• El Nido

    7 Mac, Filipina ⋅ 🌙 25 °C

    🌴 Unterwegs nach El Nido – Flaggen, Gedanken und ein magischer Sonnenuntergang 🇵🇭

    Für meine Verhältnisse habe ich erstaunlich gut geschlafen. Trotzdem brauche ich morgens einen Moment, um mich zu sortieren – wo bin ich eigentlich gerade? Ach ja … auf den Philippinen.

    Ich beginne zu packen. Dieses Mal schaffe ich es sogar, meine dickeren Reiseklamotten wieder in den Rucksack zu bekommen. Beim nächsten Mal gilt eindeutig: Weniger ist mehr.

    Als ich fertig bin, stelle ich plötzlich fest: Meine Brille ist weg.
    Also alles wieder raus aus dem Rucksack, alles durchsucht – nichts. Wieder alles rein. Und ganz zum Schluss entdecke ich sie … unter meinem Kopfkissen. 🙈

    Inzwischen ist es schon 8:40 Uhr. Um 8:30 wollten wir uns zum Frühstück treffen. Jan Michel ruft bereits an und fragt, wo ich bleibe. Mit wiedergefundener Brille gehe ich also schnell zum Frühstücksraum.

    Und der hat es in sich: ein wirklich exklusives Frühstücksbuffet mit warmen und kalten Speisen, Obst, Gemüse und vielem mehr. Aber irgendwie habe ich gar keinen Hunger – erst einmal brauche ich nur Kaffee und ein Toast mit Marmelade. ☕

    🚐 Aufbruch Richtung El Nido

    Zwischen 9 und 9:30 Uhr soll unser Transport nachEl Nido kommen. Also holen wir vorsichtshalber schon mal unsere Rucksäcke.

    Doch plötzlich steht der Fahrer schon vor der Tür. Nichts mehr mit gemütlich weiter frühstücken – halsüberkopf auschecken und rein in den Transporter.

    Wir sind die Letzten und das Fahrzeug ist wieder bis auf den letzten Platz voll. Dieses Mal habe ich allerdings Glück: Ich sitze vorne auf dem Beifahrersitz mit freier Sicht nach draußen.

    Beim Auschecken wundere ich mich erneut über die Preise. Wir haben am Abend gut gegessen, Getränke gehabt und später noch Cocktails auf der Dachterrasse. Die Rechnung: 36 Euro für uns alle zusammen.

    Die Lebenshaltungskosten auf den Philippinen liegen mehr als 50 % unter denen in Deutschland. Das spürt man als Reisender deutlich.

    🇵🇭 Warum überall Flaggen hängen

    Während der Fahrt fallen mir die vielen philippinischen Flaggen an Häusern und Straßenrändern auf. Sie sind kein Zufall.

    Auf den Philippinen zeigen viele Menschen ihre Flagge aus Stolz und Patriotismus, besonders zwischen 28. Mai (National Flag Day) und 12. Juni (Independence Day) – dem Unabhängigkeitstag des Landes.

    Die Flagge steckt voller Symbolik:

    🔵 Blau steht für Frieden, Wahrheit und Gerechtigkeit

    🔴 Rot für Patriotismus und Tapferkeit

    ⚪ Weißes Dreieck für Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit

    Ein interessantes Detail: Wenn die rote Seite oben hängt, bedeutet das Kriegszustand oder Widerstand.

    💰 Leben und Arbeiten auf den Philippinen
    Während wir durch Dörfer und Landschaften fahren, denke ich auch über das Leben hier nach.
    Das durchschnittliche Monatsgehalt auf den Philippinen liegt bei etwa 20.000 bis 45.000 Peso (ca. 320–750 €).
    Das mittlere Haushaltseinkommen beträgt ungefähr 480 € im Monat.
    Natürlich sind die Lebenshaltungskosten deutlich niedriger als bei uns – trotzdem wird einem unterwegs klar, dass viele Menschen mit sehr wenig auskommen müssen.
    🌴 Eine lange Fahrt durch Palawan
    Vor uns liegen etwa 250 Kilometer Landstraße. Dafür werden 4 bis 5 Stunden veranschlagt.
    Die Strecke führt zunächst direkt durch die Berge von Palawan. Anders als auf Bohol gibt es hier richtige Berglandschaften mit Gipfeln, die in Wolken gehüllt sind.
    Ein Zug- oder Busnetz gibt es nicht.
    Diese Straße ist praktisch die einzige Verbindung quer über die Insel.
    Die Straßen wechseln ständig:
    mal reparaturbedürftige Landstraße
    mal Schlaglöcher und Risse
    dann wieder plötzlich ein fast autobahnähnlicher Abschnitt
    Rechts und links wächst dichter Dschungel aus Bananenpalmen, Bambus und tropischen Pflanzen.
    Viele Orte bestehen nur aus ein paar Wellblechhütten. Fast überall stehen kleine Verkaufsstände – manchmal mit nur drei Bananen und zwei Mangos.
    🌊 Der erste Blick aufs Meer
    Zwischendurch führt die Straße immer wieder hinunter zur Küste.
    Plötzlich tauchen sie auf:
    weiße Strände, türkisfarbenes Wasser, kleine Boote und einsame Buchten. 🌊
    Einmal halten wir etwa auf halber Strecke an einem kleinen Restaurant hoch über dem Meer. Von der Terrasse hat man einen traumhaften Blick auf den Strand – schon dieser Zwischenstopp wirkt wie ein Postkartenmotiv.
    🚐 Kurven, Bambus und kleine Dörfer
    Je weiter wir in die Berge fahren, desto grüner wird die Landschaft – aber auch die Straße schlechter.
    Die Kurven sind eng und wir sitzen ziemlich dicht im Transporter. Meine Sitznachbarin schläft irgendwann ein und landet bei jeder Kurve auf meiner Schulter. 😄
    Die Häuser werden kleiner. Viele bestehen aus Bambus, haben Bambuszäune oder ganze Bambusterrassen.

    Hühner hört man überall – sie gehören hier zu den wichtigsten Nutztieren.
    🌅 Ankunft in El Nido
    Kurz vor El Nido wird die Straße plötzlich richtig gut ausgebaut.
    Die Landschaft verändert sich wieder: runde Hügel tauchen auf, fast wie kleine Verwandte der Choclets Hills
    Dann erreichen wir das Terminal von El Nido.
    Unser Fahrer bietet an, uns direkt zum Hotel zu bringen – ein paar Kilometer außerhalb der Stadt.
    Der Weg dorthin führt über eine schmale, holprige Urwaldstraße. Zwischen Bambushütten und dichtem Grün taucht plötzlich ein neues Gebäude auf – unser Hotel.
    Statt Zimmern bekommen wir kleine Bungalows mit Himmelbett, viel Bambus und asiatischen Details. Rund um den Pool stehen Liegen unter Pergolen – ein perfekter Ort zum Ausruhen nach dieser langen Fahrt.
    Und genau das tun wir:
    Badesachen an und ab in den Pool. 🏝️
    🌴 El Nido – eines der schönsten Ziele der Philippinen
    El Nido liegt im Norden von Palawan und gilt als eines der spektakulärsten Reiseziele des Landes.
    Die Region ist berühmt für:
    dramatische Karstfelsen im Meer
    versteckte Lagunen und Inseln
    türkisfarbenes Wasser
    traumhafte weiße Strände

    Viele Besucher kommen wegen des berühmten Island Hopping – Bootstouren zu kleinen Inseln und Lagunen.

    🌅 Ein magischer Abend am Strand

    Am späten Nachmittag machen wir uns zu Fuß auf den Weg, erkunden die Umgebung und finden sogar ein Ladekabel für Claras Handy.

    Der Hauptort von El Nido ist etwa 4–5 Kilometer entfernt, aber auch hier im Vorort gibt es einen Strand.

    Mit dem TukTuk fahren wir dorthin – und erleben einen magischen Sonnenuntergang. 🌅

    Unter den Palmen haben sich Restaurants angesiedelt. Wir sitzen direkt am Meer, beobachten wie die Sonne langsam im Wasser versinkt und genießen unser Abendessen.

    Was für ein Tag.
    So viele Eindrücke – ich komme mit dem Schreiben kaum hinterher.

    Morgen wartet schon das nächste Abenteuer:
    Island Hopping rund um El Nido. 🚤
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