Flug und Ankunft in Singapur
March 1 in Singapore ⋅ ☁️ 30 °C
Tag 2 und 3
Der Kurzflug nach Zürich wird begleitet von einem kleinen schreienden Energiebündel hinter uns, das bereits beim Boarding seine Eltern ins Schwitzen bringt. Während des Fluges konzentriert sich seine Wut dann auf unsere Rückenlehnen. Fußtritte im Sekundentakt. Aber es sind ja nur 90 Minuten. Schweizer Schokolade und kostenloses Wasser, das verteilt wird stimmen uns versöhnlich und voller Mitgefühl für die Eltern. In Zürich landen wir leicht verspätet, haben aber genug Puffer. Die automatische Passkontrolle funktioniert – natürlich – bei Clara, weil minderjährig nicht. Also Schalter. Wiederfinden. Och war ja scjon durch. Terminalwechsel mit dem Zug. Ein kleiner Snack bei Starbucks mit großem Preis.
Und dann stehe ich vor meinem ersten Langstreckenflug.
Fast zwölf Stunden liegem vor mir.
Beim Einsteigen sehen wir durch die Fenster die Passagiere der First- und Businessclass beim Aperitif sitzen. Sehr stilvoll. Wir marschieren weiter Richtung Economy. Immerhin: etwas großzügigere Sitze als im Kurzstreckenflieger und ein Entertainment-System in der Rückenlehne.
Doch auf keinen Film kann ich mich konzentrieren. Viel spannender sind die Fluginformationen. Die Route. Die Zeit. Die Distanz.
Um 22:45 Uhr hebt dieser riesige Vogel mit lautem Poltern unter den Rädern ab. Zürich liegt golden glitzernd unter uns.
Und plötzlich ist aus Planung Realität geworden.
Asien, wir kommen.
🌴 Ankunft in den Tropen
(Flug & Ankunft in Singapur)
Der Langstreckenflug beginnt mit einer vielversprechenden Menükarte, die in der Realität etwas weniger bombastisch wirkt, sobald alles in Plastik verpackt vor einem steht. Trotzdem: Es schmeckt. Und ich bekomme sogar einen Piccolo. Ich stoße leise mit Michael an, der diese Reise in unseren Herzen mitmacht.
Gegen ein Uhr wird es ruhiger im Flieger. Nachtbeleuchtung. Gedimmte Monitore. Decke, Kissen, zwickende Kompressionsstrumpfhose – die Suche nach einer halbwegs ergonomischen Schlafposition beginnt.
Und tatsächlich: Ich schlafe. Mit Unterbrechungen, weil ich die Sitzposition regelmäßig verändern muss. Aber ich schlafe bis etwa 8:30 Uhr. Das meiste ist geschafft.
Um 9:30 Uhr gibt es Frühstück. Spinat, Bratkartoffeln und Rührei. Ich habe noch nie so gefrühstückt – aber erstaunlicherweise schmeckt es. Ich frage mich nur, wie es die Stewardessen schaffen, nach einer durchgearbeiteten Nacht so frisch auszusehen. Ich selbst fühle mich eher wie aua dem Altkleidersack gezogen
Dann beginnt der Sinkflug auf Singapur. Doch ein Gewitter verzögert die Landung. Wir kreisen. Noch eine Runde. Und noch eine.
18:30 Uhr Ortszeit setzen wir schließlich auf. Zu Hause ist es gerade einmal kurz nach 11:30 Uhr.
Direkt nach der Landung suche ich eine Umkleidekabine – ja, die gibt es hier tatsächlich am Flughafen – und befreie mich endlich von der Kompressionsstrumpfhose. Ein kleines Freiheitsgefühl.
Unsere Rucksäcke drehen bereits ihre Runden auf dem Gepäckband. Ein Trolley wird beladen, dann brauchen wir erst einmal Bargeld. Meine Kreditkarte streikt nach dreimal falscher PIN-Eingabe. Mist. Zuhause brauche ich den Pin nie. Hoffentlich krieg ich die wieder zum Arbeiten animiert.Hab nur die Eine mit Erstmal übernimmt Michel.
Wir bestellen ein Taxi über die Grab-App, die wir für diese Fälle installiert haben. Während wir warten, installieren wir die zweite E-SIM-Karte für Singapur und die Philippinen, die als Aüp schon auf dem Handy ist und laden Datenvolumen auf. Digital gut vorbereitet in die Tropen.
Und dann trifft sie uns.
Diese feuchtwarme Wand aus 32 Grad Abendluft. Wie im Hallenbad fühlt es sich an. Innerhalb von Sekunden fühlt sich Europa sehr weit weg an.
Die Fahrt ins Hotel gleicht einer Filmszene. Links die Skyline im rot glühenden Sonnenuntergang. Palmen als dunkle Scherenschnitte. Hochhäuser, die beleuchtet in den Himmel wachsen. Auf dem Meer gleiten erleuchtete Schiffe. Neonreklame, Glasfassaden, Tropenbäume.
Wir kommen aus dem Staunen nicht heraus.
Im Hotel checken wir ein.Sehr stylistisch das Ganze – und das Erste, was wir tun, ist zum Pool auf dem Dach zu gehen. Schwimmen im warmen Wasser, während rundherum die Hochhäuser leuchten. Unter uns die Stadt. Über uns der tropische Himmel.
Später laufen wir nach Chinatown. Lichter, Farben, Musik, Stimmengewirr. Garküchen, die um Gäste werben. Gewürze, süße Düfte, aber auch Gerüche, die man nicht näher definieren möchte. Es ist intensiv. Lebendig. Überwältigend und extrem sauber.
Wir kaufen Wasser – bei dieser Hitze absolut notwendig – und essen in einem kleinen Restaurant.
Sieben Stunden Zeitunterschied. Für unseren Körper ist es eigentlich früher Nachmittag, als wir beschließen schlafen zu gehen.
Jetzt, im Bett, merke ich die Müdigkeit. Aber auch dieses tiefe Gefühl von: Wir sind wirklich da.
Singapur hat uns schon am ersten Abend verzaubert.
Und morgen beginnt das Entdecken. 🌏✨Read more

























TravelerIhr müsst unbedingt ins indische und arabische Viertel. Und vielleicht mit dem Bumboot fahren? Auf jeden Fall zum Garden!