten Eindrücken

    Was für ein aufregender – und gleichzeitig anstrengender – Tag. Während ich die letzten Stunden Revue passieren lasse, sitzen wir inzwischen auf der Fähre von Cebu nach Bohol.
    Dicke Regenwolken hängen tief am Himmel, die vorbeiziehenden Inseln erscheinen nur noch wie dunkle Schatten im fast schwarzen Meer. Die Dieselmotoren stampfen monoton vor sich hin. Die Sitzreihen erinnern an ein Flugzeug – nur deutlich unbequemer, aus einfachem Plastikgeflecht. Noch gut zwei Stunden liegen vor uns.
    Und hinter uns?
    Ein Tag, der um 4:30 Uhr beginnt.
    Das Taxi zum Flughafen Singapur kommt pünktlich um 5:10 Uhr. Geschlafen habe ich kaum – mein innerer Wecker steht noch auf „Nachmittag“. Also vertreibe ich mir die Zeit bis zum Aufstehen mit einem Hörbuch.

    Wenigstens funktioniert die Grab-App perfekt und das vorbestellte Taxi ist pünktlich.
    Am Flughafen dann: Self Check-in am Automaten, Passkontrolle, Sicherheitscheck. Jeder Flughafen ist anders – und ein kleines Chaos entsteht, weil wir unsere Gepäckaufkleber vertauschen. Aber am Ende sitzen wir pünktlich im Flieger nach Cebu. Und bekommen tatsächlich warmes Essen: Reis mit Chicken zum Frühstück.
    In Cebu angekommen, beginnt das nächste Abenteuer.
    Schon beim Gepäck merke ich: Mein Rucksack ist viel zu schwer. Allein bekomme ich ihn kaum aufgesetzt. Draußen schlägt uns die Hitze entgegen – während die Luft in Singapur wie in einem Hallenbad war, fühlt es sich hier an wie vor einem heißen Föhn.
    Mit der Grab-App klappt auch hier alles gut. Doch vorher brauchen wir philippinische Pesos – zum Glück funktioniert meine Kreditkarte wieder.
    Die Fahrt zum Fährhafen ist… ein Kulturschock.
    Ich warte die ganze Zeit auf „die Stadt“ – bis ich begreife: Das hier ist sie. Hütten, Bretterbuden, offene Geschäfte direkt an der Straße. Darüber ein Gewirr aus Stromleitungen, das wie ein riesiges Drahtknäuel am Himmel hängt. Ein deutscher Elektriker würde hier vermutlich Schnappatmung bekommen.
    Motorräder, Tuk-Tuks, hupende Autos – alles bewegt sich gleichzeitig, laut, chaotisch und irgendwie doch funktionierend. Wie ein Ameisenhaufen in Dauerbewegung.
    Am Fährhafen setzt sich das fort: Kaum ausgestiegen, werden wir von Vermittlern umringt. Verhandeln, Feilschen, Stimmengewirr. Während Jan Michel sich darum kümmert, bewachen Clara und ich das Gepäck in der drückenden Hitze.
    Und dann dieser Duft…
    Frisch gebackene Brötchen! Tatsächlich entdecke ich einen kleinen mobilen Ofen, in dem sie gebacken werden. Für ein paar Cents besorge ich uns welche – ein kleiner Moment von Genuss mitten im Trubel.
    Im Terminal geht es weiter mit Kontrollen, Gepäckaufgabe (natürlich gegen extra Gebühr) und sogar einer Terminalgebühr fürs Warten.
    Dann ein skurriler Moment: Ein Mann im weißen Kittel läuft durch die Reihen – ein mobiler Masseur! Er massiert Passagieren den Nacken, sein Zertifikat baumelt sichtbar an der Hose. Dazu spielt eine blinde Band und sammelt Spenden. Diese Mischung aus Improvisation und Alltag ist faszinierend.
    Endlich dürfen wir auf die Fähre.
    Unsere Plätze: Economy Class, tief im Bauch des Schiffes. Kaum legen wir ab, wird es eisig kalt durch die Klimaanlage. Draußen verschlechtert sich das Wetter, dunkle Wolken ziehen auf.
    Es ist bereits dunkel, als wir auf Bohol ankommen.
    Mit dem Taxi geht es weiter nach Panglao, wo wir unser Hotel gebucht haben. Die Fahrt führt durch einfache Wohngebiete – und wieder dieser Kontrast: Unser Hotel liegt scheinbar mitten zwischen Blechhütten und Müll, ist aber selbst sauber, gepflegt und fast schon luxuriös. Ein großer Pool in der Mitte, die Zimmer über drei Etagen darum angeordnet.
    Und trotzdem: Es fehlt etwas. Atmosphäre. Leben. Außer der Rezeption sehen wir kaum Menschen.
    Jan Michel und Clara wollen die Umgebung erkunden, ich brauche erst einmal eine Pause.
    Später fahren wir gemeinsam mit dem Tuk-Tuk zum etwa einen Kilometer entfernten Strand. Dort ist ein modernes kleines Viertel mit Restaurants entstanden. Vom Meer sehen wir im Dunkeln nichts – nur das Rauschen der Wellen ist zu hören.
    Mein Essen? Ein Fehlgriff.
    „Pork Belly“ klang vielversprechend – ich hatte etwas wie kleine Fleischbällchen erwartet. Stattdessen: wabbeliger Schweinebauch. Nicht mein Fall. Aber Pommes und Reis retten den Abend.
    Hungrige, freilaufende Katzen streichen um unsere Beine, Hunde liegen entspannt in der Gegend herum.
    Und irgendwann sind wir einfach nur noch müde.
    Zurück zum Tuk-Tuk. Zurück ins Hotel.
    Und ins Bett.
    🌏 Infos zu Bohol & Panglao
    Bohol gehört zu den vielfältigsten Inseln der Philippinen. Bekannt ist sie vor allem für die berühmten „Chocolate Hills“, kleine Primaten wie den Tarsier und ihre tropische Natur.
    Panglao, die Nachbarinsel, ist touristischer geprägt – mit Stränden, Tauchspots und vielen Hotels.
    👉 Wovon leben die Menschen?
    Landwirtschaft (Reis, Kokosnüsse, Bananen)
    Fischerei
    Tourismus (Hotels, Restaurants, Transport)
    kleine Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe
    👉 Einkommen
    Viele Menschen verdienen im Schnitt nur etwa 200–400 Euro im Monat. Im Tourismus etwas mehr, auf dem Land oft deutlich weniger.
    👉 Infrastruktur
    Straßen oft einfach, teilweise unbefestigt
    Stromleitungen oberirdisch und improvisiert wirkend
    Internet und Mobilfunk vorhanden, aber schwankend
    Transport vor allem mit Tricycles (Tuk-Tuks), Motorrädern und Jeeps
    Diese Mischung aus Einfachheit, Improvisation und Herzlichkeit macht die Philippinen so besonders – aber auch herausfordernd.
    Read more

  • Panglao

    March 4 on the Philippines ⋅ ☁️ 27 °C

    🌴 Palmen, Poolglück und pulsierendes Leben – Unser Tag am Alona Beach 🌊
    Tag 6 – Bohol / Panglao
    Heute Morgen wache ich auf – und irgendwie ist klar: Der Funke zwischen uns und diesem Hotel will einfach nicht überspringen. Ich schaue aus dem Fenster auf Palmen und Wellblechdächer. Ein bisschen Karibik, ein bisschen Favela-Feeling.
    Also beginnt der Tag mit Hotelsuche.
    Mit dem TukTuk fahren wir Richtung Strand – dort gibt es einen 7-Eleven mit herrlich kalter Klimaanlage. Mein Frühstück? Eine echte Wundertüte 😅 Ein weiches Schokobrötchen und ein Muffin mit Käse und Zucker. Ungewöhnliche Mischung – aber macht satt!
    Wir sitzen am Strand, schauen auf die Wellen. Weicher, fast blendend weißer Sand, Palmen im warmen Wind, Fischerboote mit ihren typischen Auslegern ankern im türkisfarbenen Wasser. Es ist traumhaft. Nur eine etwas seltsame Badeplattform stört die Postkarten-Idylle minimal.
    Wir machen Fotos, genießen den Moment – und beschließen endgültig: Wir ziehen um.
    🏝️ Neues Hotel – neues Glück
    Jan Michel findet ein neues Hotel am Alona Beach – dem lebhaftesten Strand auf Panglao.
    Das Taxi kommt in Rekordzeit. 15 Minuten später stehen wir vor unserem neuen Domizil – und sind sofort begeistert. Poolanlage mit Sonnenschirmen, Zimmer mit Terrasse zum Pool, alles hell, freundlich, entspannt.
    Preis? 35 Euro für ein Doppelzimmer. Sogar mit Frühstück. Unglaublich. 💦🌴
    Da zeigt sich wieder: Internetbilder und Realität sind manchmal zwei Paar Schuhe. Gut, dass wir nur eine Nacht im ersten Hotel gebucht hatten.
    Clara fällt unterwegs ein, dass ihr Ladegerät noch im alten Hotel steckt. Zum Glück ist es noch da – die Rezeptionistin ruft an – und während ich am Pool entspanne, fahren die beiden zurück, um es zu holen.
    🌊 Leben am Strand – Alona Beach
    Am späten Nachmittag tauchen wir ein ins pralle philippinische Leben.
    Kaum aus der kleinen Seitenstraße heraus, empfängt uns eine Explosion der Sinne:
    Motorroller, Tricycles, Musik, Stimmen, Gerüche von Fisch, Gewürzen, Frittiertem.
    Improvisation, Kreativität, Chaos – und mittendrin wir.
    Bei über 30 Grad und gefühlten 100 % Luftfeuchtigkeit übt eine Tanzgruppe Jazzdance auf einer kleinen Bühne, während ich allein vom Spazierengehen schwitze.
    Am Meer weht endlich Wind. Die Promenade des Alona Beach ist gesäumt von Bars und Restaurants, die ihre Tische bis in den weißen Sand stellen. Fisch liegt auf Eis ausgebreitet – man sucht ihn sich aus und bekommt ihn frisch gegrillt serviert. Ein Mann wedelt pausenlos mit einem Fächer, um die Mücken fernzuhalten.
    Wir werden ständig angesprochen:
    Massagen? Tattoos? Nägel? Bootstouren zu Schildkröten? Walhaien? Zu den berühmten Chocolate Hills?
    Alona ist der touristische Hotspot von Panglao – und man hört erstaunlich viel Deutsch.
    Eine riesige Portion Pommes kostet 2 Euro. Ein Burger mit allem Drum und Dran 5 Euro. Bezahlt wird fast überall bar – philippinische Peso. (1 Euro sind ungefähr 65 Peso.)
    Wir handeln für morgen eine 7-Stunden-Inselrundfahrt aus – inklusive Chocolate Hills, Wasserfall & Co. Für 10 Euro pro Person.
    Der Geldautomat sorgt noch kurz für Nervenkitzel – Jan-Michels Karte steckt fest 😳 Drei hilfsbereite Filipinos retten die Situation. Danach klappt es beim nächsten ATM problemlos.
    🌅 White Beach & Naturidylle
    Neben dem lebhaften Alona gibt es auf Panglao auch ruhigere Strände – etwa den White Beach.
    Er gilt als einer der schönsten Abschnitte der Insel: puderzuckerweißer Sand, türkisfarbenes Wasser, weniger Trubel. Ideal für alle, die es entspannter mögen.
    Panglao selbst gehört zur Insel Bohol, die bekannt ist für ihre einzigartige Hügellandschaft, Tarsier-Äffchen und tropische Wasserfälle.
    Die Philippinen bestehen aus über 7.000 Inseln – tropisch, katholisch geprägt, unglaublich gastfreundlich – und manchmal herrlich chaotisch. Genau dieser Mix macht es aus.
    🌙 Später Abend
    Clara geht es nicht ganz so gut, wir kehren zurück ins Hotel. Ich springe noch einmal in den Pool. Bewundere den Sonnenuntergang. L
    Das Zimmer ist erst zu warm – bis ich herausfinde, wie man die Klimaanlage richtig bedient. Danach wird es angenehm kühl.
    Morgen früh um 8 Uhr startet unsere Insel-Tour. Also wieder früh aufstehen.
    Ob es heute noch einen Sundowner am Strand gibt?
    Read more

  • Tagesausflug Bohol

    March 5 on the Philippines ⋅ ⛅ 27 °C

    🌴 Bohol – Von den Chocolate Hills zu den Tarsieren und dem Loboc River
    Der Abend gestern endet genauso lebendig, wie der Nachmittag begonnen hat. Noch einmal laufen wir zum Strand – doch jetzt zeigt sich Panglao von seiner ganz eigenen, nächtlichen Seite. 🌙✨
    Der Weg dorthin ist eine einzige Mischung aus Musik, Licht und quirligem Treiben. Überall blinkt und blitzt es in allen Farben – fast wie in einer riesigen Disko. Selbst die TukTuks sind beleuchtet wie kleine Weihnachtsbäume. 🎄🚖
    Leuchtreklamen wohin das Auge schaut, Livemusik aus vielen Restaurants und eine Promenade, auf der kaum noch ein Tisch frei ist. Wir schlendern durch das bunte Angebot an Essen und Getränken und suchen uns schließlich ein gemütliches Plätzchen direkt am Strand. Mit einem Cocktail in der Hand lassen wir den Tag ausklingen. 🍹🌊
    Doch die Nacht bringt noch eine kleine Überraschung: Als ich ins Bett will, entdecke ich zwei ungebetene Mitbewohner – Kakerlaken. Die befördere ich kurzerhand eigenhändig in den Kakerlakenhimmel. 🪳😅
    So richtig entspannt schlafen kann ich danach allerdings nicht mehr. Jetlag und die Angst zu verschlafen sorgen dafür, dass ich erst gegen 3.30 Uhr in einen unruhigen Schlaf falle.
    🌿 Unterwegs im Herzen von Bohol
    Am nächsten Morgen werden wir von einem Kleinbus zur Tagestour abgeholt. Der ist schon ziemlich voll, sodass Clara und ich zunächst auf einer Art Notsitz Platz nehmen müssen. Jede Bodenwelle lässt meine Bandscheiben protestieren.
    Zeit, mal den Seniorenbonus auszuspielen – eigentlich nicht so mein Ding. Aber Jan Michel regelt das charmant noch vor dem ersten Stopp. Kurz darauf sitzen Clara und ich ganz bequem vorne neben dem Fahrer. 😄
    Der erste Halt ist der Man-Made Forest zwischen Loboc und Bilar. Dieser etwa zwei Kilometer lange Abschnitt aus dicht stehenden Mahagonibäumen entstand durch ein großes Wiederaufforstungsprojekt. Die hohen Bäume bilden einen grünen Tunnel über der Straße – kühl, schattig und unglaublich fotogen. 🌳🌳
    Extra abgestellte Ordner stoppen sogar den Verkehr, damit Touristen ihre Fotos machen können. Natürlich nutzen wir die Gelegenheit.
    🍫 Die berühmten Chocolate Hills
    Der nächste große Stopp sind die Chocolate Hills – eines der bekanntesten Naturwunder der Philippinen.
    Schon von weitem sieht man die vielen gleichmäßig geformten Hügel, die sich über die Landschaft verteilen. Insgesamt gibt es über 1.200 dieser Hügel auf der Insel Bohol. In der Regenzeit sind sie sattgrün, doch in der Trockenzeit färbt sich das Gras braun – dann erinnern sie an riesige Schokoladenhügel, daher der Name. 🍫
    Heute ist hier furchtbar viel los. Mit vielen anderen Besuchern steigen wir die Treppen zum Aussichtspunkt hinauf. Ganz schön anstrengend bei der Hitze – aber der Blick über die scheinbar endlose Hügellandschaft ist wirklich beeindruckend.
    Es gibt übrigens viele Legenden über ihre Entstehung. Eine erzählt von zwei Riesen, die so lange Steine aufeinander warfen, bis diese Hügel entstanden. Tatsächlich handelt es sich geologisch um verwitterte Kalksteinformationen, die über Millionen Jahre entstanden sind.
    🐒 Begegnung mit den Tarsieren
    Nach diesem Stopp geht es weiter zu den berühmten Tarsieren, den winzigen „Maki-Äffchen“.
    Diese Tiere gehören zu den kleinsten Primaten der Welt und werden nur etwa 10 bis 15 Zentimeter groß. Besonders auffällig sind ihre riesigen Augen, die ihnen ein fast märchenhaftes Aussehen geben. 👀
    Tarsiere sind nachtaktiv und extrem lichtempfindlich. Deshalb verstecken sie sich tagsüber oft unter Blättern im dichten Grün des Dschungels. Auf schmalen Pfaden schleichen wir vorsichtig durch das Gelände – und entdecken tatsächlich einige der kleinen Wesen, die uns mit ihren großen Augen neugierig mustern.
    🚤 Mittagessen auf dem Loboc River
    Das nächste Highlight wartet am Loboc River.
    Alles ist perfekt organisiert: Es gibt einen Wartebereich, zugewiesene Bootsnummern und feste Sitzplätze. Der Fluss schimmert grün und schlängelt sich durch dichten Urwald – ein wunderschöner Anblick. 🌿🚤
    Sobald alle an Bord sind, begrüßt uns das Personal musikalisch. Dann wird das reichhaltige Buffet eröffnet. Während wir essen, gleitet das Boot langsam über den Fluss.
    Unterwegs legen wir an einer kleinen Plattform an, wo uns eine Folkloregruppe mit Gesang und traditionellen Tänzen begrüßt. Ein wirklich stimmungsvoller Moment.
    ⛪ Eine der ältesten Kirchen der Philippinen
    Zum Abschluss besuchen wir noch die Baclayon Church.
    Die Kirche stammt aus dem 16. Jahrhundert und gehört zu den ältesten Steinkirchen der Philippinen. Sie wurde aus Korallengestein gebaut, das früher direkt aus dem Meer gewonnen wurde. Innen erwartet uns eine beeindruckende, reich verzierte Ausstattung mit alten Altären und religiösen Kunstwerken.
    🌅 Zurück im Hotel
    Nach über einer Stunde Rückfahrt erreichen wir gegen 18 Uhr wieder unser Hotel.
    Erster Programmpunkt: ab in den Pool! 🏊‍♀️ Danach einfach nur entspannen.
    Clara und Jan Michel wollen später noch einmal an den Strand, um eine Kleinigkeit zu essen. Mir reicht es für heute. Ich bleibe am Pool, schreibe Reisetagebuch, trinke ein kleines Bierchen und bin nach der fast schlaflosen Nacht so müde, dass ich bald vorneüber kippe. 😴
    Morgen wartet schon das nächste Abenteuer.
    🌴🐒🍫🌊
    Read more

  • Von Bohol nach Palawan

    March 6 on the Philippines ⋅ ☀️ 30 °C

    🌴 Tag 7 – Inselhopping mit Hindernissen: Von Bohol nach Palawan ✈️⛴️
    So langsam verliere ich bei dieser Dynamik der Tage ein wenig den Überblick – diesen Bericht muss ich unbedingt nachschieben 😅
    Heute steht der Inselwechsel an: von Bohol nach Palawan.
    Dafür brauchen wir… festhalten: drei Taxis 🚕, eine Fähre ⛴️ und einen Flieger ✈️.
    Der Tag beginnt allerdings alles andere als gut. Ich wache mit einem ordentlichen Grummeln im Bauch auf 🤢. Offenbar habe ich das Essen auf dem Boot nicht vertragen – und das ausgerechnet heute, wo wir fast den ganzen Tag unterwegs sind!
    Also schnell: Wo sind die Durchfalltabletten? Lieber gleich zwei… sicher ist sicher.
    Die Fähre soll um 8:20 Uhr gehen. Wenn wir die bekommen, hätten wir einen guten Puffer bis zum Flug.
    Aber wie das so ist: Das Grab-Taxi lässt sich nicht bestellen, das von der Rezeption bestellte Taxi soll in 6 Minuten da sein… und kommt ganze 26 Minuten später 🙈
    Der Fahrer gibt alles – ich mache zwischendurch lieber die Augen zu 😳
    Wir erreichen den Hafen pünktlich… aber: Kein Check-in mehr möglich. Ob zu spät oder ausgebucht – wir wissen es nicht. Also warten.
    Mit mulmigem Magen verzichte ich lieber auf Kaffee ☕ und bleibe bei Wasser. Später traue ich mich an ein trockenes Brötchen und eine Cola – geht gut 👍
    Endlich kommt die Fähre. Zurück nach Cebu City, denn nur von dort geht unser Inlandsflug weiter.
    Doch unser Zeitpuffer schmilzt… die Fähre hat Verspätung ⏳
    Beim Anlegen geht’s hektisch zu: Gepäck wird einfach auf den Anleger geworfen – keine Kontrolle mehr 😳
    Zum Glück finden wir unsere Rucksäcke schnell.
    Nächstes Problem: Taxi finden 🚕
    Vor dem Terminal ein Chaos aus Fahrzeugen – unseres ist erstmal nicht auffindbar. Mit Gepäck und bei brütender Hitze 🥵 eine echte Herausforderung.
    Nach einer gefühlten Ewigkeit finden wir es doch – und dann: Vollgas zum Flughafen!
    Dort wieder alles von vorne: Check-in, Sicherheitskontrolle, Boarding…
    Und plötzlich sitzen wir im Flieger ✈️ – geschafft!
    Nach etwa einer Stunde landen wir in Puerto Princesa.
    🌿 Ankommen auf Palawan
    Palawan gilt als eine der schönsten Inseln der Philippinen – mit dichtem Dschungel, spektakulären Kalksteinfelsen und türkisfarbenem Wasser 🌊
    Viele Menschen leben hier vom Tourismus, von Fischerei und Landwirtschaft. Trotz wachsender Infrastruktur ist vieles noch ursprünglich und einfach – genau das macht den besonderen Reiz aus.
    Puerto Princesa ist das Tor zur Insel und bekannt für den berühmten Underground River (UNESCO-Weltnaturerbe). Die Stadt wirkt entspannter als Manila – weniger hektisch, grüner und weitläufiger.
    Am Flughafen dann die nächste Überraschung: Die Grab-App funktioniert nicht 📵
    Taxis? Alle vergeben oder voll.
    Doch Jan-Michel verhandelt geschickt 💪 und organisiert tatsächlich ein Tuktuk für uns drei – inklusive Gepäck 😅 Ich schaue zweifelnd auf das Gefährt.
    Eine abenteuerliche Fahrt beginnt!
    Beim letzten steilen Anstieg mache ich lieber wieder die Augen zu… aber irgendwie schafft die Honda mit 4 Personen, Gepäck und dem Beiwagenaufbau den Weg bis zum Hotel 🙏
    Und dann: Ankommen. Durchatmen. Genießen. 🌺
    Das Hotel empfängt uns mit kühlen Getränken 🍹 und herzlichem Service. Unser Gepäck wird uns abgenommen, während wir einchecken.
    Die Zimmer? Traumhaft! Der Blick? Hügelig, grün. Das Meer im Hintergrund, einfach wunderschön 🌄
    Am Pool ist kaum etwas los – wir haben fast alles für uns allein 🏝️
    Doch viel Zeit bleibt hier nicht: Morgen geht es schon weiter nach El Nido.
    Also genießen wir den Abend:
    Live-Musik 🎶, gutes Essen 🍽️ und – natürlich – ein Mitternachtsbad im Pool für Clara🌙💦
    Mit Cocktail in der Hand in der Rooftopbar lassen wir diesen aufregenden Tag ausklingen.
    Read more

  • El Nido

    March 7 on the Philippines ⋅ 🌙 25 °C

    🌴 Unterwegs nach El Nido – Flaggen, Gedanken und ein magischer Sonnenuntergang 🇵🇭

    Für meine Verhältnisse habe ich erstaunlich gut geschlafen. Trotzdem brauche ich morgens einen Moment, um mich zu sortieren – wo bin ich eigentlich gerade? Ach ja … auf den Philippinen.

    Ich beginne zu packen. Dieses Mal schaffe ich es sogar, meine dickeren Reiseklamotten wieder in den Rucksack zu bekommen. Beim nächsten Mal gilt eindeutig: Weniger ist mehr.

    Als ich fertig bin, stelle ich plötzlich fest: Meine Brille ist weg.
    Also alles wieder raus aus dem Rucksack, alles durchsucht – nichts. Wieder alles rein. Und ganz zum Schluss entdecke ich sie … unter meinem Kopfkissen. 🙈

    Inzwischen ist es schon 8:40 Uhr. Um 8:30 wollten wir uns zum Frühstück treffen. Jan Michel ruft bereits an und fragt, wo ich bleibe. Mit wiedergefundener Brille gehe ich also schnell zum Frühstücksraum.

    Und der hat es in sich: ein wirklich exklusives Frühstücksbuffet mit warmen und kalten Speisen, Obst, Gemüse und vielem mehr. Aber irgendwie habe ich gar keinen Hunger – erst einmal brauche ich nur Kaffee und ein Toast mit Marmelade. ☕

    🚐 Aufbruch Richtung El Nido

    Zwischen 9 und 9:30 Uhr soll unser Transport nachEl Nido kommen. Also holen wir vorsichtshalber schon mal unsere Rucksäcke.

    Doch plötzlich steht der Fahrer schon vor der Tür. Nichts mehr mit gemütlich weiter frühstücken – halsüberkopf auschecken und rein in den Transporter.

    Wir sind die Letzten und das Fahrzeug ist wieder bis auf den letzten Platz voll. Dieses Mal habe ich allerdings Glück: Ich sitze vorne auf dem Beifahrersitz mit freier Sicht nach draußen.

    Beim Auschecken wundere ich mich erneut über die Preise. Wir haben am Abend gut gegessen, Getränke gehabt und später noch Cocktails auf der Dachterrasse. Die Rechnung: 36 Euro für uns alle zusammen.

    Die Lebenshaltungskosten auf den Philippinen liegen mehr als 50 % unter denen in Deutschland. Das spürt man als Reisender deutlich.

    🇵🇭 Warum überall Flaggen hängen

    Während der Fahrt fallen mir die vielen philippinischen Flaggen an Häusern und Straßenrändern auf. Sie sind kein Zufall.

    Auf den Philippinen zeigen viele Menschen ihre Flagge aus Stolz und Patriotismus, besonders zwischen 28. Mai (National Flag Day) und 12. Juni (Independence Day) – dem Unabhängigkeitstag des Landes.

    Die Flagge steckt voller Symbolik:

    🔵 Blau steht für Frieden, Wahrheit und Gerechtigkeit

    🔴 Rot für Patriotismus und Tapferkeit

    ⚪ Weißes Dreieck für Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit

    Ein interessantes Detail: Wenn die rote Seite oben hängt, bedeutet das Kriegszustand oder Widerstand.

    💰 Leben und Arbeiten auf den Philippinen
    Während wir durch Dörfer und Landschaften fahren, denke ich auch über das Leben hier nach.
    Das durchschnittliche Monatsgehalt auf den Philippinen liegt bei etwa 20.000 bis 45.000 Peso (ca. 320–750 €).
    Das mittlere Haushaltseinkommen beträgt ungefähr 480 € im Monat.
    Natürlich sind die Lebenshaltungskosten deutlich niedriger als bei uns – trotzdem wird einem unterwegs klar, dass viele Menschen mit sehr wenig auskommen müssen.
    🌴 Eine lange Fahrt durch Palawan
    Vor uns liegen etwa 250 Kilometer Landstraße. Dafür werden 4 bis 5 Stunden veranschlagt.
    Die Strecke führt zunächst direkt durch die Berge von Palawan. Anders als auf Bohol gibt es hier richtige Berglandschaften mit Gipfeln, die in Wolken gehüllt sind.
    Ein Zug- oder Busnetz gibt es nicht.
    Diese Straße ist praktisch die einzige Verbindung quer über die Insel.
    Die Straßen wechseln ständig:
    mal reparaturbedürftige Landstraße
    mal Schlaglöcher und Risse
    dann wieder plötzlich ein fast autobahnähnlicher Abschnitt
    Rechts und links wächst dichter Dschungel aus Bananenpalmen, Bambus und tropischen Pflanzen.
    Viele Orte bestehen nur aus ein paar Wellblechhütten. Fast überall stehen kleine Verkaufsstände – manchmal mit nur drei Bananen und zwei Mangos.
    🌊 Der erste Blick aufs Meer
    Zwischendurch führt die Straße immer wieder hinunter zur Küste.
    Plötzlich tauchen sie auf:
    weiße Strände, türkisfarbenes Wasser, kleine Boote und einsame Buchten. 🌊
    Einmal halten wir etwa auf halber Strecke an einem kleinen Restaurant hoch über dem Meer. Von der Terrasse hat man einen traumhaften Blick auf den Strand – schon dieser Zwischenstopp wirkt wie ein Postkartenmotiv.
    🚐 Kurven, Bambus und kleine Dörfer
    Je weiter wir in die Berge fahren, desto grüner wird die Landschaft – aber auch die Straße schlechter.
    Die Kurven sind eng und wir sitzen ziemlich dicht im Transporter. Meine Sitznachbarin schläft irgendwann ein und landet bei jeder Kurve auf meiner Schulter. 😄
    Die Häuser werden kleiner. Viele bestehen aus Bambus, haben Bambuszäune oder ganze Bambusterrassen.

    Hühner hört man überall – sie gehören hier zu den wichtigsten Nutztieren.
    🌅 Ankunft in El Nido
    Kurz vor El Nido wird die Straße plötzlich richtig gut ausgebaut.
    Die Landschaft verändert sich wieder: runde Hügel tauchen auf, fast wie kleine Verwandte der Choclets Hills
    Dann erreichen wir das Terminal von El Nido.
    Unser Fahrer bietet an, uns direkt zum Hotel zu bringen – ein paar Kilometer außerhalb der Stadt.
    Der Weg dorthin führt über eine schmale, holprige Urwaldstraße. Zwischen Bambushütten und dichtem Grün taucht plötzlich ein neues Gebäude auf – unser Hotel.
    Statt Zimmern bekommen wir kleine Bungalows mit Himmelbett, viel Bambus und asiatischen Details. Rund um den Pool stehen Liegen unter Pergolen – ein perfekter Ort zum Ausruhen nach dieser langen Fahrt.
    Und genau das tun wir:
    Badesachen an und ab in den Pool. 🏝️
    🌴 El Nido – eines der schönsten Ziele der Philippinen
    El Nido liegt im Norden von Palawan und gilt als eines der spektakulärsten Reiseziele des Landes.
    Die Region ist berühmt für:
    dramatische Karstfelsen im Meer
    versteckte Lagunen und Inseln
    türkisfarbenes Wasser
    traumhafte weiße Strände

    Viele Besucher kommen wegen des berühmten Island Hopping – Bootstouren zu kleinen Inseln und Lagunen.

    🌅 Ein magischer Abend am Strand

    Am späten Nachmittag machen wir uns zu Fuß auf den Weg, erkunden die Umgebung und finden sogar ein Ladekabel für Claras Handy.

    Der Hauptort von El Nido ist etwa 4–5 Kilometer entfernt, aber auch hier im Vorort gibt es einen Strand.

    Mit dem TukTuk fahren wir dorthin – und erleben einen magischen Sonnenuntergang. 🌅

    Unter den Palmen haben sich Restaurants angesiedelt. Wir sitzen direkt am Meer, beobachten wie die Sonne langsam im Wasser versinkt und genießen unser Abendessen.

    Was für ein Tag.
    So viele Eindrücke – ich komme mit dem Schreiben kaum hinterher.

    Morgen wartet schon das nächste Abenteuer:
    Island Hopping rund um El Nido. 🚤
    Read more

  • Iland Hopping El Nido

    March 8 on the Philippines ⋅ ⛅ 29 °C

    🌴 Inselhopping im Paradies – ein Tag rund um El Nido

    Heute wollen wir eine Tagestour auf dem Wasser machen – eine dieser Bootsfahrten, für die El Nido so bekannt ist.
    Um 8:30 Uhr bringt uns der Hotelbus in die Stadt. Doch vorher genießen wir noch ein wunderbares Frühstück, ganz im Stil unseres Resorts. Ich bin die Erste im Frühstücksbereich und habe für eine halbe Stunde den Blick über Pool und Meer ganz für mich allein. Ein herrlich ruhiger Start in den Tag.
    Mit dem Transporter geht es dann mitten hinein ins Zentrum von El Nido. Unser Fahrer schlängelt sich souverän durch das Gewusel und setzt uns schließlich vor dem Büro unseres Tourveranstalters ab. Gestern Abend haben wir an der Hotelrezeption Tour A gebucht – acht Stunden Inselhopping mit mehreren Stopps.
    Wir bekommen Schnorchel, Maske und Handtücher und laufen im Gänsemarsch zum Hafen. Dort wuseln Verkäufer mit wasserdichten Seesäcken umher und versuchen ihre Ware zu verkaufen. Wir bleiben bei unseren Rucksäcken und klettern über ein schwankendes Ponton auf unser Boot.
    Man merkt sofort: Inselhopping ist hier eine echte Branche. Gefühlt starten jeden Morgen fünfzig Boote gleichzeitig hinaus aufs Meer. Zwischen den gewaltigen Karstfelsen aus Kalkstein, die steil aus dem Wasser ragen, wirken sie wie kleine Spielzeuge.
    Unser erster Stopp ist Seven Commandos Beach. Das Boot ankert vor einer Sandbank und wir können ins Wasser springen. Für mich ist es tatsächlich das erste Mal, direkt vom Boot ins offene Meer zu gehen. Das Wasser ist warm, glasklar und schimmert in allen möglichen Türkistönen. Ich treibe einfach eine Weile im Wasser und genieße diesen Moment.
    Weiter geht es zum Payong-Payong Beach. Unser Skipper hat ordentlich zu tun, um zwischen den vielen Booten zu ankern. Inzwischen ist Wind aufgekommen und die Brandung wird stärker. Wir müssen durchs Wasser zum Strand laufen.
    Dort erwartet uns das perfekte Postkartenbild: Palmen, weißer Sand und türkisfarbenes Wasser. Anfangs ist es noch ziemlich voll, aber nach kurzer Zeit fahren viele Boote weiter und plötzlich wird es erstaunlich ruhig. Wir holen uns etwas zu trinken, laufen ein Stück am Strand entlang und genießen einfach diesen Ort.
    Der nächste Stopp ist Shimizu Island. Wieder müssen wir durchs Wasser an Land gehen, deshalb bleibt mein Rucksack – und damit auch mein Handy – diesmal an Bord. Klara bekommt die wasserdichte Handytasche, damit wenigstens sie ein paar Fotos machen kann.
    Plötzlich schwimmt ein Tisch an uns vorbei. Kurz darauf wird er am Strand aufgebaut und im Schatten der Palmen entsteht in Windeseile ein Buffet. Wenig später sitzen wir tatsächlich am Strand und essen Reis, Fisch, Fleisch und viele frische Früchte. Ein ziemlich besonderes Mittagessen.
    Danach bleibt noch Zeit zum Schwimmen. Jan-Michel und Klara machen dabei eine kleine Bekanntschaft mit der Unterwasserwelt – beide rufen plötzlich „Aua!“. Vermutlich hat sie ein kleiner Fisch mit einer spitzen Flosse gezwickt.
    Im Laufe des Tages steuern wir noch weitere Inseln an. Einmal erkunden wir sogar eine geheimnisvolle Höhle. Zum Abschluss wartet noch ein besonderes Abenteuer: eine Kanutour durch einen engen Canyon zwischen den Felsen.
    Ich bewundere Jan-Michel sehr. Klara und ich haben nämlich noch nie zuvor in einem Kanu gesessen. Trotzdem steuert er uns sicher durch Wellengang, Strömung und die vielen Boote.
    Am Ende treten wir die etwa halbstündige Rückfahrt nach El Nido an. Wir sind glücklich, ein bisschen salzig vom Meer – und ziemlich müde.
    Im Hotel entspannen wir noch eine Weile am Pool. Am Abend fahren wir zum wunderschönen Lio Beach. Bei leckerem Essen und einem Cocktail lassen wir diesen traumhaften Tag schließlich ganz entspannt ausklingen.
    Ein perfekter Tag im Inselparadies. 🌴⛵
    Read more

  • El Nido

    Mar 9–11 on the Philippines ⋅ ☁️ 28 °C

    🌴 Abschied vom Paradies – Ankunft im trubeligen El Nido

    Leider müssen wir heute Morgen das wunderschöne Anitá Resort verlassen. Sehr gern wären wir auch die letzten zwei Tage unserer Reise hier geblieben. Doch das kleine Resort hat nur noch einen freien Bungalow – und der reicht für uns drei leider nicht.

    Also machen wir aus der Not eine Tugend und ziehen mitten hinein ins Leben von El Nido. Für die nächsten Tage haben wir uns ein Stadthotel in der Nähe von Strand und Hafen gesucht.

    Vor der Abreise genießen wir noch einmal das großartige Frühstück. Frisches Obst, frisch gepresste Säfte und jeden Morgen ein warmes Gericht, das eigentlich schon ein kleines Mittagessen ersetzt. Man sitzt dabei mit Blick auf Pool, Palmen und Meer – schwer, sich von so einem Ort zu verabschieden. Dieses kleine Hotel werde ich auf jeden Fall unten verlinken.

    Der Shuttlebus des Resorts bringt uns nach Downtown El Nido und setzt uns direkt vor unserem neuen Hotel ab. Die Strecke dorthin ist ziemlich steil und kurvig. Die Tuk-Tuks kämpfen sich dort mit ihren Passagieren schon mühsam den Berg hinauf. Mit unserem vielen Gepäck wären sie wahrscheinlich gar nicht erst hochgekommen.

    Unser Hotel liegt direkt neben einem Abendmarkt und Foodcourt, wo man abends essen kann. Jetzt sind die Stände allerdings noch geschlossen. Da wir die Zimmer erst um 14 Uhr beziehen können, wird unser Gepäck erst einmal sicher verwahrt.

    Also machen wir uns zu einem ersten kleinen Erkundungsspaziergang durch die Stadt und am Strand entlang. Schließlich landen wir in einer sehr schönen Strandbar mit Blick aufs Meer. In einer Liege sitzend genieße ich einen Pineapple Shake und schaue aufs Wasser.

    Eigentlich war unsere Liege schon besetzt – beziehungsweise der Platz darunter. Dort lag nämlich ein Hund und suchte Schutz vor der Sonne. Als die Bedienung das entdeckt, kommt sie mit einer Sprühflasche und spritzt den Hund leicht nass. Der trottet empört davon und überlässt uns den Platz.

    Allerdings nur kurz. Wenig später kehrt er zurück und legt sich ganz selbstverständlich wieder unter unsere Liege.

    Heute ist es zunächst sehr bewölkt, deshalb wirkt das Meer nicht ganz so spektakulär wie sonst. Aber warm ist es trotzdem. Als später die Sonne herauskommt, wird es sofort wieder richtig heiß.

    El Nido – eine Stadt zwischen Baustelle und Paradies

    Kurz nach zwei Uhr machen wir uns auf den Rückweg zum Hotel.

    Ein Bretterladen reiht sich an eine Wellblechhütte, dazwischen Büros für Bootstouren, Massagesalons, Nagelstudios, Bars und kleine Bäckereien. Man kann gar nicht so schnell schauen, wie viele Angebote es hier gibt.

    Zwischendurch wird gebaut, was das Zeug hält. Neben einfachen Hütten stehen plötzlich moderne Hotelbauten internationaler Ketten.

    Die Geräuschkulisse ist enorm: Bauarbeiten, Motorengeräusche, vor allem von den typischen Tricycles, dazu Stimmengewirr, Hundegebell und Musik aus Bars. Auf einem freien Platz übt sogar eine kleine Tanzgruppe.

    Nicht nur Augen und Ohren werden hier beschäftigt – auch die Nase hat einiges zu tun. Überall steigen Gerüche aus Restaurants, Garküchen und Suppenkesseln auf. Dazwischen mischt sich der Benzingeruch der knatternden Zweitaktmotoren.

    Überhaupt scheint das Duftempfinden hier in Asien ein anderes zu sein als bei uns. Handtücher in Hotels riechen oft nach Mottenkugeln oder nach diesen Duftbäumchen fürs Auto. Vermutlich ist das ein Mittel gegen Muffigkeit – bei der hohen Luftfeuchtigkeit schimmelt hier ja alles sehr schnell.

    Tourismus im Aufbruch

    Die Philippinen sind auf dem Weg, ein großes Touristenland zu werden. In einigen Jahren wird man vieles hier wahrscheinlich kaum wiedererkennen.

    Wer die Philippinen noch ein wenig ursprünglicher erleben möchte, sollte sich bald auf den Weg machen. Sonst könnte es hier irgendwann so aussehen wie in manchen Regionen Thailands – mit riesigen Hotelanlagen, hohen Preisen und überfüllten Stränden.

    Natürlich schafft der Tourismus auch viele Arbeitsplätze. Gleichzeitig bestimmen aber oft große internationale Hotelketten und Reiseunternehmen die Entwicklung.

    Ob das für das Land am Ende Fluch oder Segen ist – das wird sich wohl erst noch zeigen.

    Ein Land mit Geschichte und Gegensätzen

    Über 400 Jahre standen die Philippinen unter spanischer Herrschaft – von 1570 bis ins frühe 20. Jahrhundert. Ihren Namen verdanken die Inseln übrigens dem spanischen König Philipp II.

    Heute gibt es über 180 verschiedene Dialekte im Land, viele davon mit spanischen Lehnwörtern. Amts- und Bildungssprache ist jedoch Englisch, sodass man als Tourist erstaunlich gut zurechtkommt – auch wenn der philippinische Akzent manchmal etwas gewöhnungsbedürftig ist.

    Obwohl das Bildungssystem eigentlich sechs Jahre Grundschule und anschließend mehrere Jahre Highschool vorsieht, brechen viele Kinder die Schule früh ab, um Geld zu verdienen. Deshalb ist menschliche Arbeitskraft oft günstiger als Maschinen.

    Mir fiel das zum Beispiel an Kreuzungen auf: Statt Ampeln steht dort manchmal einfach jemand mit einer roten und einer grünen Flagge und regelt den Verkehr.

    Auch in Hotels arbeiten sehr viele Menschen – für Reinigung, Gartenpflege, Poolservice oder Gepäcktransport. Jeder versucht, irgendwie vom Tourismus zu profitieren.

    Trotz vieler Händler auf den Straßen, die Schmuck, Hüte oder Taschen verkaufen wollen, sind die Menschen überhaupt nicht aufdringlich. Ein kurzes Kopfschütteln reicht meist.

    Die Filipinos, die wir hier treffen, sind ausgesprochen freundlich und hilfsbereit.

    Moderne Technik trifft fehlende Infrastruktur

    Interessant ist auch der Gegensatz zwischen moderner Technik und teilweise fehlender Infrastruktur.

    So hatte ich gestern mitten auf dem Meer perfekten 5G-Empfang, während die Toilette auf einer Insel nur aus einem Wasserbecken mit Schöpfkelle bestand und das Abwasser einfach irgendwohin lief.

    Vor der Toilette stand immerhin ein Becken mit Wasser, in dem man sich danach wieder die Füße sauber machen konnte.

    Uniformen überall

    Was mir ebenfalls auffällt: Filipinos lieben Uniformen.

    Fast jeder Beruf hat seine eigene Kleidung. Das beginnt bei den Schulkindern, die alle Uniform tragen, und geht weiter über Ordnungskräfte mit blitzblanken Epauletten bis zu Hotelpersonal, Fährmitarbeitern oder Hafenangestellten.

    Alle sehen geschniegelt und geschniegelt aus – und manchmal frage ich mich wirklich, wie sie das unter ihren oft einfachen Wohnbedingungen so perfekt hinbekommen.

    Unser neues Stadthotel

    Unser neues Hotel liegt mitten im Trubel der Stadt. Unser Zimmer befindet sich im dritten Stock – natürlich ohne Aufzug. Aber unser Gepäck wird uns freundlich bis ins Zimmer getragen.

    Der angepriesene Pool entpuppt sich eher als größerer Springbrunnen – ich glaube nicht, dass dort jemand schwimmen möchte. Aber die Zimmer sind sauber, mit Klimaanlage und riesigem Fernseher ausgestattet. Also alles völlig in Ordnung.

    Natürlich merkt man den Unterschied zum Resort mit seinen zwölf kleinen Bungalows und maximal 24 Gästen.

    Ankommen

    Nachdem wir das Zimmer bezogen haben, brauchen wir erst einmal eine kleine Pause.

    Clara hat Lust auf eine Shoppingrunde.
    Jan-Michel möchte sich ein bisschen ausruhen.
    Und ich setze mich hin und schreibe ein wenig Reisetagebuch.

    Später überlege ich noch, ob ich mir vielleicht eine Fußmassage oder Kopfmassage gönne.

    Ich werde berichten. 😊
    Read more

  • Beachtime am Vanilla Strand

    March 10 on the Philippines ⋅ ⛅ 26 °C

    🌴 Ein Tag in El Nido
    Heute schlafen wir tatsächlich mal etwas länger. Obwohl wir mitten in Downtown von El Nido wohnen, ist es in der Nacht erstaunlich ruhig gewesen. Erst gegen Morgen wird es wieder lebhafter – allen voran eine Kapelle, die musizierend durch die Straßen zieht, fast wie ein wandernder Big Ben.
    Ich könnte mir eigentlich einen Kaffee auf dem Zimmer machen. Kaffeepulver, Wasserkocher und Tassen stehen bereit. Aber seit ich gehört habe, dass manche Gäste darin ihre Socken auskochen, ist mir die Lust auf Zimmerkaffee gründlich vergangen. Also gehe ich lieber schon einmal in den Frühstücksraum und warte dort auf den Rest der Familie.
    Zum Frühstück gibt es – wie fast überall auf den Philippinen – wieder warme Gerichte: Reis, Curry, gebratenes Gemüse und Rührei. Nichts, was ich unbedingt gleich am Morgen brauche. Ich halte mich lieber an Obst, Toast und ein bisschen Rührei.
    Während wir frühstücken, schlägt Jan Michel vor, heute den Taraw Cliff Canopy Walk zu machen. Der neue Canopy Walk führt über gesicherte Wege, Hängebrücken und Kletterpassagen hinauf zu einer spektakulären Aussichtsplattform über El Nido. Von dort soll man einen grandiosen Blick auf die Bucht, die Kalksteinfelsen und die vielen kleinen Inseln haben.
    Als wir nach dem Frühstück allerdings die vier Stockwerke zu unserem Zimmer hochgestiegen sind, kommen uns angesichts der Hitze, der Luftfeuchtigkeit und der Vorstellung von Kletterpassagen doch ein paar Zweifel. Wir beschließen: Das machen wir lieber am späten Nachmittag.
    Jetzt ist erst einmal Beachtime angesagt.
    🌊 Traumstrand am Vanilla Beach
    An der Rezeption liegt schon unsere Wäsche bereit – frisch gewaschen, gebügelt und ordentlich verpackt. Wir hatten sie gestern abgegeben. Wenn ich mich richtig erinnere, hat das Ganze gerade einmal 400 PHP gekostet.
    Wir packen unsere Sachen zusammen. Die TukTuks warten immer vor dem Hotel. In etwa 15 Minuten bringen es uns über den Hügel zum Vanilla Beach.
    Früher waren viele Strände hier gar nicht über Straßen erreichbar. Heute ist der Hang mit Hotels bebaut, und auch am Strand selbst gibt es einige kleine Resorts und Bars. Trotzdem: Als wir ankommen, verschlägt es mir kurz den Atem.
    Türkisblaues Wasser in allen Schattierungen, im Hintergrund die typischen Felsen von El Nido, davor Palmen, weißer Sand und glitzerndes Meer. Einfach nur Traum.
    Wir setzen uns zunächst direkt in den Sand, entdecken dann aber eine Strandbar mit Liegen, die man benutzen darf, wenn man dort etwas bestellt. Perfekt.
    Allerdings weht ein ziemlich kräftiger Wind. Die kleinen Sandkörner fühlen sich auf der Haut an wie Nadelstiche. Also drehen wir die Liegen einfach gegen den Wind und sitzen bald wunderbar geschützt unter den Palmen.
    Irgendwann entdecke ich allerdings ein Schild: “Be careful – Jellyfish!”
    Danach gehe ich nicht mehr ganz so unbeschwert ins Wasser.
    Clara hingegen bekommt man kaum noch heraus. Für sie ist das hier eindeutig der perfekte Strand. Wir lassen uns mit Drinks und mittags mit einem kleinen Essen am Strand verwöhnen.
    🌅 Sonnenuntergang & Zipline über dem Meer
    Der Vanilla Beach ist übrigens auch bekannt für seine Las Cabanas Zipline. Dabei saust man an einem Drahtseil vom Hügel über den Strand hinweg – mit Blick auf Meer und Inseln. Sie gilt als eine der schönsten Ziplines der Philippinen.
    Wir schauen den Mutigen eine Weile zu, bleiben aber lieber mit beiden Füßen im Sand.
    Weil es hier so schön ist, beschließen wir spontan: Heute ist Faulenzer-Strandtag.
    Und wir bleiben gleich noch bis zum Sonnenuntergang.
    Der ist diesmal nicht ganz so spektakulär wie erhofft, weil Wolken der Sonne ein wenig ins Handwerk pfuschen. Trotzdem ist die Stimmung fantastisch. Viele Menschen sitzen im Sand, schauen aufs Meer und warten auf diesen Moment.
    🌙 Nachtleben & Streetfood
    Nach Sonnenuntergang wollen plötzlich alle gleichzeitig zurück in die Stadt. Das ist hier kein Problem – TukTuks gibt es unendlich viele, und am Vanilla Beach scheint sogar geregelt zu sein, dass alle Fahrer zu ihren Fahrten kommen.
    Zurück in El Nido wünscht sich Clara unbedingt noch einmal eine Rückenmassage – die hat ihr gestern so gut gefallen. Also machen wir uns nach einer schnellen Dusche auf den Weg in die Stadt, wo schon wieder ordentlich Leben herrscht.
    Zuerst lassen wir uns die Hände schön machen, danach gönnen wir uns noch eine halbe Stunde Massage. Jan Michel geht es nicht so gut und rt geht zurück ins Hotel,
    während Clara und ich noch einen kleinen Mädelsabend machen. Es zieht uns zum El Nido Night Market. Dort reihen sich kleine Stände mit gegrilltem Fisch, Fleischspießen, Reisgerichten, Nudeln und frischen Früchten aneinander. Die Auswahl ist riesig – und alles duftet unglaublich verführerisch.
    Am Ende suchen wir uns wieder etwas Leckeres aus dem bunten Angebot aus.
    Inzwischen ist es 22:30 Uhr, und langsam wird es Zeit zurück ins Hotel zu gehen und den Tag ausklingen zu lassen.
    Denn morgen wechseln wir die Insel.
    Mit der Fähre geht es von El Nido nach Coron – fast vier Stunden über das Meer.
    Und wenn man den Berichten im Internet glauben darf, kann diese Fahrt durchaus etwas abenteuerlich werden.
    Ich bin gespannt, was uns morgen erwartet.

    El Nido Canopy Walk: Möglichkeit, die Taraw-Klippe zu genießen | https://share.google/8NWiYRtn1mlfyiU6b
    Read more

  • Von El Nido nach Coron

    March 11 on the Philippines ⋅ ☁️ 29 °C

    Mittwoch, 11.März 2026
    🌴 Abenteuerliche Überfahrt nach Coron:

    Heute Morgen wache ich leicht verschnupft und mit kratzendem Hals auf. Ehrlich gesagt habe ich schon länger darauf gewartet. Diese Klimaanlagen hier fordern irgendwann ihren Tribut. Man kommt völlig überhitzt und verschwitzt in ein Taxi, einen Bus, ein Flugzeug oder eine Fähre – und zack wird man auf 20 Grad heruntergekühlt. Aber ich werde es überleben.

    Wir checken aus. Die Fähre nach Coron ist online gebucht und legt kurz nach 12 Uhr ab. Eine Stunde vorher müssen wir am Hafen sein. Vier Stunden Überfahrt stehen uns bevor – und darüber habe ich im Internet schon so einiges Abenteuerliche gelesen. Vor 17 Uhr werden wir also kaum im Hotel sein. Viel Zeit für Unternehmungen bleibt heute nicht.

    Beim Frühstück schauen wir schon einmal nach einem Hotel in Manila Die Preise dort sind deutlich niedriger.
    EL Nido ist der Hotspot auf den Philippinen – vielleicht vergleichbar mit Sylt. Und so sehen auch die Hotelpreise aus: für philippinische Verhältnisse extrem hoch. Drei-Sterne-Unterkünfte starten hier eher bei 80 € aufwärts.

    Mit dem Frühstück auf den Philippinen
    muss ich mich als Nicht-Frühstücker noch anfreunden. Hähnchenschenkel am frühen Morgen sind nicht ganz mein Ding. Aber die Spiegeleier schmecken gut, dazu gibt es immer reichlich Obst und Toast mit Marmelade. Bei der Hitze hat man sowieso kaum Hunger. Wichtig ist nur: immer eine Flasche Wasser griffbereit haben. Das ist aber kein Problem – an jeder Ecke werden gekühlte Wasserflaschen für wenige Cent verkauft.
    Gut, dass wir meist nur ein oder zwei Nächte im Voraus buchen. Die bunten Bilder im Internet täuschen nämlich manchmal. Das Anitisa Resort
    https://share.google/7C8Z5Ypa1ubbot5Ai
    sah online eher unspektakulär aus und war am Ende eines der schönsten Hotels bisher. Andere sehen toll aus – und man landet dann im „Geisterhotel“ wie in unserer ersten Nachz

    Chaos am Hafen

    Dieses Mal brauchen wir zwei TukTuks, um mit unserem Gepäck zur Fähre zu kommen. Am Hafen setzen uns die Fahrer irgendwo ab und zeigen nur nach vorne: „Straight!“

    Und nun? Wo checkt man ein?

    Wir folgen einer Menschenmenge in eine Art Drahtkäfig mit Stühlen. Unter einem Wellblechdach sitzen drei Frauen an einem Tisch und bearbeiten Buchungen. Jan Michel zeigt unsere Online-Tickets und wir bekommen einen großen und drei kleine Zettel. Keine weiteren Informationen.

    Also warten wir.
    Es ist heiß. Sehr heiß.

    Plötzlich werden alle Passagiere mit gelben Zetteln in ein Gatter geschickt. Von dort öffnet sich immer wieder ein Tor für eine bestimmte Anzahl Menschen, die dann zur Abfertigung dürfen. Das Gepäck müssen wir selbst bis zur Fähre schleppen. Dort landet es in offenen Regalen.

    Unsere Sitzplätze sind vorgegeben – und schon bald geht es los.

    Achterbahn auf See

    Die Kabine ist eiskalt klimatisiert. Ich hole mein Badehandtuch aus dem Rucksack und wickle mich darin ein. Doch viel schlimmer als die Kälte ist das Geschaukel.

    Achterbahnfeeling auf dem Meer.

    Jan Michel wird schnell seekrank. Ich suche nach den Vomex-Tabletten, die sich im Rucksack befinden, der unter anderem Rucksäcken im Regal liegt.
    Die Crew läuft mit Kotztüten durch die Reihen. Überall fahle Gesichter. Viele Passagiere wanken aufs Oberdeck.

    Eine Frau aus Stuttgart, mit der ich vorher lange gesprochen habe, bekommt Kreislaufprobleme und liegt plötzlich am Boden, die Beine hochgelagert.
    Das kann ja heiter werden.
    Vier Stunden dauert die Überfahrt. Irgendwann gehe ich selbst nach oben. Im warmen Fahrtwind fühlt es sich sofort angenehmer an als in der Kühltruhe unten. Von hier sehe ich die vielen Inseln vorbeiziehen und verfolge unsere Route auf Google Maps – mitten durch das Südchinesische Meer.

    Unglaublich.
    Da schippert man tausende Kilometer von zuhause entfernt durch diese phantastische Inselwelt. Ich muss mich kneifen.

    Als Jan Michel später nach oben kommt, geht es ihm deutlich besser. Der Blick auf den Horizont wirkt Wunder.

    Ankunft in Coron

    Nach dem Anlegen folgen wir einfach der Menschenmenge. Am Ausgang stehen schon unzählige TukTuks bereit. Das Chaos läuft erstaunlich organisiert: Ein Mann weist den Fahrern ihre Passagiere zu.

    Dann geht es wieder abenteuerlich durch die Straßen von Coron.

    Diese Tryk-Fahrer werden mir wohl immer in Erinnerung bleiben. Aus einem kleinen Motorrad mit Beiwagen haben sie ein buntes. Fantasie-Transportmittel für alles gebaut. Sie teilen sich die Straße mit Mopeds, überholen hupend rechts und links und erzeugen ein Bild völligen Chaos – das irgendwie trotzdem funktioniert.

    Die Häuser bestehen oft aus Holz, Bambus, Blech und Draht, selten mit Glasfenstern. Dafür hat fast jedes Haus einen kleinen Verkaufsstand.

    Unser buntes Hotel

    Unsere Unterkunft, das Coconut Garden Island Resort, macht schon im Internet einen sehr individuellen Eindruck – und bestätigt das sofort.

    👉 https://coconutgarden.ph/

    Die Anlage wirkt wie eine Mischung aus Kolonialstil, Bollywood, Gaudí und ein bisschen Hundertwasser. Das Haus ist tatsächlich um mehrere Palmen herum gebaut – die einfach durch Balkon und Dach wachsen.

    Am schönsten ist jedoch der Garten:
    Poolanlage, nostalgische Brunnen, Hängematten, Schaukeln und überall gemütliche Liegen.

    Wir bekommen zwei liebevoll gestaltete Zimmer. Meins ist komplett im Sonnenblumenstil bemalt – ein bisschen Hundertwasser, sehr verspielt und voller Farben. Über den
    fehlenden Föhn sehe ich großzügig hinweg.

    Ankommen

    Nach der anstrengenden Fahrt springen wir erst einmal in den Pool und anschließend in die Hängematte.

    Später erkunden wir Coron Town. Die kleine Stadt auf der Insel ist das Tor zu einigen der spektakulärsten Insel- und Lagunenlandschaften der Philippinen. Viele Reisende starten von hier aus ihre Bootstouren zu türkisfarbenen Seen, Kalksteinfelsen und versteckten Stränden.

    Auch wir buchen vorm Schlafen gehen eine Bootstour zu den Inseln rund um Coron.

    Doch heute lassen wir den Tag erst einmal ruhig ausklingen – in einem hübschen Restaurant um einen Pool gebaut, nur ein paar Meter von der Straße entfernt. Eine kleine ruhige Oase mitten im Gewusel.

    Was für ein Tag.
    Von der Achterbahnfähre in die Hängematte.
    Read more

  • 🌴Inselträume rund um Coron

    March 12 on the Philippines ⋅ ⛅ 29 °C

    – Ein Tag wie aus dem Bilderbuch
    Gestern Abend kurz vor zehn buchen wir noch schnell unsere Bootstour für den nächsten Tag. Eigentlich wollen wir unbedingt die berühmte Tour A rund um Coron Island machen, die zu den schönsten Lagunen, Stränden und Schnorchelplätzen der Region führt.
    Aber nach unseren bisherigen Erfahrungen mit den vielen Ausflugsbooten haben wir eine andere Idee. Morgens starten oft 30 bis 50 Boote gleichzeitig und fahren alle die gleichen Spots in der gleichen Reihenfolge an. Das bedeutet: viele Menschen, viele Kajaks und wenig Ruhe.
    Also verhandeln wir ein wenig – und buchen kurzerhand ein privates Boot, das die Route einfach entgegengesetzt fährt. So hoffen wir, die schönsten Orte möglichst für uns allein zu erleben.
    🚤 Start ins Inselparadies
    Um 8 Uhr werden wir am Hotel abgeholt und zum Hafen von Coron Town gebracht. Dort herrscht das übliche Gewusel: Menschen suchen ihre Boote, Guides ihre Gruppen – und wir stehen mittendrin mit einem kleinen Zettel in der Hand.
    Aber auf den Philippinen gilt:
    Auch Chaos ist organisiert … irgendwie.
    Und tatsächlich finden wir bald unseren Guide Paul. Er organisiert noch Flossen und Schnorchelausrüstung – und schon geht es über den Steg zu unserem Boot.
    Ein relativ großes Ausflugsboot wartet auf uns. Heute ist es nur für uns unterwegs. Die Crew besteht aus Steuermann, Guide und einem Helfer, der gleichzeitig Koch ist. In der kleinen Kombüse wird schon eifrig Gemüse geschnippelt.
    Wasser, Gläser und eine Bluetooth-Box stehen bereit – wir dürfen sogar unsere eigene Musik abspielen.
    So ausgestattet gleiten wir über das tiefblaue bis türkisfarbene Wasser hinaus in die Inselwelt.
    🐠 Schnorcheln zum ersten Mal
    Unser erster Stopp ist ein kleiner Strand zum Schnorcheln.
    Ich habe in meinem Leben noch nie geschnorchelt. Aber einmal ist immer das erste Mal. Und was soll ich sagen: Es macht riesigen Spaß!
    Unter mir schwimmen bunte Fischschwärme, ein Seestern liegt auf dem sandigen Grund und das Wasser ist glasklar.
    ⚓ Wrack aus dem Zweiten Weltkrieg
    Weiter geht es zu einem der berühmten Wracktauchplätze rund um Coron. Vor der Insel liegt ein versunkenes japanisches Schiff aus dem Zweiten Weltkrieg.
    Im September 1944 wurden hier mehrere japanische Kriegsschiffe von amerikanischen Flugzeugen versenkt – heute gehören diese Wracks zu den spektakulärsten Tauchplätzen der Welt.
    Selbst beim Schnorcheln können wir Teile des Wracks erkennen. Unser Guide streut etwas Reis ins Wasser – und plötzlich sind wir mitten in einem riesigen Schwarm tropischer Fische.
    Clara und Jan Michel tauchen begeistert hinunter und machen Unterwasserfotos mit unserer wasserdichten Handyhülle.
    🪸 Korallengarten
    Der nächste Stopp ist ein Korallengarten.
    Hier ist das Wasser sehr flach und die Korallen sind unglaublich gut zu sehen. Ich kann mich gar nicht sattsehen an den Formen, Farben und Mustern dieser Unterwasserwelt.
    Während wir wieder aufs Boot steigen, macht Paul mit unserem Handy noch fantastische Fotos von uns. Er hat wirklich Talent – und erzählt nebenbei, dass er nur zwei bis drei Monate im Jahr als Guide arbeitet. Den Rest der Zeit ist er Fischer.
    🍍 Inselpicknick
    Mittags steuern wir eine kleine Insel an. Dort stehen einfache Hütten mit Tischen und Bänken – Picknickplätze für die Ausflugsboote.
    Außer einem zweiten privaten Boot ist niemand hier.
    Während wir die Insel erkunden, deckt die Crew für uns den Tisch.
    Und was für einen!
    Frisch gegrillter Fisch, verschiedene Salate, Reis, Obst – und als Dessert frische Mangos. Dazu eine eiskalte Cola.
    Die palmengedeckten Hütten, das klare Wasser, das sanft schaukelnde Boot – es sieht wirklich aus wie ein perfekter Instagram-Post.
    🌊 Die berühmten Twin Lagoons
    Nach dem Essen fahren wir zu den spektakulären Twin Lagoons.
    Zwei Lagunen, getrennt durch eine Felswand aus Kalkstein. Von der ersten gelangt man in die zweite entweder unter einem Felsen hindurch tauchend – oder über eine kleine Leiter kletternd.
    Ich bleibe lieber in der ersten Lagune. Hier mischt sich warmes Süßwasser mit kühlerem Salzwasser – ein faszinierendes Naturphänomen.
    Als ich zurück zum Boot schwimme, tauchen schon die ersten Ausflugsboote auf. Gut, dass wir gleich weiterfahren.
    🛶 Die Große Lagune
    Als nächstes erreichen wir die Big Lagoon.
    Die Lagune ist von hohen Karstfelsen umgeben und nur über einen schmalen Zugang erreichbar. Viele Besucher fahren hier mit Kajaks hinein.
    Wir schwimmen ein Stück hinein, genießen das ruhige Wasser – und als es voller wird, kehren wir lieber wieder zu unserem Boot zurück.
    🏞 Barracuda Lake – der tiefste Punkt
    Der Höhepunkt der Tour ist der spektakuläre Barracuda Lake.
    Ein von steilen Kalksteinfelsen umgebener See mit kristallklarem Wasser. Der Weg hinauf führt über etwa 300 Stufen zu einem Aussichtspunkt – einer der meistfotografierten Orte der Philippinen.
    Der See ist über 30 Meter tief und berühmt für seine faszinierenden Temperatur- und Salzschichten.
    Paul, unser Guide, ist Freediver und taucht an den steilen Felsen hinunter. Clara und Jan Michel probieren es auch – und filmen sich gegenseitig dabei.
    Mir reicht es völlig, von oben in die Tiefe zu schauen und die Unterwasserwelt beim Schnorcheln zu beobachten.
    🌅 Zurück nach Coron
    Nach diesem letzten Highlight fahren wir etwa eine halbe Stunde zurück zum Hafen von Coron.
    Für uns steht fest:
    Das war eines der absoluten Highlights unserer Philippinenreise.
    Und wir können jedem nur empfehlen, eine private Bootstour zu machen. Die Freiheit, die Aufenthalte selbst zu bestimmen und die Orte ohne Menschenmassen zu erleben, ist einfach unbezahlbar.
    🌺 Ein ruhiger Abend
    Zurück im Hotel springen wir erst einmal in den Pool.
    Keiner von uns hat danach noch Lust, durch die Stadt zu laufen. Also essen wir einfach im Coconut Garden Island Resort – und stellen fest, dass auch die Küche dort wirklich hervorragend ist.
    Wir sitzen noch lange im wunderschönen Garten bei einem Drink.
    Morgen geht es weiter nach Manila.
    Aber dieser Tag rund um Coron wird uns noch lange in Erinnerung bleiben.
    Read more

  • Von Coron mach Manila

    March 13 on the Philippines ⋅ ☀️ 29 °C

    🎂 Zwischen Erinnerung und Aufbruch – ein Tag, der alles verändert

    Ich bin gegen 6.00 Uhr wach – und sofort ist er da, dieser Gedanke.
    Heute ist ein besonderer Tag. Michaels Geburtstag.
    Früher hätte ich ihn jetzt mit Kerzen und einem Geburtstagslied geweckt.
    Heute bin ich tausende Kilometer von zuhause entfernt… ohne ihn.
    Der Schmerz ist derselbe. Unverändert. Es tut weh.
    Und doch ist Michael da – ganz nah. Ein Sonnenstrahl, der hinter einer Wolke hervorschaut, ein Windhauch, der mich streift. Er reist mit mir. Immer. In meinem Herzen. ❤️
    Meine Geburtstagsgrüße schicke ich ihm als kleine WhatsApp-Erinnerung in den Himmel.
    Dann beginnt der Tag ganz praktisch. Rucksack packen – dieses kleine Reise-Puzzle, das irgendwie nie ganz aufgeht, wenn man plötzlich merkt, dass die viel dickere Reisekleidung nicht mit eingeplant wurde.
    Im Garten wartet das Frühstück: Cappuccino ☕ und Apfelpfannkuchen 🥞.
    Noch ein paar ruhige Momente, bevor der Transfer kommt. Zeit zum Durchatmen.
    Die Fahrt zum Flughafen führt uns über die einzige Straße der Insel – vorbei an dichtem Dschungel 🌿 und kleinen Hütten am Straßenrand. Und mittendrin: der Flughafen, wie ein Fremdkörper in all dem Grün.
    Was dann folgt, ist fast surreal.
    Strenge Sicherheitskontrollen, Spiegel unter dem Auto, mehrfaches kontrollieren, bevor wir überhaupt in die Abflughalle können.
    Und dann – die Nachricht:
    Unser Flug nach Manila ist gecancelt.
    Einfach so. Ohne Vorwarnung.
    Fassungslos stehen wir da. Alle Flüge sind ausgebucht.
    Und wir müssen morgen in Manila sein – unser internationaler Flug wartet.
    Was folgt, ist purer Stress. Hektische Suche. Bangen. Hoffen.
    Zeit, die wir nicht haben.
    Irgendwann dann ein kleiner Lichtblick:
    Ein Flug am nächsten Morgen – nach Clark.
    Zwei Stunden von Manila entfernt.
    Nicht ideal. Aber unsere einzige Chance.
    Also zurück nach Coron.
    Noch einmal einchecken im Coco Nutgarden.
    Noch einmal ankommen – obwohl wir eigentlich schon auf dem Sprung waren.
    Am Pool lässt der Druck langsam nach. 🌴
    Der Körper kommt zur Ruhe. Der Kopf noch nicht ganz.
    Mich hat eine Erkältung erwischt – ich verschlafe den Nachmittag.
    Am Abend geht es wieder etwas besser. Wir essen im Hotel, bleiben einfach da.
    Keine Energie mehr für große Pläne.
    Stattdessen hören wir ein bisschen der Karaokeveranstaltung zu, felefonieren nach Hause 🎤, ein ruhiger Abend im Garten.
    Und morgen?
    Geht es weiter.
    Mit wenig Schlaf, denn um 6.00 ihr werden wir abgeholt.
    Der zweite Versuch muss klappen.
    ✈️
    Read more

  • Rückflug von Coron nach Manila

    March 14 on the Philippines ⋅ ☀️ 23 °C

    ✈️ Zwischen Hochhäusern und Wellblech – von Coron nach Manila

    Der Tag beginnt heute früh. Sehr früh. ⏰
    Um 5 Uhr klingelt der Wecker – und mir geht es alles andere als gut. Erkältung, dazu ein rebellierender Magen… Ibuprofen und eine Durchfalltablette sollen mich irgendwie durch den Tag bringen. Frühstück? Fehlanzeige. Allein der Gedanke daran lässt mich schlucken.
    Auch Jan-Michel ist alles andere als fit – bei ihm ist es noch schlimmer. Keine guten Voraussetzungen für diesen Reisetag. Nur Clara hält tapfer die Stellung. 💛
    Der Van kommt pünktlich und bringt uns durch den noch dämmernden Urwald Richtung Flughafen. Das Einchecken klappt reibungslos – wenigstens etwas. Zeit bis zum Abflug bleibt auch noch, und ich rette mich mit einer Cola – mein morgentlicher „Kaffeeersatz“ für heute. 🥤
    Der Flug selbst ist dann ein kleines Geschenk: klarer Himmel, atemberaubende Ausblicke auf die Inselwelt rund um Coron. 🌴✨ Ein letzter Blick von oben – fast wie ein stiller Abschied.
    Eine Stunde später landen wir in Clark. Es ist 9:20 Uhr. Jetzt liegen noch zwei einhalb Stunden Autofahrt vor bis Manila. Unser internationaler Flug geht aber erst am Abend von Manila. Also heißt es: irgendwie den Tag überstehen.
    🚕
    Eine Stadttour? Unvorstellbar. Dafür sind wir einfach zu angeschlagen bei der Hitze – und wohin auch mit dem Gepäck?
    Also entscheiden wir uns für das, was naheliegt: wir fahren zu dem Hotel, das wir gestern wegen des gecancelten Fluges nicht nutzen konnten.
    Die Fahrt nach Manila zeigt uns einmal mehr die krassen Gegensätze dieser Stadt:
    moderne Hochhäuser, gläserne Fassaden, luxuriöse Malls – und direkt daneben einfache Wellblechhütten, dicht an dicht gebaut. 🏙️
    Reichtum und Armut liegen hier oft nur wenige Meter auseinander. Ein Bild, das nachdenklich macht. Jan- Michel geht es ganz schlecht. Der Taxifahrer muss einmal rechts ran fahren.
    🏨
    Unser Ziel: das Westside Bay Manila.
    Ein echtes Fünf-Sterne-Hotel – elegant, geschniegelt, perfekt organisiert. Und wir mittendrin, in Reisekleidung, müde und ziemlich angeschlagen.
    Ein kurzer Moment, als die Pagen kommen und uns das Gepäck abnehmen, in dem wir uns fehl am Platz fühlen… bis wir andere Rucksackreisende entdecken. 😉
    Leider gibt es keine Kulanz auf die bereits bezahlten Zimmer. Immerhin wird unser Gepäck verwahrt und wir dürfen. den Poolbereich nutzen – doch bei der Hitze ist auch das keine echte Option.
    Also buchen wir kurzerhand ein Zimmer für ein paar Stunden. Ruhe. Durchatmen. Für Jan-Michel dringend nötig.
    🍝
    Clara und ich machen uns auf die Suche nach etwas zu essen. Wir haben ja nicht mal gefrühstückt. Viel Hunger habe ich allerdings nicht – eher Pflichtgefühl. Wir überlegen sogar, uns eine Portion Spaghetti zu teilen.
    Zum Glück entscheiden wir uns dagegen. Die Portionen sind nämlich… sagen wir mal: sehr überschaubar. 😅
    Claras Blick verrät schnell: Das hätte definitiv nicht gereicht.
    ✈️ Der letzte Abschnitt
    Gegen 16 Uhr checken wir wieder aus. Mit dem letzten Bargeld geht es per Taxi zum Flughafen.
    Vor uns liegt der lange Heimweg: Manila – Singapur – Zürich – Hamburg.
    Ein anstrengender Tag. Einer, der uns körperlich alles abverlangt.
    Und trotzdem einer, der bleibt – wegen der Eindrücke, der Kontraste, der kleinen Momente dazwischen.
    Read more

  • Manila Hamburg Home

    March 15 on the Philippines ⋅ ⛅ 28 °C

    ✈️ Zwischen Himmel, Fernweh und Heimkehr – unser langer Weg zurück
    Der Flughafen Manila Ninoy Aquino International Airport ist riesig. Fast eine kleine Stadt für sich. Unser erster Weg führt uns zu Swiss International Air Lines, um endlich das Gepäck loszuwerden. Ein gutes Gefühl – zumindest für einen Moment.
    Dann beginnt der Marathon: Gate suchen. Laufen. Noch mehr laufen. Manila zeigt gleich zu Beginn, was Reisen auf den Philippinen bedeutet: Geduld, Flexibilität und immer ein bisschen Abenteuer im Gepäck. ✈️😅
    Michel kauft sich schnell eine Cola gegen den Durst… die er zehn Minuten später an der Sicherheitskontrolle wieder entsorgen darf. Willkommen im internationalen Flugalltag. 💧🙈
    Auch meine sorgsam gebunkerten Getränke landen im Müll. Auf den Philippinen – und generell in Asien – gehört das dazu: strenge Kontrollen, viele Sicherheitschecks und oft lange Wege zwischen den Terminals.
    Der Flug nach Singapur dauert 4,5 Stunden. Zu unserer Überraschung gibt es warmes Essen. Der Duft von Chicken Curry erfüllt die Kabine… und sorgt bei Jan-Michel eher für Übelkeit als für Appetit. Kurzerhand „erfindet“ er seine eigene Duftschutz-Maske . Improvisationstalent auf Reisen. 😷🍛
    Landung in Singapur – problemlos. Aber: Terminalwechsel. Transferzug. Alles perfekt organisiert, aber auch hier heißt es wieder laufen, orientieren, funktionieren.
    Ich hatte mir fest vorgenommen, nach der Kontrolle endlich meine Kompressionsstrümpfe anzuziehen… doch im Transitbereich: keine Toilette, keine Einkaufsmöglichkeit. Auch das gehört dazu – nicht immer ist alles so, wie man es erwartet.
    Dann endlich Boarding für den Langstreckenflug nach Zürich.
    Ein kurzer Blick nach links in die Business Class… Liegeflächen, Prosecco, entspannte Gesichter. Ein kleiner Moment Neid – ich gebe es zu. 😉🥂
    Wir richten uns auf unseren Sitzen ein. Der Versuch, die Kompressionsstrümpfe auf der engen Bordtoilette anzuziehen, scheitert kläglich. Zu eng. Zu müde. Zu geschwollene Beine. Ende der Mission. 🙈
    13 Stunden liegen vor uns.
    Start um 19 Uhr Ortszeit. Turbulenzen inklusive. Das Abendessen wird zur kleinen Herausforderung – man bräuchte eigentlich drei Hände: eine fürs Tablett, eine fürs Glas, eine zum Essen. Aber irgendwie schaffen wir es. 😅✈️
    Jan-Michel kämpft weiter, mit Tüte und geschlossenen Augen gegen Gerüche und Unruhe. Danach kehrt langsam Ruhe ein.
    Man schläft… oder döst… oder versucht es zumindest. Immer mal wieder ein, zwei Stunden. Sitzposition wechseln, wieder einschlafen.
    Clara verschläft fast alles – beneidenswert! 😴
    Gegen 4 Uhr Zürcher Zeit gibt es Frühstück. Und endlich: Kaffee! Was habe ich mich darauf gefreut. Und gleich noch einen Nachschlag. ☕❤️
    Der Sinkflug beginnt. Mit meiner Erkältung alles andere als angenehm – Druck auf den Ohren, zeitweise höre ich gar nichts mehr.
    Landung in Zürich – leicht verspätet. Dann auch noch Probleme beim Aussteigen. Zeitverlust. Und wir haben nur eine Stunde zum Umsteigen!
    Wieder Terminalwechsel. Wieder laufen. Aber: Wir schaffen es. Gerade noch rechtzeitig zum Boarding nach Hamburg.
    Die letzten 1,5 Stunden fühlen sich fast wie ein Spaziergang an.
    Ankunft: 9 Uhr morgens. Zuhause. 🇩🇪❤️
    Dann heißt es warten. Auf das Gepäck.
    Annika steht schon bereit, als wir endlich mit unseren drei Rucksäcken ankommen.
    Mein Rucksack: fast 13 kg. Definitiv zu schwer. Notiz an mich selbst: Beim nächsten Mal maximal 10 kg! 🎒😅
    Bei Jan-Michel und Annika gibt es Frühstück Nummer zwei – frische Brötchen, guter Kaffee. Einfach herrlich. 🥐☕
    Eigentlich wollte ich bleiben und mich ausruhen… aber das Adrenalin gewinnt. Nach Dusche und kurzer Pause fahre ich die drei Stunden nach Hause.
    Sonntag – keine LKWs. Freie Fahrt. Gegen halb vier bin ich in Löhne.
    Auspacken. Waschmaschine an.
    Und dann kommen Lena, Tristan und Paul. Erzählen. Lachen. Ankommen. ❤️
    Am Abend nur noch ein Süppchen – und dann falle ich ins Bett. Tief. Fest.
    Am nächsten Morgen: Fieber, Erkältung, Jetlag Komplett erledigt. 🤧 Gut, dass ich gestern zurück gefahren bin.
    🌏 Fazit dieser Reise
    Diese Reise war das Aufregendste, was ich je gemacht habe.
    Die vielen Flüge. Fähren, Taxi und Van Transporte – sie haben uns in eine völlig andere Welt gebracht: die Philippinen.
    Ein Land voller Kontraste:
    Armut und Lebensfreude.
    Einfache Hütten neben modernen Städten.
    Und Menschen, die oft zufriedener wirken als wir.
    Reisen auf den Philippinen bedeutet:
    🌴 viele Inlandsflüge oder Bootsfahrten
    🌴 spontane Planänderungen
    🌴 Geduld und Gelassenheit
    🌴 und jeden Tag neue, überraschende Eindrücke
    Unser absolutes Highlight: die Inselwelt rund um Coron.
    Und das Schönste?
    Drei Generationen unterwegs – und es hat wunderbar funktioniert. ❤️
    Der Satz meiner Enkelin Clara bleibt:
    „Du bist die coolste Oma der Welt.“
    Und Jan-Michel meint:
    „Das können wir gerne wieder machen. Es gibt noch so viel zu entdecken.“
    Ich bin zurück. Dankbar. Müde. Glücklich. 🌍✨
    📱
    Read more

    Trip end
    March 15, 2026