Heemtuintour nach Muntendam
April 13 in the Netherlands ⋅ ☁️ 13 °C
🌬️ Kalte Luft, warme Erkenntnisse und 40 Kilometer Gegenwind
Es ist kalt und ungemütlich, als ich heute Morgen die Jalousien hochziehe, um Kaffee zu kochen. Doch da ist noch etwas: ein merkwürdiges Rauschen.
Also gehe ich der Sache auf den Grund. Das Geräusch kommt unter dem Fahrersitz hervor – ein Gebläse, das kalte Luft in den Wohnraum pustet. Sehr merkwürdig. Mit dem Gebläse des Autos hat das nichts zu tun, also muss es von der Heizung kommen.
Ich studiere das Menü – wenig hilfreich. Also: Heizung aus. 30 Sekunden warten. Wieder an. Das Rauschen bleibt.
Nächster Versuch: Fahrzeug stromlos machen. Ebenfalls ohne Erfolg.
Langsam nervt es. Und kalt ist es auch noch.
Zeit für meinen Joker: Lisa und Rolf. Ein Anruf – und die Lösung kommt prompt. Neben dem Fahrersitz gibt es einen kleinen, unscheinbaren Schalter für genau dieses Gebläse.
Aha! Wieder etwas gelernt.
Jetzt schmeckt das Frühstück gleich doppelt so gut. ☕🥐
Nach dem Ver- und Entsorgen schwingen wir uns aufs Rad. Geplant ist die rund 30 km lange „Heemtuin Fietsroute“, eine Tour durch das Naturgebiet „Tussen de Venen“ – angeblich eine grüne Oase in Ost-Groningen.
Das Wetter ist trocken, aber der Wind eisig. Nur wenn sich die Sonne kurz zeigt, wird es etwas freundlicher.
Die ersten Kilometer führen uns – eher unfreiwillig – durch das Freizeitgebiet Borgerswold. Die Beschilderung? Fehlanzeige. Nach gefühlt hundert Stopps zum Kartencheck habe ich genug und plane spontan eine eigene Route mit der Fietsknoop-App.
Und siehe da – es läuft! 🚴♀️
Wir radeln entlang des Kanals Westerdiep bis nach Muntendam. Wunderschöne Häuser mit eigenen Terrassen am Wasser und liebevoll angelegte Gärten – hier blüht es um die Wette. 🌷
Ein heißer Kaffee wäre jetzt perfekt… aber: Montag. Ruhetag. Natürlich.
Also weiter – durch offene Felder, wo der Wind uns ordentlich um die Ohren pfeift.
Am Heemtuin fahren wir nur vorbei (nur Wanderwege), weiter nach Zuiderbroek – ein winziger, aber hübscher Ort mit kleinem Hafen und sogar einem einfachen Stellplatz.
Dann geht es weiter nach Sappemeer. Auch hier: charmant, ruhig, aber leider wieder ohne Kaffee. Dafür gibt es am Straßenrand viel zu entdecken.
Zurück in Muntendam haben wir endlich Glück: Eine Kneipe hat geöffnet.
Drinnen: Halbdunkel, ein großer Billardtisch, drei Spielautomaten und ein paar Gestalten, die schweigend in ihre Biergläser schauen.
Der Kaffee wird von einer wortkargen Wirtin im Pappbecher serviert – aber: heiß und richtig gut. Für 2 Euro absolut in Ordnung. ☕😄
Kurz darauf entdecken wir einen Käseladen – und jetzt wird es richtig gut:
Gouda, Spargel fürs Abendessen und Apfelsinen für den morgigen Saft wandern in die Packtaschen.
Kleiner Schreck an der Kasse: 10 Euro für die Apfelsinen? 😳
Nach kurzer Klärung wird der Fehler aber sofort korrigiert.
Zurück in Veendam stehen am Ende 40 Kilometer auf dem Tacho. 💪
Ein schneller Stopp bei Lidl für Getränke und Kartoffeln, dann zurück zum Wohnmobil. Es ist inzwischen 17 Uhr.
Die Räder müssen noch verladen werden – aber vorher: aufwärmen, Käse probieren und ankommen.
Der gemütliche Teil des Tages beginnt. 🧀🍷
Und morgen?
Geht es ein kleines Stück weiter – und die Sonne ist auch eingeladen. 🌞Read more

























