• Womofriends-on-tour
Current
  • Womofriends-on-tour

„Plan B: Holland mit Gitti“

„Meine zweite Fahrt ohne Michael. Ein bisschen Wehmut fährt mit – aber auch Vorfreude. Denn diesmal ist Gitti an meiner Seite. Zwei Mittwochsradlerinnen machen sich auf den Weg, um Holland zu Fuß und mit dem Fahrrad zu entdecken…“ Read more
  • Currently in
    🇩🇪 Löhne, Deutschland

    ☀️ Frühlingsstart in Fünstrup

    April 17 in Germany ⋅ ☁️ 18 °C

    Heute beginnt der offizielle Teil unserer Frühlingsfahrt. Ab Mittag rollen nach und nach die übrigen Wohnmobilisten an. Doch den sonnigen Morgen nutzen wir erst einmal ganz entspannt: draußen frühstücken – das erste Mal auf dieser Tour! ☕🥐
    Überall stehen kleine Grüppchen in der Sonne, man plaudert, lacht und begutachtet neugierig die neuesten Errungenschaften an den Wohnmobilen.
    Ein bisschen Bewegung schadet bekanntlich nicht – und so findet sich schnell eine kleine Frauenrunde zusammen. „Kanalwalking“ steht auf dem Programm: ein Spaziergang entlang des Dortmund-Ems-Kanal, zurück geht es durch die idyllische Flusslandschaft der Ems.
    Der Kanal ist übrigens eine der wichtigsten Wasserstraßen Norddeutschlands. Er verbindet das Ruhrgebiet mit der Nordsee und ist nicht nur für die Schifffahrt bedeutend, sondern auch ein echtes Paradies für Radfahrer und Spaziergänger – immer am Wasser entlang, mit weitem Blick und herrlich viel Ruhe. 🚴‍♀️🌿
    Nicht weit von hier liegen zudem die Rieselfelder bei Münster – ein wunderschönes Natur- und Vogelschutzgebiet. Einst zur Abwasserreinigung genutzt, sind sie heute ein echtes Kleinod für Naturliebhaber. Zahlreiche Wege führen durch die Wasserlandschaften, perfekt für eine Radtour oder einen ausgedehnten Spaziergang. Mit etwas Glück entdeckt man seltene Vogelarten – ein echtes Highlight! 🐦🌾
    Kaum sind wir zurück, rollen auch schon die ersten Nachzügler an. Ruckzuck entsteht in der Mitte des Platzes ein geselliges Zentrum: Tische werden zusammengestellt, Stühle gerückt – und plötzlich stehen wir mit rund 20 Wohnmobilen beisammen.
    Und dann… die Kuchen! 🍰
    Eine Auswahl, die jedem Café zur Ehre gereichen würde. Ein Traum! Schade nur, dass der Magen Grenzen kennt – denn nach „lecker“ kommt bekanntlich „zu viel“. 😄
    Gut behütet unter Sonnenhüten sitzen wir zusammen, genießen Kaffee und Kuchen, später auch das ein oder andere Kaltgetränk. Die Stimmung: entspannt, herzlich, einfach schön.
    Um 18 Uhr wird angegrillt – und zwar nicht ein Grill, sondern viele kleine. Überall zwischen den Wohnmobilen steigt Rauch auf, es duftet verführerisch. Da Gitti und ich keinen eigenen Grill dabeihaben, dürfen wir bei Karl-Heinz und Udo unser Grillgut mit auflegen.
    Wie schon beim Kuchen ist auch das Salatbuffet beeindruckend – eine Vielfalt, bei der man gar nicht weiß, wo man anfangen soll.
    Es wird erzählt, gelacht und neue Kontakte entstehen ganz von selbst. Einige sind schon lange beim Stammtisch dabei, andere zum ersten Mal – aber genau das macht diese Treffen so besonders. Auch Gitti ist sofort mittendrin. 🤝
    Wir sitzen noch lange draußen, bis fast 22 Uhr. Dann wird es doch frisch, und nach und nach ziehen sich die ersten in ihre Wohnmobile zurück. Die ganz Hartgesottenen halten noch ein wenig länger durch.
    Wir gönnen uns noch eine heiße Dusche 🚿 und machen es uns anschließend gemütlich.
    Ein rundum gelungener Auftakt – und morgen geht es weiter…
    Read more

  • Navi-Chaos und Frühlingsfahrt

    April 16 in Germany ⋅ ☁️ 16 °C

    Heute heißt es Abschied nehmen von den wirklich schönen Niederlanden. Doch nach Hause geht es noch nicht – unser Ziel ist die Marina Fünstrup in Greven, wo am Wochenende das Frühjahrstreffen der Wohnmobilisten aus Löhne stattfindet. Natürlich wollen wir dabei sein.
    Bei herrlichem Wetter starten wir entspannt in den Tag. Frühstück, Abfahrtsroutine – alles läuft rund. Naja… fast. Einmal piept es: die Treppe ist noch nicht eingefahren. Klassiker. Doch kaum sind wir vom Platz, fällt zuerst das Garmin-Navi aus – und keine 200 Meter später auch noch Google Maps. Perfektes Timing! Anhalten? Fehlanzeige. Vor lauter Aufregung verpasse ich im Kreisverkehr die richtige Ausfahrt.
    Zum Glück erinnere ich mich grob an die Strecke: irgendwie auf die A7, dann über Nieuweschans auf die A31. Klingt einfach – ist es aber nicht ohne Navi. Einen Parkplatz auf der A7 gibt es nicht.Also runter bei Nieuweschans… und Gitti lotst mich mit ihrem Handy (quer durch den Ort – direkt zur Therme.
    Jetzt reicht’s. Ich biege auf den Parkplatz ab, um beide Navis wieder zum Leben zu erwecken. Das gelingt auch – aber dafür bin ich im Parkplatz gefangen. Baustelle, Sackgasse… und ich darf zwischen parkenden Autos rückwärts wieder raus. Schweißperlen inklusive.
    Dann endlich: beide Navis funktionieren, wir finden die A31 – und ab da läuft es. Tempomat rein, Verkehr überschaubar, entspanntes Rollen Richtung Deutschland. Nur der Abschnitt rund um Rheine fordert nochmal Nerven: Baustellen, LKW an LKW und gefühlt endloses Überholverbot und natürlich ein Stau.
    In Greven angekommen, wartet schon die nächste kleine Geduldsprobe: Drei Wohnmobile vor uns, deren Fahrer sich offenbar noch nicht ganz einig sind, wo sie hinwollen. Aber auch das geht vorbei – und gegen 13:30 Uhr stehe ich endlich auf meinem Platz in der Marina Fünstrup.
    Die ersten bekannten Gesichter begrüßen uns herzlich – wie immer fühlt es sich sofort ein bisschen wie „nach Hause kommen“ an. Die Marina Fünstrup liegt idyllisch direkt am Dortmund-Ems-Kanal und ist ein beliebter Treffpunkt für Wohnmobilisten. Moderne Stellplätze, ein kleiner Hafen und die entspannte Atmosphäre machen den Platz perfekt für ein Wochenende mit Gleichgesinnten.
    Kaum eingerichtet, zieht es uns aber nochmal raus. Bewegung muss sein! Also schwingen wir uns aufs Rad und fahren ins etwa 13 km entfernte Telgte.
    Die Strecke ist traumhaft: ruhig, grün, einfach schön zu fahren – perfekt für unsere geplante gemeinsame Tour am Samstag. Und Telgte selbst? Ein echtes Kleinod im Münsterland. Die historische Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern, kleinen Gassen und der berühmten Wallfahrtskapelle hat einen ganz besonderen Charme – vor allem in der warmen Nachmittagssonne.
    Doch plötzlich merke ich: Heute war einfach viel. 200 km Fahrt, Navi-Chaos, Einparken, Ankommen – und jetzt noch die Radtour. Und das Ganze mit einem einzigen Brötchen am Morgen. Mein Kreislauf meldet sich deutlich.
    Die Rettung: ein Eiscafé. Ein großer Eiskaffee - Coffein und Zucker- bringt mich zurück ins Leben. ☕🍦
    Nach einem kleinen Bummel durch Telgte geht es wieder zurück – die Zeit ist wie im Flug vergangen. Gegen 19 Uhr erreichen wir wieder den Stellplatz, und inzwischen macht sich auch der Hunger bemerkbar.
    Natürlich lassen wir uns die gemeinsame Runde nicht entgehen. Es wird geplaudert, gelacht und gefachsimpelt. Zwischendurch wird gegessen – und ganz nebenbei noch der Salat für morgen vorbereitet. Ein rundum gelungener Abend. 🌅
    Bis fast 22 Uhr sitzen wir draußen, genießen die milde Luft – dann ruft die warme Dusche und das gemütliche Wohnmobil.
    Ein erlebnisreicher Tag geht zu Ende… mit allem, was dazugehört. ❤️
    Read more

  • Rund ums Oldambtmeer

    April 15 in the Netherlands ⋅ ☁️ 12 °C

    🌞 Zwischen Pumpe, Pannen und Postkartenidylle rund ums Oldambtmeer

    Der Tag beginnt sonnig – schöner könnte er kaum sein. Die Stimmung ist allerdings gedämpft, denn Gitti hat die halbe Nacht vor Schmerzen kaum geschlafen. Noch im Bett überlegen wir, was zu tun ist: Hausarzt anrufen? Hier vor Ort zum Arzt gehen? Irgendwie kommt mir das alles bekannt vor…
    Nach einem Telefonat mit dem Hausarzt steht fest: Gitti soll hier zum Arzt. Eigentlich hatten wir heute eine Fahrradtour rund um Winschoten geplant. Na, das fängt ja gut an.
    Beim Frühstück dann das nächste Drama: Ein seltsames Gluckern, Surren, Brummen. Schnell ist klar – die Wasserpumpe! Und das, obwohl sie doch gerade erst erneuert wurde. Also: alles aus, bevor noch mehr kaputtgeht. Die Kontrolllampe leuchtet rot, und aus dem Wasserhahn kommt nur noch ein müdes Spucken.
    Da ich bei Wasserpumpen eher ratlos bin, greife ich zum zweiten Telefonjoker und rufe Karl-Heinz an, der bereits in der Marina Fühstrup ist. Nach kurzem Überlegen fragt er: „Habt ihr überhaupt noch Wasser im Tank?“
    Klar haben wir… denke ich. Ein prüfender Blick – und: leer. Komplett leer!
    Wo ist das ganze Wasser geblieben? Der Frostwächter? Keine Ahnung, wo der im Carthago sitzt. Wasser unterm Fahrzeug? Fehlanzeige. Also wohl einfach verbraucht. Komisch – mit Michael hat das mit jeden Tag 1-2 Kannen nachgießen immer problemlos geklappt. Vielleicht verbrauchen zwei Frauen doch mehr als ein Mann und eine Frau…
    Plan: Gitti geht zum Arzt, ich kümmere mich ums Wasser. Dumm nur, dass der Wasserhahn hier nicht direkt am Stellplatz ist. Rund 200 Meter entfernt! Also nehme ich es sportlich: Wasser holen, Abwasser entsorgen, Toilette leeren – alles in einem Aufwasch. Achtmal laufe ich die Strecke, dann reicht’s mir und der Pumpe auch. Pumpe an – und siehe da: alles wieder im grünen Bereich.
    Gitti kommt zurück – ohne Arztkontakt, aber immerhin mit sage und schreibe 6
    Cortisontabletten gegen den akuten Schub. Eine Geschichte für sich…
    Nach etwas Erholung in der Sonne – vom Schreck und vom Sportprogramm – machen wir die Räder startklar.
    Mit gut zwei Stunden Verspätung geht es endlich los. Der Startpunkt mitten in der Stadt ist schnell gefunden, und dann wird es einfach nur noch schön.
    Drei beeindruckende Windmühlen säumen unseren Weg – ein echtes Postkartenmotiv. Weiter geht es nach Scheemda, einem kleinen Ort mit langer Geschichte. Früher stark landwirtschaftlich geprägt, liegt Scheemda heute ruhig und beschaulich zwischen Feldern und Kanälen. Am Hafen genießen die Menschen die Sonne – genau wie wir.
    Nächster Stopp: Midwolda. Hier entdecken wir eine herrliche Terrasse zwischen Fischteichen. Es gibt Appelgebak mit Slagroom und „Koffie verkeerd“ – niederländischer geht’s kaum.
    Von hier aus radeln wir weiter entlang des Oldambtmeers. Dieses große, künstlich angelegte Gewässer gehört zu den jüngsten Landschaftsprojekten der Niederlande. Entstanden ist es im Zuge eines Strukturwandels der Region – heute ist es ein Paradies für Wassersportler, Radfahrer und Naturliebhaber. Weite Horizonte, viel Himmel und Wasser – einfach wunderschön.
    Dann ein spontaner Fund: ein Schild „Tuinfleur Bezoektuin“. Für 3,50 € Eintritt betreten wir einen liebevoll angelegten Frühlingsgarten – ein wahres Farbenmeer aus Blüten, kombiniert mit kreativen Gestaltungsideen. Ein echtes Highlight!
    Ganz ohne kleine Umwege geht es natürlich nicht: Eine Umleitung bringt uns kurz aus der Orientierung. Aber auch das lösen wir – und sind bald wieder auf Kurs.
    Zurück in Winschoten erfüllen wir uns noch ein niederländisches Klischee: Abendessen im Pfannkuchenrestaurant. Lecker!
    Danach noch schnell zu Albert Heijn, ein paar Kannen Wasser auffüllen, Räder verstauen – und dann beginnt endlich der gemütliche Teil des Tages.
    Morgen verlassen wir die Niederlande und fahren ins Münsterland zum Frühjahrstreffen der Löhner Wohnmobilisten.
    Read more

  • Im Hafen von Winschoten

    April 14 in the Netherlands ⋅ ☀️ 13 °C

    🌫️ Nebel, kleine Umwege und ein Logenplatz im Hafen

    Dichter Nebel liegt über dem See, als ich am Morgen die Rollos hochziehe. Wo bleibt nur die versprochene Sonne? Noch wirkt alles grau und still. Wir packen zusammen – heute soll es ein kleines Stück weitergehen. Unser Ziel: Winschoten. Dort wartet ein Stellplatz direkt am Hafen, und auch die Stadt soll sehr hübsch sein. Über die hervorragenden Radwege hier muss man ohnehin nicht mehr viele Worte verlieren.
    Eigentlich wollten wir weiter zu den Tulpenfeldern im Nordpolder bei Den Helder. Doch die Region zwischen Drenthe, Groningen und Ostfriesland – direkt an der Grenze – gefällt uns einfach zu gut. Alles ist so ruhig und entspannt. Kein Touristentrubel, freie Platzwahl auf den Stellplätzen – fast wie früher. Vielleicht liegt es auch an der Jahreszeit.
    Als wir schließlich losfahren, zeigt sich dann doch die Sonne – und mit ihr steigt sofort die Stimmung. Die Fahrt verläuft problemlos, selbst die kleine „Schikane“ am Platz ist kein Hindernis. Es geht durch die Stadt, über Landstraße und Autobahn Richtung Winschoten.
    Die Zufahrt zum Hafen hat es allerdings in sich: Erst biege ich auf der falschen Kanalseite ab, dann lande ich beim zweiten Versuch auf dem Parkplatz eines Supermarkts – der sich überraschenderweise als richtige Zufahrt entpuppt. Das muss man auch erst mal wissen! Und als wäre das nicht genug, kommt mir auf der schmalen Straße entlang des Hafenbeckens auch noch ein Pkw entgegen und scheint zu erwarten, dass ich mich mitsamt Wohnmobil in Luft auflöse. Zum Glück hilft ein kleiner Ausweichbereich – und dann ist es geschafft.
    Kurz darauf stehen wir in der ersten Reihe – mit direktem Blick auf Hafen und Boote. Ein echter Logenplatz! Blauer Himmel, Sonnenschein… was will man mehr? Natürlich: eine Tasse Kaffee. Die steht wenig später auch auf dem Tisch.
    Das Einchecken ist unkompliziert und endet mit einem netten Gespräch mit der Hafenmeisterin. Es gibt alles, was das Herz freut: Strom, Sanitär und WLAN. Danach genießen wir erst einmal die Sonne vor dem Wohnmobil und beobachten das Kommen und Gehen im Hafen.
    Am Nachmittag machen wir uns auf zu einem Bummel durch Winschoten. Überall blüht es – besonders die Kirschbäume haben es uns angetan. Von der Kirche erklingt ein Glockenspiel, und tatsächlich: „Freude schöner Götterfunken“ liegt in der Luft.
    Eine kleine Eisdiele zieht uns magisch an. Der italienische Besitzer ist herzlich, spendiert uns großzügig Sahne und verspricht einen Kaffee fürs nächste Mal. Solche Begegnungen bleiben im Herzen.
    In der Kirche zünde ich eine Kerze für Michael an, der mir in diesen Tagen besonders nah ist.
    Natürlich entdecken wir auch einige schöne Läden – und kehren zwei Stunden später gut bepackt zum Wohnmobil zurück. Dort genießen wir die Abendsonne und später unsere Spaghetti.
    Was für ein erlebnisreicher, schöner Tag. 💛
    Read more

  • Heemtuintour nach Muntendam

    April 13 in the Netherlands ⋅ ☁️ 13 °C

    🌬️ Kalte Luft, warme Erkenntnisse und 40 Kilometer Gegenwind

    Es ist kalt und ungemütlich, als ich heute Morgen die Jalousien hochziehe, um Kaffee zu kochen. Doch da ist noch etwas: ein merkwürdiges Rauschen.
    Also gehe ich der Sache auf den Grund. Das Geräusch kommt unter dem Fahrersitz hervor – ein Gebläse, das kalte Luft in den Wohnraum pustet. Sehr merkwürdig. Mit dem Gebläse des Autos hat das nichts zu tun, also muss es von der Heizung kommen.
    Ich studiere das Menü – wenig hilfreich. Also: Heizung aus. 30 Sekunden warten. Wieder an. Das Rauschen bleibt.
    Nächster Versuch: Fahrzeug stromlos machen. Ebenfalls ohne Erfolg.
    Langsam nervt es. Und kalt ist es auch noch.
    Zeit für meinen Joker: Lisa und Rolf. Ein Anruf – und die Lösung kommt prompt. Neben dem Fahrersitz gibt es einen kleinen, unscheinbaren Schalter für genau dieses Gebläse.
    Aha! Wieder etwas gelernt.
    Jetzt schmeckt das Frühstück gleich doppelt so gut. ☕🥐
    Nach dem Ver- und Entsorgen schwingen wir uns aufs Rad. Geplant ist die rund 30 km lange „Heemtuin Fietsroute“, eine Tour durch das Naturgebiet „Tussen de Venen“ – angeblich eine grüne Oase in Ost-Groningen.
    Das Wetter ist trocken, aber der Wind eisig. Nur wenn sich die Sonne kurz zeigt, wird es etwas freundlicher.
    Die ersten Kilometer führen uns – eher unfreiwillig – durch das Freizeitgebiet Borgerswold. Die Beschilderung? Fehlanzeige. Nach gefühlt hundert Stopps zum Kartencheck habe ich genug und plane spontan eine eigene Route mit der Fietsknoop-App.
    Und siehe da – es läuft! 🚴‍♀️
    Wir radeln entlang des Kanals Westerdiep bis nach Muntendam. Wunderschöne Häuser mit eigenen Terrassen am Wasser und liebevoll angelegte Gärten – hier blüht es um die Wette. 🌷
    Ein heißer Kaffee wäre jetzt perfekt… aber: Montag. Ruhetag. Natürlich.
    Also weiter – durch offene Felder, wo der Wind uns ordentlich um die Ohren pfeift.
    Am Heemtuin fahren wir nur vorbei (nur Wanderwege), weiter nach Zuiderbroek – ein winziger, aber hübscher Ort mit kleinem Hafen und sogar einem einfachen Stellplatz.
    Dann geht es weiter nach Sappemeer. Auch hier: charmant, ruhig, aber leider wieder ohne Kaffee. Dafür gibt es am Straßenrand viel zu entdecken.
    Zurück in Muntendam haben wir endlich Glück: Eine Kneipe hat geöffnet.
    Drinnen: Halbdunkel, ein großer Billardtisch, drei Spielautomaten und ein paar Gestalten, die schweigend in ihre Biergläser schauen.
    Der Kaffee wird von einer wortkargen Wirtin im Pappbecher serviert – aber: heiß und richtig gut. Für 2 Euro absolut in Ordnung. ☕😄
    Kurz darauf entdecken wir einen Käseladen – und jetzt wird es richtig gut:
    Gouda, Spargel fürs Abendessen und Apfelsinen für den morgigen Saft wandern in die Packtaschen.
    Kleiner Schreck an der Kasse: 10 Euro für die Apfelsinen? 😳
    Nach kurzer Klärung wird der Fehler aber sofort korrigiert.
    Zurück in Veendam stehen am Ende 40 Kilometer auf dem Tacho. 💪
    Ein schneller Stopp bei Lidl für Getränke und Kartoffeln, dann zurück zum Wohnmobil. Es ist inzwischen 17 Uhr.
    Die Räder müssen noch verladen werden – aber vorher: aufwärmen, Käse probieren und ankommen.
    Der gemütliche Teil des Tages beginnt. 🧀🍷
    Und morgen?
    Geht es ein kleines Stück weiter – und die Sonne ist auch eingeladen. 🌞
    Read more

  • Sonne, Schnatter-Ente und Mut

    April 12 in the Netherlands ⋅ ☁️ 12 °C

    Nachdem der Tag gestern Abend ziemlich nass zu Ende ging, werden wir heute von der Sonne geweckt … und von einer Ente auf dem Dach. So laut schnatternd, als hätte sie beschlossen, einfach bei uns mit im Bett zu übernachten.
    Auf zu neuen Unternehmungen!
    Der Wetterbericht verspricht einen sonnigen Tag. Also wollen wir nicht allzu weit fahren – die Wahl fällt auf Veendam, gut in etwa 45 Minuten zu erreichen. Ein Stellplatz mit allem Komfort, direkt am See im Park gelegen und ein Städtchen in fußläufiger Nähe. Und falls das Wetter morgen wirklich so grau und nass wird wie angekündigt: Ein Badeparadies gibt es auch ganz in der Nähe.
    Es dauert ein wenig, bis wieder alles an seinem Platz ist. Die Hubstützen fahren problemlos ein, das Ausparken klappt wie am Schnürchen. Da ist es fast nebensächlich, dass ich zunächst die falsche Kanalseite erwische – eigentlich nur für Radfahrer und Anwohner gedacht. Aber gut, ich komme auch so zur Hauptstraße. Kommt ja niemand entgegen.
    Die Strecke bis zur N-Straße verläuft entspannt. „Läuft ja richtig gut“, denke ich – natürlich zu früh gefreut. Denn kurz vor dem Stellplatz wartet eine ziemlich enge Schikane. Mein erster Gedanke: Da komme ich niemals durch! Also 100 m zurücksetzen und erst einmal auf dem Parkplatz parken. Dann schaue mir das Ganze in Ruhe an.
    Erst als ich einen Morelo auf dem Platz entdecke, wächst mein Mut: Wenn der da durchgekommen ist, dann ich doch auch! Zweiter Versuch – eng, aber machbar. Und wenig später stehen nicht nur das Wohnmobil, sondern auch schon die Stühle in der Sonne, der Kaffee dampft auf dem Tisch.
    Die Anmeldung läuft ganz unkompliziert über einen Automaten: Code fürs Sanitärhaus, Stromfreischaltung – alles da.
    Ein erster Spaziergang führt uns entlang des Sees. Das Wasser glitzert in der Sonne, die ersten Wassersportler ziehen ihre Bahnen, der Strand ist noch menschenleer. Wer geht bei diesen Temperaturen schon baden?
    Später machen wir uns auf den Weg in die Stadt. Heute geht alles etwas ruhiger – Gitti hat einen Rheumaschub und die rechte Hand ist nicht richtig zu gebrauchen. Aber die Füße funktionieren, und so spazieren wir los.
    Die Stadt liegt etwa zwei bis drei Kilometer entfernt, und der Weg dorthin ist wunderbar abwechslungsreich – besonders bei diesem herrlichen Frühlingswetter.
    In Veendam schauen wir uns einige alte Häuser an, besuchen das Veenmuseum und schlendern entlang der Kanäle. Schließlich landen wir im Stadtcafé und gönnen uns ein Alster.
    Auf dem Rückweg kommen wir an einem Coffeeshop vorbei. Da wollte ich schon immer mal hinein. Also: gesagt, getan. Kaffee gibt es dort allerdings nicht 😉 Die Luft ist… speziell, das Licht eher gedämpft. Wir entscheiden uns für ein buntes Sonntagskeks „to go“ in Regenbogenfarben.
    Vielleicht hilft es ja sogar gegen Rheuma.
    Am Ende zeigt die Uhr knapp 11 Kilometer – ein ordentlicher Spaziergang!
    Zurück am Wohnmobil beginnt der gemütliche Teil. Wir genießen die Sonne, bis sie langsam von Wolken verschluckt wird. Zeit fürs Abendessen.
    Wieder ein schöner Tag. Und leise klopfe ich mir selbst auf die Schulter: Wieder eine Herausforderung gemeistert – etwas, das ich mir vor zwei Jahren nicht im Traum hätte vorstellen können.
    Read more

  • 🌬️ Gegenwind – Eine Tour nach Ter Apel

    April 11 in the Netherlands ⋅ 🌧 7 °C

    Eigentlich fing der Tag richtig vielversprechend an… eigentlich.
    Nach einem gemütlichen Frühstück mit Blick auf den Kanal starten wir ganz entspannt in den Tag. Doch bevor das Vergnügen beginnt, stehen erstmal die klassischen Womo-Pflichten an: Ver- und Entsorgen. Teamarbeit ist gefragt – während Gitti frisches Wasser holt, kümmere ich mich um das „Wegbringen“.

    Dann geht’s los: Räder runter vom Träger, warm eingepackt und voller Vorfreude starten wir unsere geplante Tour. Eigentlich wollten wir zum Baumwipfelpfad bei Borger radeln. Doch ein Blick zum Himmel – und vor allem ein kräftiger Schubs vom eisigen Nordwind – lassen uns umdenken. Heute ist definitiv kein Tag für luftige Höhen zwischen Baumwipfeln.
    Also Plan B: eine Tour rund um Ter Apel.
    Die Sonne zeigt sich wenig motiviert hinter einer dichten Wolkendecke und verabschiedet sich schließlich ganz. Kapuze und Handschuhe kommen zum Einsatz. Auch die Verbindugen lassen zu wünschen übrig – WLAN und Internet streiken, und selbst die geplanten Knotenpunkte lassen uns im Stich.
    Aber wir lassen uns nicht unterkriegen – und erreichen schließlich, wenn auch leicht durchgefroren, Ter Apel.
    Ein bisschen Bummeln durch den kleinen Ort, ein paar Läden, und vor allem ein heißer Café verkeerd bringen die Lebensgeister zurück. Herrlich! ☕
    Ein echtes Highlight ist das beeindruckende Klooster Ter Apel – das einzige noch erhaltene mittelalterliche Kloster in den Niederlanden. Die Anlage stammt aus dem 15. Jahrhundert und liegt idyllisch in einer waldreichen Umgebung. Früher war sie ein wichtiger Rastplatz für Pilger auf dem Weg nach Santiago de Compostela. Heute strahlt sie eine wunderbare Ruhe aus.
    Von dort aus radeln wir durch die typisch nordniederländische Landschaft zurück: weite Felder, kleine Kanäle, viel Himmel – und heute eben auch viel Wind.
    Doch dann kommt der weniger schöne Teil des Tages:
    Gitti stürzt mit dem Rad. Zum Glück fällt sie weich ins Gras – außer einem schleifenden Schutzblech ist nichts passiert. Ein riesiger Schreckmoment, der uns kurz innehalten lässt.
    Als wir zurück am Womo sind, fallen die ersten Regentropfen. Eigentlich wollten wir die Räder geschützt unter unserer Plane abstellen… eigentlich. Doch die ist – wie vom Winde verweht – unauffindbar. Wer konnte die wohl gebauchen.
    Also improvisieren wir: Mit einer viel zu kleinen Plane versuchen wir, die Räder notdürftig zu schützen. Und dann heißt es: im strömenden Regen verladen. Irgendwie ging das beim letzten Mal deutlich einfacher…
    Klatschnass, leicht durchgefroren – aber auch ein bisschen stolz, diesen Tag gemeistert zu haben – lassen wir den Regen draußen und machen es uns im Womo gemütlich.
    Bei Snacks, Spritz und einem Blick auf die Karte planen wir unser nächstes Ziel.
    Denn eins ist klar:
    Das Abenteuer wartet schon hinter der nächsten Kurve
    Read more

  • Ankommen in Musselkanal

    April 10 in the Netherlands ⋅ ☁️ 11 °C

    Umleitung und Wasserblick
    Heute geht es weiter – und wie bisher beginnt der Tag ganz entspannt. Wir haben wunderbar geschlafen, die Ruhe auf dem Platz tut richtig gut. Nach dem Frühstück heißt es: Abfahrbereit machen. Ich gehe gedanklich alles durch – ist wirklich alles aus, zu, leer? Noch bin ich ja nicht ganz routiniert in dieser „Alleinverantwortung“. Aber: läuft!
    Die Abreise klappt unkompliziert. Auschecken heute ist einfach – Platz auswählen, Strom wird automatisch berechnet, Karte dranhalten – fertig. So mag ich das.
    Das Navi wird gefüttert – Garmin und Maps – doppelt hält besser… sollte man meinen. Kaum rolle ich vom Platz, wird das Garmin schwarz. Ernsthaft jetzt? Also schnell in eine Ecke gedrückt, um niemanden zu blockieren. Dumm nur, dass sich genau da kurz darauf ein anderes Wohnmobil gemütlich vor uns hinstellt. 🤦‍♀️
    Gut, dass ich eine Beifahrerin habe, die das charmant und mit Nachdruck regelt. Navi läuft wieder – wir kommen frei. Der Tag kann beginnen… oder?
    Über Enschede geht es Richtung Autobahn. Doch mein Navi hat offenbar andere Pläne und schickt mich zurück Richtung Deutschland. An der Grenze dann ein wenig Triumphieren: Während fast alle zur Kontrolle raus auf den Parkplatz müssen, dürfen wir einfach durchfahren.
    Bei Schüttorf geht’s auf die A31 – und direkt hinein in den Stau. LKW-Überholverbot inklusive. Ich liebe es… nicht. 🙄
    Aber ab Lingen wird’s besser, der Verkehr entspannt sich.
    Bei Stadskanaal verlassen wir die Autobahn und fahren wieder in die Niederlande ein. Ziel: Musselkanaal. Nur noch ein paar Kilometer… denkste! Die Ausfahrt ist gesperrt, Umleitung. Und wer niederländische Umleitungen kennt, weiß: Das wird spannend.
    Drei Ausfahrten später soll ich runter – aber beide Navis sind komplett verwirrt und wollen mich immer wieder zurück auf die Schnellstraße schicken. Also: zwei Ehrenrunden im Kreisverkehr, einmal tief durchatmen – und dann einfach geradeaus. Richtige Entscheidung! Kurz darauf haben mich beide Navis wieder lieb.
    Die Fahrt durch Stadskanaal und Musselkanal hat es in sich: schmale Straßen, Gegenverkehr… und ich frage mich kurz, wo eigentlich der uns entgegenkommende Bus hin soll. Aber: alles gut gegangen.
    Selbst die Einfahrt zum Stellplatz ist ein kleines Abenteuer – zwei eng beieinanderstehende Betonblöcke, die das Ganze auf Schneckentempo reduzieren. Aber dann: geschafft! Mein Platz, direkt am Wasser. 💙
    Die Hubstützen fahren runter – mit einem kleinen Stoßgebet fürs Wiederhoch fahren bei der späteren Abfahrt.
    Stühle raus, Kaffee gekocht – und einfach nur sitzen und aufs Wasser schauen. Genau dafür mache ich das.
    🌿 Musselkanal – klein, ruhig und typisch niederländisch
    Musselkanal liegt in der Provinz Groningen und ist geprägt von seinem langen Kanal, der sich durch den Ort zieht. Früher war er eine wichtige Verkehrsader für den Torfabbau – heute ist er vor allem eines: herrlich ruhig.
    Typisch sind die langen, geraden Wasserwege, kleine Brücken und die entspannte Atmosphäre. Perfekt für Spaziergänge, Radtouren.
    Später erkunden wir den Platz: Strom, Sanitär, Ver- und Entsorgung, WLAN – alles da. Der Hafenmeister kommt später kassieren, aber Bargeld darf er nicht mehr annehmen. Nur noch Kartenzahlung und mit einem netten Plausch inklusive.
    Unser Plan: Walkingrunde und Kibbeling auftreiben.
    Also los – am Kanal entlang Richtung Stadskanaal. Vor ein paar Tagen muss es hier traumhaft gewesen sein: blühende Kirschbäume, jetzt schon leicht verblüht. Aber die Narzissen leuchten im satten Grün um die Wette, und der Himmel spiegelt sich im Wasser.
    Auf dem Rückweg wechseln wir die Kanalseite und entdecken einen Friedhof – ganz anders als bei uns. Kaum Blumen, dafür viele Grabplatten, Monumente und kleine Aufbauten. Auf manchen Platten sitzt eine Art Trichter mit Löchern. Wofür? Wir rätseln… und witzeln ein wenig.
    Weiter geht’s in die „Winkel“ – kleine Einkaufsbereiche. Klar, dass wir nicht nur schauen, sondern heute mal holländischen Käse und Roerbakgroenten einkaufen. 😉
    Und dann – keine 200 Meter vom Stellplatz entfernt – entdecken wir sie: die Kibbeling-Bude, direkt am Kanal, mit Sonne. Perfekt! Es ist gerade mal 17 Uhr – Abendessen gesichert. 🐟
    Etwas durchgefroren, es ist halt noch kein Sommer, geht’s später zurück ins warme Wohnmobil. Der Hafenmeister schaut vorbei, wir plaudern noch ein bisschen, drehen eine kleine Abendrunde bei Sonnenuntergang – und lassen den Tag ruhig ausklingen.
    Ein schöner, erlebnisreicher Tag. Mit allem, was dazugehört. ❤️
    Read more

  • Mit dem Rad nach Enschede

    April 9 in the Netherlands ⋅ ☁️ 15 °C

    Es ist schon 8 Uhr, als ich wach werde – und ich merke sofort: Ich habe seit Langem mal wieder richtig gut geschlafen. Der erste Kaffee im Bett macht den Start perfekt. So kann ein Tag beginnen. ☕✨
    Wir frühstücken in aller Ruhe und warten auf die Sonne, die heute offenbar auch ein bisschen verschlafen hat. Doch mit leichter Verspätung erscheint sie pünktlich zum Frühstück – versöhnt und freundlich. 🌞
    Nach dem Frühstück heißt es: Räder runter vom Träger und los geht’s!
    Mit der App Fietsknoop stellen wir uns eine individuelle Tour zusammen. Die vorgeschlagene Strecke vom Platz wäre mit 45 km pro Strecke doch etwas ambitioniert – schließlich wollen wir ja auch noch etwas von Enschede sehen.
    Unsere Route führt uns von Overdinkel durch eine herrlich weite Landschaft: Wiesen, Felder, kleine Parks – alles grünt und blüht. Schafe und Pferde stehen entspannt auf den Weiden, gepflegte Anwesen sorgen für echtes Postkartengefühl.
    Wir bewegen uns hier in Grenznähe in der Region Drenthe – nur wenige Kilometer von Deutschland entfernt, und doch wirkt alles ein wenig ruhiger, gelassener, irgendwie anders.
    Die Navigation mit der App funktioniert prima – solange wir aufmerksam bleiben. Sobald wir beim Plaudern ein Schild übersehen, meldet sich eine freundliche Stimme: „Stimmt deine Route noch?“ 😄
    In Enschede angekommen, finden wir einen Fahrradparkplatz an der Oude Kerk – und hoffen, unsere Räder später auch wiederzufinden.
    Rund um die Kirche sitzen die Menschen draußen, genießen die Sonne – T-Shirt-Wetter! Wir lassen uns treiben, bummeln durch die Straßen, bis uns ein Softeis quasi „anspringt“ und wir gar nicht anders können, als es uns in der Sonne schmecken zu lassen. 🍦
    Das Herz der Stadt schlägt rund um den H.J. van Heekplein – lebendig, voller Geschäfte, Cafés und manchmal auch kleiner Märkte. Ganz besonders gemütlich ist der Oude Markt – das „Wohnzimmer“ der Stadt, wo man wunderbar sitzen und einfach das Leben beobachten kann.
    Enschede ist ein echtes Shopping-Paradies: kleine Boutiquen, bekannte Ketten – und natürlich darf ein Besuch bei HEMA nicht fehlen. Auch ein Abstecher in einen typischen Grenzladen gehört einfach dazu.
    Der kleine Hunger meldet sich – und wird mit einer Portion handgeschnittener Pommes glücklich. 🍟
    Am späten Nachmittag machen wir uns auf den Rückweg. Unterwegs entdecken wir noch einen Jumbo – und sichern uns frischen Spargel fürs Abendessen.
    Die Rückroute führt über Losser – keine gute Idee. Ein Neubaugebiet mit vielen Straßen, aber kaum Beschilderung bringt uns kurzzeitig aus dem Konzept. Trotz aller Aufmerksamkeit verlieren wir irgendwann die Geduld und wechseln auf den Radweg entlang der Straße zurück nach Overdinkel.
    Wieder am Platz angekommen, heißt es erst einmal: Räder verladen – denn morgen geht es weiter.
    Zum krönenden Abschluss dieses schönen Tages genießen wir unseren Spargel in der Abendsonne vor dem Wohnmobil. 🌅
    Ein Tag voller kleiner Entdeckungen, schöner Wege und genau der richtigen Mischung aus Bewegung und Genuss.
    Read more

  • Fahrt nach Overdinkel

    April 8 in the Netherlands ⋅ ☁️ 18 °C

    🚐 Endlich unterwegs – mit Hindernissen…
    Es kann losgehen! Alles ist gepackt – und hoffentlich habe ich nichts Wichtiges vergessen 🙈
    Gitti kommt kurz vor 10 Uhr. Bis dahin schnell noch Müll raus, Blumen versorgen – der übliche „Bevor-es-losgeht“-Sprint. Kurz vor halb elf rollen wir dann endlich los.
    Auf der A30 geht’s zunächst frohgemut Richtung Osnabrück… aber dieses „froh“ hält nicht lange 😅
    Schon lange vor Osnabrück beginnt das Stop-and-Go. Lkws wie an einer Perlenkette – dicht an dicht. Überholverbot hin oder her… wenn wir heute noch ankommen wollen, muss ich das gelegentlich charmant ignorieren 🙃
    Und dann: Vor Ibbenbüren – Stillstand. Vollsperrung.
    Ich weiß wirklich nicht, warum ausgerechnet ich dieses Glück gepachtet habe… aber es ist inzwischen meine dritte Vollsperrung in Serie 😳
    Erst hinter der Grenze zu den Niederlanden wird es plötzlich entspannt. Freie Fahrt, ruhiger Verkehr – typisch Holland eben 🇳🇱
    Nur: Da sind wir auch schon fast am Ziel.
    Für die geplanten 1,5 Stunden bis Oldenzaal brauchen wir heute sage und schreibe 3,5 Stunden.
    Was ist bloß aus „meiner“ gemütlichen A30 geworden?
    📍 Ankommen & Durchatmen
    Unser Ziel heute: Overdinkel.
    Der Camperplaats Skop'nboer liegt wunderbar zwischen Enschede und Nordhorn – perfekt für unsere nächsten Tage.
    Er gehört zur Gruppe „By Ons“ – und das merkt man sofort.
    Hier wird sich richtig Mühe gegeben, damit sich Gäste wohlfühlen.
    Uns erwartet ein kleiner, feiner Stellplatz:
    sehr gepflegt, liebevoll dekoriert und mit ganz viel Herz gestaltet ❤️
    Genau so, wie wir es mögen
    Wir suchen uns einen Platz aus – und werden dabei interessiert beobachtet 😄
    Offenbar ist es gar nicht so uninteressant, wie wir dieses lange Gefährt in die vorgegebene Lücke manövrieren.
    Beim zweiten Anlauf sitzt alles.
    Na bitte – wer sagt’s denn! 😉
    Schnell stehen die Stühle in der Sonne, und wir stoßen mit einem Glas Sekt auf unsere (doch etwas abenteuerliche) Anreise an. 🥂
    Danach gibt’s ganz entspannt Kaffee und frische Brötchen – so fühlt sich Urlaub an.
    🌿 Ein Platz zum Wohlfühlen
    Später drehen wir eine kleine Platzrunde.
    Und ja – er ist wirklich wunderschön. Liebevoll angelegt, gepflegt bis ins Detail.
    Für Radfahrer, die hier eine Pause einlegen, steht sogar Apfelkuchen im Kühlschrank bereit 🍰
    Bezahlt wird ganz unkompliziert auf Vertrauensbasis.
    Ich finde, das passt einfach zu diesem besonderen Ort.
    🚶‍♀️ Bewegung muss sein
    Nach einer ausgiebigen Pause in der Sonne packt uns doch noch die Lust auf Bewegung.
    Wir greifen zu den Stöcken und walken durch die Felder Richtung Overdinkel – etwa 3 km entfernt.
    Unser Ziel: das beeindruckende
    Tuincentrum Overdinkel
    Ein riesiger Blumen- und Pflanzenmarkt – mit allem, was das Garten- und Freizeit-Herz begehrt 🌺
    Dazu ein Café und Restaurant… wirklich sehenswert!
    So sehenswert, dass wir uns prompt darin verlaufen 😄
    Den Ausgang zu finden, ist gar nicht so einfach!
    🌅 Zurück & zufrieden
    Als wir wieder am Stellplatz ankommen, stehen 8 km auf der Uhr.
    Wir sind angenehm müde – und definitiv reif für den Campingstuhl.
    In der warmen Abendsonne genießen wir einen Sundowner 🍹, ein paar Snacks und lassen den Tag Revue passieren.
    Trotz der stressigen Anreise:
    Dieser Tag war rundum gelungen.
    Und das Traumwetter gibt dem Ganzen noch das i-Tüpfelchen. ☀️✨
    Read more

  • 🚐 Aufbruch mit Herz und Rückenwind

    April 7 in Germany ⋅ ☀️ 11 °C

    „Plan B: Holland mit Gitti“ – klingt irgendwie nach Kompromiss.
    Ist es aber nicht. Es ist einfach ein neues Kapitel.
    Meine zweite Fahrt ohne Michael startet morgen. Und ja, ein bisschen Wehmut sitzt immer mit auf dem Beifahrersitz. Aber diesmal rückt jemand anderes näher: Gitti. Freundin, Mitradlerin, Mitlacherin.
    Zwei Mittwochsradlerinnen machen sich auf den Weg – auf sechs Rädern, mit Fahrrädern im Gepäck und der festen Absicht, das Nachbarland Holland ganz in unserem Tempo zu entdecken. 🚲🌷
    Keine großen Pläne, kein straffer Zeitplan.
    Einfach losfahren. Ankommen. Durchatmen.
    Wir wollen radeln, laufen, schauen, staunen.
    Uns treiben lassen zwischen Grachten, Windmühlen und kleinen Cafés. Vielleicht auch mal im Fahrtwind lachen – über uns selbst, über verpasste Abzweigungen oder den ewigen Gegenwind, den es ja angeblich nur in Holland gibt 😉🌬️
    Diese Reise ist anders.
    Leiser vielleicht. Aber nicht weniger schön.
    Und wer weiß – vielleicht steckt gerade in diesem „Plan B“ ganz viel von dem, was wirklich zählt: Gemeinsam unterwegs sein. Den Moment genießen. Und einfach machen.
    Los geht’s am Mittwoch 🚐💛
    Read more

    Trip start
    April 8, 2026